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mein weg in die sucht

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nexie
Gast






BeitragVerfasst am: 13.02.2007, 16:18    Titel: Re: mein weg in die sucht Antworten mit Zitat Beitrag dem Moderator/Admin melden

hallo hermann,

ich verstehe deine überlegung bezüglich "drehtürpatient".
wie du richtig schreibst, ist die zeit _danach_ , also das trocken bleiben, das schwierigste.
genau darum geht es mir.

ich weiss nicht, ob du meinen bericht bezüglich meiner ersten und einzigen entgiftung vor 14 jahren gelesen hast?
wichtig ist _nach_ der entgiftung, so sehe ich es zumindest, dass die ursachen, die zum alkohol und in die sucht führten, angegangen werden.
dass man an sich selbst zu arbeiten lernt
was in meinem falle definitiv der aufbau eines emotionalen schutzschildes ist.

die von mir angesprochene problematik bezieht sich keinesfalls auf den sinn einer entgiftung, sondern darauf, wie die BFA die sachlage beurteilt.
wenn ich gewissheit hätte, nach der entgiftung relativ schnell in die adhs-reha zu gelangen, wäre ich seit "vorgestern" in der klinik in wat.

meine befürchtung geht dahin, dass ich später danach wieder von vorn anfangen muss und meine verhaltenauffälligkeiten ausschliesslich auf die trinkzeit zurückgeführt werden.
was das gleiche wäre wie eine psychopharmakatherapie bei akuter blinddarmentzündung Traurig

liebe grüsse
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nexie hat zum Thema: Re: mein weg in die sucht geschrieben
nexie
Gast






BeitragVerfasst am: 13.02.2007, 16:30    Titel: Re: mein weg in die sucht Antworten mit Zitat Beitrag dem Moderator/Admin melden

hallo teilinchen,

dann weisst du aus eigener erfahrung, was ADS/ADHS ist und was es bedeutet, ohne reizfilter zu leben.

es ist für betroffene die hölle...
stets die vorwürfe "du könntest, wenn du nur wolltest, aber du willst ja nicht", oder "du bist nur zu faul".
mir wurde anfang der 80er unterstellt, einen florierenden handel mit führerscheinen, reisepässen und personalausweisen zu betreiben (!), da ich in einem jahr dreimal meine brieftasche verlor Traurig

du hast eine frauensuchtklinik gefunden, in der dein ADHS ebenfalls behandelt wird?
also alkohol, esstörung und ADHS?
das finde ich sehr interessant!

mir sagte meine neurologin, dass ich, wenn ich die entgiftung mache, danach in eine ausschliesslich auf sucht qualifizierte reha gehen könne!

liebe grüsse
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nexie hat zum Thema: Re: mein weg in die sucht geschrieben
klaro
neuer Teilnehmer


Geschlecht: Geschlecht:Männlich
Anmeldungsdatum: 06.01.2007
Beiträge: 287
Wohnort: Borken

BeitragVerfasst am: 13.02.2007, 19:23    Titel: Re: mein weg in die sucht Antworten mit Zitat Beitrag dem Moderator/Admin melden

hallo nexi!
hast eine grosse last zu tragen die du erst mal von deinen schultern bekommen musst weil sie dich sonst erdrücken.
was ich dir rate brauch nicht richtig sein aber eine überlegung ist es wert.
gehe zum arzt und lasse dich zur entgiftung in eine klinik einweisen,aber nicht in ein normales krankenhaus.
dort gibt es sozialarbeiter mit denen du über dein problem reden kannst und die mit dir die weiteren schritte einleiten die du gehen solltest.
meiner meinung nach ist für dich eine therapie für alkoholabhängige wichtig,denn als erstes musst du dein alkoholproblem lösen.
für dich ist deine vergangenheit noch garnicht aufgearbeitet worden.
in dir sitzt noch alles im verborgenen was du erlebt hast.
diese kannst du in der thera ansprechen und sie mit hilfe der therapeuten aufarbeiten.
oder das du mit hilfe von phsychologen deinen suizid,dein vergewaltigung,deinen missbrauch,usw. aufgearbeitet?
wie du deinen weg schilderst ist war alkohol immer im vordergrund.
lasse die reha mit (adhs)sein und mache stationäre alkohol thera.

da ich noch öfter mit einer entwöhnungsklinik in kontakt stehe weiss ich das solche dinge wie deine dort angesprochen und auch erfolgreich behandelt werden.
es ist nicht nur der alk vorrangig sondern auch S** missbrauch in der vergangenheit.

