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wo fängt co-abhängigkeit an?

 
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Autor Nachricht
leloup
neuer Teilnehmer


Geschlecht: Geschlecht:Weiblich
Anmeldungsdatum: 11.02.2007
Beiträge: 6
Alter: 51
Wohnort: dortmund

BeitragVerfasst am: 12.02.2007, 00:17    Titel: wo fängt co-abhängigkeit an? Antworten mit Zitat Beitrag dem Moderator/Admin melden

erstmal zur erklärung:

ich habe mich vor 3 monaten in einen mann verliebt, von dem ich wusste dass er viel trinkt. wir haben zwar verschiedene wohnungen, weil wir beide kinder haben, aber wir sind fast ständig zusammen. wir werden auch nicht zusammenziehen, weil das aus familiären gründen nicht geht. er ist seit einem halben jahr witwer und gerade erst umgezogen und ich trenne mich grade nach 25 jahren friedlich von meinem mann, der aber zur zeit noch in unserem gemeinsamen haus wohnt.
in den letzten 3 monaten ist mir immer mehr klar geworden, dass ich mich in einen süchtigen verliebt habe, will mich aber nicht von ihm trennen. ich möchte nach meiner gescheiterten ehe mit diesem mann alt werden. mein freund ist nicht nur alkohol- sondern auch tablettenabhängig. er sagt das auch, ist aber noch nicht bereit, sich professionelle hilfe zu holen.
durch diese ganze problematik bin ich auf den begriff der co-abhängigkeit gestoßen und musste dabei feststellen, dass sich diese bereits durch mein ganzes leben zieht, wenn auch nicht im zusammenleben mit einem abhängigen, aber in form eines helfersyndroms und meiner bereitschaft mich für andere immer hinten an zu stellen und mich klein zu machen.
ich versuche mich grade damit auseinanderzusetzen und etwas an meinem leben zu ändern. mein problem ist nur: wo fängt co-abhängigkeit an? auf der einen seite will ich mich im moment erst mal selbst stark machen, aber tue ich das nur, um meinem freund paroli bieten zu können und ihm damit genug reibefläche zu bieten, damit er sich selbst helfen kann? egal wie ich es betrachte, ich habe immer den verdacht, mich selbst zu betrügen, weil ich auch wenn ich es auf der einen seite für mich selbst tue, natürlich auch ihm nütze.
wer kennt dieses gefühl und kann mir etwas dazu sagen.
ich bin zur zeit wieder in einer emotionalen ausnahmesituation ähnlich wie vor einem jahr, als ich mich nach 30 jähriger qual aus der emotionalen abhängigkeit von meiner mutter und danach aus einer nicht mehr funktionierender 25jährigen beziehung befreit habe. ich habe in dieser zeit 10 kg abgenommen und das kann ich mir nicht noch mal leisten, da mein gewicht ohnehin schon an der unteren grenze liegt.

danke
leloup
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leloup hat zum Thema: wo fängt co-abhängigkeit an? geschrieben
Restart 07
Gast






BeitragVerfasst am: 12.02.2007, 03:01    Titel: Re: wo fängt co-abhängigkeit an? Antworten mit Zitat Beitrag dem Moderator/Admin melden

Hallo leloup

aus meiner Sicht - wenn ich deinen Text richtig verstehe - befindest du dich doch schon inmitten der Coabhängigkeit gegenüber deinem Freund.

Helfen kann er sich im übrigen nur selbst, in dem er das selbst auch will, und dazu bereit ist, was ja wie du allerdings schreibst noch nicht der Fall zu sein scheint.

Du solltest deinem Freund unmissverständlich klar machen, dass er dringendst was gegen seine Mehrfachabhängigkeit tun muss. Arztbesuch und etc. Du kannst auch in den anderen Bereichen dieses Forums jede Menge über notwendige und erforderliche Schritte darüber lesen.
Tabletten und Alkohol - aüßerst lebensgefährliche Kombination !!

Ich halte das ganze von dir ausgehend, auch deinem von dir selbst vermuteten Helfersyndrom einbezogen, sogar schon für extrem Co-Abhängig.

Daher sind dringendst Schritte zur Abstinenz bei deinem Freund angesagt, damit auch du nicht in ein noch tieferes Chaos aus emotionalen Abhängigkeiten - wie du sie beschreibst - reinfällst!

