Hilfe bei Alkohol : Selbsthilfe-Alkoholiker-Forum : Das Alkoholikerforum

Wie gehts jetzt weiter? - Alkohol: Herzlich Willkommen im Alkoholikerforum.
Du suchst einen Erfahrungsaustausch, der Dir bei Deiner Alkoholabhängigkeit hilft? Das Alkoholiker Forum bietet Dir Hilfe durch die Selbsthilfe in der Alkoholkrankheit, Alkoholismus und Alkoholsucht. Natürlich auch für Angehörige von Alkoholikern.




Alkoholiker

Wie gehts jetzt weiter?

Gehe zu Seite 1, 2, 3  Weiter  
   Selbsthilfe-Alkoholiker-Forum Foren-Übersicht -> Alkoholsucht bzw. Alkoholabhängigkeit im Alkoholiker Forum -> Seite 28
down   •    ich will es schaffen  
Autor Nachricht
Bieger
neuer Teilnehmer


Geschlecht: Geschlecht:Männlich
Anmeldungsdatum: 10.04.2007
Beiträge: 6

BeitragVerfasst am: 10.04.2007, 20:46    Titel: Wie gehts jetzt weiter? Antworten mit Zitat Beitrag dem Moderator/Admin melden

Hallo,
ich bin neu hier und möchte gerne kurz meine Geschichte erzählen.

Ich bin 25 und habe vor ziemlich genau 5 Jahren mit dem Trinken angefangen. Davor war ich immer ziemlich stolz auf mich, im Gegensatz zu vielen Bekannten, so gut wie nie Alkohol zu trinken und trotzdem Spass haben zu können.
Doch vor fünf Jahren hatte ich aus ganz anderen Gründen keine Freunde mehr, hab mich sehr einsam gefühlt und bin in ein tiefes Loch gefallen. Irgendwie hab ich dann angefangen mir immer mal ein oder zwei Bierchen aufzumachen, doch daraus wurden sehr schnell viel mehr. Ich habe also im Prinzip alleine angefangen und es waren dann meist so 8 - 10 Bier am Tag. Ich war jeden Tag rotzbesoffen.
Zur damaligen Zeit habe ich Tagebuch geführt und nach etwa einem halben Jahr schaute ich mir mal meine Einträge an und war geschockt: Jeden Tag stand drin: "Heute habe ich 8 Bier getrunken."- "Heute habe ich 10 Bier getrunken." usw. Mir ist sehr schnell aufgefallen, dass das nicht normal ist.
Doch irgendwie wars am Anfang so, dass ich wieder Kontakte fand (auch wenns im Nachhinein gesehen schlechte waren) und ich nicht mehr einsam war. Ich hatte eine Stammkneipe gefunden und schnell die Rolle als Freak. Aber wenigstens etwas, dachte ich mir.
Ich wusste zwar sehr schnell ein Alkoholproblem zu haben, doch sah ich immer den Alkohol als Konsequenz meiner Probleme, nicht als Ursache. Ich habe irgendwie gedacht, wenn sich meine anderen Probleme lösen, werde ich auch aufhören zu saufen. So in der Art.
Nach zwei Jahren habe ich das erste Mal versucht aufzuhören, schaffte es aber leider nicht lange. Ich hatte nicht das Gefühl körperlich abhängig zu sein. Von der Seite gab es keine Entzugserscheinungen, aber ich konnte nicht mehr ohne.
Ich habe mich jeden Tag besoffen bis ich nicht mehr konnte und fing wenn ich frei hatte, auch schon zu früh damit an. Ich habe die Biere (oder auch mal Wein) nicht auf den Tag verteilt getrunken, sondern immer gleich 5 oder 6 auf einmal, bis eben nichts mehr ging und bin dabei in meinem Zimmer einfach nur auf und ab gelaufen.
Vor zwei Jahren bekam ich mit einem lieben Mädchen zu tun. Es war wunderschön mit ihr, auch wenns nur freundschaftlich war. Wenn ich mich mit ihr getroffen habe, habe ich mich nicht betrunken. Sie war erst 18 und ihre Eltern haben ihr verboten sich weiterhin mit mir zu treffen, weil ich eben schon einen schlechten Ruf hatte und sie mich manchmal besoffen in der Stadt am hellichten Tage gesehen haben.
Dadurch ging es auseinander. Wir versuchten uns heimlich zu treffen, doch in der Zeit hab ich auch vor ihr gesoffen. Oft wenn ich besoffen war, habe ich sie beschimpft und runtergemacht, warum sie nicht zu mir steht. Nach längerer Zeit gab sie mir den Laufpass, in einer Situation, in der wir uns wieder hätten normal treffen können, weil sie ausgezogen ist. Ich habe ihr noch ein halbes Jahr lang geschrieben. Manchmal nette Sachen, aber oft auch Schlimme. Man kann an diesen E-Mails genau sehen, wann ich besoffen war und wann nicht.
Ich habe in den fünf Jahren so viel Mist gebaut, mit meinem Job, mit dem Geld, mit Freunden aber erst jetzt wo ich ganz unten bin, eben durch die Sache mit dieser Freundin, jetzt wo sie mich hasst, bin ich aufgewacht und habe den Alkohol als mein eigentliches Hauptproblem erkannt.
Ich bin schon Stolz fünf Tage lange durchgehalten zu haben trotzdem denke ich mir: "Was sind schon fünf Tage?"
Von Tag zu Tag wird mir nur immer mehr klar, was ich eigentlich für Sche*** gebaut habe. Ich habe mich aufgeführt, wie der letzte A.... Ich habe das Gefühl vor einem riesigen Haufen aus Fehlern zu stehen, die ich nicht mehr rückgängig machen kann.
Ich kann nur die Flasche weglassen, aber die Fehler bleiben. Es entsteht dabei schon ein Selbsthass zu glauben, hätte ich doch bloss nicht angefangen! Verdammt.
Ich habe auch vor zu den anonymen Alkoholikern zu gehen. Ich habe aber auch Angst irgendwann wieder zu denken: Jetzt ist eh schon so viel kaputt, jetzt kann ich auch weitersaufen. Dabei bin ich erst 25. Aber ich bin im allgemeinen ein eher nicht lebenslustiger Mensch, der sich zu was aufraffen kann.
So, dass ist meine Geschichte.
Ich freue mich über jede Antwort.
Nach oben
Bieger hat zum Thema: Wie gehts jetzt weiter? geschrieben
Whitewolf
sehr aktiver Teilnehmer


