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Psychosomatische Erkrankung wegen Co-Abhängigkeit?

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LadyKim
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Geschlecht: Geschlecht:Weiblich
Anmeldungsdatum: 06.04.2007
Beiträge: 16

BeitragVerfasst am: 06.04.2007, 17:02    Titel: Psychosomatische Erkrankung wegen Co-Abhängigkeit? Antworten mit Zitat Beitrag dem Moderator/Admin melden

Ich wollte gerne mal nachfragen, ob es möglich ist, das man Schwankschwindel Angst- und Panikattacken als Folge durch jahrelanges Zusammenleben mit einem Alkoholkranken bekommen kann?
Mein Mann und ich sind seit 16 Jahren verheiratet und ziemlich genauso lange besteht auch schon seine Sucht. Leider habe ich das zu spät bemerkt und so wurde es schleichend immer mehr.
Seit 6 Jahren nun leide ich unter den o. a. Symptomen. Organisch bin ich vollkommen gesund, versicherten mir mehrere Ärzte.
Seit 4 Wochen habe ich mich nun endgültig von meinem Mann getrennt.
Psychoterror pur seitdem!! (Telefon)
Jedoch hat sich meine Symptomatik seitdem noch nicht wesentlich verbessert.
Kann es sein, das es da einen Zusammenhang gibt?
Zur Psychosomatischen-Therapie kann ich leider nicht gehen, da mich meine Angststörung daran hindert. Habe mir schon die Finger wund gewählt, aber bis jetzt noch keinen Therapeuten gefunden, der bereit wäre, zu mir nach Hause zukommen, bis ich in der Lage wäre, seine Praxis aufzusuchen.
Wollte einfach nur mal wissen, ob es hier vielleicht Betroffene gibt, die diese Symptome kennen, und ob es mit dem Partner zusammenhängen kann und wer es wie geschafft hat, daraus zu kommen.

LG
LadyKim
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LadyKim hat zum Thema: Psychosomatische Erkrankung wegen Co-Abhängigkeit? geschrieben
funnie
neuer Teilnehmer


Geschlecht: Geschlecht:Weiblich
Anmeldungsdatum: 29.09.2006
Beiträge: 138
Wohnort: berlin

BeitragVerfasst am: 06.04.2007, 17:54    Titel: Re: Psychosomatische Erkrankung wegen Co-Abhängigkeit? Antworten mit Zitat Beitrag dem Moderator/Admin melden

hallo

ja,ich habe auch panikattacken.
hatte immer gedacht es wären nur kreislaufprobleme.
meine ärztin die unsere geschichte kennt da auch mein exmann bei ihr ist ,war keine ahnung ob er sie noch als ärzin hat,hat mir klar gemacht das ich unter panikattacken leide.
sie entstehen durch existenzangst und verlustängsten ,stress.
wenn man in einer beziehung lebt wo man keine chance hat etwas zu erreichen.keine kompromisse,keine ehrlichkeit bekommt ,lügen wegen kleinigkeiten,kein vertrauen findet ,demütigungen u.s.w.
und auch noch im zusammenhang mit familie.ständig auf harmoniesuche und um seine rechte kämft die mißachtet werden oder nie gegeben werden .keine wünsche die erfüllt werden.
ja und der verzweifelte versuch tagtäglich entlastet zu werden gehört und geliebt zu werden.
die arbeit und alles bleibt an einem hängen.egal ob kinder hausarbeit oder die post .seine angelegenheiten mit zu klären und wenn es nur ein strafzettel ist der wenn er nicht bezahlt wird ein mahnverfahren wird.
das alles kostet wahnsinnig nerven kraft weil man alles noch für zwei erledigen muß oder mit kindern für vielleicht fünf.
und die schulter zum entspannen zum anlehnen ist nicht da oder schlecht gelaunt u.s.w.
das alles führt evtl. zu einer überlastung oder mit angst verbunden zu panikattacken.
ich kann dir sagen es ist erheblich weniger belastend wenn man alleine ist auch wie bei mir mit noch drei kindern.wie als wenn man den doppelstress
erledigen muß.
ich bekomme seine post und stell sie ins regal weil ich mich zum glück nicht mehr darum kümmern muß,wie erleichternd .weil wir haben ja jetzt ach keine gemeinsamme kasse mehr .


gruß funnie
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funnie hat zum Thema: Re: Psychosomatische Erkrankung wegen Co-Abhängigkeit? geschrieben
ellie
neuer Teilnehmer


