| Psychosomatische Erkrankung wegen Co-Abhängigkeit? • Anfrage |
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oxiran276 neuer Teilnehmer
Geschlecht:  Anmeldungsdatum: 20.03.2007 Beiträge: 6 Wohnort: LK Weilheim-Schongau
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Verfasst am: 25.04.2007, 18:17 Titel: Immer wieder Rückfälle |
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Hallo zusammen!
Mein Bruder ist seit vielen Jahren alkoholabhängig und hat, wie im Lehrbuch beschrieben, sämtliche Stadien durchlaufen. Anfang dieses Jahres kam bei Ihm endlich die Einsicht, dass er Alkoholiker ist und dass er eine Therapie braucht. Es folgte eine Entgiftung und dann nach 2 - 3 Wochen wieder ein Rückfall. Anschließend im Februar dasselbe Drama incl. abgebrochener ambulanter Reha im März. Anfang April dann wieder ein Entzug. Mittlerweile hat er eingesehen, dass er eine stationäre Langzeit-Reha braucht. In dieser Woche dann wieder ein Rückfall, welcher hoffentlich noch nicht im Dauertrinken geendet ist. Leider ist er beim Thema Alkohol nicht immer ehrlich. Wir hoffen nun, dass er in den nächsten Wochen einen Platz in der Langzeit-Reha bekommt.
Das Ganze ist natürlich schlimm für meinen Bruder, aber uns Angehörige geht es mittlerweile natürlich auch nicht gerade prickelnd.
Meine Fragen:
Habt Ihr als Angehörige Ideen oder Erfahrungen, die ganze Angelegenheit besser durchzustehen?
Habt Ihr vielleicht Ideen/ Erfahrungen jemanden weiterhin zur Therapie zu motivieren oder Rückfällen vorzubeugen?
Wie ging es Eurem alkoholkranken Familiemitglied nach der Langzeit-Reha? |
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| oxiran276 hat zum Thema: Immer wieder Rückfälle geschrieben
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Liebling Gast
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Verfasst am: 26.04.2007, 10:31 Titel: Re: Immer wieder Rückfälle |
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Hallo oxiran 276,
Du schreibst, daß Dein Bruder "mittlerweise eingesehen" hat, dass ...
Im allgemeinen kennt man vier Phasen :
Die Vorahnungsphase, in der ein beginnendes Problembewußtsein eintritt, die Motivation aber noch nicht ausgeprägt ist.
Die Absichtsphase, in der man sich ernsthaft Gedanken über Behandlungsmöglichkeiten macht, aber noch immer keine Behandlungsmotivation vorhanden ist.
Die Handlungsphase, in der definitiv Schritte (Beginn einer Therapie) unternommen werden.
Und danach die Phase der Aufrechterhaltung der Abstinenz sprich die Sicherung des Therapieergebnisses.
Diese Phasen müssen aber nicht die Angehörigen begreifen und wollen, sondern der Betroffene selbst.
Alles andere ist für die Katz.
Liebling |
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| Liebling hat zum Thema: Re: Immer wieder Rückfälle geschrieben
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oxiran276 neuer Teilnehmer
Geschlecht:  Anmeldungsdatum: 20.03.2007 Beiträge: 6 Wohnort: LK Weilheim-Schongau
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Verfasst am: 26.04.2007, 12:22 Titel: Re: Immer wieder Rückfälle |
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Hallo Zusammen!
Danke, Liebling, für Deine Nachricht. Ich denke auch, dass erst wenn ein wirkliches Einsehen und Akzeptieren des Alkoholproblems und der Wille aufzuhören vorhanden sind, eine Therapie Erfolg versprechend ist. Vielleicht ist das bei meinem Bruder noch nicht wirklich angekommen und er wird u. a. deswegen Rückfällig. Allerdings sind seine Entgiftungen auch keine Therapien...
Mein Bruder findet jedenfalls immer irgendwelche Gründe für seine Rückfälle - in erster Linie Beziehungsprobleme. Unsere Familie hat ihm immer wieder angeboten, wenn er Sorgen hat, sich bei uns zu melden. Leider vergebens. Positiv ist, dass er jetzt eine SHG aufgesucht hat.
Uns als Familienangehörigen geht das Ganze - wie schon gesagt -mittlerweile ziemlich aufs Gemüt. Unsere Machtlosigkeit, unsere Angst vor dem neuen Absturz, Geld versoffen,...
Wisst Ihr ob eine Langzeit-Reha nur nüchtern angetreten werden kann? Ich frage für den Fall, das mein Bruder einen Reha-Platz bekommt aber nicht trocken ist.
