Hilfe bei Alkohol : Selbsthilfe-Alkoholiker-Forum : Das Alkoholikerforum

Krise im zweiten Jahr?! - Alkohol: Herzlich Willkommen im Alkoholikerforum.
Du suchst einen Erfahrungsaustausch, der Dir bei Deiner Alkoholabhängigkeit hilft? Das Alkoholiker Forum bietet Dir Hilfe durch die Selbsthilfe in der Alkoholkrankheit, Alkoholismus und Alkoholsucht. Natürlich auch für Angehörige von Alkoholikern.




Alkoholiker

Krise im zweiten Jahr?!

Gehe zu Seite 1, 2, 3  Weiter  
   Selbsthilfe-Alkoholiker-Forum Foren-Übersicht -> Lebensgeschichten - Erfahrungsberichte - Das Leben nach dem Alkohol -> Seite 4
two jears after......   •    nur ne Kleinigkeit  
Autor Nachricht
Martin
Gast






BeitragVerfasst am: 28.07.2005, 00:14    Titel: Krise im zweiten Jahr?! Antworten mit Zitat Beitrag dem Moderator/Admin melden

Hallo miteinander!

Ehrlich gesagt sehe ich immer mehr, daß ich in einer Art Krise stecke. Krise im Jahr zwei der Trockenheit. Als ob die Aufbruchsphase hinter mir liege und das feste Neue noch nicht erreicht sei. Rückkehr noch schnell möglich - weitreichender Fortschritt noch zu erkämpfen. Und als ob ich mir hier (mit der Lektüre im Forum) die Erinnerung auffrischen müßte - ach ja, so war es zu trinken, so war es aufzuhören, so waren die ersten Wochen trocken...

Ein Stück weit hat die Trockenheit ihren "Neuigkeitswert" eingebüßt. Die Freunde verlangen (zurecht) wieder verstärkt Gehör anstatt einem zuzuhören. In Arbeit und Alltag funktioniert man ein Stück weit wieder vor sich hin. "Live goes on". Die anderen halten einen wieder für ein Stück weit "normal", was ja gut ist, und doch verläßt einen nicht das Gefühl eben überhaupt nicht "normal" zu sein - ja es auch gar nicht sein zu wollen.

Der zeitliche Horizont verschwimmt. Hatte ich mit mir auch für dieses Jahr einen "Trockenheits-vertrag" ausgehandelt - hab ich wohl schon fast vergessen?! Was soll ich bis morgen erledigt haben, ach ja und bis Ende Woche und Ende Monat und im Herbst kommt noch... Und wie war das mit dem Trocken-bleiben... Und doch wieder das alte Verhalten, daß einen einholt. Trockener Rückfall. (Oder nasser - ist wohl kein so großer Unterschied.) Wieder. Und Weiter.

Ist das so im zweiten Jahr? Oder mach ich was falsch?
Irgendwie ist es ein wenig wie zwischen den Stühlen stehen.
Oder geht der Spass einfach nur in die zweite Runde - nach dem Neulandjahr kommt das Überprüfungsjahr?

Herzlichen Gruß, Martin
Nach oben
Martin hat zum Thema: Krise im zweiten Jahr?! geschrieben
Karsten
Administrator
Administrator


Geschlecht: Geschlecht:Männlich
Anmeldungsdatum: 04.11.2004
Beiträge: 32810
Alter: 49
Wohnort: Eberswalde

BeitragVerfasst am: 28.07.2005, 00:38    Titel: Re: Krise im zweiten Jahr?! Antworten mit Zitat Beitrag dem Moderator/Admin melden

Hallo Martin,

habe ich das jetzt richtig verstanden? Du versuchst Dir eine Liste mit Aufgaben zu erstellen, die Du abarbeitest?
Ich habe das auch mal gemacht und war dann immer sehr enttäuscht, wenn mal was zeitlich nicht klappte.
Jetzt habe ich zwar auch Ziele, die sind aber nicht zeitlich gesetzt.
Andernfalls ist es das ganz normale Leben, was Du jetzt verspürst.
Am Anfang bekommt man noch viel Schulterklopfen und man fühlt sich gut, weil alle es hoch ansehen, was wir machen. Irgendwann verblast das und es wird für die Anderen (meist auch für uns selbst) zur Normalität.
Versuche Dir selbst zeitunabhängige Ziele zu setzen.
Das mache ich so und meist werden sie eintreten, wenn man es nicht erwartet, weil man unbewußt darauf hin arbeitet.
Willkommen im LEBEN