Geschlecht: Geschlecht:Männlich
Anmeldungsdatum: 03.09.2006
Beiträge: 1204
Alter: 44
Wohnort: Homburg/Saar

BeitragVerfasst am: 11.04.2007, 02:15    Titel: Re: Wie gehts jetzt weiter? Antworten mit Zitat Beitrag dem Moderator/Admin melden

Hallo Bieger,

herzlich Willkommen im Forum bei uns.

Was hast Du denn nun vor? Hast Du schon eine Vorstellung wie das weitergehen soll??

Also die grunsätzliche Entscheidung nie wieder Alkohol zu trinken sollte schon stehen. Und das sollte nichts mit der Freundin zu tun haben.

Nur so hast Du überhaupt eine Chance.

Ansonsten machst Du wieder eine Trinkpause.

Was bist Du denn bereit zu tun für Deine Trockenheit?

Viele Grüsse

White
Nach oben
Whitewolf hat zum Thema: Re: Wie gehts jetzt weiter? geschrieben
Blizzard
aktiver Teilnehmer


Geschlecht: Geschlecht:Männlich
Anmeldungsdatum: 11.01.2007
Beiträge: 649
Alter: 32
Wohnort: München

BeitragVerfasst am: 11.04.2007, 09:05    Titel: Re: Wie gehts jetzt weiter? Antworten mit Zitat Beitrag dem Moderator/Admin melden

Hallo Bieger,

jeder Alkoholiker - so zeigt sich immer wieder - braucht seinen absoluten persönlichen Tiefpunkt, um ernsthaft bereit zu sein, etwas an seiner Lage zu ändern. Die Situation, in der du jetzt steckst, kenne ich sehr gut. Ich hoffe für dich, dass du jetzt die Reissleine ziehst und einsiehst, dass es so nicht weitergeht. Ich habe diesen Punkt an dem du stehst öfters mal erreicht, mich geschämt, gehofft das sich was ändert - und dann doch wieder weitergesoffen. Erst als es mir psychisch immer schlechter ging und dem Nervenzusammenbruch bedrohlich nahe kam, habe ich kapiert, dass ich ohne Wenn und Aber jetzt etwas dramatisches ändern muss.

Ich hoffe du erkennst diese Situation für dich auch, denn wenn nicht, dann wirst du bald wieder anfangen zu trinken, und es wird noch schlimmer werden.

