| Gedanken • ich bins, Oliver |
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drachenbaum neuer Teilnehmer
Geschlecht:  Anmeldungsdatum: 19.01.2007 Beiträge: 10
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Verfasst am: 24.04.2007, 13:13 Titel: Der Anfang ist mal gemacht.... |
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Hallo,
bevor ich meine Geschichte schreibe, möchte ich schon gerne mal meine Ziele festhalten.
1. Oberstes Ziel: Alkohol meintewegen für einige andere, aber nie mehr für mich. Ich kann damit nicht umgehen. Daran gibt es nichts zu deuteln.
2. Schluss mit der Herumeierei: Ich trinke nicht viel, wobei das ja sekundär ist. Bei meiner Vorgeschichte (Entzündung und OP der Pankreas vor ca. 20 Jahren) ist ein bisschen schon zuviel. Deshalb keine Trinkpausen mehr.
3. Umsetzung für mein Leben: und da hapert es. Erklärung folgt.....
Liebe Grüße
drachenbaum |
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drachenbaum neuer Teilnehmer
Geschlecht:  Anmeldungsdatum: 19.01.2007 Beiträge: 10
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Verfasst am: 24.04.2007, 13:32 Titel: Re: Der Anfang ist mal gemacht.... |
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Hallo (wurde eben unterbrochen, da ich noch im Büro sitze)
zu 2 kann ich gleich sagen, ich habe seit 15.04. nichts mehr getrunken. Da ich, wie gesagt, nicht oft trinke, es bekommt mir auch nicht so gut und schmecken tuts schon lange nicht mehr, habe ich nicht mehr getrunken. Ich habe mir alles zum Thema "kaltem Entzug" durchgelesen. Mir geht es psychisch so gut, wie seit einer ganzen Weile nicht mehr. Körperlich habe ich halt so einige Gebrechen, die nur teilweise was mit Alkohol zu tun haben (Migräne, RDS).
zu 3: ich bin verheiratet. Meinem Mann habe ich einmal von einem "Alkoholproblem" erzählt. Vor einigen Jahren. Er weiß, dass ich heimlich getrunken habe. Aber das ich z.B. einen alkoholfreien Haushalt schaffe, ist noch nicht. Er trinkt halt gerne ein Feierabendbier. Obwohl es seit letzter Woche, wo das wieder einmal Thema war, nicht mehr viel Bier, anderes haben wir nicht, im Haus ist. Aber dennoch. Zur Zeit interessiert es mich echt nicht, ob Bier da ist oder nicht. Aber ich habe Angst, dass es mich irgendwann wieder überkommt. Das war der Grund, warum ich mich hier gemeldet habe.
Ich denke, ich komme nicht drumherum, mit ihm zu sprechen, um eine Lösung zu finden.
Soweit erst einmal....
Liebe Grüße
drachenbaum |
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Lilly12 Gast
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Verfasst am: 24.04.2007, 14:47 Titel: Re: Der Anfang ist mal gemacht.... |
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Hallo drachenbaum
und Herzlich Willkommen hier im Forum.
Schön, das Du Dich für ein alkoholfreies Leben entschieden hast.
Ich hab auch lange heimlich getrunken, aber ich denke, es wußten eh schon alle, das ich zumindest ein Alkoholproblem habe, wenn auch wohl nicht, wie schwer abhängig ich schon war. Sowas bleibt ja nicht dauerhaft unendeckt.
Um ein trockenes Leben zu führen, sind ja einige Lebensänderungen notwendig, nur nicht mehr trinken reicht keinesfalls aus. Eine ganz wichtige Rgel ist: KEIN ALKOHOL IM HAUS !
Das ist viel zu gefährlich für uns und hat schon viele in einen Rückfall geführt.
Das mußt Du unbedingt Deinem Mann verständlich machen, wenn ihm was an Dir liegt, wird er Dich in dieser Hinsicht sicher unterstützen.
Hat er auch ein Alkoholproblem, oder betrifft das nur Dich ?
Wenn er keins hat, wird ihm das Feierabend-Bier sicher nicht fehlen. Und wenn er doch mal eins trinken möchte, muß das ja nicht unbedingt in Eurem Heim geschehen.
Zu einem trockenen Leben gehört auch ein Bekanntenkreis, in dem Alkohol keine wichtige Rolle spielt, es ist auch wichtig, sich so einen zu schaffen und sich evtl. von alten Saufkumpels zu trennen, aber das dürfte Dir ja nicht so schwer fallen, da wird es wohl keine geben, wenn Du immer heimlich (zu Haus?) getrunken hast ?
So, das wars erst einmal in kürze von mir. Zu dem kalten Entzug möchte ich an dieser Stelle nix mehr sagen, Du hast Dich damit in große Gefahr gebracht, vielleicht auch aus Unwissenheit, das weiß ich nicht. Warum eigentlich ?
Scham, zum Arzt zu gehen ?
Ich wünsche Dir alles Gute auf Deinem Weg in die Trockenheit.
