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Rückfall, aber nicht ins Trinken

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Ette
sehr aktiver Teilnehmer


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Anmeldungsdatum: 25.01.2007
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BeitragVerfasst am: 03.02.2007, 15:11    Titel: Rückfall, aber nicht ins Trinken Antworten mit Zitat Beitrag dem Moderator/Admin melden

Nicht das Sorgen für den Anderen überkommt mich, sondern eine Art Anklagelitanei geht mir nicht aus dem Sinn. So wie ich "Ihm" eine ganze Zeit lang die Schuld gegeben habe, dass es mir schlecht geht, dreht sich mir heut der Verstand, dass ich das alles nicht machen müsste, wenn "ES", das Trinken damals nicht wieder dagewesen wäre.

Heute habe ich einen Tag, den ich am liebsten vergessen möchte. Alle und Alles scheint sich gegen mich zu stellen und ich habe das Gefühl, alles hat Schuld, dass es mir schlecht geht, bloß ich alleine nicht. Knüppeldick steht die Arbeit wie ein Riesenberg vor mir und ich zürne mit Gott und der Welt, weil ich mit zwei Händen zu wenig schaffen kann. Zieh mich zurück nach dem Motto, ihr werdet schon sehen, wenn ich nicht mehr kann. Und dabei ist es mein ganz alleiniger Kram, der geregelt werden muss. Wenn "ER" damals nicht getrunken hätte, hätte ich den Stress nun nicht am Hals, so rädert es dauernd in meinem Kopf. Dabei dachte ich, über die Phase wäre ich längst raus. Das macht mich zusätzlich frustig.

Das depressive Loch tut sich mächtig auf und der Kopf tut sich sehr schwer, die Gefühle in den Griff zu bekommen. Ich werde mich aber jetzt erst einmal aufraffen und Sachen schleppen, wenn ich wütend und frustriert bin, geht das am einfachsten. Außerdem macht es mich müde, damit ich heute abend endlich mal wieder vernünftig schlafen kann.
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Ette hat zum Thema: Rückfall, aber nicht ins Trinken geschrieben
Apfel
neuer Teilnehmer


Geschlecht: Geschlecht:Weiblich
Anmeldungsdatum: 21.10.2006
Beiträge: 270

BeitragVerfasst am: 03.02.2007, 17:45    Titel: Re: Rückfall, aber nicht ins Trinken Antworten mit Zitat Beitrag dem Moderator/Admin melden

Hallo Ette,

Zitat:
dass ich das alles nicht machen müsste, wenn "ES", das Trinken damals nicht wieder dagewesen wäre.


Ich hatte die gleichen Gedankengänge, als ich frisch getrennt war. Und ich stand auch vor einem riesen Haufen, wußte nicht, wo ich anfangen sollte. War der erste Schritt getan, ergab sich der nächste.
Es gibt für alles eine Lösung. Man darf sich nur nicht zu sehr stressen und zu viel von sich fordern.

Und es ist auch ein verdammt gutes Gefühl mal über seinen eigenen Schatten gesprungen zu sein. Du tust es für dich.

Vielleicht ist es gut über die Alternative nachzudenken? Wie würde es dir jetzt gehen, wenn du den Absprung nicht geschafft hättest?

Gruß Apfel







kopf hoch Smilie
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Apfel hat zum Thema: Re: Rückfall, aber nicht ins Trinken geschrieben
Ette
sehr aktiver Teilnehmer


Geschlecht: Geschlecht:Weiblich
Anmeldungsdatum: 25.01.2007
Beiträge: 1660
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BeitragVerfasst am: 03.02.2007, 20:46    Titel: Re: Rückfall, aber nicht ins Trinken Antworten mit Zitat Beitrag dem Moderator/Admin melden