in deinem leben spielte der alkohol die erste geige und man muss zu den wurzeln zurück um in der gegewart ein zufriedenes leben zu führen.

wünsche dir viel erfolg dabei und mach was.

es grüsst dich recht herzlich heinrich
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klaro hat zum Thema: Re: mein weg in die sucht geschrieben
Teichlinchen
neuer Teilnehmer


Geschlecht: Geschlecht:Weiblich
Anmeldungsdatum: 04.01.2007
Beiträge: 265
Alter: 54
Wohnort: Magdeburg

BeitragVerfasst am: 13.02.2007, 20:16    Titel: Re: mein weg in die sucht Antworten mit Zitat Beitrag dem Moderator/Admin melden

Hallo Nexi,

ja es ist verdammt schwer wenn alles durcheinanderläuft bei der ADHS und sich bei uns als Erwachsenen schon einiges ausgewachsen hat, aber leider noch nicht alles und das wird dauern, aber wie Heinrich schon sagte, ich werde jetzt erst das Alkoholproblem angehen, in der Klinik wo ich hoffe, dass es jetzt klappt, wird Alkoholabhängigkeit und Esstörungen behandelt, das mit dem ADHS hast Du falsch verstanden, ich weiß, dass es eine Klinik gibt, die in der Hauptsache auch ADHS bei Erwachsenen behandelt, weiß aber nicht mehr wie sie heißt. Gehe zur Entgiftung und dann in eine Suchtklinik, alles andere können wir nur dann angehen, ich meine auch, das dies der erste Schritt sein sollte.

Liebe Grüssse Teichlinchen
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Teichlinchen hat zum Thema: Re: mein weg in die sucht geschrieben
nexie
Gast






BeitragVerfasst am: 13.02.2007, 21:55    Titel: Re: mein weg in die sucht Antworten mit Zitat Beitrag dem Moderator/Admin melden

danke, teilinchen, danke klaro,

für eure beiträge!

ich persönlich würde, wie ich bereits in der mail an hermann schrieb, sofort in eine entgiftung gehen.
wenn ich wüsste, dass in der reha-klinik danach _nicht_ der mi**brauch bearbeitet würde, denn den habe ich etwa 2 jahre lang in therapie durchgekaut, wobei das ADHS herauskam (habe 3 therapeuten verschlissen, die mir nicht helfen konnten, bis ich an jemanden kam, der gezielte fragen stellte aus der frühesten kindheit sowie unfallhäufigkeiten und mich zur ADHS-überprüfung schickte).
ich habe damals, vor 30 jahren, die gefahr einfach nicht gesehen.
ich kann bis heute situationen schlecht einschätzen, verfüge dabei über ein ausgezeichnetes reaktionsvermögen (kompensation, teilinchen*g*).
daher sind solche dinge auch nicht mehr vorgekommen.
andererseits- gern gehe ich anschliessend in eine sucht-klinik, wie du, teilinchen sie beschreibst, in der auch die komorbiditäten des ADHS behandelt werden.
denn wenn alles und jedes meiner kindlichen und bis heute persistierenden verhaltensweisen auf eine "verkorkste kindheit", die ich definitiv nicht hatte, zurückgeführt wird, kann ich mich gleich zum betreuten wohnen anmelden...

bitte versteht dieses posting nicht falsch- ich bin einfach nur unsicher, was ich tun soll!
nicht noch ein eigentor, derer ich im leben viele hintereinander geschossen habe Traurig

liebe grüsse
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nexie hat zum Thema: Re: mein weg in die sucht geschrieben
nexie
Gast






BeitragVerfasst am: 13.02.2007, 22:18    Titel: Re: mein weg in die sucht Antworten mit Zitat Beitrag dem Moderator/Admin melden

hallo heinrich,

in meinem leben spielt alkohol die erste geige, seit ich ihn entdeckte.
davor war es die fürchterliche unsicherheit, die reizüberflutung einerseits und auf der anderen seite stets die suche nach einem neuen "kick".
ohne "kicks" konnte ich schon als kleinkind nicht leben- eben ADHS, leider mit "H".