Gruß
Karsten
_________________________
Kann nicht mit Alkohol umgehen
alte Gewohnheiten
Trockenrausch
Nach oben
Karsten hat zum Thema: Re: Krise im zweiten Jahr?! geschrieben
Ilka1962
neuer Teilnehmer



Anmeldungsdatum: 08.07.2005
Beiträge: 12
Wohnort: Herford

BeitragVerfasst am: 28.07.2005, 08:24    Titel: Re: Krise im zweiten Jahr?! Antworten mit Zitat Beitrag dem Moderator/Admin melden

Hallo Martin,
auch ich habe mein 2. Jahr Trockenheit bald hinter mir und kann das was du erlebst für mich nicht bestätigen.
Mein Leben läuft ziemlich genauso wie es vor dem trinken war, was ich auch gut finde.
Sicher hat man mich anfangs auch gefragt, sei es auf Arbeit oder im Freundeskreis wie es mir geht, aber das hat sich mit der Zeit gelegt.
Mich stört das nicht , im Gegenteil ich möchte auch nicht immer darauf angesprochen werden.
Ich möchte auch nicht mein Leben nur nach dem Alkohol richten, das wär mir viel zu anstrengend.
Allerdings vernalässige ich ihn auch nicht, da für besuche ich regelmäßig meine Selbsthilfegruppe.Seit ich im Internet bin zusätzlich noch mit dem Forum.
Überwiegend mehr als Leser, da viele Antworten sich ähneln. Ich wünsche mir das mein Leben so weiter läuft auf dem Weg zur Zufriedenheit.

Für dich alles Gute
Grüße von Ilka
Nach oben
Ilka1962 hat zum Thema: Re: Krise im zweiten Jahr?! geschrieben
chrissyta
sehr aktiver Teilnehmer


Geschlecht: Geschlecht:Weiblich
Anmeldungsdatum: 23.03.2005
Beiträge: 1053
Wohnort: BW

BeitragVerfasst am: 01.08.2005, 19:48    Titel: Re: Krise im zweiten Jahr?! Antworten mit Zitat Beitrag dem Moderator/Admin melden

hallo martin,

kann es sein, dass du dir noch zuviele gedanken über deine zeit des trinkens machst und nicht so richtig abschliessen kannst? sei doch froh, dass der zeitliche horizont verschwimmt, es geht irgendwann alles zur normalität über und dies ist auch gut so. sich ziele setzten ist in ordnung, sich aber unter druck setzen ist widerum nicht in ordnung.

vielleicht machst du wirklich etwas falsch, du lässt nicht richtig los. das gestern ist vorbei, klar denkt man noch ab und zu daran, auch durch das forum hier wird man immer wieder daran erinnert weil man beim lesen doch oft sich selbst wiederfindet, ich habe da für mich eine grenze gezogen, ich kann mit meinen erfahrungen helfen, aber für mich ist diese zeit abgeschlossen.

das zweite jahr war bei mir nicht anderst wie das erste und die darauf folgenden. im ersten jahr war ich sehr motiviert und habe mir soviel vorgenommen, leider hat nicht alles geklappt, was aber nicht an mir lag, also es geht nicht immer so wie man es will. so habe ich auch das zweite jahr erlebt immer mit ein wenig kampf, nur nicht mehr gegen den alkohol, denn den kampf musste ich nicht mehr kämpfen und deshalb vielen mir die jetzigen dinge, um die es noch zu kämpfen ging, viel leichter. irgendwann habe ich auf alles nicht mehr so intensiv geachtet wie ich es nach der therapie tat, denn mein ziel war, ich möchte wieder normal leben und nicht immer an den alkohol denken müssen, er ist sowieso überall, man kann ihm nicht aus dem weg gehen, man wird immer und überall damit konfrontiert. vor ihm davonlaufen kann man auch nicht, also deshalb sage ich mir, es liegt nur an mir ob ich wieder zum glas greife oder es sein lasse. ich habe mich nie unter druck gesetzt, mir war klar, wenn ich was trinken will, dann ist dies ganz allein meine entscheidung. dieser gedanke hilft mir trocken zu bleiben, denn ich weiss, ich brauche dieses teufelszeug nicht mehr, ich will hoffen, dieser gedanke hilft mir mein ganzes restliches leben.

