| Bin ich Alkoholiker? • Hallo bin co. abhängige mama .... |
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banananas neuer Teilnehmer
Geschlecht:  Anmeldungsdatum: 06.05.2007 Beiträge: 13
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Verfasst am: 08.05.2007, 11:38 Titel: Re: petra a. |
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Lieber Karsten,
ich wollte eine ethische Frage diskutieren und nicht Polemik ernten. Je mehr ich Antworten langgedienter Mitglieder in diesem Forum lese, umso mehr beschleicht mich das Gefühl, dass der Geist hier vorherrschend Intoleranz ist. Berechtigt gegenüber Alkohol, aber gefühllos gegenüber den menschlichen Problemen. Ich glaube nicht, dass dieses Forum das Richtige für mich ist. Dieses hier ist, so scheint es, ein Forum für bereits zweifelsfrei trockene Alkoholiker, die sich nur noch unter Ihresgleichen unterhalten möchten. Überlegungen, Probleme von Menschen, die akut Hilfe benötigen, die erst in einem Bewusstwerdungsprozess stehen, werden gar nicht erst behandelt, sondern einfach vom Tisch gewischt.
Schade.
Ich bitte darum, mein Profil hier wieder zu löschen und danke allen, die mir geantwortet haben. Mein Prozess zu einem abstinenten Leben ist eingeleitet, aber ich möchte meine Bewusstwerdung, meinen weiteren Weg zur wirklichen Trockenheit in einem anderen Klima fortsetzen.
Liebe Grüße an alle, die das verstehen können
banananas |
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| banananas hat zum Thema: Re: petra a. geschrieben
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Karsten Administrator

Geschlecht:  Anmeldungsdatum: 04.11.2004 Beiträge: 32811 Alter: 49 Wohnort: Eberswalde
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Verfasst am: 08.05.2007, 11:52 Titel: Re: petra a. |
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Hallo banananas,
das Forum ist selbstverständlich auch für Hilfesuchende gedacht, die nicht wissen, wie sie nüchtern werden und bleiben können.
Dazu zählt aber auch, dass man Hilfe annehmen möchte .
Du fragst uns, wir sagen Dir aus unseren Erfahrungen heraus, was wir geändert haben ( eben das alkoholfreie Umfeld ) und Du möchtest aber scheinbar lesen, dass es auch ohne Veränderungen geht. Das wiederspricht sich.
Wir können nur die Hilfe anbieten, die uns zu einem nüchternen Leben verholfen hat. Da zu zählt eben keine Kompromisse einzugehen.
Für mich war mein Beitrag auch keine Polemik. Ich wollte nur verdeutlichen, wie sehr Du Dich an einem Beitrag hängst, weil Du scheinbar genau das zu lesen gewünscht hast, als Du hier gefragt hast.
Die Erfahrung zeigt aber, dass genau dies bei den meisten Betroffenen zum Rückfall geführt hat. Das sind unsere Erfahrungen und die wollen wir hier vermitteln.
Wenn Du glaubst, hier nicht die richtigen Antworten auf Deine Fragen zu bekommen, werde ich das akzeptieren und Deinen Account löschen. |
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| Karsten hat zum Thema: Re: petra a. geschrieben
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Andi Gast
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Verfasst am: 08.05.2007, 11:52 Titel: Re: petra a. |
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Hallo,
wir sollten diesen Thread Petra lassen,denn es ist Ihr Thread!
Gruß Andi |
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| Andi hat zum Thema: Re: petra a. geschrieben
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Annika sehr aktiver Teilnehmer
Geschlecht:  Anmeldungsdatum: 05.12.2005 Beiträge: 3847 Wohnort: NRW
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Verfasst am: 08.05.2007, 11:56 Titel: re |
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Sorry Petra
für die Worte in deinem Thread
Hallo bananas
| Zitat: | | ein Forum für bereits zweifelsfrei trockene Alkoholiker, die sich nur noch unter Ihresgleichen unterhalten möchten |
mußte gerade schmunzeln und überlegen was denn wohl "meinesgleichen "
sind.
Wenn du damit meinst, Menschen die glücklich, zufrieden und frei ohne Alkohol leben können. Egal ob Alkoholiker oder nicht. Hauptsache Alkohol spielt in deren Leben keine oder eine völlig untergeordnete Rolle.
Ja, dann hast du Recht dann möchte ich mich nur mit "Meinesgleichen" unterhalten.
Trinkende Menschen in meinem Umfeld bringen mir nichts und tun mir nicht gut.
LG Annika |
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| Annika hat zum Thema: re geschrieben
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banananas neuer Teilnehmer
Geschlecht:  Anmeldungsdatum: 06.05.2007 Beiträge: 13
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Verfasst am: 08.05.2007, 12:10 Titel: Re: petra a. |
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Ja, Andi,
da hast du Recht, somit ist das meine letzte Meldung in diesem Thread. Wollt ja auch nur Petras Problematik, die auch meine ist, diskutieren, dass es zu einem Zwiegespräch kommt, war für mich nicht abzusehen und hat hier nichts verloren.