So frisch ist die Trennung gar nicht mehr. Allerdings kamen dieser Tage beim Um- und Einpacken noch so manche Dinge wieder zum Vorschein, die mich erinnern ließen. Auf jeden Fall habe ich heute eine ganze Menge geschafft, wenn ich auch an der ein oder anderen Schrauberei wieder gescheitert bin. Es ist zum Mäuse melken, dass ich handwerklich nicht so richtig geschickt bin. Aber vielleicht kommt das davon, dass ich mich da immer auf "den Mann im Haus" verlassen habe. Und den gibts ja nu nicht mehr.... Also muss frau lernen, mit Werkzeug besser umgehen zu können, wenn ich nicht wegen jedem Bisschen Schrauberei um Hilfe bitten will. Wenn das Lernen nur nicht so Zeit raubend wäre!

Der Kopf hat dann am Nachmittag auch irgendwann wieder die Gefühle in den Griff bekommen und das kleine Mädchen getröstet. Mal sehen, wie es mir morgen geht. Für heute mache ich erst einmal Schluss mit der Malocherei.
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Ette hat zum Thema: Re: Rückfall, aber nicht ins Trinken geschrieben
Apfel
neuer Teilnehmer


Geschlecht: Geschlecht:Weiblich
Anmeldungsdatum: 21.10.2006
Beiträge: 270

BeitragVerfasst am: 03.02.2007, 21:02    Titel: Re: Rückfall, aber nicht ins Trinken Antworten mit Zitat Beitrag dem Moderator/Admin melden

Hallo Etti,

vor den handwerklichen problemen stand ich auch schon. aber man schafft mehr, als man glaubt. es dauert eben etwas länger, als bei mann Lachen

Zitat:

Wenn das Lernen nur nicht so Zeit raubend wäre!


Es macht uns unabhängig.
Smilie

Gruß Apfel
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Apfel hat zum Thema: Re: Rückfall, aber nicht ins Trinken geschrieben
baggerschen
aktiver Teilnehmer


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Beiträge: 528
Wohnort: Thüringen / Gera, Greiz

BeitragVerfasst am: 03.02.2007, 21:13    Titel: Re: Rückfall, aber nicht ins Trinken Antworten mit Zitat Beitrag dem Moderator/Admin melden

Hallo Ette ... hallo Apfel...

Lernen ist doch nicht zeitraubend.... Lernen ist doch das Leben....
Wenn man nicht ständig lernt ... lebt man nicht mehr...
Gefühle zulassen und ausleben ist ein Lernschritt.. Liebe Ette alles was du schaffst ist ein Schritt für dein Selbstbewußtsein...und es wird steigen...Du schaffst das...

in diesem Sinne...
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baggerschen hat zum Thema: Re: Rückfall, aber nicht ins Trinken geschrieben
Ette
sehr aktiver Teilnehmer


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Anmeldungsdatum: 25.01.2007
Beiträge: 1660
Alter: 55

BeitragVerfasst am: 04.02.2007, 07:57    Titel: Re: Rückfall, aber nicht ins Trinken Antworten mit Zitat Beitrag dem Moderator/Admin melden

Ach Baggersche, ich weiß ja, dass leben immer auch lernen bedeutet. Ich strenge mich ein halbes Jahrhundert an, lerne, gehe vorwärts, will zuversichtlich sein und versuche immer wieder, alles zu schaffen. Im Moment habe ich das Gefühl, dass ich mit meiner Kraft am Ende bin. Ich wünschte mir halt einfach, dass einer käme, der sagt, hör auf, dich anzustrengen, ich mach das für dich. Es ist ja nicht so, dass mir niemand hilft, aber es ist halt mein Ding und ich muss alles auf die Reihe kriegen und es sind solche Berge! Am liebsten würde ich überhaupt nicht mehr aufstehen morgens.
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Ette hat zum Thema: Re: Rückfall, aber nicht ins Trinken geschrieben
Skye
Gast






BeitragVerfasst am: 04.02.2007, 12:16    Titel: Re: Rückfall, aber nicht ins Trinken Antworten mit Zitat Beitrag dem Moderator/Admin melden

Hallo Ette,

wenn man sich lange um alles allein gekümmert hat, das alles funktioniert und läuft, sich die Verantwortung für zwei Leben aufgeladen hat, dann fühlt man sich irgendwann ausgebrannt, ich kenne das. Da ist einem die Verantwortung für das eigene Leben schon zuviel.

