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Psychosomatische Erkrankung wegen Co-Abhängigkeit?

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LadyKim
neuer Teilnehmer


Geschlecht: Geschlecht:Weiblich
Anmeldungsdatum: 06.04.2007
Beiträge: 16

BeitragVerfasst am: 19.04.2007, 13:39    Titel: Re: Psychosomatische Erkrankung wegen Co-Abhängigkeit? Antworten mit Zitat Beitrag dem Moderator/Admin melden

Hallo ihr Lieben,

vielen Dank für Eure Beiträge.
Ja,gestern habe ich mich dann doch mit meinem Mann getroffen, da es ja schon so ausgemacht war.
Einerseits wollte ich es lieber nicht, damit er nicht wieder denkt :"Siehste, die braucht mich doch." Andererseits habe ich auch keine andere Lösung zur Zeit und ehrlich gesagt auch darauf gefreut, mal wieder einen Laden von innen zu sehen.
Bis 10 Minuten bevor er kam, überlegte ich wirklich, ob ich ihn alleine fahren lasse, da es mir total besch... ging.Aber dann dachte ich:" Ne, jetzt kneifst Du nicht und versuchst es.Im schlimmsten Fall können wir ja umdrehen und er kann die Einkäufe immer noch alleine machen.
Also setzte ich mich hinters Steuer und wir fuhren erstmal Getränke holen.
Da es gut klappte, bekam ich natürlich sofort Mut und fuhr gleich weiter zum Kiosk,Tabak holen und danach weiter zur Drogerie.Dort brauchte ich Tierfutter und andere verschiedene Dinge. Da ich so begeistert war, mal wieder ein Geschäft von innen zu sehen, trödelte ich ein wenig herum. Da passierte es....
Mein Mann ging in die hintere Abteilung, um nach dem Hastenstreu zu suchen und ich blieb vorne bei den Badesachen. Aufeinmal konnte ich ihn nicht mehr sehen und mir wurde total komisch.
Ich atmete ruhig durch und zum Glück wurde es wieder besser.
Ich erledigte die restlichen Sachen und danach fuhren wir noch kurz in ein anderes Geschäft. Dort blieb mein Mann imAuto sitzen und ich ging ALLEINE einkaufen.!!!
Warum kann ich das mit meinem Mann und mit meinen Töchtern nicht?
Immerhin ist die älteste ja auch schon 18. Liegt es daran, das sie noch keinen Führerschein hat und ich deshalb denke, ich komme nicht mehr zurück? Außerdem hat sie einmal so einen Anfall von mir im Auto erlebt.
Diesen Gesichtsausdruck werde ich nie vergessen!!!
Mein Mann stellte die Einkäufe später noch vor die Tür, aber rein ließ ich ihn nicht.Während der Einkaufsfahrt redeten wir eigentlich hauptsächlich über belanglose Dinge.
Aber ein Satz, fand ich merkwürdig.
Ich habe es getan,ich habe aufgehört zu trinken.Was soll mir dann noch eine Therapie helfen?Es kommt doch nur auf mich an.
Ja, das ist ja soweit auch richtig, aber bisher hat sein "Willen" noch nie auf Dauer gereicht, vom Alkohol los zu kommen.

Alleine dieser Ausspruch gibt mir zu denken, ob er überhaupt hin geht und außerdem den oder die Therapeut/in ernst nehmen wird.
Aber das ist seine Sache.Für mich gibt es nur entweder oder.

LG
LadyKim
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LadyKim hat zum Thema: Re: Psychosomatische Erkrankung wegen Co-Abhängigkeit? geschrieben
LadyKim
neuer Teilnehmer


Geschlecht: Geschlecht:Weiblich
Anmeldungsdatum: 06.04.2007
Beiträge: 16

BeitragVerfasst am: 20.04.2007, 11:06    Titel: Re: Psychosomatische Erkrankung wegen Co-Abhängigkeit? Antworten mit Zitat Beitrag dem Moderator/Admin melden

Ich möchte Euch hier mal für Eure wertvollen Tipps Danke sagen.
Auf Grund Eurer infos habe ich nochmals das internet durchforstet und tatsächlich eine Verhaltenstherapeutin gefunden, die bereit ist, mich aufzusuchen!!!
Schn gestern hatte ich das erste 1-stündige Gespräch per Telefon mit ihr und in den nächsten Tagen will sie mcih besuchen, um mich persönlich kennen zu lernen.
Ohne Eure Hilfe, wäre mir das wahrscheinlich nie gelungen. DANKE!!!
Was mich ein wenig optimistisch macht, an der richtigen Adresse zu sein, ist, das sie die erste ist, die sagt, das meine psychosomatischen Beschwerden auf einem organischen Hintergrund aufbauen!!!
Als ich das früher immer den Ärtzen versuchte klar zu machen, wurde ich nie für ernst genommen.
Diese Therapeutin meinte, das einige meiner Beschwerden absolut untypisch für Angst und Panik seien.Dies klinge eher danach, das bei mir irgendwo ein Nerveingeklemmt sei,der dann diese Beschwerden verursacht und daraus resultiert dann meine Angst und Panik.
Da könne man noch soviele CT´s und Röntgenbilder machen, so etwas erkennt man darauf nicht!!!
Aber sie weiß einen Arzt, der darauf spezialisiert ist, da sie selber unter so etwas ähnlichem gelitten hatte.
allerdings will sie mich vorher erst sehen, um sich ein noch genaueres Bild von mir zu machen.
Aber an der Entscheidung,mit meinem Mann, ändert das nichts!!!!
Aber vielleicht komme ich jetzt endlich aus dem dunklen Tal heraus. Sehr glücklich

