| Wer ist wie ich am Anfang und geht mit mir zusammen • Rückfall nach 5.Jahren... |
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Alex G. sehr aktiver Teilnehmer
Geschlecht:  Anmeldungsdatum: 03.02.2007 Beiträge: 3624 Wohnort: Thüringen
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Verfasst am: 18.02.2007, 13:45 Titel: So, nun meine Trockene Vorstellung |
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Hallo an Alle,
einige kennen mich ja schon aus meiner nassen Zeit und haben mir dabei geholfen den einzig richtigen Weg des Entzuges zu gehen.
Die stationäre Entgiftung!
Nun möcht ich mich hier noch einmal im nüchternem Zustand vorstellen.
Das ist für mich wichtig denn als der Teufel Alkohol in mir war,war ich ein anderer Mensch.Einer der nichts mehr auf die Reihe bekam.
Also nun noch einmal mit klarem Kopf.
Ich bin der Alex und Baujahr 1977 und wohne im schönen Thüringer Wald.
Ich hatte im Laufe meiner Alkoholkrankheit bis jetzt 4 Rückfälle und möchte das es auch der letzte bleibt. Erst nach dem 3ten Rückfall hab ich mir selbst eingestanden das ich ein "Alkoholproblem" habe und erstmals Hilfe von Aussen angenommen. Jetzt nach dem 4ten Rückfall weis ich für mich das ich Alkoholkrank bin und das diese Krankheit unheilbar ist.
Ich weiss das ich keinen Tropfen Alkohol mehr in meinen Körper lassen darf mein ganzes Leben lang. Ich weiss das ich lernen muss in wirklich jeder Situation meines Lebens dies auch zu schaffen.
Deshalb werde ich jede Hilfe ab jetzt annehmen und offen mit meiner Krankheit umgehen. Ich für mich habe erst in den letzten Tagen gemerkt,
das diese Offenheit mir sehr hilft.
Ich habe kein Problem damit auch jedem noch so fremden Menschen zu erklären warum ich Alkoholkrank bin.
Es ist schon traurig genug das jeder Jugendliche so einfach an dieses Gift herankommt,aber noch trauriger finde ich es das der Alkohol in diesem Land so verharmlost wird und so wenig frühzeitige und vorallem öffentliche Aufklärung über die Folgen des Alkoholmissbrauchs betrieben werden.
Und das in einem Land wo Jährlich 40000 Menschen an dieser Krankheit sterben.Über die Dunkelziffer brauch ich ja nicht reden.
Ich möchte mit dieser Aussage niemanden für meine Krankheit verantwortlich machen! Denn nur ich selbst bin für mein jetztiges Stadium der Krankheit verantwortlich.
Da ich die Entgiftungszeit für mich nicht als Trockenzeit anrechnen möchte,
ist dies wieder mein erster Tag der Trockenheit.
Und ich möchte nie wieder bei Tag 1 der Trockenzeit anfangen zu zählen.
Aber das liegt ja nur an mir selbst!!!
Ich bin wirklich froh das es solche Foren wie dieses hier gibt und ich werde
hier sicher noch sehr viel lernen.
Viele liebe Grüsse und einen schönen Sonntag wünscht der Alex |
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| Alex G. hat zum Thema: So, nun meine Trockene Vorstellung geschrieben
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Andi Gast
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Verfasst am: 18.02.2007, 13:59 Titel: Re: So, nun meine Trockene Vorstellung |
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Hallo Alex,
dieser Beitrag liest sich schon besser,wie deine vorhergegangenen!Versuche das,ich darf keinen Alkohol mehr trinken,mal durch ein,ich will keinen Alkohol mehr trinken zu ersetzen,dann wird da ein Schuh draus!
Was hast Du denn jetzt für Vorstellungen,wie dein weiterer Weg der Trockenheit verlaufen wird?Du weißt,nur Du kannst Ihn bestimmen und lenken bzw gehen.Wie geht's weiter?Was hast Du für Pläne,um an deiner Trockenheit zu arbeiten?Nur nicht trinken wollen,reicht da bei weitem nicht aus,um eine zufriedene Trockenheit zu erreichen!
Berichte mal von deinen Plänen.
