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Wie sag ich es meinen Kindern???

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Autor Nachricht
Pott
neuer Teilnehmer


Geschlecht: Geschlecht:Weiblich
Anmeldungsdatum: 18.11.2006
Beiträge: 301

BeitragVerfasst am: 18.01.2007, 07:19    Titel: Re: Wie sag ich es meinen Kindern??? Antworten mit Zitat Beitrag dem Moderator/Admin melden

Guten Morgen,

das haste richtig erkannt, dass du dich ändern musst/kannst.

Ich finde es sehr wichtig, dass die Lehrer Bescheid wissen. Dank Pisa werden verhaltensauffällige (jeder, der den Durchschnitt nicht erfüllt) Kinder bei uns sehr schnell in die Sonderschule abgeschoben und man macht sich nicht mehr die Mühe, sich mit langsameren Kindern zu beschäftigen.
Meine Tochter war auf dem linken Ohr taub und wurde vor 3 Jahren operiert. Sie ist dadurch ca um 1 Jahr in der Entwicklung zurückgeworfen und das Hörvermögen scheint nun wieder etwas schlechter zu werden. Uns wurde wieder die Sonderschule nahe gelegt und das nur, weil sie im rechnen ein wenig langsamer ist als andere Kinder. Lesen und schreiben dagegen ist top. Unnötig zu erwähnen, dass ich abgelehnt und die Flucht nach vorne angetreten habe. Ich habe von meinem Mann erzählt und plötzlich sah ich sowas wie einen AHA Effekt.
Solange man nicht mit den Lehrern redet, kann nicht entgegen gewirkt werden. Es geht um die Kinder, nicht darum, die Fassade der Familie aufrecht zu erhalten - in den meisten Fällen weiß das Umfeld eh schon Bescheid......
Du kannst ja schon mal langsam vortasten, wenn der Papa wieder Ausfallerscheinungen hat. Man liest so unglaublich viel in der Mimik der Kinder.....und bei Fragen, frag nur

Schönen Tag
Heike
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Pott hat zum Thema: Re: Wie sag ich es meinen Kindern??? geschrieben
Oscarchen
neuer Teilnehmer


Geschlecht: Geschlecht:Weiblich
Anmeldungsdatum: 15.01.2007
Beiträge: 107
Wohnort: Süddeutschland

BeitragVerfasst am: 18.01.2007, 11:06    Titel: Re: Wie sag ich es meinen Kindern??? Antworten mit Zitat Beitrag dem Moderator/Admin melden

Hallo Heike!
Ich finde es gut das du für deine Tochter so kämpfst,ihr versucht ein erfolgreiches Leben zu geben.

Das alles möchte und tue ich auch,glücklicherweise ist es hier in der Großstadt gut möglich die Schule und die Förderung für meine Kinder zu bekommen ,die sie brauchen.

Meine Kinder sind sehr leistungsorientiert ,ich versuche manchmal dagegen zu wirken ,auch Fehler dürfen sein,langsamkeit darf sein !!!
Ich habe ja keine perfekte Maschine haben wollen,Marke Einheitskind ,sondern ein Kind ne richige Persönlichkeit mit Ecken und Kanten.

Kinder dürfen langsam wachsen,das Gras wächst ja auch nicht schneller wenn man dran zieht.............

Am Montag muß ich aber das erste Mal zum Lehrergespräch ,das o.g wird mein Thema sein........schluck ,ein wenig Mut tät gut...
Da ich mit meinen Kindern täglich lerne und auch in der Schule dort die Hausaufgabenbetreung leite (arbeite dort 1 Stunde pro Tag mehr geht im Augenblick gesundheitlich nicht),kann ich glücklicherweise mich wehren ,die geeigneten Lösungen mitbeantragen usw...
.
Wobei das Alkoholproblem noch für mich immer noch Tabuthema sein wird-trau mich noch nicht-schäm mich denn auch.
Denn geschwätzt wird schnell .
Das Oscarchen wünscht dir einen schönen Tag





Verlegen Sehr glücklich
P.s Die größte und schwerste Änderung wird wohl in meinem Leben sein ,
das zu tun was ich will und bei dem Standpunkt zu bleiben-nicht umzufallen wegen der bedrohten Harmonie wegen.
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Oscarchen hat zum Thema: Re: Wie sag ich es meinen Kindern??? geschrieben
Kerstin1978
Gast






BeitragVerfasst am: 19.01.2007, 07:19    Titel: Re: Wie sag ich es meinen Kindern??? Antworten mit Zitat Beitrag dem Moderator/Admin melden

Hallo Oscarchen,

die anderen haben es ja bereits erwähnt....Wahrheit ist angebracht !

