| Notfallplan bei Saufdruck • habe mich geoutet |
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mz80b neuer Teilnehmer
Geschlecht:  Anmeldungsdatum: 27.02.2007 Beiträge: 3
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Verfasst am: 27.02.2007, 19:44 Titel: Wie verhalte ich mich gegenüber meinem Arbeitgeber |
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Hallo zusammen!
Ich bin neu hier, bin Alkoholiker und hätte da eine brennende Frage!
Ich war heute bei meinem Hausartz, weil ich eine Überweisung in die Suchtsprechstunde des Bezirkkrankenhauses wollte.
Ich habe meinen Hausartzt gefragt, wie ich mich bei einer stationären Aufnahme zur Entgiftung gegenüber meinem Arbeitgeber verhalten soll. Und da meinte er, dass es aus seiner Erfahrung nicht gut sei, die Hosen runter zu lassen.
Komme gerade von der Suchtsprechstunde im BKH und habe auch schon einen Termin für die Entgiftung erhalten. Als ich dort die gleiche Frage stellte, sagte man mir, ich solle ehrlich zu meinem Arbeitgeber sein.
Ihr müsst wissen - ich habe einen sehr guten Job und möchte den jetzt auf keinen Fall verlieren, weil ich mich endlich von dem Alkohol lossagen will. Mein Alkoholkonsum war nämlich bisher im Job kein Problem.
Was ist nun richtig? Habt ihr da Erfahrung?
Danke |
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| mz80b hat zum Thema: Wie verhalte ich mich gegenüber meinem Arbeitgeber geschrieben
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Freund Gast
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Verfasst am: 27.02.2007, 20:02 Titel: Re: Wie verhalte ich mich gegenüber meinem Arbeitgeber |
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Hallo ... und willkommen im Forum.
Ehrlichkeit zu deiner Alkoholkrankheit ist ein Grundbaustein.
Dein Arbeitgeber wird es vlt. sogar als Stärke schätzen, zumal er deine Pflichterfüllung etc. kennt.
Wieso sollte das also nachteilig sein ?
Glückwunsch zu deinem Entschluß.
Gruß, Freund. |
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| Freund hat zum Thema: Re: Wie verhalte ich mich gegenüber meinem Arbeitgeber geschrieben
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Alex G. sehr aktiver Teilnehmer
Geschlecht:  Anmeldungsdatum: 03.02.2007 Beiträge: 3624 Wohnort: Thüringen
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Verfasst am: 27.02.2007, 20:08 Titel: Re: Wie verhalte ich mich gegenüber meinem Arbeitgeber |
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Hallo MZ80b, herzlich willkommen.
Ich kann da nur aus meiner Erahrung schreiben, da ich erst vor kurzem mit meinem Chef ein längeres Gespräch hatte über meine Krankheit, ich habe dieses Gespräch vor der stationären Entgiftung angesprochen.
Aber ich finde das muss jeder selbst entscheiden wie er sich da verhält, du kennst deinen Chef/Betrieb am besten. Meinen Chef kannte ich ja, und von meinem Problem wie ich es damals noch nannte, wusste er schon länger.Schon länger als ich dachte.
Wenn du es nicht möchtest, muss der Betrieb nichts erfahren. Du bist ja krank und hast dafür eine Bescheinigung auf der nicht die Krankheit vermerkt ist.
Auf die 2 veschiedenen Meinungen von Suchtberatung und Arzt würd ich nichts geben, die kennen ja die Firma nicht in der du tätig bist.
Mich persöhnlich hat es aber erleichtert, Chef und Kollegen über meine Krankheit zu informieren, das bewahrt mich dann später vor Rechtfertigungen die eventuell anstehen könnten,spätestens bei Feiern.
Hätte ich aber Bedenken gehabt das ich dadurch kein Verständniss erhalten hätte oder gar benachteiligt gewesen wäre, hätt ich erst einmal nichts gesagt.
Viele Grüsse, der Alex |
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| Alex G. hat zum Thema: Re: Wie verhalte ich mich gegenüber meinem Arbeitgeber geschrieben
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mz80b neuer Teilnehmer
Geschlecht:  Anmeldungsdatum: 27.02.2007 Beiträge: 3
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Verfasst am: 27.02.2007, 20:27 Titel: Re: Wie verhalte ich mich gegenüber meinem Arbeitgeber |
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Hallo Freund,
Hallo Alex,
vielen Dank für die rasche Antwort.
Ich gebe euch beiden im Prinzip recht - Ehrlichkeit ist überhaupt eine Tugend, die ich sehr schätzte. Aber in diesem Fall bin ich mir wirklich so unsicher. Und das nagt an mir im Moment so unheimlich. Ich habe eigentlich schon ein gewisses Vertrauen zu meinen Chefs, aber....???!!!
Alex, auf der Arbeitsunfähikeitsbescheinigung steht doch auf alle Fälle, wo die her kommt, oder?