LG
LadyKim
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LadyKim hat zum Thema: Re: Psychosomatische Erkrankung wegen Co-Abhängigkeit? geschrieben
Ayki79
Gast






BeitragVerfasst am: 20.04.2007, 12:59    Titel: Re: Psychosomatische Erkrankung wegen Co-Abhängigkeit? Antworten mit Zitat Beitrag dem Moderator/Admin melden

Zitat:
Warum kann ich das mit meinem Mann und mit meinen Töchtern nicht?

Du kannst das auch mit deinen Töchtern - und sogar alleine! Wenn du ganz fest an dich glaubst und deine Blockkade löst. Mit Hilfe deiner Therapeutin und in aller erster Linie mit einer Trennung und dem Abstand von deinem Mann! Ich denke NICHT, dass ein organischer Grund dahintersteckt (bin aber natürlich auch kein Arzt usw.). Ich denke das Problem ist auf jeden Fall psychisch! Und du wirst es in den Griff kriegen, wenn du deinen Mann loslässt!

Als ich deine Zeilen gelesen habe, da wurde mir klar, dass du es wirklich WILLST! Du willst dein Leben wieder genießen. Und das ist genau die richtige Richtung! Mach weiter! Und mach dir keine Gedanken um deinen Mann. Aus seinen Sätzen erkennt man genau, worauf die ganze Sache hinauslaufen wird. Er wird nichts ändern, er möchte nur, dass du wieder umkippst!
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Ayki79 hat zum Thema: Re: Psychosomatische Erkrankung wegen Co-Abhängigkeit? geschrieben
LadyKim
neuer Teilnehmer


Geschlecht: Geschlecht:Weiblich
Anmeldungsdatum: 06.04.2007
Beiträge: 16

BeitragVerfasst am: 22.04.2007, 13:31    Titel: Re: Psychosomatische Erkrankung wegen Co-Abhängigkeit? Antworten mit Zitat Beitrag dem Moderator/Admin melden

Tja, was soll ich sagen???
Gestern rief mein Mann mich mal wieder an und fragte, ob wir uns nicht wenigstens mal so treffen könnten, um nicht immer nur am Telefon zu reden.
Ich sagte, das dies nichts an meinem Standpunkt ändern würde und ich auch gar keine Zeit hätte, da ich ja seine Aufgaben inzwischen miterledigen muss.
Er meinte, er hielt das nicht aus und wolle mich doch wenigstens nur mal sehen.
Nun, ich war dann den ganzen Tag ziemlich beschäftigt und auch nicht immer in der Nähe des Telefons.
Aber er rief auch nicht mehr an. Dennoch hatte ich ein komisches Gefühl und dachte: Na, mal sehen,Sonntags morgens weiß er, das ich ungefähr gegen viertel nach sieben ohne meine Töchter mit dem Hund raus gehe.