Ich kann Dir aus meinen Erfahrungen berichten, dass es nur schadet, wenn das Thema tot geschwiegen wird. Niemand hat drüber geredet, obwohl es jeder wusste. Meine Mutter war stets bemüht, uns eine schöne Kindheit zu bieten. Doch das Verhalten meines Vaters war teils unerträglich. Kam er spät abends von der Arbeit, zog er sich um und ging in die Kneipe..und das jeden Tag. Wir mussten unseren Vater entbehren, weil er so lange arbeitete täglich und dann ging er auch noch in die Kneipe. Ich habe meinen Vater damals auch noch geliebt, hatte mir aber damals (als die Situation eskalierte) gewünscht, dass meine Mutter den Schritt der Trennung gegangen wäre.
Freunde hatte ich in der Grundschulzeit auch jede Menge, aber ab der 5. Klasse (Schulwechsel) wurde ich generell gemieden.
Es mag jetzt hart klingen, aber heute widert mich mein Vater nur an. Liebe für ihn? PASSÉ !

Was ich damit sagen möchte....es tat uns Kindern verdammt weh, wenn wir unseren Vater besoffen sahen und uns ruhig verhalten sollten, auch wenn es nach außen den Anschein hatte, es wäre nichts. Wir konnten uns gut verstellen... .

Der Vater meiner Tochter ist ebenso uneinsichtiger Alkoholiker. Damit meine Kleine (heute 3) nicht unter den gleichen Bedingungen leiden muss, habe ich rechtzeitig die Notbremse gezogen. Seitdem lebe ich mit meiner Tochter recht zufrieden, bin seit ihrer Geburt alleinerziehend.
Allerdings musste ich erstmal lernen, mit dem Thema "Mein Vater ist krank" umzugehen. Und das habe ich erst durch dieses Forum hier gelernt. Denn ich dachte mir "Einerseits hast Du Dich von Deinem Partner wegen der Krankheit von ihm getrennt, andererseits servierst Du Deiner Tochter das `Spiel´ beim Opa." Und er hat ihr schon seelisc weh getan. Aber das ist eine andere Geschichte. Jedenfalls habe ich gemerkt, dass es so nicht weitergehen kann.

Und es lebt sich wesentlich besser !!!

Nimm Deine Kinder in ruhiger Stunde zu Dir und rede offen mit ihnen. Du wirst sehen, sie verstehen es besser als Du glaubst. Denn lässt man es unter den Tisch fallen (wie bei uns geschehen), dann geben sich die Kinder selbst die schuld und sie zweifeln früher oder später auch an dem nicht-trinkenden Elternteil. So ist jedenfalls meine Erfahrung.

Ich halte Dir die Daumen !

Kerstin
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Kerstin1978 hat zum Thema: Re: Wie sag ich es meinen Kindern??? geschrieben
Oscarchen
neuer Teilnehmer


Geschlecht: Geschlecht:Weiblich
Anmeldungsdatum: 15.01.2007
Beiträge: 107
Wohnort: Süddeutschland

BeitragVerfasst am: 19.01.2007, 13:54    Titel: Re: Wie sag ich es meinen Kindern??? Antworten mit Zitat Beitrag dem Moderator/Admin melden

Weinen
Hallo Kerstin 1

Ich bin froh über deine ehlichen Worte-ich bin tief berührt.
Drück deine Mutter mal unbekanterweise von mir,was muß sie erlitten haben...
Schön das du es so klar erkennst und versuchst einen besseren Weg zu gehen.

Heute hat mich ne gute Freundin gefragt ,ob ich wieder mit den Kindern im Sommer für 1.Woche (sie hat auch welche)mitsamt unseren 2 Hunden an den Bodensee fahren möchte -juhu klar will ich...

Seiddem ich ihr hr vor ein paar Wochen von den Alkoholprob. von

meinem Mann gesprochen habe war ein wenig Eiszeit zwischen uns,ich

dachte schon sie würde mich nun verachten usw.aber heute erzählte sie mir das ihr Ex ständig Gekokks habe ,sie froh war den Absprung geschafft zu
haben-ihr Leben wäre sonst wohl den Bach hinunter....

