| Entgiftung und danach?? • Kommunikation mit Euren Kindern |
|
|
| Autor |
Nachricht |
|
|
Apfel neuer Teilnehmer
Geschlecht:  Anmeldungsdatum: 21.10.2006 Beiträge: 270
|
Verfasst am: 23.01.2007, 23:02 Titel: Was bin ich? Zu gut, naiv, bescheiden, sehr anpassungsfähig? |
|
|
Hallo zusammen!
Ich würde gern etwas mehr über die Stärken und Schwächen von uns Co's erfahren. Momentan, empfinde ich meine Stärken eher als Schwächen.
Ich würde mich als eine freundliche Person mit wenig Feinden bezeichnen. Ich habe für jeden ein offenes Ohr und Verständnis. Ich bin eher bescheiden, stelle also keinen großen Ansprüche.
Und ich glaube daran, dass alles gut wird.
War es am Ende meine Bescheidenheit, meine Anpassungsfähigkeit, mein glaube an das Gute, die mich so lange an einer Beziehung mit Alki halten liessen? Was es einfach nur finanzielle Abhängigkeit? War es Angst vorm alleinsein? War es das Zugeständnis zu sagen, dass in meinem Leben etwas gescheitert ist, wo ich doch sonst immer alles gemeistert hab?
Habe ja hier Beiträge gelesen, dass unsereins mehrmals auf einen Alkoholiker hereinfallen kann. Was finden wir so toll an solchen Typen?
Dass Sie uns terroriesieren, belügen, uns unsere Freiräume nehmen wollen?
Wir geben ihnen Vertrauen, Hoffnung, Freiheit und sie nehmen uns das alles? Wir geben, sie nehmen. Wir wollen doch auch etwas bekommen?
Gruß Apfel |
|
| Nach oben |
|
| Apfel hat zum Thema: Was bin ich? Zu gut, naiv, bescheiden, sehr anpassungsfähig? geschrieben
|
|
 |
Elki neuer Teilnehmer
Geschlecht:  Anmeldungsdatum: 07.08.2006 Beiträge: 264 Wohnort: NRW Nähe Köln
|
Verfasst am: 24.01.2007, 07:58 Titel: Re: Was bin ich? Zu gut, naiv, bescheiden, sehr anpassungsfähig? |
|
|
Tja Apfel,
wenn du einen Apfel haben willst musst du etwas tun um ihn zu bekommen, mindestens darum bitten, ihn kaufen oder ihn pflücken. So ist es auch in Beziehungen, aktiv werden ist angesagt.
Nett, dass du nett bist. Nicht nett ist, dass du vermutlich innerlich des öfteren schäumst vor Wut, Frust und Enttäuschung, dass du traurig bist, hilflos und entmutigt. All diese Gefühle haben eine Daseinsberechtigung und gehören zu einem Menschen dazu. Wer nicht wütend ist, kann auch nicht lachen, so ist das meistens.
Das ist meine Einschätzung von Co´s, war selber lange genug eine, bin es möglicherweise immernoch!
LG
Elke |
|
| Nach oben |
|
| Elki hat zum Thema: Re: Was bin ich? Zu gut, naiv, bescheiden, sehr anpassungsfähig? geschrieben
|
|
 |
Lilly12 Gast
|
Verfasst am: 24.01.2007, 09:37 Titel: Re: Was bin ich? Zu gut, naiv, bescheiden, sehr anpassungsfähig? |
|
|
Hallo Apfel,
mal from the other Side
| Zitat: | | Ich würde mich als eine freundliche Person mit wenig Feinden bezeichnen. Ich habe für jeden ein offenes Ohr und Verständnis. Ich bin eher bescheiden, stelle also keinen großen Ansprüche. |
Damit hast Du die idealen Vorrausetzungen geschaffen, ne prima CO zu werden.