Alles Gute und viel Glück auf deinen Wegen

Gruß Heiko
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Restart 07 hat zum Thema: Re: wo fängt co-abhängigkeit an? geschrieben
leloup
neuer Teilnehmer


Geschlecht: Geschlecht:Weiblich
Anmeldungsdatum: 11.02.2007
Beiträge: 6
Alter: 51
Wohnort: dortmund

BeitragVerfasst am: 12.02.2007, 07:24    Titel: Re: wo fängt co-abhängigkeit an? Antworten mit Zitat Beitrag dem Moderator/Admin melden

guten morgen,

erst mal danke für die schnelle reaktion. ich hatte eine solche antwort schon befürchtet, weil ich mir in den letzten 2 tagen über einiges klar geworden bin. ich bin im mom noch nicht in der lage, meinem freund das so unmissverständlich zu sagen, weil ich zur zeit seine reaktion noch nicht aushalten würde. der begriff der co-abhängigkeit war mir auch bis vor 2 tagen völlig neu, bis er ihn selbst benutzt hat, als er sich über mein verhalten beschwert hat, weil er genau dieses verhalten eben nicht braucht.
seit diesem zeitpunkt überlege ich intensiv, wie ich mir selbst helfen kann. ich denke auch, dass ich das schaffen werde. ich habe im letzten jahr vieles geschafft, was ich mir nie zugetraut hätte, aber ich will meinen freund eben auch nicht verlieren.
deshalb besteht mein größtes problem darin, die grenze ziehen zu können, wo ich mir noch selbst helfe und wo es wieder in co-abhängigkeit führt. ich habe selbst 2 kinder, die mich brauchen und die werde ich für ihn nicht hintenan stellen. es muss beides möglich sein. aber es ist eben auch niemand da, der mir sagt, wann ich diese grenze wieder überschritten habe.

lg leloup
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leloup hat zum Thema: Re: wo fängt co-abhängigkeit an? geschrieben
Sixpence
neuer Teilnehmer


Geschlecht: Geschlecht:Männlich
Anmeldungsdatum: 28.01.2007
Beiträge: 85
Wohnort: Hamburg

BeitragVerfasst am: 12.02.2007, 10:18    Titel: Re: wo fängt co-abhängigkeit an? Antworten mit Zitat Beitrag dem Moderator/Admin melden

moin leloup,

du musst wissen, das kinder in abhängigen gemeinschaften selbst viel schneller abhängig werden können. sie wachsen mit ständiger verfügbarkeit von alk/tabletten auf und empfinden das konsumieren mit der zeit als "normal". ich glaube nicht, das du das deinen kindern mit auf den weg geben willst.

ausserdem finde ich deinen freund in seiner einstellung sehr leichtsinnig und egoistisch. da er von seiner sucht nicht lassen will bist du automatisch doch nur nummer 2 in seinem leben und deine kinder kommen noch dahinter "unter ferner liefen...". denk mal drüber nach.

lg
joerg
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Sixpence hat zum Thema: Re: wo fängt co-abhängigkeit an? geschrieben
Restart 07
Gast






BeitragVerfasst am: 12.02.2007, 10:19    Titel: Re: wo fängt co-abhängigkeit an? Antworten mit Zitat Beitrag dem Moderator/Admin melden

Hallo leloup

Solange wie du den Konsum von Tabletten und Alkohol bei deinem Freund weiterhin tolerierst, bleibst du auch ständig in der Co-Abhängigkeit.

Wie willst du das auf Dauer aushalten, zwischen der Verantwortung für deine Kinder und dem momentanen Verhalten deines Freundes immer eine Grenze ziehen zu wollen?
Oder jedes Mal immer erst noch jemanden haben zu müssen, der dir diese Grenzen aufzeigt?

Du machst dich damit zum nervlichen Wrack.

Ich selbst bin übrigens trockener Alkoholiker und meine erste Ehefrau war ähnlich betroffen wie du, weil ich damals auch noch nicht mit dem Saufen aufhören wollte. Sie war nachher psychisch am Ende und ihr ging es nachher schlechter wie mir selbst.

Der einzige Weg daraus ist der, dass du deinem Freund die Grenzen aufzuzeigst, und du dir nicht selbst.

lg . . . Heiko
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Restart 07 hat zum Thema: Re: wo fängt co-abhängigkeit an? geschrieben
Susanne
Gast






BeitragVerfasst am: 23.08.2008, 17:37    Titel: Re: wo fängt co-abhängigkeit an? Antworten mit Zitat Beitrag dem Moderator/Admin melden

Hallo leloup,


ich sehe Dich gerade online und frage mal ganz vorsichtig, wie es Dir geht?
Magst Du mal erzählen, was aus Deiner Beziehung geworden ist?

Freue mich, von Dir zu lesen.

Liebe Grüße
S.Käferchen
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Susanne hat zum Thema: Re: wo fängt co-abhängigkeit an? geschrieben

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