| hallo miteinander • Bin ich Alkoholiker? |
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kahla neuer Teilnehmer
Geschlecht:  Anmeldungsdatum: 06.05.2007 Beiträge: 5
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Verfasst am: 06.05.2007, 11:55 Titel: Ich bin neu! |
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Hallo!
Ich bin 32 Jahre alt und habe vor einigen Jahren angefangen regelmässig Alkohol zu trinken. Es hat mich als Jugendliche oder junge Erwachsene auch in Zeiten großen Kummers nicht interessiert und ich habe die Finger davon gelassen. Dahin möchte ich wieder kommen.
Eigentlich möchte ich ein Leben ohne Alkohol führen. Aber ich habe Angst vor diesem Schritt und dass ich diesen nicht schaffe!
Scheinbar kann damit nicht umgehen, jedenfalls nicht maßvoll. Es kommt immer öfter vor, dass ich mich zwingen muss, zumindest einen Abend ohne Alkohol zu verbringen. Auch auf Feiern habe ich immer wieder Abstürze. Jetzt verändert sich auch die Menge - ich brauche mehr. Ich war schon ein paar Jahre bei der Suchtberatung im Einzelgespräch, dann wurde es besser und nun bemerke ich, dass es wieder schlimmer wird. Deshalb habe ich mich an das Forum gewandt, in der Hoffnung, hier auf kurzem Weg von zu Hause aus, Unterstützung bekommen zu können.
Vielen Dank
Liebe Grüße
Kahla |
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| kahla hat zum Thema: Ich bin neu! geschrieben
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Brigitte aktiver Teilnehmer
Geschlecht:  Anmeldungsdatum: 20.02.2007 Beiträge: 509
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Verfasst am: 06.05.2007, 12:21 Titel: Re: Ich bin neu! |
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Natürlich können wir beratend und begleitend zur Seite stehen.
Trinkst du denn jetzt nocht?
Diese Frage soll keine Neugier sein, sondern ich möchte mir ein Bild machen, damit ich weiß, wie ich antworten soll. |
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| Brigitte hat zum Thema: Re: Ich bin neu! geschrieben
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Inseläffchen sehr aktiver Teilnehmer
Geschlecht:  Anmeldungsdatum: 02.03.2006 Beiträge: 2225 Alter: 40
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Verfasst am: 06.05.2007, 12:24 Titel: Re: Ich bin neu! |
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Hallo Kahla,
erstmal herzlich Willkommen hier im Forum
Wenn du ein Leben ohne Alkohol erlernen möchtest, dann bist du hier richtig.
Warst du denn schon beim Arzt? Wie sieht denn dein Trinkverhalten zur Zeit aus? Magst du ein wenig mehr von dir erzählen, damit wir uns ein besseres Bild machen können?
Ich bin erst 6 Monate trocken, aber hier kannst du auch von den Langzeittrockenen viel lernen, wenn du willst.
Man liest sich.
LG
Tanja |
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Freund Gast
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Verfasst am: 06.05.2007, 18:49 Titel: Re: Ich bin neu! |
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Hallo Kahla ...
und herzlich willkommen im Forum,
du hast ja bereits einige Erfahrung.
Der erste Weg ist immer der zum Arzt, eine klinische Entgiftung sollte auch durchgeführt werden.
Auch wenn man meint, man bräuche diese nicht, stellt sie einen großen psychischen Meilenstein dar.
Hier kannst du im Erfahrungsaustausch an deinem neuen Leben arbeiten und auch "erfolgreich" sein, wenn du bereit bist, alte Verhaltensweisen abzulegen und gewissenhaft anzunehmen und umzusetzen.
Gruß, Freund. |
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| Freund hat zum Thema: Re: Ich bin neu! geschrieben
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kahla neuer Teilnehmer
Geschlecht:  Anmeldungsdatum: 06.05.2007 Beiträge: 5
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Verfasst am: 06.05.2007, 21:00 Titel: re ich bin neu |
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Hallo und vielen Dank für die Antworten!
Ja, ich trinke jetzt auch noch.
Überall ist der Alkohol greifbar. Letztens hatten wir bei uns eine kleine Feier und ich kaufte Wein, Sekt und Bier. Möglichst sparsam, damit nichts (für mich) übrigbleibt. Leider war nachher etwas übrig und ich hielt zunächst durch, bis mein Mann auf Dienstreise ging und ich dachte - Mensch, so ein schöner Abend, die Sonne scheint noch und das Kind schläft und ich habe Feierabend. So machte ich mir eine Flasche Wein auf. Nebenher telefonierte ich mit Freundinnen und wunderte mich hinterher, dass die Flasche schon leer war. Und mein Magenschmerz und auch mein Kopfschmerz und dazu das schlechte Gewissen, wieder nicht standhaft geblieben zu sein, machen Frust und schlechte Laune. Ich schaffe dann auch nicht die Dinge, die ich mir am Abend vorgenommen habe etc.
Eigentlich habe ich gar keine Gründe mehr zu trinken. Alles ist seit einiger Zeit super. Viele Dinge haben sich aufgeklärt und zum Positiven entwickelt. Aber ich habe das GEfühl, dass sich der Körper (oder so), sich an den Stoff bereits gewöhnt hat!
Wie ein Zwang ist das und dann ärgere ich mich, denn genießen tue ich das trinken schon lange nicht mehr. Ich schütte den Wein wie Wasser in mich hinein, manchmal auch direkt aus der Flasche.
Mein Mann weiß Bescheid, aber er denkt zur Zeit ich wäre auf dem Wege der Besserung, leider halte ich das ganze versteckt, weil ich nicht weiß, wieviel Geduld er noch mit mir hat. Das kann ich nicht einschätzen.