Immer für jeden da sein zu wollen, helfen zu wollen, keine großen Ansprüche, das weist ja auf ein starkes Helfersyndrom hin.
Warum eigentlich so bescheiden ? Warum keine großen Ansprüche stellen ? Gerade an den Partner sollte man meines Erachtens hohe Ansprüche stellen, falls man mit ihm alt werden möchte.
| Zitat: | | War es am Ende meine Bescheidenheit, meine Anpassungsfähigkeit, mein glaube an das Gute, die mich so lange an einer Beziehung mit Alki halten liessen? Was es einfach nur finanzielle Abhängigkeit? War es Angst vorm alleinsein? War es das Zugeständnis zu sagen, dass in meinem Leben etwas gescheitert ist, wo ich doch sonst immer alles gemeistert hab? |
Ja, sicher war es das alles zusammen. In eine finanzielle Abhängigkeit gerät man ja als Frau besonders schnell, wenn Kinder da sind, man zur Hausfrau wird, passiert das ja oft automatisch. Und Angst vorm Alleinsein ist sicher ein wichtiger Punkt, sonst hätte man sich ja eher getrennt. Auch mit Kindern gibt es immer Möglichkeiten zu einer Trennung.
| Zitat: | | Habe ja hier Beiträge gelesen, dass unsereins mehrmals auf einen Alkoholiker hereinfallen kann. Was finden wir so toll an solchen Typen? |
„Hereinfallen“ halte ich für ein unglücklich gewähltes Wort. Vielleicht sucht man sich unbewusst einen Partner, der Probleme hat und man seinem Helfersyndrom ausleben kann, ist doch ein tolles Gefühl, immer die Helfende zu sein, oder ? Ich weiß, klingt jetzt sehr provozierend, aber denk mal drüber nach. Manchmal versucht man so, sein eigenes Selbstbewusstsein aufzupolieren. Will damit nicht sagen, das es bewusst passiert. Der Grundstein für mangelndes Selbstbewusstsein wird schon in der Kindheit gelegt, als man es noch gar nicht selber beeinflussen konnte. Wenn man nie von den Eltern gelobt wird, nie „gut genug“ ist, sei es in der Schule oder sonst wo. Manche Eltern versuchen ihre eigene Mittelmäßigkeit durch besondere Leistungen ihrer Kinder zu übertünchen.
| Zitat: | Dass Sie uns terrorisieren, belügen, uns unsere Freiräume nehmen wollen?
Wir geben ihnen Vertrauen, Hoffnung, Freiheit und sie nehmen uns das alles? Wir geben, sie nehmen. Wir wollen doch auch etwas bekommen ? |
Hier muss ich noch mal eindringlich darauf hinweisen, das Alkoholismus eine Suchterkrankung ist. Auch wenn das schwer zu akzeptieren ist, ist es doch so.
Wir können nichts mehr geben, solange wir nasse Alkies sind, dazu sind wir nicht mehr fähig. Unsere Gedanken drehen sich am Ende nur noch darum, wo bekomm ich den nächsten Stoff her, wann kann ich endlich wieder saufen. Alles andere wird egal. Die Sucht hat uns fest im Griff, sie ist viel stärker als alles andere, auch als Liebe.
Und frei sind wir selber nicht mehr, und wir würden für Alk alles tun, lügen, betrügen, im Notfall sicher auch stehlen. Vielleicht liest Du mal, wenn Du Zeit hast, Karstens Geschichte. Ich erkenne mich da in vielen wieder, vielleicht verstehst Du dann besser.
Bekommen kannst Du gar nix mehr von einem nassen Alkie, es ist uns einfach durch unsere Erkrankung nicht möglich.
Wir tun ja unseren Lieben nicht weh, weil wir Spaß dran haben, sicher nicht. Vertrauen kann man nassen Alkies auch nicht, sie lügen für die Sucht.
