| Ich wollte mich auch kurz vorstellen • hallo zusammen |
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sina63 neuer Teilnehmer
Geschlecht:  Anmeldungsdatum: 05.05.2007 Beiträge: 12 Wohnort: NRW
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Verfasst am: 05.05.2007, 11:36 Titel: Kind und Betroffene stellt sich vor |
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Hollo,
bin neu hier und möchte mich kurz vorstellen:
Ich bin erwachsene Tochter einer Alkoholikerin, habe leider dem Alkohol damals selbst nicht ausweichen können.
Seit 3,5 Jahren bin ich trocken.
Bin seit 24 Jahren verheiratet mit einem Mann, der das Problem bei mir nicht so sieht wie ich es sehe (hat ja alles noch funktioniert unter Alk.), zumal auch die Auseinandersetzung mit dahinterstehenden Themen, speziell in Bezug auf Partnerschaft, wesentlich unangenehmer ist als sich allabendlich in den Schlaf zu trinken.
Ich werde von meinem Umfeld oft als starke Frau wahrgenommen. Gut, die haben vielleicht auch recht (Haushalt, Job 75%, Nebenjob und zeitgleich noch Master-Studium - schafft vielleicht so schnell niemand(?)
Aber . . dadurch überspiele ich natürlich auch meine unreifen und verletzlichen Anteile.
Meine Mutter starb 19989 - mein Vater klingelt an dem Abend bei mir und bat mich, mit anzupacken, da er sie allein nicht hochbekam. Aufgrund sichtbarer Flecken holte ich den Notarzt, der den Tot feststellte. Aus Angst vor Bekanntwerden der Wahrheit (aus heutiger Sicht totaler Quatsch) setzte er alles daran, eine Optuktion zu vermeiden, was auch gelangt.
Somit erfuhr auch die Familie meiner Mutter nicht, wie sie gestorben ist. Seither kam es auch zum Bruch innerhalb der Familie.
Geschwister - dafür hat mein Vater gesorgt, dass es nicht dazu kam, denn unter den gg. Umständen wollte er dies scheinbar nicht auch noch auf sich nehmen. (Dabei habe ich daoch brav Zucker ins Fenst gelegt )
Nun,. ich hatte schon sehr früh in der Kindheit das Gefühl, immer allein da zu stehen. Mir fiel es schwer, konstante Freundschaften zu schließen und zu erhalten. Das Alleinsein spüre ich noch heute ab und zu, auch wenn ich unter Menschen bin (bessert sich aber;-) )
Und . . .ich frage mich immer wieder, welche Anteile für mein teilweise unzufriedenes Leben (ist nicht durchweg so!!!!!!!) liegen vom Ursprung in meiner Kindheit und wie kann ich anders damit umgehen. Ich habe schon einiges geschafft diesbezüglich und fühle mich auch in der Gesellschaft anderer lange nicht mehr so unwohl - nein, ich kann sogar unterhaltsam sein und selbst Spass haben
Mein größter Stolperstein zum Rückfall jedoch ist der Wunsch nach Zärtlichkeit und Intimität mit einem Partner, den ich weder austeichend thematisieren noch leben kann in meiner Ehe(habe es versucht) . Somit stellt sich für mich immer wieder die Frage, ob diese Partnerschaft wirklich die richtige ist.
Nun, und da die äußeren zeitlichen Belastungen aktuell weniger werden, meldet sich dieses Thema wieder einmal. Uns so bin ich hier gelandet
Nun, und wer Fragen oder Anregungen hat - nur zu!
Bis dann!
Es grüßt
Sina |
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sweety15 neuer Teilnehmer
Geschlecht:  Anmeldungsdatum: 19.02.2007 Beiträge: 374 Alter: 64 Wohnort: Norddeutschland
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Verfasst am: 05.05.2007, 13:00 Titel: Re: Kind und Betroffene stellt sich vor |
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Hallo Sina,
erst mal herzlich willkommen. Danke für deine Vorstellung.
Das kenne ich, als starke Frau wahrgenommen zu werden.( Ich habe auch immer daran gearbeitet, diese Fassade aufrecht zu erhalten)
Das verletzliche "Kind" dahinter durfte keiner sehen.
Nach 2 Jahren Trockenheit arbeite ich noch ständig daran, meine schwache und verletzliche Seite zeigen zu können. Manchmal bin ich dabei sehr ungeduldig und vergesse ganz, dass mein "starkes" Verhalten schon über 50 Jahre alt ist. Aber: DER WEG IST DAS ZIEL!
LG
Sweety |
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sina63 neuer Teilnehmer
Geschlecht:  Anmeldungsdatum: 05.05.2007 Beiträge: 12 Wohnort: NRW
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Verfasst am: 05.05.2007, 13:15 Titel: Re: Kind und Betroffene stellt sich vor |
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hallo sweety,
danke für die Antwort. Was ich viel schlimmer finde als stark zu sein ist, dies sich nicht zuzugestehen und mit Blick auf Selbstwert und Selbstachtung nicht in den Alltzag zu integrieren.
Ich kann das jetzt so gar nicht annehmen und gehe im Alltag schnell in Rückzug, habe oft den Eindruck, dass andere besser sind (was bei genauerer, natürlich erst späterer, Betrachtung gar nicht der Fall ist . Verbaue mir da so manches auch im Leben.
Habe mir jetzt mal das Buch "Eigenlob stimmt" angeschafft - geht zwar um SelbstPR, aber auch im Alltag gut tauglich, zumal die Autorin auch mal klein angefangen hat.
Es grüßt herzlich
Sina |
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sweety15 neuer Teilnehmer
Geschlecht:  Anmeldungsdatum: 19.02.2007 Beiträge: 374 Alter: 64 Wohnort: Norddeutschland
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Verfasst am: 07.05.2007, 08:42 Titel: Re: Kind und Betroffene stellt sich vor |
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Guten Morgen Sina,
an meinem Selbstwertgefühl arbeite auch ich ständig. Wahrscheinlich bin ich viel zu kritisch mit mir und hänge die Messlatte für meine Erwartungen viel zu hoch.
Mein Therapeut hat mir mal die Aufgabe gestellt, auf ein Blatt Papier zu schreiben, was mir an mir gefällt. Oh, je! Da blieb ein großes weißes Blatt mit ganz wenig drauf.
Versuchs doch auch mal! Beim Schreiben wird Vieles deutlich. So gehts mir übrigens auch hier im Forum.
Gruß Sweety |
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| sweety15 hat zum Thema: Re: Kind und Betroffene stellt sich vor geschrieben
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spätzle neuer Teilnehmer
Geschlecht:  Anmeldungsdatum: 06.05.2007 Beiträge: 361
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Verfasst am: 07.05.2007, 14:25 Titel: Re: Kind und Betroffene stellt sich vor |
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Hallo Sina!
Mir geht es so ähnlich wie Dir.Selbstwertgefühle sind bei mir ziemlich abhanden gekommen.
Die starke Frau war ich einmal.Für meine Rückfälle
machte ich ständig meine Partnerschaftsprobleme
verantwortlich ,schade hätte vielleicht den Absprung
früher schaffen können.
Gruß spätzle |
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| spätzle hat zum Thema: Re: Kind und Betroffene stellt sich vor geschrieben
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