Nein, Karsten, ich möchte eigentlich noch nicht ganz verschwinden. Aber ich werde ein wenig stiller sein und bitte um mehr Verständnis für Alkoholiker, die frühzeitig aufhören möchten, die noch in keinen schrecklichen Schwierigkeiten stecken. Dort seh ich mich. Jenseits des point of no return, aber noch weit vom Ende entfernt. Und so wie die Sucht schleichend über viele Stadien verläuft, wird wohl auch die Bekämpfung für verschiedene Menschen in verschiedenen Stadien andere unabdingbare Notwendigkeiten haben. Welche Notwendigkeiten der Einzelne hat, lässt sich wohl in einer Therapie feststellen.
Und jetzt genug.
Ich verabschiede mich aus diesem Thread.
banananas |
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| banananas hat zum Thema: Re: petra a. geschrieben
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Alexander neuer Teilnehmer
Geschlecht:  Anmeldungsdatum: 09.05.2006 Beiträge: 308 Wohnort: Bad Schönborn
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Verfasst am: 08.05.2007, 12:34 Titel: @bananas |
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Vor meiner Therapie und auch noch währenddessen habe ich genauso gedacht wie Du. Ich bin ja ganz in Ordnung, so wie ich bin und will nur keinen Alkohol mehr trinken, weil der mich genau dahin gebracht hat, wo ich jetzt bin.
Diese "Geschichten" keinen Alkohol mehr im Haus, nicht mehr in Kneipen oder auf Feste zu gehen habe ich von vielen anderen Alkoholikern (die trotzdem Rückfälle gebaut hatten) als erfolgreiche Strategie eben keinen Rückfall zu kriegen erzählt bekommen.
Und ich muss sagen, ich dachte auch das wäre nicht so wichtig. Aber mittlerweile lebe ich fast unbewusst genau danach. Ich habe in der Woche bestimmt 5 Std. in meiner Stammkneipe zugebracht und seit ich trocken bin habe ich keinen Fuss mehr reingesetzt. Ich wollte zwar schon öfter hingehen um mal einen Kaffee zu trinken, aber ich denke mir dann immer was bringt mir das?
Die Leute dort drin würden wohl verstehen, dass ich keinen Alkohol mehr trinke, aber deswegen sind sie für mich doch alkoholisiert und so in vielem was sie tun nicht mehr ernst zu nehmen.
Viel schlimmer früher oder später würde mich ein regelmässiges Einkehren dort dem Alkohol wieder näher bringen. Aufgerichtete Schutzmechanismen würden versagen und es käme unausweichlich der Tag näher wo ich mir wieder ein Bier bestellen würde.
Auch wenn man den Alkohol im Haus hat, ist es eben so, dass man nicht erst zur Tankstelle/Supermarkt gehen muss um sich welchen zu besorgen. Also müsste ich erstmal im Geldbeutel kramen, den Schlüssel mitnehmen, mich durch den halben Ort schleichen (weil ich dann ja ein schlechtes Gewissen hätte) um dann die Tankstelle zu betreten. Bis ich all das auf mich nehmen würde, müsste viel passieren. Aber wenn der Alkohol sowieso zu Hause steht, brauche ich mir nur ein Glas einzuschenken. Und wenn ich in der Kneipe oder auf einem Fest wäre, wo es feuchtfröhlich zugeht. Wer würde mich daran hindern selbst ein Bier zu bestellen, wo doch jeder gerade so gute Laune hat. Und selbst wenn mich jemand daran hindern möchte, z. B. meine Frau, ich könnte das in der Kneipe oder auf dem Strassenfest auch irgendwie heimlich hinkriegen....
So ist es mir erklärt worden und irgendwie glaube ich daran und lebe auch danach, obwohl ich am Anfang die gleichen Bedenken hatte, wie Du! |
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| Alexander hat zum Thema: @bananas geschrieben
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Blizzard aktiver Teilnehmer
Geschlecht:  Anmeldungsdatum: 11.01.2007 Beiträge: 649 Alter: 32 Wohnort: München
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Verfasst am: 08.05.2007, 13:50 Titel: Re: petra a. |
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| Karsten hat Folgendes geschrieben: | Hallo banananas,
da mir meine Saufzeit fast das Leben gekostet hat, interessiert es mich überhaupt nicht, wie andere Menschen damit klar kommen, dass ich in meinem Umfeld keinen Alkohol will.
Ich sehe das eben von einer anderen Seite, nämlich von der Seite, dass mir ein Rückfall mein Leben kostet.
Ja, ich habe damals von meinem Umfeld verlangt, dass sie nichts trinken, wenn sie in meiner Nähe sind. Wen das nicht passte, ist aus aus meinem Leben verschwunden.