morgen ist der vierte jahrestag meiner trockenheit und diesen tag werde ich natürlich nie vergessen, der 2. august wird für mich immer ein wichtiges datum in meinem leben bleiben.

gruss
chrissyta
Nach oben
chrissyta hat zum Thema: Re: Krise im zweiten Jahr?! geschrieben
Hubert
neuer Teilnehmer



Anmeldungsdatum: 25.06.2005
Beiträge: 60
Wohnort: DON/Bayern

BeitragVerfasst am: 05.08.2005, 22:54    Titel: Re: Krise im zweiten Jahr?! Antworten mit Zitat Beitrag dem Moderator/Admin melden

Zitat:
Ist das so im zweiten Jahr? Oder mach ich was falsch?


Hallo Martin,

es ist zwar schon ein paar Tage her seit du das geschrieben hast, aber ich glaube ich kann da schon noch was beipflichten.

Ich glaube nicht dass du was falsch machst, im Gegenteil. ich zum Beispiel bin jetzt auch über zwei Jahre trocken, das erste Jahr war irgendwie noch von den erfahrungen der Terapie sehr stark geprägt, die Alltagsprobleme habe ich gar nicht als so "hart" empfunden, frei nach dem Motto wie es in der Terapie gelernt wird hieß es dann : "Sorgen Sie für sich, wenn Sie etwas stört in Ihrem Leben, dann ändern Sie was dran!!".

Das waren immer die Worte meiner Terapeutin, die klingeln mir noch heute in den Ohren!
Aber es ist so. Das hilft mir bis heute weiter und gerade in letzter Zeit denke ich genauso wie du öfters wieder an meine Zeit nach der Terapie zurück (wenn du eine gemacht hast selbstverständlich).

Es fällt mir manches wieder schwerer, als noch vor einem Jahr. Das hat aber nur damit zu tun weil sich wieder alte Gewohnheiten eingeschlichen haben und weil ich mich heute sicher wieder etwas mehr fordere als nach der Terapie!

Das Leben hat mich wieder!!

Wenn daran etwas nicht richtig läuft dann bin ich immer selbst Schuld!

Das erkenne ich aber und das ist noch gut so!
Denn dann kann ich auch wieder auf die Bremse treten und da sind wieder die worte meiner Terapäutin (Tun Sie sich was gutes, öfter mal kleine "Inseln" im Leben setzten-Sorgen sie für sich!!!)

Du hast meinen Beitrag über Trocken Rausch gelesen und auch sehr gut gepostet, das sind die Sachen mit denen ich mich in letzter Zeit beschäftigt habe und es hat mir sehr geholfen wieder einmal Licht in mein Innerstes zu bringen und zu hinterfragen-"Sorge ich genug für mich?"

Das war zu dem Zeitpunkt wohl nicht immer der Fall, ich war gestresst und teils auch unzufrieden.

Also was habe ich getan: Ich habe für mich gesorgt, habe mir was gutes getan, habe mir Zeit genommen und versucht meinen inneren Seelenfrieden wieder zu finden, es hat geklappt.

Aus mind. Zwei Gründen: Ich habs erkannt, ich hab gefragt und dann habe ich für mich gesorgt!

Sorgst du auch genug für dich?
Das ist die entscheidende Frage glaube ich.(nicht wie lange du schon trocken bist!)
Bist du zufrieden mit dir? Und wenn, warum nicht?

Ich hatte vor einigen Jahren schon mal einen Rückfall, da war ich gerade etwas mehr als ein Jahr trocken .

Heute bin ich schon mehr als doppelt so lange trocken aber oftmals vergesse ich einfach was noch vor gut zwei Jahren war, ich kann heute ganz normal Leben, muss mir nicht immer sagen "ich bin anders", denn das bin ich nicht.

Die meisten Leute mit denen ich heute zu tun habe trinken auch nix, sind aber keine Alkoholiker, ich bin in "guter Gesellschaft" und deshalb stellen sich mir auch nicht die Frage "ob ich anders" bin.

Es stellt sich für mich nicht einmal die Frage wie lange ich schon trocken bin!

Sind es wirklich schon mehr als zwei Jahre? (mein Gott wie die Zeit vergeht!!)


Na vieleicht kannst du ja was aus meinen Zeilen für dich herausholen.

Ich finde es gut wenn dur dir solche Gedanken machst.

