| So geht es nicht weiter • am liebsten im boden versinken |
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goldkind neuer Teilnehmer
Geschlecht:  Anmeldungsdatum: 14.02.2007 Beiträge: 4
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Verfasst am: 14.02.2007, 17:31 Titel: OK! Ich bin also Alkoholiker, wie gehe ichs an? |
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Liebes forum,
ich bin neu hier u. wollte euch um eure hilfe bitten, ich habe erkannt, das ich ein grosses alkoholproblem habe, sprich, ich bin alkoholiker.
Ich trinke seit mehreren jahren jeden abend alkohol, ohne geht’s leider nicht mehr. Ich brauche jeden abend eine flasche wein oder sekt, es ist kein problem an einem abend nur ein glas zu trinken, dafür muss ich dann aber am darauffolgenden tag mehr als eine flasche trinken…
Ich trinke immer nur abends und habe auch tagsüber nicht das bedürfniss alkohol zu konsumieren.
Wenn ich versuche den alkohol wegzulassen habe ich schlafstörungen, bin nervös u. werde unruhig, tja, das sind dann wohl die entzugserscheinungen.
Ich weis, das ich es nicht alleine schaffen werde loszukommen, ich weiss aber nicht wie ich vorgehen soll, was ist denn der untschied zwischen den anonymen alkoholikern u. den guttemplern? Ich stosse im netz auf diverse gruppen u. verbände, an wen wende ich mich denn am besten? Wie geht das dann von statten? Ich meine, nach einem beratungsgespräch, ich habe gelesen man kann auch einen ambulanten entzug unter ärztlicher aufsicht machen, das wäre mir am liebsten, ist das abhängig vom grad der abhänigkeit?
Wie sieht denn so ein stationärer entzug überhaupt aus? Wird man da in ein krankenhaus eingewiesen u. ist dann auf nem mehrbettzimmer u. entzieht da „einfach“??? sorry für die blöde frage, aber ich hab keine vorstellung.
Ich habe angst vor dem entzug, angst, das ich ins delirium falle, ich weiss nicht, ob das eher eine ausnahme ist oder ob das nur einen gewissen kreis der alkoholiker betrifft, aber ob man da unterschiede in der sucht machen kann?
Irgendwie schäme ich mich das ich alkoholiker bin, aber ich weiss ganz sicher eins, ich will damit aufhören, so geht’s nicht weiter, ich will mich nicht länger kaputt machen!
Ich bin über jeden rat dankbar.
Grüße.
goldkind |
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| goldkind hat zum Thema: OK! Ich bin also Alkoholiker, wie gehe ichs an? geschrieben
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Lilly12 Gast
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Verfasst am: 14.02.2007, 18:01 Titel: Re: OK! Ich bin also Alkoholiker, wie gehe ichs an? |
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Hallo Goldkind
und Herzlich Willkommen hier im Forum.
Ein guter Entschluss, mit der Droge Alkohol Schluss zu machen. Ich sehe hier Deine Bereitschaft, aktiv zu werden, das ist doch eine gute Voraussetzung. Und wie ich herauslese, bist Du auch bereit, Hilfe anzunehmen.
Dein erster Weg sollte Dich zu Deinem Hausarzt führen, der wird dann mit Dir zusammen die weiteren Schritte besprechen. Ob eine ambulante Entgiftung für Dich in Frage kommt, kann nur er entscheiden, was Dir da lieber wäre, ist zweitrangig. Es kommt sicher auf Deinen Gesundheitszustand an, inwiefern das in Frage kommt.
Vor einer stationären Entgiftung brauchst Du keine Angst zu haben. Du gehst dort hin, bekommst ein sauberes Bett, die Ärzte werden Dir Medis gegen die Entzugssymtome geben und man darf sich da normalerweise auch frei bewegen. Sie dauert in der Regel so um die 7 Tage. Wenn Du Glück hast, wie ich damals, ist dort auch nettes Pflegepersonal, ich wurde dort sehr liebevoll betreut. Auf Dich herabsehen wird dort niemand, da sind jeden Tag Leute auf Entzug, die wissen alle, das wir an einer Suchterkrankung leiden und werden Dir helfen.