ABER: Man kann seine Suchterkrankung stoppen, wenn auch nie mehr heilen. Dann muß aber der Betroffene alles dafür tun, aus seiner eigenen Entscheidung heraus. Dazu benötigt man Hilfe und einen festen Willen, es muß an erster Stelle stehen, auch der Partner darf in diesem Fall erst an zweiter stehen, sonst wird datt nix.
Und es kann auch passieren, das beim Trockenwerden der CO auf der Strecke bleibt. Weil man als trockener Alkie wieder alles klarer sieht mit der Zeit und feststellt, Moment mal, das ist gar nicht der Partner, mit dem ich alt werden will. Kommt öfters vor und tut dann sicher sehr weh. Beiden Seiten allerdings.
Werden wir trocken, können wir auch alles wieder selber. Verantwortung übernehmen, eigenständig und konsequent werden, unseren Pflichten nachkommen, wir verändern uns dann sehr. Damit kommt nicht jeder CO klar, er könne sich dann überflüssig und nutzlos vorkommen. Kann, aber muss nicht passieren.
So, mehr fällt mir grad nicht ein. Ich weiß, es ist nicht schön, was ich Dir da schreibe, aber es ist leider die Wahrheit. Je eher Du sie kennst, desto besser.
LG an Dich
Lilly |
|
| Nach oben |
|
| Lilly12 hat zum Thema: Re: Was bin ich? Zu gut, naiv, bescheiden, sehr anpassungsfähig? geschrieben
|
|
 |
Marjel Gast
|
Verfasst am: 24.01.2007, 12:04 Titel: Re: Was bin ich? Zu gut, naiv, bescheiden, sehr anpassungsfä |
|
|
| Apfel hat Folgendes geschrieben: |
Habe ja hier Beiträge gelesen, dass unsereins mehrmals auf einen Alkoholiker hereinfallen kann. Was finden wir so toll an solchen Typen?
Dass Sie uns terroriesieren, belügen, uns unsere Freiräume nehmen wollen?
Wir geben ihnen Vertrauen, Hoffnung, Freiheit und sie nehmen uns das alles? Wir geben, sie nehmen. Wir wollen doch auch etwas bekommen?
|
Hallo Apfel,
die gleiche Frage stelle ich mir auch immer wieder. Ich habe Angst davor, daß sich alles wiederholen könnte, mit einem anderen Mann.
Ich frage mich, was ich für mich ändern kann, daß es mir nicht noch einmal passiert.
Co-Abhängighkeit wird ja auch als Abhängighkeit und Krankheit verstanden, andere Stimmen halten das Verhalten schlicht für menschlich und nicht für krank.
Na ja, was so zum Persönlichkeitsmerkmal von Co-Abhängigen gesagt wird finde ich wenig schmeichelhaft:
"Der co-abhängige Mensch hat in der Regel einige grundlegende Wesenszüge, die quasi schon den Weg in die Co-Abhängigkeit vorzeichnen. Hauptursache für diese Krankheitsentwicklung ist in den meisten Fällen ein mangelndes Selbstwertgefühl, und niemand ist da, der den co-abhängigen Menschen davon überzeugen kann, dass es für diese Lebenseinstellung überhaupt keinen Grund gibt.
Der oder die Co-Abhängige ist in der Regel unangemessen stark an anderen Menschen, nach Außen. orientiert (Was sollen die anderen nur denken...)
Ohne Beziehung empfindet sich diese Person als „Nichts“ und „wertlos“ (er/sie ist meine zweite Hälfte, nach der ich immer schon gesucht habe...)
Deshalb wird an der Beziehung um jeden Preis festgehalten – „geklammert“ (ich will ihn/sie nicht um keinen Preis verlieren)
Der oder die Co-Abhängige ist meist nicht in der Lage, sich als „eigenständig“ von anderen Menschen abzugrenzen (was sollte ich denn allein nur tun?)