Gruß Andi |
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| Andi hat zum Thema: Re: So, nun meine Trockene Vorstellung geschrieben
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Alex G. sehr aktiver Teilnehmer
Geschlecht:  Anmeldungsdatum: 03.02.2007 Beiträge: 3624 Wohnort: Thüringen
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Verfasst am: 18.02.2007, 14:39 Titel: Re: So, nun meine Trockene Vorstellung |
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Hallo Andi,
ja ich will keinen Alkohol mehr in mich lassen und ich darf es nicht.
Wobei der Wille entscheidend ist. Ich will ja auch nicht noch einmal so enden wie bei meinem letzten Rückfall. Ich habe selbst gemerkt das es von Rückfall zu Rückfall schlimmer wurde. Aber lassen wir mal kurz die Vergangenheit kurz zurück. Wichtig ist jetzt nach vorne zu schauen und das versäumte Schritt für Schritt zu erledigen.
Um einen erneuten Rückfall möglichst zu vermeiden, möchte ich noch viel an mir arbeiten. Zum einen möchte ich hier in diesem Forum aus den Erfahrungen anderer lernen.
Zum anderen werde ich die ambulante Therapie bei der hier ansässigen Suchtberatungsstelle weiterführen, die ich nach meinem vorletzten Rückfall begonnen habe. Damals dachte ich, gut jetzt hast du dein Leben im Griff und weisst bescheid für die Zukunft. Das dies ein Irrtum meinerseits war,zeigte mir ja mein letzter Rückfall.
Ich möchte alle Gefahren dieser Krankheit kennenlernen aber ohne sie am eigenem Körper spüren zu müssen. Ich weis nun das ich noch nicht viel über meine Krankheit weis.
Wenn ich mich nicht genauestens mit meiner Krankheit auseinandersetze werde ich wohl sehr warscheinlich wieder Rückfällig.
Und das will ich nicht noch einmal mitmachen, denn ich weis das diese Krankheit immer mit dem Tod endet wenn man sie nicht stoppt.
Mein Vater wurde 43Jahre, ich will älter werden.
Viele liebe Grüsse,Alex |
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| Alex G. hat zum Thema: Re: So, nun meine Trockene Vorstellung geschrieben
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esgehtanders aktiver Teilnehmer
Geschlecht:  Anmeldungsdatum: 24.09.2006 Beiträge: 670
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Verfasst am: 18.02.2007, 19:16 Titel: Re: So, nun meine Trockene Vorstellung |
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hallo alexej,
| Zitat: | | Wenn ich mich nicht genauestens mit meiner Krankheit auseinandersetze werde ich wohl sehr warscheinlich wieder Rückfällig. |
und du musst dich mit DIR, deinen Gefühlen, Emotionen auseinandersetzen, denn man hat das ja früher mit Trinken betäubt
gruß |
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| esgehtanders hat zum Thema: Re: So, nun meine Trockene Vorstellung geschrieben
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Alex G. sehr aktiver Teilnehmer
Geschlecht:  Anmeldungsdatum: 03.02.2007 Beiträge: 3624 Wohnort: Thüringen
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Verfasst am: 18.02.2007, 21:10 Titel: Re: So, nun meine Trockene Vorstellung |
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Hallo esgehtanders,
ja das weiss ich.Denn einfach so wird keiner zum Alkoholkranken.Es fängt ja meisst mit Alkoholmissbrauch an.
Damit hatte ich mich ja auch schon vor meinem letzten Rückfall beschäftigt.
Ich hatte ja schon erwähnt das ich ca. ein halbes Jahr einmal Wöchentlich bei der Suchtberatungsstelle war. Aber mal "kurz" zu meinem Leben bis jetzt
Meine "Alkoholkarriere" hatt in der Jugendzeit angefangen wie bei vielen.
Zuerst trank ich am Wochenende in der Disco um "cool" und mutig zu sein.
Dann begann meine erste Lehre in Bayern als Karosseriebauer,da war es Gang und Gebe auch während der Arbeit Bier zu trinken. Da wollte ich kein Aussenseiter sein und dazu gehören. Ab da gab es bei mir regelmässig täglich Alkohol.Ein Jahr vor Ende der Lehre hab ich sie geschmissen aus verschiedenen Gründen,aber sicher auch weil mich der Alk da schon im Griff hatte.Dann 1Jahr Arbeitslos und täglich mit anderen unterwegs und immer im Stoff,Diebstähle kamen dazu und den Führerschein hatte ich auch nur 1Jahr.Da ich ja täglich betrunken unterwegs war. Gott sei Dank bei einer Routinekontrolle mit 1,74Promille erwischt.Gott sei Dank sage ich,bin froh das ich keinem anderen Schaden zugefügt habe.
