| am liebsten im boden versinken • Offenheit vs. Ja – Nein / mögliche Folgen bzw. Konsequenzen |
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Jeanny neuer Teilnehmer
Geschlecht:  Anmeldungsdatum: 30.01.2007 Beiträge: 16 Wohnort: Schleswig Holstein
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Verfasst am: 14.02.2007, 10:40 Titel: Re: Schwere psychische Probleme mit trockenem Leben |
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Guten Morgen Blizzard,
ich wünsche Dir für heute viel, viel Glück beim Therapeuten
"Alles wird Gut!"
@sixpence
Hallo Jörg,
ich habe gesehen das Du auch aus Hamburg kommst, bin ja selbst Hamburgerin und erst vor einem halben Jahr nach RZ gezogen. Meine NLP Therapeutin ist ebenfalls in Hamburg tätig.
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Eigennamen gelöscht
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Alles liebe,
Jeanny |
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| Jeanny hat zum Thema: Re: Schwere psychische Probleme mit trockenem Leben geschrieben
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Teufelchen Gast
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Verfasst am: 15.02.2007, 10:38 Titel: Re: Schwere psychische Probleme mit trockenem Leben |
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Hallo Blizzard,
Dir professionelle Hilfe zu suchen, ist eine sehr gute Entscheidung. Ich habe das genauso gemacht und nun nach 18 Monaten leben ohne Alkohol haben sich meine Depressionen und die dazugehörigen Ängste verflüchtigt oder treten nur in sehr leichter Form auf.
Während meiner stationären Langzeittherapie lernte ich, dass in den ersten zwei Jahren Depressionen zum Entzug von Alkohol gehören. Auch das war für mich ein Grund, nach der stationären Entwöhnungstherpie, noch eine ambulante tiefenpsychologisch orientierte Psychotherpie zu machen.
Depressionen zeigen sich in sehr unterschiedlicher Form. Ganz leicht zum Beispiel durch über mehrere Tage anhaltende Antriebslosigkeit, Müdigkeit auch wenn man genug geschlafen hat, leichten Selbstzweifeln, ständigen Grübeln bis hin zur ganz schweren Form, dem depressiven Stupur. Der Patient liegt dann nur noch bewegungsunfähig und handlungsunfähig im Bett oder auf dem Boden und hält sich für völlig lebensunfähig. Also die Bandbreite ist sehr groß. Depressionen gehören unbedingt in ärztliche Behandlung.
Wichtig für die dauerhafte Behandlung ist unbedingt die Abstinenz von Suchtmitteln aller Art! Sonst greifen weder die notwendigen Psychotherapien noch Medikamente. Das kenne ich aus eigener Erfahrung. Meine Verhaltenstherapie, die ich vor ca. 10 Jahren machte, brachte nur sehr, sehr kurzzeitigen Erfolg, weil ich während dieser zwar sehr wenig, trotzdem immer noch Alkohol trank. Medikamente bewirken dann auch nichts, im Gegenteil, können die Symptome sogar noch verschlechtern.
Ich habe in den letzten Monaten auch mal Medikamente eingenommen (ich war trocken!), weil ich überhaupt keinen Sinn darin sehe, irgendetwas aushalten zu müssen, was mir jede Freude am Leben raubt.
Ich habe eine verantwortungsbewußte Ärztin gehabt, die mir nichts aufschrieb, was nur das geringste Suchtpotential enthielt.
Übrigens halte ich von NLP überhaupt nichts und so lange man trinkt, ist das sowieso für die Katz. Erstmal trocken werden und selbst Erfahrungen sammeln.
Ich wünsche Dir alles gute Blizzard. Finde Deinen Weg, probiere alles aus, von dem Du das Gefühl hast, es tut Dir wirklich gut und bringt Dich weiter und achte sorfältig darauf, von wem Du einen Rat annimmst oder nicht.
Mir haben die Ratschläge trockener Alkoholiker immer weiter geholfen. Nass denken konnte ich selber, aber mein Ziel war und ist es, dauerhaft trocken zu werden und ein zufriedenes Leben zu führen, ohne psychische Probleme aller Art.
LG
Simone |
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| Teufelchen hat zum Thema: Re: Schwere psychische Probleme mit trockenem Leben geschrieben
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Blizzard aktiver Teilnehmer
Geschlecht:  Anmeldungsdatum: 11.01.2007 Beiträge: 649 Alter: 32 Wohnort: München
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Verfasst am: 15.02.2007, 20:23 Titel: Re: Schwere psychische Probleme mit trockenem Leben |
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Hallo zusammen!
Vielen Dank auch für deine Meinung, Teufelchen.
Gestern war ich dann doch nicht beim psychologischen Psychotherapeuten, weil ich - naiv wie eh und je - gedacht habe, da kann man jederzeit vorbeikommen. Tja, war dann aber nicht so - man musste einen Termin telefonisch vorher ausmachen.
Habe ich dann heute mittag gemacht, und saß bereits eine Stunde später im Büro von einer Psychotherapeutin. Ich schilderte ihr die Symptomatik meines "Anfalls" und die Gefühle die damit verbunden waren, und die mich schon die letzten Wochen immer wieder beschäftigten und besorgt machten.
Sie beruhigte mich, und erklärte mir, dass es bei mir noch nicht wirklich "schlimm" sei, weil ich z.B. auch keine körperlichen Symptomatiken mit der Angstsituation verbinde - und ich glaube ihr das auch, wenn ich die anderen Leute in ihrem Wartezimmer ansah, die teilweise sehr zerfahren und gequält wirkten.
Ich bekam schließlich einen Überweisungsschein zu einer Psychologin, die mir Entspannungstechniken beibringen soll. Ich halte das für mich für den richtigen Ansatz, da ich - zumal ohne Alkohol - derzeit nicht in der Lage zu sein scheine, mich völlig losgelöst und gelassen zu entspannen. Das muss ich erst wohl wieder lernen.
Ich habe mir in einer Reihe von Selbstversuchen probiert Yoga-Techniken, Autogenes Training usw. autodidaktisch beizubringen, was aber irgendwie immer scheiterte. Unter Anleitung werde ich da wohl mehr Erfolg haben.
Mal sehen. Ich hoffe, dass es besser wird und betrachte die ganze Sache irgendwie auch als eine Prüfung für das trockene Leben. Das positive an der ganzen, an und für sich traurigen Angelegenheit, war, dass ich keine Sekunde daran dachte, mir wieder Alkohol zu besorgen - was ich früher in solchen Situationen definitiv getan hätte.
Grüße an euch alle. |
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| Blizzard hat zum Thema: Re: Schwere psychische Probleme mit trockenem Leben geschrieben
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