Danke für Eure Antworten |
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| oxiran276 hat zum Thema: Re: Immer wieder Rückfälle geschrieben
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Spedi Gast
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Verfasst am: 26.04.2007, 13:41 Titel: Re: Immer wieder Rückfälle |
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Servus Oxiran276,
ich fürchte, ich muss Dir mal einen kleinen Dämpfer verpassen. Nicht, weil mir das Spass macht, sondern weil ich merke, wie Du Dich da in was verrennst, was äußerst ungesund ist. Für Dich.
So leid es mir tut, Dein Bruder wird für sich und aus eigenem Antrieb trocken werden müssen, anders wird das nichts. Und er wird es sein, der sich um Entgiftung / Therapie / SHG etc. kümmert, nicht ihr.
So lange ihr das für ihn macht (erfragt etc.) geht es ihm doch gut: er hat jemand, der sich um ihn kümmert, und wenn's "zu schlimm" wird, einschreitet.
Lies Dich hier mal in der Angehörigen-Rubrik in Ruhe durch, alles zum Thema Co-Abhängigkeit. Und zieh Dir das raus, was für Dich gut ist, um Dir weiter zu helfen.
Und lass Deinen Bruder. Du hilfst ihm durch aktives Verweigern der Hilfe mehr, als Du ihm jetzt schadest!
LG
Spedi |
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| Spedi hat zum Thema: Re: Immer wieder Rückfälle geschrieben
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oxiran276 neuer Teilnehmer
Geschlecht:  Anmeldungsdatum: 20.03.2007 Beiträge: 6 Wohnort: LK Weilheim-Schongau
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Verfasst am: 27.04.2007, 10:26 Titel: Re: Immer wieder Rückfälle |
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Servus spedi!
Danke für den Dämpfer, der hat mir mal wieder wachgerüttelt und gezeigt, dass meine Familie und ich mich erneut Co-abhängig verhalten!
Es ist ja immer dasselbe, dass man sich sorgt, aber nichts ändern kann und man akzeptieren muss, dass sich nur der Abhängige selbst befreien kann.
Ich habe dann gestern erfahren, dass er sich wieder permanent besäuft. Wir lassen ihn und warten, bis er wieder zum Entzug will.
Ich versuche, mein Leben so normal wie möglich weiterzuleben.
Ich schreibe, wenn’s mal wieder etwas Neues gibt. Das Forum tut gut. |
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| oxiran276 hat zum Thema: Re: Immer wieder Rückfälle geschrieben
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Diandra sehr aktiver Teilnehmer
Geschlecht:  Anmeldungsdatum: 26.03.2006 Beiträge: 2156 Wohnort: Düsseldorf
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Verfasst am: 28.04.2007, 10:38 Titel: Re: Immer wieder Rückfälle |
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Hallo oxiran,
| Zitat: | | Ich habe dann gestern erfahren, dass er sich wieder permanent besäuft. Wir lassen ihn und warten, bis er wieder zum Entzug will. |
Und dann ? Dann greift ihr wieder ein ? Bringt ihn zum Entzug und wollt wieder regeln, was zu regeln ist ?
Wenn er soweit ist, dass er wieder in den Entzug will, dann soll er sich darum bemühen und selber hingehen ! Und alles was dann geregelt werden muss, dass sollte er selber regeln. Er sollte entscheiden, wie es danach weitergeht - ob Therapie, SHG, LZT. Man wird ihm beim Entzug Wege aufzeigen.
Ihr helft ihm am meisten damit, dass ihr gar nichts macht ! Ansonsten wird diese Spirale sich immer schneller immer höher schrauben.
Ich weiss, dass es nicht einfach ist still zu halten und sich nicht zu rühren - aber auch Dir/Euch würde es sehr gut tun dieses Verantwortungsgefühl mal abzulegen.
Grüßle
Diandra |
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| Diandra hat zum Thema: Re: Immer wieder Rückfälle geschrieben
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oxiran276 neuer Teilnehmer
Geschlecht:  Anmeldungsdatum: 20.03.2007 Beiträge: 6 Wohnort: LK Weilheim-Schongau
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Verfasst am: 28.04.2007, 12:25 Titel: Re: Immer wieder Rückfälle |
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Hallo Diandra!
Ich denke, dass ich es nach diesen 3 Dämpfern jetzt geschnallt habe!
Danke und Gruß aus Bayern |
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| oxiran276 hat zum Thema: Re: Immer wieder Rückfälle geschrieben
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