LG an Dich
Lilly |
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| Lilly12 hat zum Thema: Re: Der Anfang ist mal gemacht.... geschrieben
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drachenbaum neuer Teilnehmer
Geschlecht:  Anmeldungsdatum: 19.01.2007 Beiträge: 10
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Verfasst am: 24.04.2007, 17:53 Titel: Re: Der Anfang ist mal gemacht.... |
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Hallo Lilly,
danke für Deine freundliche Begrüßung.
Ich verstehe das, mit keinem Alkohol im Haus und werde zusehen, das das wenige auch wegbleibt.
Mein Mann liebt mich und im Moment liegt es wohl eher an mir, ihm die Wichtigkeit klarzumachen.
Mit dem Bekanntkreis gibt es keine Probleme, weil ich ja meistens zuhause getrunken habe. Still und heimlich. Wenn wir mal weggangen sind, habe ich meistens sogar Wasser getrunken. Deshalb würde auch so mancheiner nicht glauben, dass ich da ein Problem habe. Also keine Saufkumpels.
Ich habe die letzte Zeit versucht, meinen Konsum zu drosseln. Der war wie gesagt, ohne das ich das jetzt runterspielen will, nicht so hoch. Ich habe höchstens 2 mal in der Woche etwas getrunken (höchstens 3 Flaschen Bier), aber allein schon das "Mich zurückhalten" hat mir doch gezeigt, so nicht. Das will ich nicht. Ich habe außerdem immer wieder längere Zeit ganz ausgesetzt. Und es geht mir gut. Schlecht gings mir dann, wenn ich getrunken habe.
Aber bitte mit Hinweis an alle, die aufhören wollen, das betrifft nur mich nd meine Trinkgewohnheiten. Bitte unbedingt die treads zum Kalten Entzug lesen und berücksichtigen. Das alles ist eine lebensfährliche Sache.
Seit ich mich jetzt konsequent damit auseinandersetze, überlege ich mir tatsächlich, ob ich bei meiner Ärztin vorbeigehe, was ich letzte Woche nicht tun wollte. Natürlich schäme ich mich, wie viele andere auch. Ich kenne sie recht lange und sie kennt meine Vorgeschichte. Das macht mein schlechtes Gewissen nicht kleiner.
Aber was wird sie tun? Psychotherapie. Ich habe jetzt schon einige Therapien begonnen und abgeschlossen. Meistens mit dem Schluss zur Zeit kein Handlungsbedarf, melden Sie sich auf jeden Fall wieder, wenn etwas ist. Auch eine Hypnosetherapie, bei eben meiner Hausärztin, wurde beendet, weil mein Unterbewusstsein geblockt hat, wir kamen einfach nicht mehr weiter.
Entschuldigt wenn ich Romane schreibe, aber machmal fließt es nur noch so.
Liebe Grüße
drachenbaum |
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| drachenbaum hat zum Thema: Re: Der Anfang ist mal gemacht.... geschrieben
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Elisabeth neuer Teilnehmer
Anmeldungsdatum: 26.06.2006 Beiträge: 113
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Verfasst am: 24.04.2007, 19:55 Titel: Re: Der Anfang ist mal gemacht.... |
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Herzlich willkommen Drachenbaum,
"Da ich, wie gesagt, nicht oft trinke, es bekommt mir auch nicht so gut und schmecken tuts schon lange nicht mehr, habe ich nicht mehr getrunken." Frage: Wieso hast Du dann getrunken??: Wenn mir etwas nickt schmeckt, lasse ich es doch sein.- Allein Deine Bauchspeicheldrüse hatte Dir schon drastisch gezeigt, wohin der Missbrauch führt. Sozusagen ein Wink mit dem Zaunpfahl!! Wenn Du schon lange bei Deiner Ärztin bist, weiß sie mit Sicherheit Bescheid, dass Du ein Alkoholproblem hast. Also brauchst Du keine Angst zu haben. Sie wird mit Dir überlegen, was für Dich das Beste in dieser Situation ist. Höre auf ihren Rat und freu Dich auf ein trockenes Leben.
Aller Anfang ist schwer, aber es lohnt sich wirklich!
Liebe Grüße Elisabeth |
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| Elisabeth hat zum Thema: Re: Der Anfang ist mal gemacht.... geschrieben
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drachenbaum neuer Teilnehmer
Geschlecht:  Anmeldungsdatum: 19.01.2007 Beiträge: 10
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Verfasst am: 25.04.2007, 07:48 Titel: Re: Der Anfang ist mal gemacht.... |
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Hallo Elisabeth,
danke für Deinen Willkommensgruß.
Warum ich getrunken habe? Sicherlich aus den gleichen Gründen wie viele hier. Als Belohnung, wenn mir was gut gelungen ist, vor Feierlichkeiten, hoffentlich gelingt auch alles, was ich organisiert habe, um mich, wenn ich nicht gut drauf war, zu putschen, wenn mir nicht gut ging.
Ich glaube, so richtig geschmeckt hat es hier doch lange keinem mehr. Das ist ja auch nur nebensächlich.
