| Unzufriedenheit/Innere Leere • ein großer sprung für mich, ein kleiner für die menschheit. |
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gilbert neuer Teilnehmer
Geschlecht:  Anmeldungsdatum: 14.02.2007 Beiträge: 25
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Verfasst am: 10.04.2007, 15:10 Titel: Re: noch lange nicht trocken... |
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Hallo Blue,
Ich war ein paar Wochen nicht aktiv im Forum, habe aber immer Deinen Thread verfolgt. Es hat auch bei mir lange gedauert zu akzeptieren, dass ich eben LEBENSLÄNGLICH krank sein werde, aber ich bin froh, nach fast zwei Jahren einen Punkt erreicht zu haben, wo ich sagen kann, es fällt mir leicht, auf Alkohol zu verzichten.
Diese Lust auf ein Bier und die Angst vor dem was passieren würde wenn ich dieses eine Bier trinke, das Gefühl kenne ich gut genug. Das vergeht nach ein paar Monaten und kommt dann immer seltener. Du bist jetzt noch in einer Phase, wo Du auf dieses Bier verzichten "musst", später wirst Du diesen Verzichtsgedanken immer weniger spüren.
Gerade jetzt wo es wieder warm wird und die Biergärten locken, denke ich natürlich auch manchmal - und vielleicht sogar ein wenig wehmütig - daran, wie es früher war, als ich auch ganz "normal" mein Bier geniessen konnte. Aber das kurze Vergnügen dieses ersten Biers hätte Folgen, die ich nicht noch einmal erleben möchte. Ich habe mir in langer Zeit viel erarbeitet und möchte nicht noch einmal von vorne beginnen.
Stell Dir vor eine wunderschöne Frau möchte mit Dir schlafen. Die wunderschöne Frau ist HIV positiv, und Du hast kein Kondom. Würdest Du für das kurze Vergnügen mit der Frau Dein Leben riskieren ?
Mir hat dieser Gedanke geholfen, als ich diesen Saufdruck verspürte, und wie gesagt, mit der Zeit werden die Gedanken an Bier oder ähnliches immer weniger.
Alles Gute
Gilbert |
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| gilbert hat zum Thema: Re: noch lange nicht trocken... geschrieben
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Blueeye neuer Teilnehmer
Anmeldungsdatum: 14.12.2005 Beiträge: 52
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Verfasst am: 14.04.2007, 02:11 Titel: Re: noch lange nicht trocken... |
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Hallo
@Spedi:
Ich finde die Sprüche überhaupt nicht abgedroschen, sondern sehr gut.
Ich wollte ja auch lange Zeit meinen eigenen Weg gehen und könnte jetzt schon längst zufrieden trocken sein wenn ich darauf verzichtet hätte und auf die Leute hier im Forum eher gehört hätte, musste aber wohl unbedingt meine eigenen erfahrungen machen -.-
Mittlerweile vertrau ich aber lieber auf diejenigen hier im Forum die schon länger trocken sind wie ich, die wissen eh besser bescheid.
@Tobi:
Hi Tobi. Ist eine schöne Metapher und sehr treffend.
Auch auf mehreren Ebenen.
Impliziert das doch das man "Abstürze" als Teil der Krankheit sieht.
Muss man die also irgendwann zwangsläufig mal gemacht haben um zu erkennen das man selbst nicht fliegen kann, oder reicht es Bilder und Geschichten von Leuten zu hören die mal versucht haben zu fliegen und es doch nicht geschafft haben, damit man es direkt sein lässt (um mal in der Metapher zu bleiben )?
Eine eher Rhetorische Frage ^^
@gilbert:
Hi Gilbert
Freut mich von dir zu hören.
Ich habe auch immer regelmäßig hier mitgelesen , selbst als ich noch viel seltener geschrieben habe als jetzt. Schön das du noch hier herumgeisterst.
Der Vergleich "Alkohol=Wunderschöne Frau" finde ich jetzt nicht sehr passend aber ich weiss ja was du meinst
Ich werde dran denken wenn ich das nächste mal ein Tief habe.
Das ich Lebenslänglich krank bin ist mir klar , was ich nur unterschätzt habe ist die Arbeit die man sich machen muss um Trocken zu bleiben.
Am besten ich vergleiche das mit dem Rauchen, das klappt immer am besten:
Ich rauche ja schon seit einiger Zeit nicht mehr und mir ist absolut klar das wenn ich nur eine Zigarrette Rauchen würde, ich sofort wieder richtig am Rauchen wäre.
Das heisst für mich, ich darf nie wieder auch nur eine Zigarrette Rauchen in meinem Leben.
Das ist aber auch gar kein Problem für mich, weil ich auch gar keine Zigarrette mehr rauchen will, warum auch? Sie sind dreckig, teuer, ungesund und machen abhängig.