Grüße,

Blizzard
Nach oben
Blizzard hat zum Thema: Re: Wie gehts jetzt weiter? geschrieben
Bieger
neuer Teilnehmer


Geschlecht: Geschlecht:Männlich
Anmeldungsdatum: 10.04.2007
Beiträge: 6

BeitragVerfasst am: 11.04.2007, 12:05    Titel: Re: Wie gehts jetzt weiter? Antworten mit Zitat Beitrag dem Moderator/Admin melden

Erstmal danke für die Antworten.

Ich muss schon sagen, dass ich auch schon in den letzten zwei Jahren oft ans aufhören gedacht habe, es aber nie ernsthaft angegangen bin. Erst jetzt durch den Tiefpunkt mit der Freundin, habe ich den ausreichenden Willen dazu.
Ich stell mir selbst schon die Frage: Mach ich das nur deswegen, in der Hoffnung irgendwann mal wieder eine Chance bei ihr zu bekommen oder ist das nur das was das Fass zum überlaufen gebracht hat?
Ich denke, ich kann alle Fehler die ich gemacht habe noch gerade so wieder hinbiegen (...), außer das mit ihr. Das mit dem Geld ist nicht so weit das ich mich verschuldet habe, im Studium kann ich auch noch das schaffen was ich will (auch wenn ichs mir durchs Saufen unnötig schwer gemacht habe) und meine anderen Freunde (die irgendwann wieder zurück kamen) geben mir immer wieder eine Chance, weil sie mich noch aus Zeiten davor kannten und wissen, dass ich nüchtern ein ganz verträglicher Mensch bin.
Ich weiß das der Wunsch weiterhin nüchtern zu bleiben schon sehr stark ist, aber nicht ob er ausreicht, wenn ich dann irgendwann merk, dass mir die Freundin keine Chance mehr gibt.
Deswegen such ich jetzt während das Aufhörens nach "Alternativen". Ich war früher sehr kreativ und habe eigene Songs komponiert und aufgenommen. Das nehm ich jetzt in Angriff. Außerdem werd ich mir mit dem gesparten Geld immer mal was gönnen (und wenns nur ein Stadtbummel ist). Sowas ging früher praktisch nie, weil ich alles Geld für Alkohol ausgeben habe und sowieso nicht Auto fahren konnte.
Ich hab jetzt auch demnächst Abschlussprüfungen und brauche einen klaren Kopf. Doch ich will es nicht an der Freundin oder der Abschlussprüfung festmachen, weil das sind alles Sachen die in absehbarer Zeit stattfinden (oder auch nicht). Ich möchte schon Nüchtern bleiben, für immer. Aber ganz ehrlich, bin ich immer noch auf der Suche nach einem Sinn, auf den ich mich verlassen kann. Ich habe schon Angst, dass ich das an der Entscheidung meiner Freundin festmache und sonst nicht genügend Willen habe.
Nach oben
Bieger hat zum Thema: Re: Wie gehts jetzt weiter? geschrieben
gilbert
neuer Teilnehmer


Geschlecht: Geschlecht:Männlich
Anmeldungsdatum: 14.02.2007
Beiträge: 25

BeitragVerfasst am: 11.04.2007, 15:13    Titel: Re: Wie gehts jetzt weiter? Antworten mit Zitat Beitrag dem Moderator/Admin melden

Hallo Bieger,

Ich bin zwar jetzt schon 37, kann mich aber gut in Deine Situation hineindenken, weil ich mit 25 ungefährt dort war wo Du jetzt bist. Leider hat es bei mir noch ein paar weitere Jahre gedauert, bis ich erkannte, dass "weitertrinken, weil eh schon alles kaputt ist", keine Lösung ist.
Als ich 25 war, trank ich meist über Monate sehr viel. Und dann kamen diese nüchternen Phasen, in denen ich mich wie der "letzte A..." fühlte. Ich hatte mein Studium hingeschmissen, meine Führerschein verloren und meine Freundin hatte sich vertschüsst. Dann stand ich also da, nüchtern zwar, aber ansonsten völlig leer und betrachtete voller Selbstmitleid den Scherbenhaufen, den ich selbst angerichtet hatte. Statt die Scherben wegzuräumen und nach vorne zu blicken, wurde es mir immer wieder zuviel und ich trank wieder weiter.
Es ist Deine Entscheidung, ob Du noch mehr Zeit verschwenden willst und mehr Scherben produzierst, oder ob Du jetzt gleich anfängst in die Zukunft zu blicken.
Ich hatte zwar in den vergangenen sieben Jahren 2 Rückfälle, bin aber sonst zufrieden. Ich habe eine Frau und 3 Kinder, ein geregeltes Leben und fühle mich gut.
Was Deine Freundin betrifft denke ich mal so: Wenn Du aufhörst zu saufen und Dein Leben änderst, gibt es vermutlich immer noch eine Chance. Wenn Du weitersäufst gibt es ganz sicher keine Chance. Zuerst musst Du Dir selbst beweisen, dass Du Dein Leben änderst, und dann werden andere darauf reagieren.
Wünsche Dir alles Gute.
Gilbert
Nach oben
gilbert hat zum Thema: Re: Wie gehts jetzt weiter? geschrieben
Bieger
neuer Teilnehmer


