| Ich bin der Freund von Siggi, wie kann ich ihr helfen??? • Hilfe für Familienangehörige |
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stratocaster neuer Teilnehmer
Anmeldungsdatum: 30.07.2005 Beiträge: 9 Wohnort: Augsburg
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Verfasst am: 30.07.2005, 02:11 Titel: ich bin co-abhängig! |
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Hallo zusammen
zu der einsicht, dass ich co-abhängig bin, kam ich zwar schon vor jahren, wie diese "karnkheit" aber heisst, habe ich erst heute herausgefunden.
kurz zu unserer geschichte. ich (m,34) bin nunmehr seit sieben jahren mit meiner freundin (36) zusammen. ich habe sie damals in für sie unstabilen zeiten kennengelernt und wollte sie mit all meiner kraft zu neuen glück verhelfen. auch damals hat sie schon über ein normal-maß getrunken.
als wir nocht nicht zusammen wohnten, musste ich schon alle alkoholischen getränke verstecken, aus angst, sie könnte sie trinken.
ich hatte die hoffnung nie aufgegeben. wir haben dann einen klasse job für sie gefunden. im aussendienst aber angestellt mit firmenwagen, laptop und handy und sehr guter bezahlung.
der alkoholkonsum wurde nicht besser.
heute muss ich sagen, dass ich mich nicht mal mehr an einen abend erinnern kann, an dem sie nichts getrunken hat. sie braucht am abend entweder 4-5 flaschen bier oder zwei flaschen wein oder prosecco. manchmal auch kombiniert mit campari und ramazotti.
ihr job fordert sie sehr, viel stress und leistungsdruck. sie kommt aber nicht von der firma weg. auf der anderen seite macht ihr der jób an sich spass, sie könnte sich nichts anderes vorstellen.
aber auch im urlaub trinkt sie. bier, wein und die "milden" schnäppse (zum glück keine harten sachen wie wodka oder so).
sie trinkt manchmal soviel, dass sie aggresiv wird. verbal und körperlich. sie wird dann auch deppresiv. es bricht mir das herz, denn ohne den alkohol wäre sie meine traumfrau.
ich habe schon versucht, ihr den wein wegzunehmen. eine drama, was dann geschieht. schimpfworte, die ich nicht mal schreiben will muss ich mir anhören.
ich selber trinke fast nichts (mal ne halbe flasche bier am abend, aber dann krieg ich schon ein schlechtes gewissen), bin also immer nüchtern genug, um auch körperlichen attacken aus dem weg zu gehen.
ich hab angst, eine *** angst, dass sie, wenn ich ausziehe, alles verliert, was sie jemals gehabt hat. ich denke, sie stürzt ab, verliert ihren job und hat keine lebensmotivation mehr.
eigentlich wollen wir mal kinder. auch hier habe ich angst. sie beteuert zwar immer wieder, dass sie in der einer schwangerschaft nicht mehr trinken würden, aber ich kann das nicht glauben. sie ist jetzt 36 und die biologische uhr tickt!
ich hab schon resigniert, glaube, ihr nicht mehr helfen zu können. zum arzt will sie nicht gehen. sie hat auch angst, den guten job zu verlieren.
ich überlege mir oft, auszuziehen, habe schon die mietangebote im internet angeschaut, aber ich schaffe das nicht.
wenn sie nicht trinken würde, hätte ich sie schon längst geheiratet. manchmal denke ich mir aber: zum glück.
oder was passiert, wenn wir kinder haben, und sie wieder anfängt zu trinken. der horror für mich!
wie komme ich aus dem sumpf? wer kann mir helfen? einfach meine koffer packen, geht nicht so einfach. drohungen müssen wahr gemacht werden, dazu bin ich zu schwach!
wir haben kaum mehr soziale kontakte, somit seid ihr fast die einzigen, an die ich mich wenden kann. wobei ich jetzt keine wunder erwarte, aber vielleicht könnt ihr mir professionelle hilfe (münchen, augsburg) empfehlen?
ich sag jetzt schon ganz lieben dank an euch!!!
LG
Strato |
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| stratocaster hat zum Thema: ich bin co-abhängig! geschrieben
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Karsten Administrator

Geschlecht:  Anmeldungsdatum: 04.11.2004 Beiträge: 32810 Alter: 49 Wohnort: Eberswalde
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Verfasst am: 30.07.2005, 07:29 Titel: Re: ich bin co-abhängig! |
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Guten Morgen stratocaster und willkommen im Forum,
es ist für den Partner eines Alkoholikers sehr schwer, die richtige Hilfe zu geben.