Jetzt verstehe ich auch ihre Distanz ,als sie es von mir erfahren hatte(aber sie vermutete es eh schon, den mein Mann sähe zwischenzeitlich körperlich sehr ungesund aus,meinte sie...
Und da sie ne tolle Frau ist, bin ich froh das sie mich nicht fallenläßt Idee
Heute abend gehe ich das erstemal zu al-anon Familiengruppe und erhoffe mir soviel davon.
Den hier sind nur Rechtsanwälte,Ärzteund Co. um mich run ,mit ihren oft perfekten Leben,die feinen" Damen" da
muß immer alles schön sauber;alles perfekt in Ordnung sein, sein,grad deshalb fällt mir die Wahrheit doppelt schwer -zum Schluß stehen meine Kinder draußen vor der Tür
Und keiner darf mehr ihr Freund sein
Geschockt
Gut das es dieses Forum gibt ,es macht vieles klarer!
euer Oscarchen
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Oscarchen hat zum Thema: Re: Wie sag ich es meinen Kindern??? geschrieben
Sensei
aktiver Teilnehmer


Geschlecht: Geschlecht:Weiblich
Anmeldungsdatum: 05.01.2007
Beiträge: 623
Wohnort: Raum München

BeitragVerfasst am: 19.01.2007, 14:18    Titel: Re: Wie sag ich es meinen Kindern??? Antworten mit Zitat Beitrag dem Moderator/Admin melden

Hallo Oscarchen,

Deine Kinder haben ein Recht auf die Wahrheit. Sie bemerken alles, man lügt sich (wie in meinem Fall) selbst in die Tasche wenn man glaubt die Kleinen kriegen das nicht so mit. Ich habe mit meinen Kindern selbst offen über meine Krankheit gesprochen und da wurde mir das Ausmaß dessen, was sie mitkriegen erst wirklich bewusst. Es tut einem so weh, wenn die Kinder dir sagen, Mama Du richst nach Alkohol. Und das war noch nicht das Schlimmste was passiert ist.

Die Kinder machen sich ihre eigenen Gedanken und man kann ihnen nur durch Offenheit helfen, diese Gedanken richtig zu sortieren. Auch kann man ihnen helfen, Alkoholismus als Krankheit zu erkennen und zu akzeptieren. Ihnen erklären, dass die Trinkerei nichts mit ihnen zu tun hat, sondern aus einem inneren Zwang herauskommt, der nur mühsam, für manche garnicht zu steuern ist. Denn so kann man die Kinder auch vor Anfeindungen von aussen wappnen, inem man ihnen Wissen an die Hand gibt.

Ich habe meinen Kindern erklärt, dass ich krank bin, ich gegen meine Krankheit kämpfe und trotz allem versuche, ihnen eine gute Mutter zu sein.

Liebe Grüße

Sensei
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Sensei hat zum Thema: Re: Wie sag ich es meinen Kindern??? geschrieben
Oscarchen
neuer Teilnehmer


Geschlecht: Geschlecht:Weiblich
Anmeldungsdatum: 15.01.2007
Beiträge: 107
Wohnort: Süddeutschland

BeitragVerfasst am: 20.01.2007, 11:37    Titel: Re: Wie sag ich es meinen Kindern??? Antworten mit Zitat Beitrag dem Moderator/Admin melden

Morgen zusammen!
Also das die Kinder von die Wahrheit gesagt bekommen müssen, ist mir jetzt klar,hab ich ja spontan auch richtig...

Sie sollen ja gesund bleiben dürfen,ihren Gefühlen trauen lernen und diese ausdrücken dürfen...

Gestern bei al-anon war es sehr interessant.
Wobei hier in der Anonymität auch einiges leichter geht-anders eben.
Andererseits tat der direkte Kontakt auch gut,ich werde auf jeden Fall wieder hin gehen!
So nun werde ich mich jetzt mal nur aufs heute konzentrieren .
Und versuchen gelassen aufs Wochende zu blicken ...Winken
Also ein schönes Wochende und viele
Grüßle vom Oscarchen!
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Oscarchen hat zum Thema: Re: Wie sag ich es meinen Kindern??? geschrieben

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