Geschlecht: Geschlecht:Männlich
Anmeldungsdatum: 10.04.2007
Beiträge: 6

BeitragVerfasst am: 13.04.2007, 16:59    Titel: Re: Wie gehts jetzt weiter? Antworten mit Zitat Beitrag dem Moderator/Admin melden

Hallo,

vielen Dank Gilbert auch für deine Antwort.

Ich möchte erst mal sagen, dass mir dieses Forum sehr hilft. Ich schaue mehrmals am Tag rein. Ich merke das hier keiner mit Samthandschuhen angefasst wird und das ist gut. Ich hoffe auch, dass mich keiner irgendwie besonders rücksichtsvoll behandelt, weil ich "erst" 25 bin und "erst" seit 5 Jahren trinke.
Ich hätte eine Frage: Ist es normal oder sogar auch notwendig, dass ich mich den ganzen Tag mit dem Thema Alkohol auseinander setze? Ist es gut, dass ich es all meinen Freunden und Bekannten erzähle oder mach ich das nur, um mich selbst zu stärken, um noch mehr Kraft zu haben, weil ich mich umso mehr schämen würde wieder anzufangen, nachdem ich so groß davon rede nie mehr zu saufen?
Ich muss sagen, ich habe bisher nicht in einem Moment gezweifelt, dass meine Entscheidung falsch ist, aber sich vorzustellen, es gibt immer wieder Situationen, in denen ich schwach werden könnte, sich vorzustellen, immer aufzupassen ist krass. Sollte man sich das vorstellen oder ist es richtiger von einem Tag zum nächsten zu denken.
Ich trinke gerade mal seit 8 Tagen nicht mehr, bin zwar stolz auf mich, aber es ist so wenig. Andererseits denke ich, ich kann auch stolz auf mich sein, weil ob ich nach 8 Tagen wieder anfangen würde oder nach 5 Jahren spielt keine große Rolle, weil es so und so beschi***n wäre. Ich bin so ungeduldig. Ich brauche immer gleich Ergebnisse. Ich weiß was ich zu tun habe. Ich will nicht mehr saufen. Aber ich weiß nicht, ob ich stark genug bin und ob ich davon erwarte, dass ich der glücklichste Mensch werde.
Nach oben
Bieger hat zum Thema: Re: Wie gehts jetzt weiter? geschrieben
Bieger
neuer Teilnehmer


Geschlecht: Geschlecht:Männlich
Anmeldungsdatum: 10.04.2007
Beiträge: 6

BeitragVerfasst am: 13.04.2007, 17:15    Titel: Re: Wie gehts jetzt weiter? Antworten mit Zitat Beitrag dem Moderator/Admin melden

Ich möchte mich noch klarer ausdrücken:

Die Frage ist: Mach ichs wirklich nur für mich selbst um in Zukunft derartige Fehler aus diesem Grund nicht mehr zu machen, oder nur um die Fehler aus der Vergangenheit wieder gut zu machen, also praktisch um die Vergangenheit zurückzuholen, so nach dem Motte: Was wäre gewesen wenn ich nicht getrunken hätte?
Oder soll ich mir darum gar nicht erst soviele Gedanken machen oder muss ich das selber wissen?
Wenn ich hier die Beiträge lese, merke ich das jeder seine ganz eigene, individuelle Geschichte hat, aber irgendwie doch alle die gleichen Fehler gemacht haben. Nur kann ich erwarten das Leute, die mit Alkohol nie Probleme hatten uns verstehen oder geht es drum sich erstmal selbst zu lieben und absolut nach Vorne zu schauen?
Nach oben
Bieger hat zum Thema: Re: Wie gehts jetzt weiter? geschrieben
pauly
aktiver Teilnehmer


