Corsa neuer Teilnehmer
Anmeldungsdatum: 02.08.2005 Beiträge: 12 Wohnort: Uelzen/ Gießen
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Verfasst am: 08.08.2005, 18:40 Titel: Re: Finanzieller Ruin durch Alkoholabhängigkeit?! |
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Hallo Martin!
Vielen lieben Dank für deine Antwort.
Ja, dass mein Vater selbst für seinen "Rückweg" in ein normales Leben verantwortlich ist, weiß ich mittlerweile. Nur würde ich ihm gern mal einen "Anschubser" oder so was geben...
Und ja, er lässt sich von mir sowie meinen zwei Schwestern nicht helfen. Das habe ich auch schon gemerkt, ich schätze dass es daran liegt, dass wir genau mitbekommen, wie wenig er aktiv ist und ansonsten auch genau merken, wenn mal wieder "was nicht stimmt". Hm, Personen die er an sich ran lässt... Das ist so ne Sache. Ich weiß, dass er in der ersten Therapie, die er gemacht hat mal gemeint hat, dass er ein Problem mit seiner Mutter (meiner Oma) hat. Meine Oma hat ihn als Kind immer sehr verhätschelt und er musste nie seine Probleme allein lösen... Das versucht sie manchmal noch heute und hat deswegen keinen "Zugang" zu ihm.
Es wären da nur zwei Menschen, die mir einfallen würden. Zum einen der Trauzeuge und guter Freund meiner Eltern (er hat meinen Vater auch in Therapie besucht und sich immer wieder angeboten, aber mein Vater hat sich dann nie bei ihm gemeldet) und zum anderen mein Opa (Vater meiner Mutti)... Ich glaube mein Vater hat ziemlich Respekt vor meinem Opa. Allerdings weiß mein Opa um die Situation mit meinem Vater, aber er weiß glaub ich auch nicht was er tun kann...
Ja und ich habe mit ihm schon oft ein sehr ehrliches Gespräch geführt. Dass mit den Ich-Botschaften weiß ich, ist aber gut dass du es nochmal sagst. Ich habe ihm schon öfter gesagt: "Ich habe Angst, dass du dich nicht mehr um dich kümmern kannst" "Ich bin enttäuscht, dass du mich wegen deinem Rückfall angelogen hast. Der Rückfall ist ja nicht so schlimm, nur diese Lüge ist für mich viel schlimmer."
Liebe Grüße, Jenny |
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Martin Gast
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Verfasst am: 08.08.2005, 19:59 Titel: Zugang |
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Hallo Jenny,
hast ja schon einiges vom "Angehörigen-Programm" hinter Dir. Hm. Ja dann versuch doch mal den Link über die zwei Männer. Opa als "Vaterfigur" hätte ich jetzt spontan gesagt. Ein Versuch ist es doch wert.
Wenn`s nicht zum Heulen wär. Söhne und ihre Mütter. Das nix selbst machen ist auch ein nix selbst machen dürfen. Ein Du gehörst ganz mir allein und wehe Du rührst Dich, usw. Dein Vater hat sicherlich so sein Päckli zu tragen und wie jedem Alki, kann man ihm nur wünschen er möge den Mut aufbringen es endlich abzuwerfen. Aber was hilft diese Erkenntnis schon, wenn er nicht starten will...
Du. Vergiß Dich selbst nicht. Eine der Lehren aus der ganzen Alkoholikerthematik kann jeder ziehen. "Sorge für Dich". Aber versuch es doch mal, vielleicht findet Opa und der Verwandte den rechten "Zugang". Hoffentlich klappt es.
Herzlichen Gruß, Martin |
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