Gerichtsurteil für alle Straftaten gesamt: 200 gemeinnützige Arbeitsstunden, 1Jahr Sperre, 1Jahr auf 3Jahre Bewährung.
Natürlich begriff ich damals noch nicht wo mein Problem lag.
Ich begann eine neue Lehre als Garten u.-Landschaftsbauer.Da ich ja auch mal wieder mobil sein wollte,und ich wusste das wenn ich weitersaufe die MPU nicht bestehen werde, kam meine erste Trockenzeit die ca.2Jahre anhielt. In dieser Zeit habe ich viel erreicht ich hatte nach bestandener MPU,Kurs für Alkoholauffällige Kraftfahrer, Führerscheinneuerteilung und bestandener Gesellenprüfung mein Leben scheinbar wieder im Griff. Leider wurde ich nicht übernommen und ich war wieder arbeitslos.Ich fing wieder an zu trinken.Aber auch da erkannte ich mein Problem noch nicht.Dann kam ich zu einer Zeitarbeitsfirma und wurde in einer Firma eingesetzt wo ich bis heute seit Juni 2000 auch tätig bin. Oktober 2002 wurde ich fest eingestellt und bin seitdem dort Maler und Lackierer.In der Firma arbeiten ca.150 Frauen und Männer und es wird auch gerne mindestens 2mal im Jahr kräftig gefeiert.Nun ja, ich hatte einen festen Job,endlich eine eigene Wohnung es fehlte nur noch eine feste Beziehung.Zu diesem Zeitpunkt trank ich früh nach dem aufstehen das erste Bier,das 2te zum Frühstück dann Mittag und Abends den grössten Teil meiner täglich benötigten Menge von 10Flaschen a0,5Liter. Nun versuchte ich übers Internet eine Frau zu finden,da kann man sich ja gegenseitig schön belügen und der Mensch am anderen Ende sieht nicht was man neben dem schreiben noch so macht.Ein Satz schreiben,ein Schluck Bier. Aber irgendwann kommt der Tag des ersten Dates,bei dem ich vorher auch meine 4Bier brauchte um nicht zu zittern und um genug Mut zu haben.Das das ein Treffen ohne wiedersehen war ist ja wohl jedem klar.
Das war der Punkt an dem ich gemerkt habe das das so nicht geht.
Und ein Zitat aus dem Internet hatt mich zum ersten mal zum nachdenken gebracht: "Man kann erst einen anderen Menschen lieben,wenn man sich selbst liebt"
Ich dachte das erste mal bewusst und gezielt über mich nach.
Und merkte das ich mich und mein Leben so nicht liebte.Also musste ich etwas verändern.Ich beschloss den Alk wieder wegzulassen. 3Monate später hatte ich eine Beziehung,leider war es eine Fernbeziehung und es lagen 250km zwischen uns.Ich hatte ihr aber von Anfang an erzählt das ich keinen Alkohol trinke weil ich damit Probleme habe.Alles lief gut aber diese Entfernung hielt ich nicht aus,am Anfang sahen wir uns jedes Wochenende und dann nur noch alle 2Wochen.Es war eine schöne Zeit und der Abschied viel mir jedes mal immer schwerer.Nach einem halben Jahr bildete ich mir wieder ein kontrolliert zu trinken und dadurch die Einsamkeit etwas zu verschönern und die Sehnsucht zu ertragen.Es wurde wieder mehr und ich musste es ihr sagen,ich konnte es einfach nicht verschweigen weil ich sie liebte. Natürlich war die Beziehung vorbei.Ich suchte ständig nach Gründen an was es wohl gelegen hatt,was hatte ich nur falsch gemacht. Heute weis ich es,es war der Alkohol,der mich wieder zu einem anderen Menschen gemacht hatte.Sie konnte mich nicht mehr lieben weil ich wieder ein anderer war. Da sie berufsbedingt schon mehr Erfahrungen mit Alkoholkranken hatte,danke ich ihr heute noch dafür das sie mir ein wenig die Augen geöffnet hatte und mich nicht einfach fallen lies.Sie legte mir ans Herz das ich mir helfen lassen muss und es nicht alleine schaffe.Es hatt dann noch eine Weile gedauert bis ich es eingesehen hatte das ich Hilfe brauchte.Aber erst wollte ich wieder trocken werden sonst hätte ich mich geschämt bei der Suchtberatung. Somit trank ich am 29.12.05 früh um 9 mein letztes Bier und begann meinen letzten schrecklichsten Kalten Entzug allein zu Hause.Da ich ja vorher auch immer ohne Probleme aufhören konnte,dachte ich das es diesmal auch einfach wird.Aber denkste. Es war der absolute Horror 5Tage lang.Ausser einem Krampfanfall hatte ich alle Symptome des Deliers zu spüren bekommen.