Geschlecht: Geschlecht:Männlich
Anmeldungsdatum: 16.11.2006
Beiträge: 950
Alter: 50
Wohnort: BaWü, LB/HN

BeitragVerfasst am: 13.04.2007, 17:58    Titel: Re: Wie gehts jetzt weiter? Antworten mit Zitat Beitrag dem Moderator/Admin melden

Hallo Bieger,

ich möchte Dir mal gerne meine Sicht der (Deiner) Dinge darlegen:

Wenn Dir dieses Forum sehr hilft, dann geht es Dir so, wie mir und vielen anderen hier. Mit Samthandschuhen angefasst zu werden bringt nicht viel, denn trockengestreichelt ist noch keiner worden. Aber das sagst Du ja auch selber.
Es ist gut, dass Du "erst" 25 bist, und Dir jetzt einen Weg aus der Sucht zu suchen beginnst. Du wirst wegen Deines Alters hier bestimmt nicht rücksichtsvoller, als andere behandelt. Winken

Bieger hat Folgendes geschrieben:
Ist es normal oder sogar auch notwendig, dass ich mich den ganzen Tag mit dem Thema Alkohol auseinander setze?

Für mich kann ich sagen, dass ich mich jeden Tag mit dem Thema auseinandersetze und finde das auch gut und wichtig. Allerdings ist es bei mir nicht so, dass ich nun an überhaupt nichts anderes mehr denke. Das fände ich dann auch nicht förderlich.
Guten Freunden habe ich von meiner Krankheit erzählt. Ich habe sie NICHT jedem Bekannten auf die Nase gebunden. Außer, ich wurde/werde explizit danach gefragt. Natürlich setzt man sich schon ein wenig unter Druck, wenn man von seinem Vorhaben, nichts mehr zu saufen, erzählt. Diesen Druck (so lange das nicht ausartet) finde ich hilfreich.

Bieger hat Folgendes geschrieben:
...sich vorzustellen, immer aufzupassen ist krass. Sollte man sich das vorstellen oder ist es richtiger von einem Tag zum nächsten zu denken.

Ich denke, Du solltest Dir das nicht vorstellen, denn dann kommt es Dir vor, wie wenn Du eine riesige, unbezwingbare Wand vor Dir hättest. Lieber von einem Tag zum nächsten denken. Step by Step.

Ich finde, Du kannst auf Deine 8 Tage Nichttrinken schon stolz sein. Es sind zwar erst 8 Tage, aber aus diesen kannst Du mehr machen und immer stolzer auf Dich sein. So ging es jedenfalls mir.

Bieger hat Folgendes geschrieben:
Nur kann ich erwarten das Leute, die mit Alkohol nie Probleme hatten uns verstehen oder geht es drum sich erstmal selbst zu lieben und absolut nach Vorne zu schauen?

Jetzt geht es in erster Linie erstmal um DICH. Um DEINE Zukunft und Gesundheit. Um DEIN zufriedenes, trockenes Leben. Da darf (muss) man die anderen schonmal hintenan stellen. D.h. lieb Dich jetzt zuerst selbst, und tu das, was Du für jemanden, den Du liebst, tun würdest.

Ich wünsche Dir, dass Du die Kurve kriegst. Ich glaube, die Voraussetzungen bei Dir sind nicht die schlechtesten. Smilie

Viele Grüße

pauly
Nach oben
pauly hat zum Thema: Re: Wie gehts jetzt weiter? geschrieben

   Selbsthilfe-Alkoholiker-Forum Foren-Übersicht -> Alkoholsucht bzw. Alkoholabhängigkeit im Alkoholiker Forum Alle Zeiten sind GMT + 1 Stunde
Gehe zu Seite 1, 2, 3  Weiter
Seite 1 von 3


Ähnliche Beiträge
Thema Forum
Keine neuen Beiträge Ich habe einiges geschafft, jetzt der... Erwachsene Kinder von Alkoholikern

Informative Bücher für Alkoholiker und Angehörige bei amazon.de:
.
Alkohol
Alkohol
Endlich Schluss
Endlich Schluss
Alkoholkrankheit
Alkoholkrankheit
Die Liebe und...
Die Liebe und...
Frei von Angst
Frei von Angst


Werben im Alkoholikerforum - Spenden





Impressum : Sitemap
1 2 3 4 5 6 7 8 9 Weihnachtsgeschenke

Powered by phpBB © 2001, 2005 phpBB Group
Deutsche Übersetzung von phpBB.de