Diese Person reflektiert die Gefühle anderer und empfindet sie als „eigene“, obwohl sie nicht an diese Stelle „passen“ (Wir waren gestern so enttäuscht...)
Eigenen Wahrnehmungen kann nicht vertraut werden, erst, wenn sie von anderen bestätigt werden (du findest das sicher lächerlich, aber ich habe gestern..) Da der Co-Abhängige den eigenen Empfindungen oder der eigenen Auffassung nicht vertraut, fühlt er/sie sich unsicher. Hat jemand anderes nicht viel mehr Erfahrung? Ist die fremde Auffassung nicht bestimmt richtiger? Haben die anderen nicht mehr verstanden als ich? Zwangsläufig muss man lügen, erfinden und schnell reagieren. Um zum Beispiel schnell auf diese Gefühle reagieren zu können, sind eine Vielzahl von blitzschnellen Täuschungsmanövern erforderlich. (Da hast du was falsch verstanden, das habe ich so nicht gesagt...) Die Reaktionen eines Co-Abhängigen sind dadurch oft unehrlich. Der Co-Abhängige beginnt selbst ebenso zu lügen, wie es der Abhängige auch tut – nur auf anderer Ebene. Im Prinzip aber belügt er/sie vor allem sich selbst.
Eigene Gefühle haben Co-Abhängige unter Umständen gar nicht mehr. Sie fühlen sich innerlich wie tot. Un-Tote können nicht angemessen reagieren,. Sie funktionieren wie Roboter. Diese Menschen sollen hier nicht Gegenstand der Betrachtung sein.
Oder Co-Abhängige haben eine übermächtige, alles überschwemmende Menge an Gefühlen, die sie kaum bewältigen können. Ihr oberstes Gebot lautet:
Alles und jeden kann ich verstehen, alles verzeihen, ich werde nicht aggressiv – Wut findet nicht mehr bewusst statt – aber Weinen ist an der Tagesordnung, denn Verletztwerden ist etwas „normales“, etwas Alltägliches, was man dem Verursacher nicht übel nehmen kann (denn er meint das ja nicht so.. du siehst das ganz falsch, er ist überhaupt nicht so ... er kann nur einfach nicht anders...)
Die vermeintliche und meist eingebildete eigene Unzulänglichkeit soll damit verschleiert werden und ein „guter Eindruck“ erweckt werden. (Sogar sein eigener Vater hat gesagt: lass dich lieber scheiden, er wird dich sonst auch noch kaputt machen...)
Gleichzeitig wird eine Art stummer Vertag geschlossen: „ich sorge für dich und nehme dir alle Probleme ab. Ich finde immer eine Begründung für dein schlimmes Verhalten und lasse wieder und wieder zu, dass du mich erniedrigst – dafür darf ich mich als deinen Retter betrachten und die Lorbeeren für so viel Tapferkeit ernten“
Ein Co-Abhängige/r glaubt, ein anerkennenswerter Mensch ist nur der, der gebraucht wird; oder besser noch der, der eine so schwere Aufgabe bewältigt, die sonst kein anderer schaffen kann.
Ein Co-Abhängige/r ist absolut sicher, dass er/sie auf keinen Fall um seiner/ihrer selbst willen geliebt werden kann, sondern nur dann, wenn er/sie eine Leistung dafür erbringt. (was wollte ich machen, einer musste sich ja außer um den Haushalt auch noch um die Firma kümmern...)
Deshalb opfern sich Co-Abhängige deutlich sichtbar für den Suchtkranken (und für alle anderen erst recht) und für ihre Sache auf und machen sich auf diese Weise unentbehrlich. (Mein Vater hat mich früher geschlagen, ja, das stimmt, aber es ist schließlich meine Pflicht, ihn jetzt zu pflegen.... ich will niemandem etwas schuldig sein...)