Hoffe, daß da noch andere Meinungen kommen, die mir die Entscheidung erleichtern. |
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| mz80b hat zum Thema: Re: Wie verhalte ich mich gegenüber meinem Arbeitgeber geschrieben
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Bernd G aktiver Teilnehmer
Geschlecht:  Anmeldungsdatum: 24.11.2006 Beiträge: 827 Alter: 51 Wohnort: Waldbronn
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Verfasst am: 27.02.2007, 20:30 Titel: Re: Wie verhalte ich mich gegenüber meinem Arbeitgeber |
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Hallo Mz !
Habe mit meinem Chef und meinen Kollegen offen über mein Problem gesprochen, ab diesem Tag habe ich nicht mehr getrunken , das war vor über 13 Jahren. Bis Heute habe ich deswegen kein Böses Wort gehört oder Nachteile gehabt. Im Gegenteil wir feiern zusammen immer meinen Jahrestag als meinen zweiten Geburtstag.
Damals wollte ich verhindern das Gerüchte die Runde machen und wenn ich deswegen Rausgeflogen wäre , dann sollte es so sein, denn wenn ich weiter getrunken hätte wäre ich auch irgendwann Rausgeflogen. Ich gehe sehr offen mit meiner Krankheit um und kenne keine schlechten Erfahrungen.
Viele liebe Grüsse von Bernd |
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| Bernd G hat zum Thema: Re: Wie verhalte ich mich gegenüber meinem Arbeitgeber geschrieben
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craving Gast
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Verfasst am: 27.02.2007, 21:01 Titel: Re: Wie verhalte ich mich gegenüber meinem Arbeitgeber |
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Hallo mz80b,
es ist doch so, dass mit der Entgiftung allein das Problem nicht aus der Welt geschafft ist.
Eine anschließende Therapie bringt in den meisten Fällen ja erst den Erfolg, was aber Ärzte beurteilen sollten.
Unter Berücksichtigung dieses Aspektes ist es wohl von Vorteil, den AG zu informieren.
Dies ist kein Ratschlag, sondern ein Anstoss zur weiteren Überlegung.
gruß craving |
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| craving hat zum Thema: Re: Wie verhalte ich mich gegenüber meinem Arbeitgeber geschrieben
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Freund Gast
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Verfasst am: 27.02.2007, 21:11 Titel: Re: Wie verhalte ich mich gegenüber meinem Arbeitgeber |
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Hallo mz,
der Teil vom "gelben Schein", sollte ihn dir dein Hausarzt ausstellen, den der AG. erhält, beinhaltet aus Datenschutzrechten nicht den Krankheitsgrund. Nur der Teil, der an die KK geht.
Allerdings wirst du auch im weiteren Leben erfahren, dass dein Umfeld von deiner Krankheit wissen sollte, zumal du sonst zeitlebens einen Spießrutenlauf machst.
Gruß, Freund. |
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| Freund hat zum Thema: Re: Wie verhalte ich mich gegenüber meinem Arbeitgeber geschrieben
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Alex G. sehr aktiver Teilnehmer
Geschlecht:  Anmeldungsdatum: 03.02.2007 Beiträge: 3624 Wohnort: Thüringen
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Verfasst am: 27.02.2007, 21:58 Titel: Re: Wie verhalte ich mich gegenüber meinem Arbeitgeber |
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Hallo MZ80b,
Auf meiner Bescheinigung die ich vom Krankenhaus stand auch nur das ich von..... - bis.... zur stationären Behandlung war. Nicht warum.
Ich hatte auch ein wenig Bedenken aber du glaubst garnicht wieviele Leute Verständniss für unsere Krankheit haben. Du glaubst garnicht wieviele Menschen in der Verwandschaft oder Bekanntschaft schon mit Alkoholikern zu tun hatten, leider sind davon sehr viele Todesfälle gewesen.
Von diesen Menschen bekam ich sogar Bewunderung und sie wünschten mir alles Gute (-:
Denn die wenigsten sehen selbst ein, was sie für eine Krankheit haben oder schämen sich für diese.
Und wie Freund schon meinte, wir haben diese Krankeit en Leben lang, deshalb sollten wir auch offen damit umgehen, sonst Spießrutenlauf, der nicht sein muss(-;
Mir hatt es bis jetzt nur geholfen, das ich mit der Krankheit offen umgehe.
Und wenn du schon so gut denkst über deinen Chef, solltest du ihn auch einweihen. Feuern könnte er dich sowieso nicht deshalb. Er könnte höchstens von dir verlangen das du ins Krankenhaus gehst, aber das machst du doch eh schon freiwillig.
Also keine falsche Scham.
Viele Grüsse, der Alex |
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| Alex G. hat zum Thema: Re: Wie verhalte ich mich gegenüber meinem Arbeitgeber geschrieben
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