nur durch extreme reize wie die gefährliche ausreizung der körperlichen und psychischen grenzen im sport bekam ich ruhe in den kopf, ruhe in den körper.
mit vier jahren klaute ich meiner mutter kleine portionen paprika und salz aus dem küchenschrank, mischte mir daraus ein "leckerchen" und schleckte es mit den fingern auf. natürlich ausserhalb der sichtweite meiner mutter Winken

wie ich bereits an teilinchen schrieb, ist der mi***brauch aufgearbeitet und dadurch auch das ADHS entdeckt worden.
es waren einfach zu viele ungereimtheiten in meinem leben, zuviele einander widersprechende diagnosen. einerseits "antisoziale persönlichkeit", dann "sozial überangepasst", dann "depressive verstimmung", dann "major depression", dann "reaktive atypische depression", "atpische agitierte depression" und was weiss ich noch alles.
dazu kam ptbs und irgendwann alkoholkrankheit.
ohne dazugehörige eeg´s und blutuntersuchungen.
aber:
hand aufs herz- es stimmt.
zumindest aus meiner warte der betrachtung.
aber was soll ich denn jetzt machen?
habe nur bis zum 9.5. zeit.
bis dahin läuft meine freistellung vom arbeitsamt.
habe am 24.2. einen termin in bad b., wegen der adhs- und-sucht sache.
den kann ich mir doch nicht entgehen lassen- der nächste termin wäre erst wieder im september...

immer noch unentschiedene grüsse von
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nexie hat zum Thema: Re: mein weg in die sucht geschrieben
Hermann 65
neuer Teilnehmer



Anmeldungsdatum: 22.07.2006
Beiträge: 159

BeitragVerfasst am: 13.02.2007, 22:34    Titel: Re: mein weg in die sucht Antworten mit Zitat Beitrag dem Moderator/Admin melden

nexie hat Folgendes geschrieben:



wichtig ist _nach_ der entgiftung, so sehe ich es zumindest, dass die ursachen, die zum alkohol und in die sucht führten, angegangen werden.
dass man an sich selbst zu arbeiten lernt
was in meinem falle definitiv der aufbau eines emotionalen schutzschildes ist.



Hallo nexie,

Gewiß suchen wir alle nach möglichen Ursachen für unsere Krankheit um
mögliche Varianten für uns zu erkennen oder zu begreifen!??

Selbst wenn ich für mich eine mögliche Ursache finden würde, bringt mich
das wirklich weiter!?? Eine Wahrheit gibt es für mich eigentlich nicht, da
ich selbst wenn ich "Sie wüßte" nichts daran ändern könnte, da das alles
bereits Vergangenheit ist und nicht mehr rückgängig gemacht werden kann. Es bleibt mir also nur Das Heute und die Zukunft.

Ich betrachte die Krankheit Alkoholismus eigentlich separat von anderen Krankheiten, da Sie in punkto Genesung andere Vorrausetzungen mitbringt! Um Heute trocken zu bleiben, lasse ich das 1. Glas stehen! Damit bringe ich Sie zum Stillstand! Dies ist für mich die Vorraussetzung, andere Dinge überhaupt erst bearbeiten zu können!

Um Trocken zu bleiben sind andere Strategien nötig, aber diese kann man
auch hier in diesem Forum hundertfach nachlesen.

Gruß Hermann
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Hermann 65 hat zum Thema: Re: mein weg in die sucht geschrieben
Teichlinchen
neuer Teilnehmer


Geschlecht: Geschlecht:Weiblich
Anmeldungsdatum: 04.01.2007
Beiträge: 265
Alter: 54
Wohnort: Magdeburg

BeitragVerfasst am: 14.02.2007, 12:07    Titel: Re: mein weg in die sucht Antworten mit Zitat Beitrag dem Moderator/Admin melden

Hallo Nexie,

Dir und allen anderen einen schönen guten Morgen, meine Unentschlossenheit den richtigen Weg zu gehen ist auch, denn ich will den richtigen Weg für mich gehen, bin mit meinen 49 Jahren nun alt genug um endlich nicht wieder den falschen Weg zu gehen, habe vor 4 Jahren auch eine psychsomatische Reha gehabt, konntetst Du vergessen, wurde nur noch alles schlimmer, deswegen ist es mir jetzt schon wichtig, dass für mich passende zu finden, nur wie gesagt wenn mehrere Süchte zusammen kommen und noch genetische Störungen dann ist es schwer, habe mich jetzt wie gesagt für die Frauensuchtklinik entschlossen, habe heute auch bei der BfA angerufen, sie wollten erst ein Ablehnung schicken, haben aber alles zurückgezogen, als sie den Sozialbericht von der Suchtberatungsstelle vorliegen hatten. Also auch für Dich Kopf hoch und weiter dran bleiben.

Liebe Grüsse Teichlinchen
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Teichlinchen hat zum Thema: Re: mein weg in die sucht geschrieben

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