Co-Abhängige sind meist insgeheim sehr stolz auf sich selbst – niemand um sie herum opfert sich so sehr auf, wie sie es tun. (Ich weiß auch nicht, wie ich das durchhalte, aber es muss ja sein... ich schaffe das schon...)
Und die Anerkennung für so viel Selbstlosigkeit lässt auch nicht lange auf sich warten – das „Umfeld“ reagiert entsprechend. (Wie du das nur schaffst... ich könnte das nicht...) Ahh, ein wenig Salbe auf die Wunden...
Co-Abhängige suchen bei allen unangenehmen Dingen sofort die Schuld bei sich selbst – sie „denken FÜR andere“ und nehmen bei jeder Empfindung ihnen gegenüber an, sie sei negativ gemeint. (Und du bist doch ärgerlich, auch wenn Du sagst, es stimmt nicht!“ oder „wenn ich nicht so reagieren würde, müsste er ja nicht lügen...)
Co-Abhängige glauben immer für alles verantwortlich zu sein und für alles eine Lösung finden zu müssen – auch ungefragt übernehmen sie Arbeiten, von denen sie meinen, dass sie getan werden müssen (...es hätte ja sonst doch niemand gemacht ...wenn man nicht alles selbst tut....) und wittern schnell und grundlos hinter unbedachten Handlungen von anderen die Ablehnung ihrer Person (..und dann hat sie mich angesehen und mit Karl getuschelt ...die Frau kann mich nicht leiden)
Ein/e Co-Abhängige/r denkt wirklich, ohne ihn, ohne sie, sei der Kranke verloren – sie sind seine letzte Rettung, danach kommt nur noch Siechtum und Tod. („Niemand versteht, wie sehr er sich selbst dafür hasst und wie sehr es ihm leid tut, wenn er mich schlägt...“ „was soll dann aus ihm werden... wenn ich nicht für ihn sorge, muss er eines Tages unter einer Brücke schlafen...)
Der/Die Co-Abhängige muss unentbehrlich werden, damit nicht nur die Dankbarkeit des Kranken garantiert ist, sondern alle in dem Umfeld froh sind, dass es sie/ihn gibt. Dann ist das „nichts- wert- sein“ endlich kompensiert: mit äußerster Anstrengung und Verausgabung bis zum Umfallen ist endlich das erreicht, was man so sehr braucht - man wird anerkannt und hat doch immer das unangenehme Gefühl und die Angst, nicht wirklich geliebt zu werden. Obwohl der Kranke und die anderen Personen aus dem Umfeld praktisch auf die Hilfe und den vollen Einsatz des/der Co-Abhängigen angewiesen sind, bleibt die immer währende Ungewissheit: „habe ich denn immer noch nicht genug getan, dass man mich dafür lieben kann? Ich bin sogar bei äußerstem Einsatz nur ein Versager!“"
Ich finde, das vieles davon nicht auf mich zutrifft, aber einiges schon, z.B. das ewig schlechte Gewissen, weil ich mich entschieden habe ihn fallen zu lassen um selbst nicht weiter zu leiden. Ich bin sicher auch jemand, der sich oft fragt, was andere denken. Und ich ertrage Situationen in denen es mir nicht gut geht immer sehr lange, zu lange, weil ich die Hoffnung nicht aufgeben kann, daß sich doch etwas zum positiven ändert.
Das ich für mein Zu-ihm-Halten Anerkennung aus meinem Umfeld bekommen habe, trifft auch nicht zu. Die Menschen in meiner Nähe machten sich eher Sorgen um mich, haben nicht verstanden, warum ich bei ihm bleibe oder es immer wieder mit ihm versuche. Ein Bekannter sagte neulich zu mir, ich sollte mir mal überlegen, ob ich mich überhaupt selbst liebe, schließlich hätte ich nur ein Leben.
Die Vorstellung, daß der Partner seinen persönlichen Tiefpunkt erreichen muß, vielleicht ganz abstürzen muß um zur Einsicht zu gelangen ist nicht leicht zu ertragen.