Meist wird mehr falsch gemacht, als geholfen.
u hast schon früh erkannt, dass ihr so keine richtige Zukunft haben könnt.
Du hast es sicher gut gemeint, aber als Du ihr das soziale Umfeld geordnet hast, zum Beispiel Job, hast Du ihr nicht wirklich geholfen.
Erst hätte man was gegen das Trinkverhalten unternehmen sollen und dann alles wieder aufbauen.
So wird die nasse Zeit meiner Meinung nach nur verlängert.
Wenn jetzt öder später alles durch die Alkoholauffälligkeiten zusammen bricht, ist die Enttäuschung um so größer und der damit verbundene Neuanfang schwerer.
Du denkst selbst schon dran, sie in ihrem Sumpf zu lassen und für Dich ein eigenes Leben aufzubauen.
Auch aus andren Zeilen lese ich, das Du Dich hier schon informiert hast.
Manchmal muß es die Trennung sein, aber nicht immer. Eine zeitliche Ortsveränderung würde Dir aber über die Gefühle zu Deiner Partnerin klarheit verschaffen.
| Zitat: | | aber vielleicht könnt ihr mir professionelle hilfe (münchen, augsburg) empfehlen? |
Hier kannst Du einige Anlaufstellen finden, wenn Du eine Beratungsstelle suchst.
http://alkoholiker-forum.bettkante.de/lexicon.php?cat=0&letter=A&start=25 |
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| Karsten hat zum Thema: Re: ich bin co-abhängig! geschrieben
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Rainer Gast
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Verfasst am: 30.07.2005, 08:10 Titel: Re: ich bin co-abhängig! |
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Hallo Strato,
zunächst einmal herzlich Willkomen hier im Forum.
Ich finde das stark von Dir, dass Du Dein Problem hier so offen schreibst. Meistens ist das andersrum, dass die Frauen Hilfe suchen, weil der Mann trinkt. Die meisten Männer würden an Deiner Stelle wohl eher schweigen, könnte ja ein Zeichen von Schwäche sein... Dabei ist genau das die Stärke! Hochachtung!!!
Das mit Deiner Partnerin ist natürlich ein echtes Problem. Du hast sie trinkend kennen gelernt in der Hoffnung, dass sie sich ändert, aber nichts passiert.
Ich denke mal, dass das Problem zum Teil an Deiner Zuneigung zu ihr liegt:
Sie hat getrunken, Du hast Dich trotzdem in sie verliebt. Also kann sie weiter trinken.
Du hilfst ihr, einen tollen Job zu finden. Sie geht arbeiten, kann aber abends weitertrinken. Erst recht, weil sie ja am Tage was geschafft hat. Quasi zur Belohnung.
Sie trinkt, Du gibst ihr Halt.
Du liebst sie, obwohl sie aggressiv wird.
Was sollte sie also vom Trinken abhalten? Sie meint doch, dass Du zwar ab und zu mal meckerst, wenn sie aber dann zickig wird, bist Du wieder still. Sie nutzt Deine Liebe in Punkto Alkohol total aus. Und genau das ist die Krankheit. Alkoholiker gehen "über Leichen", nur um weiter trinken zu können. Sie lügen, werden ihrem Partner gegenüber aggressiv, obwohl sie ihn lieben. Und solange der Partner sich das alles gefallen läßt, ist die Welt in Ordnung.
Du schreibst, Du hättest sie schon längst geheiratet, wenn sie nicht so viel trinken würde. Hast Du ihr das schon mal platt vor den ( nüchternen )
Kopf gesagt?
Falls ja, dann wird sie sicherlich denken "dann eben nicht heiraten, man kann auch so zusammen leben", nur, damit sie die Trinkerei nicht aufgeben muss.
Du musst ihr deutlich machen, dass Du das so nicht mehr mitmachst. Du musst Dein ganzes Verhalten ihr gegenüber umkrempeln. Sie muss merken, dass Du Deine Konsequenzen ziehen wirst, wenn sie nicht an sich arbeitet. Sie muss endlich wach werden. Zeige Stärke! Du brauchst ja nicht gleich mit "Koffer packen" drohen, das willst Du ja auch gar nicht.