Gruß Hubert.
Nach oben
Hubert hat zum Thema: Re: Krise im zweiten Jahr?! geschrieben
Rainer
Gast






BeitragVerfasst am: 06.08.2005, 09:18    Titel: Re: Krise im zweiten Jahr?! Antworten mit Zitat Beitrag dem Moderator/Admin melden

guten Morgen Martin,

ich habe Deine postings von Anfang an mit großem Interesse verfolgt. Du hast immer logische und sinnlich nachvollziehbare Kommentare von Dir gegeben und damit vielen hier im Forum - auch mir - geholfen.
Nun ist mir in letzter Zeit aufgefallen, dass ich den Sinn einiger Deiner Beiträge selbst nach mehrmaligem Lesen nicht mehr so ganz begreife.
Liege ich da falsch, oder sehe ich da eine Verstärkung Deiner eigenen momentanen Krise?

Martin hat Folgendes geschrieben:
Ehrlich gesagt sehe ich immer mehr, daß ich in einer Art Krise stecke. Krise im Jahr zwei der Trockenheit. Als ob die Aufbruchsphase hinter mir liege und das feste Neue noch nicht erreicht sei. Rückkehr noch schnell möglich - weitreichender Fortschritt noch zu erkämpfen. Und als ob ich mir hier (mit der Lektüre im Forum) die Erinnerung auffrischen müßte - ach ja, so war es zu trinken, so war es aufzuhören, so waren die ersten Wochen trocken...

Ein Stück weit hat die Trockenheit ihren "Neuigkeitswert" eingebüßt. Die Freunde verlangen (zurecht) wieder verstärkt Gehör anstatt einem zuzuhören.


Hast Du mir nicht mal geraten, mich nicht hinter meinen eigenen Problemen zu verstecken ( wie war das mit dem "Schein und Sein"? ) und mich weniger mit den Sorgen anderer Leute zu beschäftigen?

Wie sieht Deine Krise momentan aus? Wie weit hast Du Deine Möglichkeit einer noch schnellen Rückkehr im Griff? Du schreibst, Du sitzt im Moment zwischen zwei Stühlen, daraus lese ich "sich aufgeben" oder "weiter kämpfen".
Deine Freunde wollen nicht mehr so recht zuhören, sie haben das als selbstverständlich hingenommen, dass Du keinen Alkohol mehr trinkst.
So wie ich das lese, siehst Du das im Moment gar nicht als sooo verständlich und brauchst jemanden zum Zuhören.

Lieber Martin, wie wäre es, wenn Du den an mich gerichteten Ratschlag, seine eigenen Probleme nicht zu vernachlässigen, auch für Dich nutzt? Oder war das gar an Dich selber gerichtet???
Ganz ehrlich gesagt mache ich mir im Moment ein wenig Sorgen um Dich.

liebe Grüße und gute 24 stunden,

Rainer
Nach oben
Rainer hat zum Thema: Re: Krise im zweiten Jahr?! geschrieben
Martin
Gast






BeitragVerfasst am: 06.08.2005, 13:16    Titel: Jo, Rainer! Antworten mit Zitat Beitrag dem Moderator/Admin melden

Jo, Rainer,

endlich hats einer kappiert!

Natürlich ist es so, daß ich nur über das poste was mich selbst umtreibt. Und natürlich schreibe ich einen Großteil der Texte in mindest gleichem Maß an mich selbst. Selbstvergewißerung. (Und wer macht das hier und draußen nicht ständig ganz genau so auf der Suche nach sich selbst ...)

Aber, daß tut mir jetzt gut. Daß Du das erkannt hast. Denn damit dürfte klar sein, daß es sich nicht um "Angriffe" auf Dich und andere handelt. Sondern um Auseinandersetzungen mit Themen, mit Unklarheiten, mit Problemen. Und - natürlich tut es mir gut, wenn jemand auch mal Sorge um mich hat. Die ist nämlich zu Recht. Mir geht`s zur Zeit manchmal tatsächlich mies. Deshalb - und Danke.

Muß jetzt zum Bogenschießen. Probe-Bogen-Schießen. Bin mal gespannt wie mir das zusagt. Später mal mehr von mir. Auch zu Dir Hubert, waren ein paar interessante Gedanken dabei...

Herzlicher Gruß, Martin
Nach oben
Martin hat zum Thema: Jo, Rainer! geschrieben
Martin
Gast






BeitragVerfasst am: 07.08.2005, 15:09    Titel: ausgewogen?! Antworten mit Zitat Beitrag dem Moderator/Admin melden

Hallo Hubert!