Geschlecht: Geschlecht:Weiblich
Anmeldungsdatum: 03.04.2007
Beiträge: 49

BeitragVerfasst am: 07.04.2007, 08:01    Titel: Re: Psychosomatische Erkrankung wegen Co-Abhängigkeit? Antworten mit Zitat Beitrag dem Moderator/Admin melden

Hallo Lady-Kim,

ich lebe seit 10 Jahren mit einem Alkoholiker zusamman. Auch bei mir haben vor 8 Jahren psychosomatische Beschwerden angefangen. Panikattacken kenne ich zur genüge. Ich bin 2 x im Krankenhaus gelandet, weil ich dachte, ich hätte einen Schlaganfall und einen Herzinfarkt gleichzeitig. Irgendwann war die Angst so groß, daß ich 3 Tage nicht mehr geschlafen habe. Ich war so nervös, daß ich nicht mehr liegen und auch nicht mehr sitzen konnte. Ich bin die ganzen 3 Tage nur noch in unserem Haus hin und her gelaufen. Zu diesem Zeitpunkt hab ich mich dann entschieden, in eine Psychiatrische Klinik zu gehen. Ich blieb aber nur ne Woche, denn ich hatte 4 kleine Kinder zu Hause und die mußten ja versorgt werden. Anschließend hab ich 2 Jahre lang ne ambulante Verhaltenstherapie gemacht. Ich hab jahrelang heftige Medikamente dagegen genommen (vor allem Antidepressiva) und heute kann ich sagen, daß es mir besser geht. Ich hab immer noch ab und zu Panik und vegetative Störungen, aber ich kann ganz gut damit leben. Ich kann dir nur sagen, das dauert seine Zeit. Sowas kommt nicht von heute auf morgen und sowas geht auch nicht von heute auf morgen. Meine Mutter lebt auch seit 50 Jahren mit einem Alkoholiker zusammen und leidet unter den gleichen Störungen. Glaub mir, das ist kein Zufall. Das steht in direktem Zusammenhang mit der Situation deines Mannes.

Viele liebe Güße
Ellie
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ellie hat zum Thema: Re: Psychosomatische Erkrankung wegen Co-Abhängigkeit? geschrieben
LadyKim
neuer Teilnehmer


Geschlecht: Geschlecht:Weiblich
Anmeldungsdatum: 06.04.2007
Beiträge: 16

BeitragVerfasst am: 07.04.2007, 14:21    Titel: Re: Psychosomatische Erkrankung wegen Co-Abhängigkeit? Antworten mit Zitat Beitrag dem Moderator/Admin melden

Danke, das ihr mir geantwortet habt.
ich dachte schon, ich bilde mir das alles nur ein und mache meinen Mann evtl.unschuldig für etwas verantwortlich.
Gegen diese Panik- und Angstattacken kämpfe ich im Moment täglich an.
Anmanchen Tagen schaffe ich es, mal wieder einen Schritt weiter vom haus mich zu entfernen oder auch mal ein Stück mit dem Auto zu fahren. (schön wäre es, wenn ich auch aussteigen könnte *gg*)
Dieser Schwindel macht mir einfach wahnsinnige Angst. Der ist fast immer da und der lässt mich so unsicher werden.
Inzwischen habe ich mich ja endgültig von meinem Mann getrennt, aber Ruhe kehrt dennoch nicht ein.
Ich habe ihn extra gebeten, mich in Ruhe zu lassen, damit ich herausfinden kann, ob es mir dann besser geht.
Aber nix.....
Jeden Tag heult er mir die Ohren voll, das ich ihn wieder reinlassen soll und das er den Schritt ja tun wird.
Aber diemal lass ich ihn nicht wieder nur auf Versprechen hin rein.
Das habe ich schon zu genüge!!!
Diesmal will ich Beweise und selbst da bin ich mir nicht sicher, ob ich ihn dann noch will.
bei jedem Anruf fragt er--- und? geht es dir besser?
Wenn ich dann verneine, triumohiert er jedesmal, und meint. "Siehste, ich bin doch nciht Schuld an Deiner Krankheit"
Als wenn etwas, was 6 Jahre da ist, nach 4 Wochen weg wäre....
Außerdem kann ich es ja gar nicht heraus finden, weil er mich ständig, teils mehrmals am Tag anruft.
Dabei sehen meine töchter schon kleine Fortschritte.
Ich gehe an manchen Tagen schon wieder mit dem Hund tiefer in den Wald. Bin mit dem Auto wenigstens mal im Ort rumgefahren und habe vorgestern unseren Rasen gemäht.
Ja, wenn ich es so sehe, geht es etwas besser, aber ich will nicht mehr, das meine Töchter die Einkäufe machen müssen oder andere Dinge, die weiter weg von zuhause sind.
Ich möchte mich so gerne in diesem Sommer mal wieder mit ihnen nur in ein Eiscafe setzen.
Sie waren all die Jahre so tapfer und haben immer zu mir gestanden, auch wenn ich mich oftmal über ihren Kopfhinweg gesetzt habe und meinen Mann doch wieder aufgenommen habe, obwohl ich wußte,das es wieder anfangen wird mit der Sauferei.
Aus lauter Angst, es alleine nicht zu schaffen.
Dabei haben mir meine 2 Mädels schon immer versprochen, das wir es zusammen schaffen werden.
Ob es mir wirklich gelingt, diesen Schwindel abzuschütteln?
Heute ist wieder so ein Tag, wo ich total unsicher auf den Beinen bin und das Gefühl habe mein Kopf steckt in einer Glocke.
Aber diesmal lass ich ihn nicht wieder rein!!!
Ich hoffe ich habe die Kraft dazu und er erwischt mich nicht gerade in einem Moment an dem es mir schlecht geht und ich sehr empfänglich für seine Beteuerungen bin.Zum Glück überwiegt im Moment noch die Wut auf ihn.