In ein Delir fällst Du sicher nicht während einer Entgiftung, Du bist doch dort unter ärztlicher Kontrolle. Das passiert eher bei einem Kalten Entzug. Ich war auf einem 2-Bett-Zimmer mit eigenem Bad in einem ganz normalen Krankenhaus.
Über SHG kann ich Dir nicht allzu viel sagen, ich war bei den AA, kam dort aber nicht klar. Aber es gibt noch andere Organisationen, wie Du sie auch schon nennst. Wo die sind, wird Dir bei einer Suchtberatung genannt werden.
Meine SHG ist hier und hier ist immer geöffnet, 24 Stunden lang rund um die Uhr. Eine Therapie hatte ich nicht.
Im übrigen ist es unerheblich, wie groß die Trinkmenge ist oder wann man trinkt, eine Abhängigkeit kann sich auch bei eher geringen Mengen entwickeln.
Schämen brauchst Du Dich sicher nicht, Alkoholiker zu sein. Schau Dich mal hier um, das sind wir hier alle (die CO`s mal ausgenommen) und wir sind ganz normale Menschen, ich finde sogar, normaler wie manch anderer . Schämen brauch man sich nur, wenn man weiter säuft und nichts gegen seine Suchterkrankung unternimmt.
Ja, und Deine Schlafprobleme sind Entzugssymtome, ich hatte die später so stark, das ich gar nicht mehr schlafen konnte und auch Nachts Bier nachschütten mußte, ich konnte nicht mehr anders. Bei mir kamen dann auch später noch Panikattacken dazu, auch ausgelöst durch Entzugssymtome.
Also lass Dir bitte einen schnellen Termin bei Deinem Arzt geben, leg da offen die Karten auf den Tisch, beschönige nichts, er wird Dir helfen. Brauchst keine Angst davor haben.
Wir begleiten Dich gern auf Deinem Weg in die Trockenheit, denn auch mit einer Entgiftung ist der nicht zu Ende. Du wirst viele Dinge in Deinem Leben ändern müssen, das ist aber alles in kleinen Schritten zu schaffen, wir helfen Dir gern dabei. Das ein-oder andere wirst Du hier schon beim Stöbern im Forum darüber lesen, denn nur-nicht-mehr-trinken ist es noch nicht.
Und frag gern, was Du wissen möchtest, Antworten wirst Du hier immer bekommen.
Lieben Gruß an Dich
Lilly |
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| Lilly12 hat zum Thema: Re: OK! Ich bin also Alkoholiker, wie gehe ichs an? geschrieben
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Lilly12 Gast
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Verfasst am: 14.02.2007, 18:09 Titel: Re: OK! Ich bin also Alkoholiker, wie gehe ichs an? |
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Hallo Gilbert
und Willkommen hier im Forum.
So, das ist Dein erster Beitrag hier und gleich darin propagierst Du einen Kalten Entzug. Unterlasse das bitte hier, ein Kalter Entzug kann tödlich enden, Krampfanfälle und Delir seien hier nur genannt. Wir tragen hier die Verantwortung für Menschen, die hier Hilfe suchen und können sowas nicht dulden, okay?
Und wie kannst Du bitte beurteilen, ob bei Goldkind nur eine psychische Abhängigkeit besteht, bist Du Arzt oder Psychologe, der Ferndiagnosen stellt ?
Woher weißt Du, das er nicht körperlich abhängig ist ? Das find ich wirklich allerhand, sorry, das per Internet zu diagnostizieren !
NIEMAND muss einen Kalten Entzug machen, der ist lebensgefährlich, es gibt hier in unserem Land genug Hilfsangebote, auf die man ein Anrecht hat.