Versuche vielleicht mal klein anzufangen. Liebesentzug, Höflichkeiten weg lassen, Ignorieren, usw.
Es ist natürlich schwer, weil Du ihre Trinkgewohnheiten von Anfang an irgendwie tolleriert hast. Vielleicht sammelst Du mal alle leeren Flaschen die sie im Laufe einer Woche ausgetrunken hat und stellst sie ihr alle auf einmal hin, wenn sie nüchtern ist, damit sie mal sieht, wieviel sie trinkt.
Sie muss kapieren, dass sie alkoholkrank ist und dass sie damit alles kaputt macht. Auch sich selbst. Solange sie das nicht einsieht, kannst Du nicht helfen. Denn aus diesem Teufelskreis kommt sie nur heraus, wenn sie das tatsächlich will. Versuche sie noch einmal zu einem Arztbesuch zu überreden.
Ich wünsche Dir viel Glück und drücke Dir die Daumen, dass Deine Traumfrau einsieht, dass sie etwas tun muss.
lieben Gruß,
Rainer |
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| Rainer hat zum Thema: Re: ich bin co-abhängig! geschrieben
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Simone Gast
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Verfasst am: 30.07.2005, 10:08 Titel: Hi Strato |
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Hallo Strato
Karsten und Rainer haben schon recht,ich kann dich sehr gut verstehen,wie Du fühlst,du schreibst 2 Flaschen Wein am Abend,ja auch das kommt mir bekannt vor,mein Mann mußte um 5 Uhr früh schon auf die Arbeit fahren,und der Restalkohol? Hatte 2 mal den Führerschein weg
Kein Wunder dass er weitergesoffen hat,einmal hat sich sein Chef eingesetzt damit er den Führerschein ja schnell wieder bekommt,und das 2te mal ich!!!
Ich habe genauso reagiert wie Du,habe ihn geschützt und wenn mich jemand angesprochen hat,was mit ihm los wäre habe ich Ausreden erfunden, nur heile Welt gespielt,wenn ich nachdenke was ich für Fehler gemacht habe,kann ich selber nur mehr den Kopf schütteln!!
Auch er war sehr erfolgreich im Beruf,war 30 Jahre bei der gleichen Firma,aber mal ehrlich er hat sehr sehr viel verdient,aber alles versoffen!!
Ich weiss wie weh dass tut wenn man jemanden liebt!!
Nur eines glaube mir Stato es bleibt nicht nur beim trinken am Abend,
er hat dann Mittags seine Gläschen auch getrunken,logisch sein Körper verlangte danach!!
Sein bester Freund rief mich an und erzählte es mir,und er musste jeden Abend noch mindestens über 100 km heimfahren,da habe ich dass erstemal richtig mit ihm gesprochen,habe nichts beschönigt,er versuchte es abzustreiten,ich sagte ok dann rufen wir deinen Freund an,dass wollte er nicht
Es ist sehr schwer zu helfen!
Nur eines glaub mir auf Versprechungen, wie ich trinke nichts mehr usw. fall ich nicht mehr rein
Ich bin nun soweit dass ich gehe sollte er nochmal zur Flasche greifen
egal und wenn er dass ganze Haus versäuft,und ich von 0 anfange
sorry dass ich so direkt schreibe,aber diese Seite hat mir so komisch es klingt, die Augen geöffnet
Ich habe auch nur ein Leben!!
Und wenn Du es weiter duldest, gehst du auch kaputt
Ich wünsche Dir viel Kraft und alles Liebe
Simone
PS: Die auch viele Fehler macht!! |
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| Simone hat zum Thema: Hi Strato geschrieben
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Medea neuer Teilnehmer
Anmeldungsdatum: 24.07.2005 Beiträge: 21
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Verfasst am: 30.07.2005, 22:49 Titel: Re: ich bin co-abhängig! |
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Hallo stratocaster!
Von mir auch ein herzliches Willkommen!
Weißt du, das mit dem Kinderwunsch hat mich beim Lesen sehr nachdenklich gemacht.