Natürlich habe ich schon einen großen Denkzettel bekommen, aber es sind oft Auslöser da, die mich das einfach haben vergessen lassen. Ich habe nach der OP mein ganzes Leben umkrempeln müssen. Keine Arbeit und den Beruf, den ich hatte konnte ich nicht mehr ausüben. Mein Freund, wir hatten unsere Zukunft zusammen geplant, hat mich, als ich ein 1/4 Jahr im Krankenhaus war, einfach, ohne Gespräch, verlassen. Keine Wohnung, weil ich mit meinem damaligen Freund zusammengelebt habe. Und trotzdem habe ich es geschafft, mit Rückschlägen, aber immerhin. Habe eine Umschulung gemacht, eigene Wohnung, seit 14 Jahren einen verantwortungsvollen Job, bin glücklich verheiratet. Und trotzdem sind da immer wieder Unsicherheiten, die ich bisher nicht anders lösen konnte, außer mit Alkohol, wobei der sie ja nicht gelöst hat.
Aber jetzt bin ich ja dabei, es in die Hand zu nehmen.
Liebe Grüße
drachenbaum |
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| drachenbaum hat zum Thema: Re: Der Anfang ist mal gemacht.... geschrieben
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sweety15 neuer Teilnehmer
Geschlecht:  Anmeldungsdatum: 19.02.2007 Beiträge: 374 Alter: 64 Wohnort: Norddeutschland
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Verfasst am: 25.04.2007, 09:01 Titel: Re: Der Anfang ist mal gemacht.... |
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Guten Morgen Drachenbaum,
"Warum ich getrunken habe? .... Als Belohnung, wenn mir was gut gelungen ist, vor Feierlichkeiten, hoffentlich gelingt auch alles, was ich organisiert habe, um mich, wenn ich nicht gut drauf war, zu putschen, wenn mir nicht gut ging."
Oh ja, das kommt mir alles so bekannt vor!
( ich würde sagen: typisch Frau mit einem Hang zum Perfektionismus)
Es gab bei mir 1000 "Gründe" zu trinken, aber in wirklichkeit war es doch nur 1 einziger:
Ich wollte perfekt funktionieren. Nur dann fühlte ich mich anerkannt und liebenswert.
Solange ich dieses Verhaltensmuster nicht veränderte, lebte ich 20 Jahre zwischen Trinkpausen und Rückfällen.
Diesen Weg wünsche ich dir nicht. Deshalb:
Geh zu deiner Ärztin, red offen über dein Alkoholproblem, mach eine Therapie. Diesmal ist es anders: du hast Handlungsbedarf. Du musst dein Leben ändern. Das geht nicht allein mit dem guten Willen!
Nur Mut! Sweety |
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| sweety15 hat zum Thema: Re: Der Anfang ist mal gemacht.... geschrieben
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drachenbaum neuer Teilnehmer
Geschlecht:  Anmeldungsdatum: 19.01.2007 Beiträge: 10
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Verfasst am: 25.04.2007, 13:20 Titel: Re: Der Anfang ist mal gemacht.... |
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Hallo,
ich wurde nach den Gründen gefragt, warum ich überhaupt getrunken habe.
Aktueller Grund, der ab hoffentlich nicht dazu führen wird.
Meine Schwester hat einen zweijährigen Sohn, den ich sehr liebe, da ich leider keine Kinder habe. Am Wochenende hat mein Mann ihm, nach 20maliger ruhigen Erklärung, mit etwas lauterer Stimme, dass er nicht in den Beeten auf den frisch gepflanzten Blumen herumtrampeln darf und dass die Werkezeuge nichts für ihn sind.
Stunden später rief meine Schwester sehr erbost an, das die Reaktion meines Mannes maßlos übertrieben wäre. Kurz gesagt, sie konnte die Ansicht meines Mannes nicht akzeptieren. Als Sozialpädagogin kann man keine anderen Ansichten zulassen.
Es war eigentlich vereinbart, dass wir noch Steine bei ihr abholen. Die müssen bei ihr weg und wir können sie im Garten gebrauchen. Nach dieser Geschichte sagte mir mein Mann, so wie die sich jetzt verhält, kann se ihre Steine behalten. Dachte ich mir schon, dass er so reagieren wird.
Das habe ich ihr heute morgen gemailt. Natürlich nicht in dem Wortlaut.
Jetzt habe ich eine Mail bekommen, dass sie sich aufgrund dieser Situation von uns distanzieren wird. Leittragender wäre der kleine Sohn, und ich wüsste ja, wie er an mir hängt (und ich an ihm).
Das tut mir sehr weh und dass ist ein Beispiel für einen Grund, warum ich getrunken habe. Ich hoffe nur, dass ich es nicht soweit kommen lasse, obwohl mir die Tränen im Halse stecken.
Lieben Gruß
drachenbaum |
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| drachenbaum hat zum Thema: Re: Der Anfang ist mal gemacht.... geschrieben
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