Ich gehe keine in meiner Nüchternheit keine Kompronmisse ein.
Jetzt haben sich wohl hier zwei, drei gefunden, die uns hier beweisen wollen, dass man auch in einem alkoholtrinkenden Umfeld nüchtern bleiben kann?
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Hallo Karsten,
es stand aber nicht jeder hier so wie du kurz vor dem von Alkohol verursachtem Tod.
Es gibt auch Menschen hier, die ihr Problem schon früher erkannt haben (ich zähle mich jetzt mal auch dazu), und bei denen eine Radikalkur wie bei dir (da war es ja die letzte Chance) nicht indiziert ist.
Klar: Jeder der ernsthaft aufhören will zu trinken, sollte sich dazu zuerst ein alkoholfreies Umfeld aufbauen. Trotzdem gibt es auch da Grenzen, die wir nicht beeinflussen können.
Wenn ich z.B. aus meinem Fenster rausschaue, dann sehe ich abends oft Jugendliche mit einer Flasche Bier bei den gegenüberliegenden Garagen "abhängen". Wenn ich an einem lauen Sommerabend auf dem Balkon sitze, höre ich, wie am linken Nachbarbalkon die Nachbarn mit einem Glas Wein anstoßen. Wenn ich in den Supermarkt gehe, leuchten mir zuerst die Bier-Werbetafeln entgegen, bevor ich mir im Markt dann selber meinen Weg durch Kisten von Bier und vorbei an Regalen voll Schnaps freikämpfen muss. SO IST DAS NUNMAL. Ich weiß dass diese Dinge ständig geschehen. Soll ich deswegen ausziehen und mich in einer Hütte im Wald verbarrikadieren?
Petra hat vollkommen recht. Soll sie jetzt nicht mehr auf Elternabende in der Schule gehen, weil dort möglicherweise im Lehrerkollegium abends mit einem Glas Sekt angestoßen werden könnte? Soll sie vielleicht später der Abiturfeier ihres Sohnes fernbleiben, weil dort mit Garantie auch Alkohol fließt?
Jeder Alkoholiker sollte sich wie gesagt ein Alkoholfreies Umfeld aufbauen, da sie sonst rückfallgefährdet sind.
Wo dabei aber genau die Grenzen liegen, muss jeder für sich selbst festlegen und herausfinden.
Und ich finde es im Übrigen sehr bedenklich, das hier jeder, der auch nur im Ansatz eine andere Meinung vertritt, als der Administrator oder der eine oder andere Moderator sofort hier zwischen den Zeilen rausgemobbt und rausgeekelt wird (so nach dem Motto: "Wenn du meinen Ratschlag nicht annimmst, wirst du sowieso rückfällig, also was willst du noch hier?")
Gruß,
Blizzard |
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| Blizzard hat zum Thema: Re: petra a. geschrieben
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Karsten Administrator

Geschlecht:  Anmeldungsdatum: 04.11.2004 Beiträge: 32811 Alter: 49 Wohnort: Eberswalde
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Verfasst am: 08.05.2007, 14:14 Titel: Re: petra a. |
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Hallo Blizzard,
ich gebe nur meine Erfahrungen wieder, die eben sehr extrem waren und sind.
Sicherlich gibt es Menschen, die nicht soweit unten sind, wie ich es war, aber jeder Alkoholiker, der seine Krankheit nicht zum Stillstand bringt, wird dorthin kommen oder sogar an den Folgen des Alkoholkonsums verrecken.
Das möchte ich mit meinen Beiträgen verdeutlichen.
Es geht auch nicht darum, hier jemanden rauszumobben, wenn er anderer Meinung ist. Es geht mir halt darum, jeden den oben beschriebenen Werdegang zu verdeutlichen.
Wer es in den ersten Tagen dann besser wissen will, obwohl er keine Erfahrung hat, nur weil er oder sie es so gerne haben wollen, wird aus unseren Erfahrungen auch nicht lernen wollen.
Und wer aus unseren Erfahrungen nicht lernen will, ja der ist hier nicht richtig. Ich möchte hier keine Diskussionen über grundlegende Dinge, die in jeder SHG, von jedem sich auskennenden Psychologen oder Therapeuten offenbart werden.
Jetzt die Menschen zum trinkenden Umfeld zuzuzählen, die mal ein Glas Bier oder Wein trinken, halte ich für unfair. Diese Diskussion geht um Freunde, die mehrmals in der Woche trinken und der oder die Betroffene sich mit einem Glas Wasser danebensetzt.
Keiner kann dem Alkohol völlig aus dem Weg gehen, aber jeder der den Kontakt zum Alkohol auch noch sucht, wird früher oder später daran zu Grunde gehen.
Oder möchtest Du es gutheißen, dass man sich mit ehemaligen Trinkkameraden trifft, die in Deiner Gegenwart den ganzen Abend Bier trinken? |
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| Karsten hat zum Thema: Re: petra a. geschrieben
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