Das dies tödlich hätte enden können, weiss ich jetzt.Und würde es nie wieder machen.
Danach gings aufwärts ich ging regelmässig zur Suchtberatung was aber auch sehr schnell unregelmässiger wurde,aber das hab ich ja hier schon mehrfach erwähnt.Alles lief gut und ich konnte endlich meine Geschäftsidee in die Realität umsetzen und mein Nebengewerbe anmelden.Alles lief nach Plan, zufriedene Kunden die mich auch weiter empfohlen hatten und immer wieder meine Arbeit in Anspruch nahmen.
Und dann der Tag an dem alles wieder anfing.Ich hatte ein sehr gutes Geschäft gemacht und dachte mir,man alles läuft so gut,Aufträge ohne Ende,jetzt hast du alles im Griff. Heute Abend belohnst du dich mit einem Bier.Das war der grosse Fehler und wieder der Anfang vom Ende.Der Alkohol wurde langsam wieder Mittelpunkt in meinem Leben,die Kundschaft musste länger warten,ich erfand immer neue Ausreden um Zeit zu gewinnen usw. Der Teufel war wieder in mir und hatte mich voll im Griff. Es ging grad noch so zum Hauptberuf danach nur noch Alk.
Dann wieder erneute Trunkenheitsfahrt wie schon erwähnt. Und dann habe ich endlich her her gefunden.Hier hatt man mir endlich die Augen geöffnet und mir den einzig waren Weg gezeigt.
Sorry, esgehtanders das ich jetzt so von deiner Frage abgeschweift bin,aber ich musste mal die ganze Geschichte erzählen im nüchternen Zustand
Aber um deine Frage jetzt endlich zu beantworten, Gründe für meinen Alkoholmissbrauch sind mangelndes Selbstwertgefühl und Minderwertigkeitskomplexe, soweit haben ich das mit der Suctberaterinn herausgefunden und daran arbeite ich auch schon länger erfolgreich.
Allein mein Nebengewerbe hatt mir dabei sehr geholfen und wird es auch weiterhin tun.Früher hatte ich Angst vor fremden Menschen,heute weiss ich das wir aber das wir alle mehr oder weniger gleich sind(-; Ich habe auch früher alles in mich reingefressen was ich heute nicht mehr tue,da ich weiss das meine Meinung oftmals richtig ist.
Liebe Grüsse der alex
PS: Bitte Schreibfehler übersehen,ich bin kein Duden |
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| Alex G. hat zum Thema: Re: So, nun meine Trockene Vorstellung geschrieben
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arrakwalter neuer Teilnehmer
Anmeldungsdatum: 19.02.2007 Beiträge: 10
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Verfasst am: 20.02.2007, 00:11 Titel: Re: So, nun meine Trockene Vorstellung |
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| Alexej07 hat Folgendes geschrieben: | Hallo Andi,
ja ich will keinen Alkohol mehr in mich lassen und ich darf es nicht.
Wobei der Wille entscheidend ist. Ich will ja auch nicht noch einmal so enden wie bei meinem letzten Rückfall. Ich habe selbst gemerkt das es von Rückfall zu Rückfall schlimmer wurde. Aber lassen wir mal kurz die Vergangenheit kurz zurück. Wichtig ist jetzt nach vorne zu schauen und das versäumte Schritt für Schritt zu erledigen.
Um einen erneuten Rückfall möglichst zu vermeiden, möchte ich noch viel an mir arbeiten. Zum einen möchte ich hier in diesem Forum aus den Erfahrungen anderer lernen.