Ich weiß nicht, warum ich mich so Co verhalte. Laut meiner Therapeutin ist es oft ein bereits in der Kindheit erlerntes Verhalten. Sie fragte, ob es andere Alkohol abhängige in der Familie gibt. Ich weiß aber von keinem, meine Eltern ebensowenig. Wir sind zusammen die ganze Verwandschaft "durchgegangen".
Und das ich mein Selbstwertgefühl daraus ziehen soll vereinbart sich für mich auch nicht mit dem Leid, daß es verursacht.
Ich habe einen anstrengen Job, in dem ich mich schon um die Angelegenheiten anderer Leute kümmern muß und sehne mich danach mich auch mal anlehnen zu können und schwach sein zu dürfen. Ich sehne mich nach jemandem, der sich auch mal um meine Bedürfnisse kümmert.
Ups, das war jetzt ganz schon viel.
Marjel |
|
| Nach oben |
|
| Marjel hat zum Thema: Re: Was bin ich? Zu gut, naiv, bescheiden, sehr anpassungsfä geschrieben
|
|
 |
Freund Gast
|
Verfasst am: 24.01.2007, 12:12 Titel: Re: Was bin ich? Zu gut, naiv, bescheiden, sehr anpassungsfähig? |
|
|
Moin Apfel,
Lob an unsere Lilly, sie hat deinem nur einseitig beleuchtetem Studio
Flutlicht von allen Seiten gegeben ! Zeit zum Nachdenken.
Gruß, Freund. |
|
| Nach oben |
|
| Freund hat zum Thema: Re: Was bin ich? Zu gut, naiv, bescheiden, sehr anpassungsfähig? geschrieben
|
|
 |
Marjel Gast
|
Verfasst am: 24.01.2007, 12:33 Titel: Re: Was bin ich? Zu gut, naiv, bescheiden, sehr anpassungsfähig? |
|
|
| Hm, ich finde es gut, wenn wir uns endlich mal mit uns selbst und unseren Gefühlen beschäftigen. Die meisten Threads hier handeln ja davon, wie man dem Partner helfen kann, sollte oder müßte. |
|
| Nach oben |
|
| Marjel hat zum Thema: Re: Was bin ich? Zu gut, naiv, bescheiden, sehr anpassungsfähig? geschrieben
|
|
 |
Marjel Gast
|
Verfasst am: 24.01.2007, 12:37 Titel: Re: Was bin ich? Zu gut, naiv, bescheiden, sehr anpassungsfähig? |
|
|
Aber die Fragestellung finde ich falsch: Zu gut, naiv.... Das klingt schon wieder nach Verantwortung für die ganze eskalierte Situation übernehmen, den Fehler bzw. die Schuld bei sich selber suchen.
Ich glaube mit uns ist nichts falsch. Wir müssen einfach lernen, uns so lieb zu haben, wie wir sind und lernen den Schmerz zu beenden |
|
| Nach oben |
|
| Marjel hat zum Thema: Re: Was bin ich? Zu gut, naiv, bescheiden, sehr anpassungsfähig? geschrieben
|
|
 |
Marjel Gast
|
Verfasst am: 24.01.2007, 14:35 Titel: Re: Was bin ich? Zu gut, naiv, bescheiden, sehr anpassungsfähig? |
|
|
Ich lese gerade "Die Sucht gebraucht zu werden" von Melody Beatti, erschienen im Heine Verlag. Die Autorin ist trockene Alkoholikerin und selbst Co-abhängig gewesen.
Da steht viel aufschlußreiches über die Gründe des Handelns von Co-Abhängigen, ohne Vorwurfsvoll zu sein. Ich finde es sehr gut! |
|
| Nach oben |
|
| Marjel hat zum Thema: Re: Was bin ich? Zu gut, naiv, bescheiden, sehr anpassungsfähig? geschrieben
|
|
 |