Und tatsächlich, als ich heute morgen in den Wald ging, stand er da!!!
wir unterhielten uns und es war ein recht normales Gespräch. Er sagte, er merke jetzt immer deutlicher, wie viele Fehler er gemacht habe.
Er bedrängte mich auch nicht, sondern merkte inzwischen, das ich meine Zeit - unabhängig von seinem Alkohol- brauche.
Nach ca.1 Stunde trennten wir uns wieder, ohne das ich ihn mit nach Hause genommen habe. Smilie
Er will diese Therapie machen.
Bin mal gespannt.
Aber auch dann, lass ich mich nicht unter Druck setzten.
Ich seber will für mich sehen, wie es mit meiner eigenen Therapie voran geht und ob sich mein Zustand noch weiter verbessert.
Am Freitag habe ich es das erste Mal geschafft, auf die Bank zu gehen und bei einem Lebensmittelgeschäft (leider nur von außen) Erdbeeren und ein paar Blumen zu kaufen.
Aber inzwischen fahre ich auch am Nachmittag mit meiner Tochter ein wenig im Auto spazieren, was vor ein paar Wochen noch undenkbar war.
Ich habe gerade das Gefühl, als entdecke ich das Leben in ganz kleinen Schritten wieder neu.
Vor 2-3 Wochen habe ich noch Zeiten mit dem Hund gewählt, wo ich genau wußte, da begegnet Dir keiner. Inzwischen halte ich wieder meine Schwätzchen mit den anderen Hundebesitzern und auch sonst ist zuhause mehr Ruhe und Frieden eingekehrt.
Wenn ich ehrlich bin, weiß ich gar nicht, wo mein Mann dann hin sollte, ohne das alles wieder Durcheinander wird.
Im Moment verbringt meine jüngere Tochter ihre Zeit am Abend im Kinderzimmer, vor dem Fernseher oder Telefon (die 2 haben ein Zimmer zusammen), während die Große es sich abends im Wohnzimmer auf der Couch oder vor dem PC bequem macht.
Ich selber verziehe mich ins Schlafzimmer und schaue fern, lese oder höre Musik.
Käme mein Mann jetzt wieder, müsste ich das Schlafzimmer räumen, da er, bedingt durch die Arbeit, relativ früh schläft und auch noch schnarcht. *grrrr*
Dem entsprechend würde ich wieder ins Wohnzimmer wandern, was zur Folge hätte, das meine Große ins Kinderzimmer zur jüngeren müsste und da wäre Krach vorprogrammiert, da die eine z.B. Fernsehen will, und die andere telefonieren oder schlafen.
So sind wir zwar jetzt auch häufig zusammen, aber jeder hat auch einen Rückzugswinkel und somit läuft alles wesentlich harmonischer.
Sollte ich, falls mein Mann und ich nochmals zusammen kämen (was ich momentan noch gar nicht in Erwägung ziehe)etwa umziehen, damit jeder ein kleines Reich für sich hat?
Selbst wenn er eine Therapie macht, wer gibt mir die Garantie, das er es wirklich ein Leben lang (und das ist ja nunmal Fakt bei einem Alkoholiker) durchhält?8 aber das glaubt er bis heute nicht, das er einer wäre )
Durch diese Hölle will ich nämlich nie mehr!!! Böse
Ich habe es ihm noch nicht gesagt, aber innerlich habe ich mir eine Frist von mindestens 6 Monaten gesetzt, in denen ich schauen möchte, wie weit er sich verändert und auch ich.
Das heißt nicht, das ich ihn in der Zeit nicht sehen möchte, aber keine Beziehung!!

LG
LadyKim
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LadyKim hat zum Thema: Re: Psychosomatische Erkrankung wegen Co-Abhängigkeit? geschrieben
Ayki79
Gast






BeitragVerfasst am: 22.04.2007, 14:28    Titel: Re: Psychosomatische Erkrankung wegen Co-Abhängigkeit? Antworten mit Zitat Beitrag dem Moderator/Admin melden

Zitat:
Wenn ich ehrlich bin, weiß ich gar nicht, wo mein Mann dann hin sollte, ohne das alles wieder Durcheinander wird.

Genauso war es auch bei mir!

Zitat:
Ich habe es ihm noch nicht gesagt, aber innerlich habe ich mir eine Frist von mindestens 6 Monaten gesetzt, in denen ich schauen möchte, wie weit er sich verändert und auch ich.
Das heißt nicht, das ich ihn in der Zeit nicht sehen möchte, aber keine Beziehung!!

Sag ihm das auch nicht! Beobachte es für dich selbst - und ich sage dir: In 6 Monaten willst du diese Beziehung gar nicht mehr...

LG und noch einen schönen Sonntag!
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Ayki79 hat zum Thema: Re: Psychosomatische Erkrankung wegen Co-Abhängigkeit? geschrieben
Smilla
aktiver Teilnehmer


Geschlecht: Geschlecht:Weiblich
Anmeldungsdatum: 26.03.2007
Beiträge: 658

BeitragVerfasst am: 28.04.2007, 11:48    Titel: Re: Psychosomatische Erkrankung wegen Co-Abhängigkeit? Antworten mit Zitat Beitrag dem Moderator/Admin melden

Hallo Lady Kim,
wo bist du? Da ich auch mit Panikattacken zu tun hatte(habe), behalte ich dich so ein bisschen im Auge.

Bin auch gerade frisch getrennt, nachdem mein Mann nach längerer
"Trockenheit" oder Trinkpause rückfällig wurde.
Heute würde ich ein grösseres Augenmerk darauf haben, dass er nicht hauptsächlich wegen mir in die Therapie geht. Damals habe ich ihm ein Limit gesetzt bis wann er in Therapie sein müsse, sonst zöge ich aus. Jetzt trenne ich mich auf unbestimmte Zeit ,entweder für immer oder bis ich das Gefühl habe ihm wieder Trauen zu können.

Will sagen du musst ihm mE.nicht unbedingt von deinem inneren Limit von 6 Monaten erzählen, wir Co's haben ja manchmal so den Zwang alles aus Fairness sagen zu wollen ; ihr wohnt ja schon getrennt und du kannst in Ruhe schauen was sich dann für dich richtig anfühlt.

Ob du die Beziehung in 6 Monaten noch willst, kannst du nur wissen,
Jedenfalls hast du das wichtigste für dich bereits beschlossen,die Realität zu erkennen und dein Hauptaugenmerk auf die eigene Gesundheit und
dein eigenes Leben zu richten.

Alles liebe Smilla
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Smilla hat zum Thema: Re: Psychosomatische Erkrankung wegen Co-Abhängigkeit? geschrieben

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