Bevor unsere Tochter beboren wurde (ich bin auch eine sogenannte Spätmutter schon gewesen), haben mein Noch-Mann und ich viel gemeinsam unternommen. Auf Feiern oder in Kneipen konnten wir ausgelassen sein, wir mußten uns ja nur um uns kümmern. In der Regel war es so, daß ich dann irgendwann auch müde wurde und mein Mann in dem Moment auch mit mir nach Hause kam. Für ihn galt da immer das Motto: Wir kamen zusammen, also gehen wir auch zusammen. Er war meist ganz schön angetrunken, ein wenig drängeln mußte ich auch, aber er kam dann auch recht friedlich mit mir mit.
Als nun das Baby da war, war diese "lockere Welt" eben nicht mehr in Ordnung. Ein häufiges Weggehen lag nicht mehr drin. Für mich war das o.k., weil ich als reife Frau vorher wußte, was mit einem Kind an eigenem Zurückstecken auf mich zukam. Für ihn war es aber ganz und gar nicht in Ordnung- Er mußte raus, unter Leute, trinken, fröhlich sein usw.
Tja, und da ich nicht mehr da war, um ihm irgendwann zu sagen, es wäre Zeit, heimwärts zu ziehen, kam er oft erst im Morgengrauen nach Hause. War dann natürlich absolut vollgesoffen, eben bis entweder der Alkohol leer war oder die Kneipe ihn rausschmiß. Den Tag über mußte er dann natürlich seinen Rausch ausschlafen.
Und ich? Ja, ich saß da mit meinem kleinen süßen Baby und hatte doch so sehr den Wunsch, ein harmonisches Familienleben führen zu können. Noch schlimmer wurde es, als die Kleine größer wurde. Gemeinsames gemütliches Frühstücken usw. All das gab es nicht mehr. Meine Unzufriedenheit wuchs, seine Unzufriedenheit wuchs. Das Trinken bei ihm immer extremer. Natürlich auch, weil ich das Recht auf Familienleben durchsetzen wollte.
So, und nun stell dir vor, ihr hättet ein Kind. Ich lasse jetzt einmal Alkohol während der Schwangerschaft ganz außen vor. Was glaubst du, würde mit deiner Partnerin passieren, wenn sie aufgrund dessen ihrer Sucht nicht mehr nachkommen sollte, damit sie das Kind nicht betrunken trägt, wickelt oder füttert?
Oder hast du evtl. insgeheim die Hoffnung, daß ein Kind sie vom trinken abhalten könnte? Wenn ja, vergiß es. Für sie wird es zur Qual, und für dich auch, denn du müßtest die Verantwortung dann für beide übernehmen.
Ich habe übrigens noch eine Pflegeschwester, die jetzt 14 Jahre alt geworden ist. Sie kam als Baby zu meiner Mutter, aber erst später stellte sich heraus, daß ihre Mutter Alkoholikerin ist. Diese hat sich Sylvester jetzt totgesoffen, war kurz zuvor noch mit 3,1 Promille !!! im Krankenhaus wegen einer Platzwunde, zurück zur Feier, kurz darauf lag sie regungslos im Zimmer nebenan. Meine Pflegeschwester hat noch einen jüngeren Bruder, der ebenfalls zu einer anderen Familie damals kam. Aber weder das eine noch das andere Kind, haben ihre Mutter dazu bringen können, mit dem Trinken aufzuhören.
Sicherlich mag es auch andere Fälle geben, aber schlage dir das mit einem Kind erst einmal aus dem Kopf, solange sie selber noch nichts gegen ihre Sucht angefangen hat zu unternehmen.
Ansonsten kann ich dir nur viel Kraft wünschen. Ich weiß, wie es dir geht und du derzeit empfindest. Entscheiden mußt du am Ende allein, denn du bist derjenige, der beurteilen kann, wieviel Leid zu ertragen ist.
LG Medea. |
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| Medea hat zum Thema: Re: ich bin co-abhängig! geschrieben
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stratocaster neuer Teilnehmer
Anmeldungsdatum: 30.07.2005 Beiträge: 9 Wohnort: Augsburg
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Verfasst am: 01.08.2005, 00:56 Titel: Re: ich bin co-abhängig! |
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Hallo zusammen
vielen dank für die schnellen antworten und die "anteilnahme". ich fühl mich hier bei euch richtig aufgehoben.
eure statements und erfahrungen haben mich noch mehr zum nachdenken gebracht. besonders das posting von Medea!