Zum anderen werde ich die ambulante Therapie bei der hier ansässigen Suchtberatungsstelle weiterführen, die ich nach meinem vorletzten Rückfall begonnen habe. Damals dachte ich, gut jetzt hast du dein Leben im Griff und weisst bescheid für die Zukunft. Das dies ein Irrtum meinerseits war,zeigte mir ja mein letzter Rückfall.
Ich möchte alle Gefahren dieser Krankheit kennenlernen aber ohne sie am eigenem Körper spüren zu müssen. Ich weis nun das ich noch nicht viel über meine Krankheit weis.
Wenn ich mich nicht genauestens mit meiner Krankheit auseinandersetze werde ich wohl sehr warscheinlich wieder Rückfällig.
Und das will ich nicht noch einmal mitmachen, denn ich weis das diese Krankheit immer mit dem Tod endet wenn man sie nicht stoppt.
Mein Vater wurde 43Jahre, ich will älter werden.
Viele liebe Grüsse,Alex |
Meiner wurde 42 - und ich war mit 39 auch beinahe soweit. Nun, 10 Jahre später gehts top.
Es ist viel einfacher trocken zu bleiben, wenn du die Möglichkeit hast, abzuhauen. Weg von deinen Kneipen, deinen alten Saufkumpels, weg von all den Erinnerungen, von denen du vielleicht in der Anfangsphase der Trockenheit viele romantisierst.
Ich habe damals ein islamisches Land in Afrika gewählt, um dem Alkohol zu entkommen - und es hat geklappt. Ich habe dadurch so viel Neues über das Leben kennengelernt und so viel gesehen! Aber gläubig bin ich deswegen nicht geworden <grins>
Vor allem habe ich eins lernen müssen: Allein zu leben. Ich war von 17 bis 40 nie allein und habe erst spät herausgefunden, dass ich es kann. Und heute habe ich eine riesengrosse Familie in Afrika
Und eine AUFGABE - was das Wichtigste ist. |
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| arrakwalter hat zum Thema: Re: So, nun meine Trockene Vorstellung geschrieben
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Alex G. sehr aktiver Teilnehmer
Geschlecht:  Anmeldungsdatum: 03.02.2007 Beiträge: 3624 Wohnort: Thüringen
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Verfasst am: 20.02.2007, 19:42 Titel: Re: So, nun meine Trockene Vorstellung |
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Hallo arrakwalter, es freut mich zu lesen das du schon 10Jahre trocken bist und den für dich richtigen Weg gefunden hast!
Von meinen alten "Freunden" hab ich mich innerlich verabschiedet.
Wenn ich einen durch Zufall mal treffe, unerhalte ich mich mit ihm,da mich ja seine persöhnliche Lebenssituation interessiert.Man unterhält sich und oft werde ich auch zu Partys eingeladen,die ich aber gerne ablehne,da mir solche Partys nichts mehr geben können,da sie meisst immer gleich ablaufen und ich mich lieber mit sinnvolleren Aufgaben beschäftige.Und "gefeiert" hab ich nun genug in meinem Leben. Langsam wird es Zeit an die Zukunft zu denken.
Das mit dem abhauen ist sicher eine Möglichkeit,kommt für mich aber nicht in Frage,da ich hier eine Mutter und eine kranke Schwester habe, die ich nicht im Stich lassen könnte,da sie mich ja auch nie im Stich gelassen haben. Wenn ich weit weg von meiner Familie wäre, würd ich mir viel zu viele Sorgen machen.
Und Beschäftigung hab ich ja hier auch mehrfach, und ich kann mich ja auch hier in Deutschland vom Alkohol weitestgehend fernhalten
Ich finde es bewundernswert und mutig von dir,das du das gemacht hast was wolltest und dabei glücklich und zufrieden bist und vorallem trocken bist. Weiter so!
Mein letzter Rückfall ist ja noch nicht lange her.
Viele liebe Grüsse,der Alex |
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| Alex G. hat zum Thema: Re: So, nun meine Trockene Vorstellung geschrieben
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arrakwalter neuer Teilnehmer
Anmeldungsdatum: 19.02.2007 Beiträge: 10
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Verfasst am: 20.02.2007, 20:01 Titel: Re: So, nun meine Trockene Vorstellung |
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Hallo Alex
danke für die nette Antwort Ich wünsche dir ebenfalls viel Erfolg - bei Problemen melde dich !
Viele Grüsse
Walter |
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| arrakwalter hat zum Thema: Re: So, nun meine Trockene Vorstellung geschrieben
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