Danke für Deine Überlegungen. (Bin tatsächlich ein wenig frustriert wie wenig Beiträge im "trockenen danach" gepostet werden. Als ob alles easy sei - oder gar kein Leben im Danach stattfände. Eigenartig. Und was ist denn das für eine Aussicht für die ganzen Aussteiger, wenn das Danach eine schweigende Wüste ist ...)

Ja - die alten Gewohnheiten schleichen sich wieder ein! Es ist wohl so ein "try and error" Prozess. Nicht alles Alte ist ja schlecht, aber manches schon. Und das herauszufinden braucht Zeit und immer wieder "Kontrollen". Und die "Kontrolle" ist wohl tatsächlich am treffendsten die Frage "trage ich Sorge um mich selbst"!

Allerdings fällt es mir nicht umbedingt leicht, der Erkenntnis ("das tut mir gar nicht gut") auch Taten folgen zu lassen. Ich bin gut in der Analyse, aber schlecht in der Umsetzung. Wobei mir schon auch klar geworden ist, daß auch dieses Phänomen zu meinem Selbst dazu gehört. Es ist ja schon irre, daß mann den Grundtrieb Selbstsorge so verlernen konnte. Jedes Tier putzt sein Fell und legt sich wenn nötig faul in die warme Sonne oder saust los zur mutigen Tat. Da ist schon gehörig was schief gelaufen, wenn das nicht selbstverständlich ist ...

Das Bogenschießen war ne gute Sache. Anspannung - Entspannung. Konzentration - Rumquatschen. Ganz für sich sein - unter Leuten sein. Ja, nicht übel. Eine ziemlich gute Übung auch mal ganz bei und für sich zu sein. Ich probiere da eben so Betätigungen aus, die eben diese Sorge um mich selbst wirken lassen. Das richtige zu finden klappt halt auch nicht auf Anhieb. Auch da muß man wohl ausprobieren und sich Zeit geben. Ist ja auch ein wenig unfair - ne Flasche hast Du in ein paar Sekunden an den Lippen - ein erfülltes selbstbestimmtes Leben auf zu bauen dauert. Und im zweiten Jahr hat man ein Stück weit noch nicht das Rechte gefunden und wird ungeduldig?!

Das ist aber auch schon wieder so ein wenig Mitleid heischend. Es ist doch so, daß das Leben sich ständig wandelt. Also wird sich auch das eigene im Leben sein ständig wandeln. Und die Sauferei ist das genaue Gegnteil - Starre, Verharren, Siechtum. Insofern ist der Weg eben doch das Ziel. Komisch, jetzt denke ich gerade ans Tanzen, haha.... around and again ... alles ist ein großer Walzer ... Was dann schon wieder das andere Extrem ist im Gegensatz zu meiner Starre. Langsam gebe ich wohl klein bei, und ersehne doch noch den ausgewogenen Lebensstil. Zumindest ein Stück weit, aber bitte nicht ganz, haha.

Jo! Herzlicher Gruß, Martin
Nach oben
Martin hat zum Thema: ausgewogen?! geschrieben

   Selbsthilfe-Alkoholiker-Forum Foren-Übersicht -> Lebensgeschichten - Erfahrungsberichte - Das Leben nach dem Alkohol Alle Zeiten sind GMT + 1 Stunde
Gehe zu Seite 1, 2, 3  Weiter
Seite 1 von 3


Ähnliche Beiträge
Thema Forum
Keine neuen Beiträge Ein halbes Jahr ist rum Alkoholsucht bzw. Alkoholabhängigkeit im Alkoholiker Forum
Keine neuen Beiträge Das Jahr neigt sich dem Ende Einleitung und Änderungen zum Alkoholiker : Forum
Keine neuen Beiträge Das siebente Jahr Einleitung und Änderungen zum Alkoholiker : Forum

Informative Bücher für Alkoholiker und Angehörige bei amazon.de:
.
Lieber schlau als blau
Lieber schlau als blau
Rückfallprävention
Rückfallprävention
Behandlung
Behandlung
Alkoholabhängigkeit
Alkoholabhängigkeit
Umgang mit Abhängigen
Umgang mit Abhängigen


Werben im Alkoholikerforum - Spenden





Impressum : Sitemap
1 2 3 4 5 6 7 8 9 Weihnachtsgeschenke

Powered by phpBB © 2001, 2005 phpBB Group
Deutsche Übersetzung von phpBB.de