LG
LadyKim
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LadyKim hat zum Thema: Re: Psychosomatische Erkrankung wegen Co-Abhängigkeit? geschrieben
LadyKim
neuer Teilnehmer


Geschlecht: Geschlecht:Weiblich
Anmeldungsdatum: 06.04.2007
Beiträge: 16

BeitragVerfasst am: 07.04.2007, 18:36    Titel: Re: Psychosomatische Erkrankung wegen Co-Abhängigkeit? Antworten mit Zitat Beitrag dem Moderator/Admin melden

Mein Mann willjetzt angeblich zu den Anonymen Alkoholikern gehen.
Frage.
Reicht es aus, wenn er nur diese besucht,oder wäre es besser, sich stationär behandeln zu lassen?
Ich muss dazu sagen, das ich schon zuhause vor einigen Jahren einen "kalten Entzug" mit ihm gemacht hatte und er den auch relativ gut geschafft hatte. ein halbes Jahr rührte er keinen Tropfen mehr an, aber dann ging das theater wieder von vorne los.
Zu einem späteren Zeitpunkt hatten wir sogar alle Papiere für die Einweisung zusammen, doch die wurde abgelehnt, weil seine "Werte" noch nicht schlecht genug waren. *was für eine Phras!!!
Für ihn war das nur wieder Bestätigung, das er eben kein Alkoholiker ist.
tja und nun, da er meine Konsequenz bemerkt, will er zu den AA´s.
Glaubt ihr das reicht aus und wer gibt mir die Sicherheit, das er da auch wirklich hingeht?
Sagen kann er ja viel.

LG
LadyKim
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LadyKim hat zum Thema: Re: Psychosomatische Erkrankung wegen Co-Abhängigkeit? geschrieben
Ayki79
Gast






BeitragVerfasst am: 07.04.2007, 18:42    Titel: Re: Psychosomatische Erkrankung wegen Co-Abhängigkeit? Antworten mit Zitat Beitrag dem Moderator/Admin melden

Hallo LadyKim,
mach dir doch nicht so viele Gedanken um deinen Mann, was er macht, was besser für ihn wäre usw. Kümmer dich um dich selbst. Fang eine Therapie an oder zieh deine Konsequenzen, ohne ständig darüber zu reden oder zu grübeln. Nimm dein Leben in die Hand, sieh zu, dass es DIR gut geht! Und ich denke, dann werden die Panikattacken schneller verschwinden als du denkst! Ich hoffe du siehst ein, dass ER dich krank macht. Entweder du machst so weiter, oder du änderst etwas...
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Ayki79 hat zum Thema: Re: Psychosomatische Erkrankung wegen Co-Abhängigkeit? geschrieben
klaro
neuer Teilnehmer


Geschlecht: Geschlecht:Männlich
Anmeldungsdatum: 06.01.2007
Beiträge: 287
Wohnort: Borken

BeitragVerfasst am: 07.04.2007, 19:15    Titel: Re: Psychosomatische Erkrankung wegen Co-Abhängigkeit? Antworten mit Zitat Beitrag dem Moderator/Admin melden

Hallo lady!