Ich muss gar keine Arbeit mehr darin investieren nicht zu rauchen, es reicht das ich morgens aufstehe und froh bin nicht mehr rauchen zu müssen.
Bei Alkohol wiederum klappt das nicht. Mir ist klar das ich nur ein Glas trinken muss um wieder voll dabei zu sein. #
Ich bilde mir wirklich ein auch davon überzeugt zu sein nicht mehr trinken zu wollen.
Aber das reicht irgendwie bei Alkohol nicht... beim Alkohol muss ich ständig daran Arbeiten zufrieden nüchtern zu sein.
Ich dachte immer das wäre bei dem Alkohol irgendwie wie bei den Zigarretten, ist es aber scheinbar nicht.
Mein großer Fehler war das zu denken!
Ok das ist alles ziemlich lang geworden tut mir leid.
Eins noch.
Ich habe meinen Terminplaner wiedergefunden den ich vor einiger Zeit geschenkt bekommen habe und den ich bis jetzt noch nie benutzt hatte.
Ziemlich nützlich das Ding habe ich festgestellt.
Auch wenn ich jeden Tag nur etwa die hälfte von dem schaffe was ich mir eigentlich vorgenommen habe. Viele Dinge die ich habe schleifen lassen sind schon erledigt und vieles muss ich noch machen, aber seit ich angefangen habe alles nach und nach zu erledigen ist auch der Saufdruck verschwunden.
Ich bleibe am Ball
Lg Blueeye |
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| Blueeye hat zum Thema: Re: noch lange nicht trocken... geschrieben
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gilbert neuer Teilnehmer
Geschlecht:  Anmeldungsdatum: 14.02.2007 Beiträge: 25
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Verfasst am: 18.04.2007, 14:46 Titel: Re: noch lange nicht trocken... |
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Hallo Blue,
Deine Worte zeigen mir wieder einmal, wie unterschiedlich Menschen sind und wie unterschiedlich wir Probleme angehen. Dein Vergleich Rauchen/Alkohol ... bei mir ist es genau umgekehrt. Ich versuche seit 2 Jahren erfolglos mit dem Rauchen aufzuhören - mehr als 8 Tage halte ich nicht durch. Dabei dachte ich, wer mit dem Trinken aufhört sollte sich mit dem Rauchen eigentlich leichter tun. Mit fällt es - nach 2 Jahren Trockenheit - sehr leicht in eine Kneipe zu gehen und kein Bier zu bestellen. Aber einen Kaffee zu trinken und dabei auf meine Zigarette zu verzichten, das schaffe ich nicht. Vielleicht hast Du einen Tip, mit Kaugummis und Pflastern habe ich schon probiert.
Aber das gehört eigentlich nicht hier ins Forum. Du hast recht dass wir ständig daran arbeiten müssen, nüchtern zu sein, aber ich finde die Arbeit macht Spass und jeden Abend nüchtern ins Bett zu gehen und ohne Brummschädel wieder aufzuwachen ist ein schöner Lohn.
Bis bald
Gilbert |
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| gilbert hat zum Thema: Re: noch lange nicht trocken... geschrieben
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pauly aktiver Teilnehmer
Geschlecht:  Anmeldungsdatum: 16.11.2006 Beiträge: 950 Alter: 50 Wohnort: BaWü, LB/HN
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Verfasst am: 18.04.2007, 14:57 Titel: Re: noch lange nicht trocken... |
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| gilbert hat Folgendes geschrieben: | | ...und jeden Abend nüchtern ins Bett zu gehen und ohne Brummschädel wieder aufzuwachen ist ein schöner Lohn. |
Hallo Gilbert,
Du hast recht! Für mich ist das eines der allerschönsten Geschenke meiner Nüchternheit an mich: Morgens gut gelaunt aufwachen und sich wohl fühlend aus dem Bett hüpfen (naja, meistens jedenfalls... ), anstatt sich mit Matschbirne würgend ins Bad zu schleppen.
Viele Grüße
pauly
PS: Als ich vor fast 10 Jahren mit dem Rauchen aufhörte, half mir (nicht lachen jetzt) Schnupftabak über die ersten 2 bis 3 Wochen des Nikotinentzugs (in der Prisn ist ja auch Nikotin drin). |
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| pauly hat zum Thema: Re: noch lange nicht trocken... geschrieben
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Andi Gast
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Verfasst am: 29.02.2008, 20:07 Titel: Re: noch lange nicht trocken... |
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Hallo Blueeye,
ich sehe dich jetzt hier schon den 2ten Tag online.
Du hast dich ja jetzt schon eine ganze Weile nicht mehr hier gemeldet,fast ein Jahr!!
Wie geht es Dir??
Würde mich freuen,mal wieder etwas von Dir zu hören/lesen.
Gruß Andi |
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| Andi hat zum Thema: Re: noch lange nicht trocken... geschrieben
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