LG
Lilly |
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| Lilly12 hat zum Thema: Re: OK! Ich bin also Alkoholiker, wie gehe ichs an? geschrieben
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Spedi Gast
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Verfasst am: 14.02.2007, 18:10 Titel: Re: OK! Ich bin also Alkoholiker, wie gehe ichs an? |
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Servus Goldkind,
bitte ignoriere die Aussage von Gilbert - kein Mensch kann Dir per Ferndiagnose sagen, ob und zu welchen Entzugserscheinungen es kommen kann.
Lilly hat Dir die eingiz enfehlenswerte Methode dargelegt - sprich mit Deinem Arzt, alles Andere ist nicht gut für Dich!
LG
Spedi |
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| Spedi hat zum Thema: Re: OK! Ich bin also Alkoholiker, wie gehe ichs an? geschrieben
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Restart 07 Gast
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Verfasst am: 14.02.2007, 18:11 Titel: Re: OK! Ich bin also Alkoholiker, wie gehe ichs an? |
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Hallo Goldkind
Tu dir bitte einen Gefallen und lies dir genau durch, was Lilly12 dir zu deinen Fragen geschrieben hat !! Und nimm es dir an !
Der Beitrag von Gilbert macht mich echt fassungslos !
LG Heiko |
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| Restart 07 hat zum Thema: Re: OK! Ich bin also Alkoholiker, wie gehe ichs an? geschrieben
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Lilly12 Gast
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Verfasst am: 14.02.2007, 18:21 Titel: Re: OK! Ich bin also Alkoholiker, wie gehe ichs an? |
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Hallo Goldkind,
der angesprochene Beitrag von Gilbert wurde gelöscht, er empfahl dort einen kalten Entzug, was wir hier keinesfalls dulden werden, die Gründe hab ich schon genannt.
LG an Dich
Lilly |
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| Lilly12 hat zum Thema: Re: OK! Ich bin also Alkoholiker, wie gehe ichs an? geschrieben
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goldkind neuer Teilnehmer
Geschlecht:  Anmeldungsdatum: 14.02.2007 Beiträge: 4
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Verfasst am: 14.02.2007, 18:36 Titel: Re: OK! Ich bin also Alkoholiker, wie gehe ichs an? |
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hallo ihr lieben,
erstmal vielen vielen dank für euren hilfreichen u. doch sehr schnellen antworten.
ich rufe gleich mal bei meiner hausärztin an u. lasse mir einen termin geben und bespreche dort alles mit ihr, ich habe auch gelesen das die charité in berlin einen ambulanten entzug anbietet, vielleicht kommt das ja in frage und wenn nicht, dann gehe ich halt eine woche ins krankenhaus, der alk hat mein leben lange genug bestimmt, schade das ich erst jetzt merke das ich alkoholiker bin, aber besser jetzt als in ein paar jahren oder gar nicht.
es ist zwar eine überwindung hilfe anzunehmen, aber es bleibt mir ja nichts anderes übrig, also, muss ich sie annehmen.
erstmal vielen dank das ihr euch die mühe gemacht habt mir zu antworten, ich werde sicher noch oft posten...
gruesse.
goldkind |
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| goldkind hat zum Thema: Re: OK! Ich bin also Alkoholiker, wie gehe ichs an? geschrieben
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goldkind neuer Teilnehmer
Geschlecht:  Anmeldungsdatum: 14.02.2007 Beiträge: 4
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Verfasst am: 14.02.2007, 18:38 Titel: Re: OK! Ich bin also Alkoholiker, wie gehe ichs an? |
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...noch was vergessen....
wenn nur ein stationärer entzug in frage kommt, dauert das dann sehr lange bis man einen platz bekommt bzw. muss man da erst einen antrag bei der krankenkasse stellen?
gruesse nochmals... |
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| goldkind hat zum Thema: Re: OK! Ich bin also Alkoholiker, wie gehe ichs an? geschrieben
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