ich hätte zwar nicht die angst, die verantwortung für beide zu übernehmen, da es auch was anderes sein könnte, als der alkoholismus, der ihr die fähigkeit nimmt, ihre aufgaben als mutter wahrzunehmen. wenn sie einen unfall hätte, würde ich selbstverständlich alle aufgaben übernehmen.
aber ich denke nicht an einen unfall! sondern ich muss der realität ins auge blicken.
ich könnte heut auch nicht garantieren, dass meine freundin während der schwangerschaft nicht villeicht doch trinkt. ich hätte angst! angst, dass dem kind das nicht gut tut und es folglich vielleicht behindert auf die welt kommt. das könnte ich ihr nie verzeihen, und mir wahrscheinlich auch nicht.
zu Rainer's post: das ich mich hier als mann oute, hat einen einfachen grund: meine verzweiflung ist grösser als mein stolz.
unterm strich habt ihr auch alle die selbe meinung. ich muss mich um mich kümmern. wenn sie nicht selbst von sich aus was dagegen unternehmen will, ist es hoffnungslos. ich darf mir hier nichts vormachen.
aber wie soll ich damit umgehen, dass sie vielleicht abstürzt, wenn ich sie verlasse? habe ich da nicht auch eine verantwortung zu übernehmen? mich kann das nicht kalt lassen!
wir haben für august einen urlaub gebucht. zwei wochen weit weg (karibik). ich würde mir wünschen, wenn sie im urlaub (weit weg von al dem stres mit der arbeit) weniger bis garnix trinkt. wie kann ich sie dort davon abhalten? alkohol gibts da ja nur in bars oder wir müssten was einkaufen. beim einkaufen bin ich aber immer mit dabei. wie kann ich ihr klarmachen, dass sie nichts in den "einkaufswagen" legt?
danke auch an karsten für die adressen. ich werde dort mal vorsprechen. hemmungen habe ich ja keine und stolz gibt es in diesem fall nicht mehr zu überwinden.
ich sag nochmal danke und ihr hört von mir
gute nacht und süsse träume
Helmut aka strato |
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| stratocaster hat zum Thema: Re: ich bin co-abhängig! geschrieben
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Rainer Gast
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Verfasst am: 01.08.2005, 01:20 Titel: Re: ich bin co-abhängig! |
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Hallo strato,
wie lief denn das Wochenende? Hast Du mal mit ihr gesprochen?
Gruß,
Rainer |
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| Rainer hat zum Thema: Re: ich bin co-abhängig! geschrieben
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chrissyta sehr aktiver Teilnehmer
Geschlecht:  Anmeldungsdatum: 23.03.2005 Beiträge: 1053 Wohnort: BW
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Verfasst am: 01.08.2005, 12:58 Titel: Re: ich bin co-abhängig! |
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hallo helmut,
schön, dass du hierher gefunden hast.
deine freundin trinkt schon lange und der körper hat sich daran gewöhnt, so dass er den alkohol braucht, deshalb die reaktionen auf das wegnehmen des weins. sie wird es, so wie ich denke, nicht ohne professionelle hilfe schaffen davon loszukommen. ob milde sachen oder harte sachen, alkohol ist alkohol es macht keinen unterschied, hatte auch mal so gedacht, aber musste ich eines besseren belehren lassen.
du schreibst ihr geht im august in urlaub, du kannst sie nicht vom alkohol abhalten das funktioniert nicht, wenn sie ihn trinken will besorgt sie ihn sich, auch wenn sie beim einkaufen keinen in den einkaufswagen legt, um streitereien aus dem weg zu gehen.
du kannst sie weder abhalten noch ihr irgendwas klarmachen. sie muss den willen und wunsch davon abzulassen selber aussprechen
wenn du helfen willst, dann sprich mit ihr, wenn sie nüchtern ist. du musst dich auch nicht gleich trennen, wenn du das nicht möchtest, aber ignoriere ihren alkoholkonsum, kümmere dich um dich und nicht mehr soviel um deine freundin, lass sie einfach einmal eine zeitlang links liegen, wie man so schön sagt, denn nichtbeachtung tut weh. sollte sie dich daraufhin ansprechen erkläre ihr nochmals, dass du dir eure beziehung anderst vorstellst.
ich wünsche dir viel erfolg und durchhaltevermögen.
lg
chrissyta |
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| chrissyta hat zum Thema: Re: ich bin co-abhängig! geschrieben
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