Deine panikattacken kommen von der jahrelangen sauferei deines mannes.
Deine gedanken waren doch auf ihn und seine trinkerei ausgerichtet und dabei
hast du dich vergessen. Du kannst an deinen mann nichts ändern, aber was an dir.was hindert dich die polizei anzurufen wenn er telefonterror veranstaltet. Dich ziehen doch seine anrufe immer tiefer ins loch. Dein mann will dich wieder auf seine schiene kriegen und das setzt er alle möglichen mittel ein die ihn zur verfügung stehen. Man nennt den alkoholiker nicht umsonst den mann mit den 1000 masken. Ich kenne das bestens von mir,was ich alles probiert habe bei meiner frau. Für deine gesundheit und zufriedenheit ist nicht dein mann zuständig sondern du allein. Du bist auch nicht für seine sauferei verantwortlich sondern er allein. Alkoholismus ist eine familienkrankheit. Der eine säuft ihn und der andere hat ihn im kopf. Man versucht den trinkenden mit allen mitteln von alk wegzubringen, welches nicht geht.
Dabei vergisst man sich und wird krank.
Setze dir grenzen gegenüber deinem mann und zeige ihm wie weit er mit dir gehen kann. Mach endlich dinge die du schon immer gerne machen wolltest und lasse dich nicht mehr von ihm die ohren vollkneten. Es ist doch ein leichtes den telefonhörer wieder aufzulegen wenn er an der strippe ist. na klar gehört dazu die kraft es zu können aber einmal solltest du damit anfangen. Als meine frau nicht mehr auf meine angriffe reagierte sondern mich ignorierte hörte ich nach einiger zeit auf, auf sie zu schiessen da sie mir keine munition dazu lieferte.
Gehe mal in eine SHG und hole dir dort informationen wie man mit einem nassen alk umgeht.
Dort bekommst du viel denkanstösse ( live ) und es wird dir helfen zu wissen ads du nicht allein bist mit deinen problemen. Ich kann dich verstehen,das dir deine depressionen schwer
Zu schaffen machen aber gehen musst du schon um dir hilfe zu holen, denn es wird keiner an der haustür schellen und dich an die hand nehmen um was für dich zu machen.

Wünsche dir viel erfolg bei deinen bemühungen.

Wer ständig seine Daseinsberechtigung beweisen,
durch Gutsein verdienen, es den anderen immer recht
und alles richtig machen muss, wird sich selbst Fremd
und weiß schließlich nicht mehr, wer er ist,
was er braucht und was ihm schadet.
Und das macht Krank !!!!!!!!!

Ich wünsche dir und deinen kindern ein frohes osterfest

Herzlichst heinrich
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klaro hat zum Thema: Re: Psychosomatische Erkrankung wegen Co-Abhängigkeit? geschrieben
Karsten
Administrator
Administrator


Geschlecht: Geschlecht:Männlich
Anmeldungsdatum: 04.11.2004
Beiträge: 31610
Alter: 49
Wohnort: Eberswalde

BeitragVerfasst am: 07.04.2007, 19:25    Titel: Re: Psychosomatische Erkrankung wegen Co-Abhängigkeit? Antworten mit Zitat Beitrag dem Moderator/Admin melden

Hallo LadyKim,

reden alleine reicht sicherlich nicht, um wirklich was zu ändern.
Ob er wirklich in eine Gruppe geht, ist die eine Seite. Wenn er dies aber nur Dir zu Libe macht oder vor Dir Ruhe zu haben, bringt das auch nichts.

Un zu wissen, wie man mit noch nassen Alkoholikern umgeht, kanst Du auch hier im Coabhängigenbereich viele Beispiel finden.
Ob nun live oder hier, die Inhalte sind die Gleichen.

Lese Dich mal durch. Viele Angehörige und Partner versuchen den Alkoholkranken trocken zu legen.

Viele schaffen es natürlich nicht, weil der Betroffene es nicht will. Es gibt aber auch andere Beispiele, wo es Partner geschafft haben, aber nur weil es der Betroffene auch wollte.

Achte auf Dich. Wenn er nicht will, lebe Dein Leben allein.
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Karsten hat zum Thema: Re: Psychosomatische Erkrankung wegen Co-Abhängigkeit? geschrieben

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