Was mir hilft, wenn ich mal wieder das Gefühl habe, ich schaffe es nicht, es wird mir alles zuviel, dann setzt ich mich hin, versuche runter zu kommen und sage mir selbst: Ruhe bewahren, alles findet sich, es hat sich bisher immer gefunden und wird es auch weiterhin. Eine zeitlang hing an meinem Badezimmerspiegel ein Zettel mit den Worten: "Es gibt für alles eine Lösung".

Oft hilft es mir auch, einfach mal alles liegen zu lassen und für eine halbe Stunde mal raus zu gehen. Da bekomme ich den Kopf frei und es hilft mir, mich aktiv mit meinem Problem zu beschäftigen, statt passiv auf die Lösung zu hoffen. Die Lösung kann auch sein einfach mal nichts zu tun, bei Dingen die gerade nicht beeinflussen kann und abzuwarten.

Es war bisher immer so in meinem Leben und sicher auch in Deinem, alles hat sich gefunden, nichts ungelöst oder unerledigt geblieben. Vielleicht wäre es eine Hilfe wenn Du mal überlegst, was Du an andere abgeben kannst, wo Dir geholfen werden kann und die Sache dann auch abzugeben im Vertrauen, das es erledigt wird.

Richte Dein Augenmerk auf die nächste Aufgabe, nicht auf den Berg, Du musst heute nicht Dein ganzes Leben erledigen. Ein Freund hat mir den Rat gegeben, daß auch Co's nur in 24 Std. Rhythmen denken sollten. Ein kluger Rat......

Ich wünsche Dir einen schönen Sonntag……

Skye
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Skye hat zum Thema: Re: Rückfall, aber nicht ins Trinken geschrieben
baggerschen
aktiver Teilnehmer


Geschlecht: Geschlecht:Weiblich
Anmeldungsdatum: 05.01.2007
Beiträge: 528
Wohnort: Thüringen / Gera, Greiz

BeitragVerfasst am: 04.02.2007, 15:11    Titel: Re: Rückfall, aber nicht ins Trinken Antworten mit Zitat Beitrag dem Moderator/Admin melden

Liebe Ette...

Lernen = Leben .. heißt nicht immer nur ... Vorwärts gehen... oftmals muss man die Strecke wieder zurück und an der Kreuzung eine neue Richtung einschlagen...
Ja es sind viele Berge auf diesen Wegen .. aber versuch mal über die Berge zu gehen und nicht drumrum... Das Chaos in deinem Kopf ist das erste was du ordnen musst... Teile ein in Wichtig und Unwichtig .. setz Prioritäten...Und mit einemal läufst du nicht mehr über Berge sondern über Hügel...
Du sieht die vielen Sachen die du erledigen musst und rechnest die Zeit aus die du dafür benötigst ...du meinst dein Tag müsste dafür 48 Std.. haben... ist aber nicht so .. viele Dinge sind nur Minutensache...deshalb erledige eins nach dem anderen ... mach dir ne Liste und streiche einfach ab...Das heißt also .. in erster Linie musst du deinen Kopf auf die Reihe bekommen dann klappt das auch mit den vielen Dingen...Man kann ein Pferd nunmal nicht von hinten aufzäumen...
Und Kraft hast du ... die wächst nämlich in dir selber... du musst es nur zulassen...
Wenn du nix zu tun hättest würdest du nach 3 Tagen in Langeweile verfalle ... das währe doch auch nicht das was du möchtest oder?...

Also Kopf hoch ... Augen zu... vertrau dir selber...und los gehts...

in diesem Sinne...
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baggerschen hat zum Thema: Re: Rückfall, aber nicht ins Trinken geschrieben

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