Was ist denn eine Entgiftung? Wo und wie geht sie vonstatten und wer beantragt sie? Ist man dann längere Zeit in einer Klinik?
Liebe Grüße
Kahla |
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| kahla hat zum Thema: re ich bin neu geschrieben
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lavendel sehr aktiver Teilnehmer
Geschlecht:  Anmeldungsdatum: 23.05.2006 Beiträge: 2869
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Verfasst am: 06.05.2007, 22:59 Titel: Re: Ich bin neu! |
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hallo kahla,
willkommen hier im forum. zu deinen fragen:
| Zitat: | | Was ist denn eine Entgiftung? Wo und wie geht sie vonstatten und wer beantragt sie? Ist man dann längere Zeit in einer Klinik? |
um zu entgiften, gehst du zu deinem hausarzt und erzählst ihm/ihr EHRLICH von deinem problem. dann bekommst du eine überweisung ins krankenhaus, wo du unter aufsicht entgiftest, d.h. der alkohol aus deinem körper verschwindet. unter aufsicht ist wichtig, denn wenn du den alk einfach so absetzt (kalter entzug) kann das tödlich enden, das solltest du auf keinen fall tun. der körperliche entzug dauert in der regel 5-8 tage. dann solltest du auch besprechen (im krankenhaus oder einer suchtberatung) wie es weitergehen sollte - auch das ist von fall zu fall unterschiedlich. ambulante oder stationäre therapie, selbsthilfegruppen, es gibt da eine menge möglichkeiten. auch mit deinem mann solltest du ehrlich sein, du brauchst seine unterstützung, und das klappt nur, wenn er weiss, wie es um dich steht.
ja, und wir hier sind natürlich auch gerne für dich da!
gruß
lavendel |
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| lavendel hat zum Thema: Re: Ich bin neu! geschrieben
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kahla neuer Teilnehmer
Geschlecht:  Anmeldungsdatum: 06.05.2007 Beiträge: 5
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Verfasst am: 08.05.2007, 13:23 Titel: re ich bin neu |
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Hallo!
Ich habe nun seit vorgestern keinen Alkohol mehr angerührt und spüre eine innere Zufriedenheit. Gestern abend hatte ich kurze Zeit ein Verlangen, aber da habe ich in die Naschikiste meines Sohnes gegriffen und danach war es dann wieder besser!
Morgen werde ich meinen Arzt aufsuchen und ihm davon erzählen. Einer Freundin, die den letzten Absturz mitbekommen hatte und auch meinem Mann habe ich nun alles erzählt.
Es wird allerdings mit einigem Mißtrauen entgegengenommen:"ach das wäre doch noch nicht so schlimm" und "dann können wir ja nie wieder nett zusammen bei einem Glas Wein sitzen".
Ja, können wir dann auch nicht, aber das ist doch auch nicht dramatisch! Ich habe einige Freunde, die gar nichts trinken, einige, die damit umgehen können, so wie mein Mann und einige, die immer trinken. Immer heißt, in den Momenten, in denen wir zusammensitzen.
Ich hatte schon mal versucht, durchzusetzen, dass es beim mir zu Hause keinen Alkohol auf Reserve gibt. Also, dass niemand, der mal so spontan vorbeikommt, mit einem Bier rechnen kann.
Das klappt auch ganz gut, aber was mache ich mit den Festen oder mit den Resten? Soll ich alles wegkippen, soll ich den Gästen ihren Alkohol wieder mitgeben. Was sehr viele ablehnen.
Ist es nicht gastunfreundlich, wenn ich zum Grillen kein Bier anbieten kann? Wie kann ich das erklären, ohne mich gleich bloßzustellen?
Das Trinken in meiner unmittelbaren Umgebung ist also sehr gering, aber das in den beiden Vereinen, in denen ich verkehre ist mitunter sehr bedenklich.
Liebe Grüße
Kahla |
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| kahla hat zum Thema: re ich bin neu geschrieben
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Alexander neuer Teilnehmer
Geschlecht:  Anmeldungsdatum: 09.05.2006 Beiträge: 308 Wohnort: Bad Schönborn
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Verfasst am: 08.05.2007, 13:36 Titel: klare Striche ziehen... |
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Hallo kahla,
da musst Du klare Schluss-Striche ziehen. Du bist alkoholkrank also kannst Du nicht mit einem bisschen Alkohol im Haushalt leben. Das muss alles weg, gerade wenn Du öfter alleine bist und die anderen Dir noch vertrauen, was Deinen Konsum anbetrifft wirst Du die Gelegenheiten die sich dann bieten auch ausnutzen.
Du kannst m. E. auch nicht mit anderen so locker zusammensitzen, wenn die einen Wein trinken. Irgendwann wirst Du auch wieder ein Glas mittrinken.
Wichtig ist, dass Du Dich in ärztliche Behandlung begibst. Du hast jetzt noch die Chance grösseren Schaden von Dir und Deiner Familie abzuwenden. Ich hoffe für Dich, dass Dir Dein Freundeskreis weitestgehend erhalten bleibt, kann man aber nicht garantieren, wenn die Freunde das Zusammensein vom Wein abhängig machen.
Auch Dein Mann muss einsehen, dass der Alkohol Dir mehr schadet als nützt.
Mach doch wenigstens mal einen Termin bei einer Suchtberatungsstelle. Du wirst dort nicht gefressen werden!
Alles Gute für Dich! |
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| Alexander hat zum Thema: klare Striche ziehen... geschrieben
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