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Die Entwöhnung "allein" gehen

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Meni
Gast






BeitragVerfasst am: 11.01.2007, 18:46    Titel: Die Entwöhnung "allein" gehen Antworten mit Zitat Beitrag dem Moderator/Admin melden

Da mein Gefährte und ich zu dem Schluss gekommen sind, dass es besser ist, wenn ich während der Entwöhnung separat lebe (wir suchen mir eine kleine Wohnung), stellen sich mir Fragen auf (ich werde diese Frage auch noch bei den Co's einstellen):

Habt Ihr damit Erfahrungen gemacht? Ich fühle mich einerseits gut, weil ich mich dann einerseits ganz auf die Entwöhnung konzentrieren kann, ohne die Alltagskämpfe, Kindererziehung, Sucht, Blutdruck usw., ich fühle mich wohl bei dem Gedanken, dass mein Gefährte Kraft schöpfen kann. Auf der anderen Seite kämpfe ich dauernd mit den Tränen, weil mein Gefährte in meinem ganzen Leben der einzige Mensch ist, der mir je unter die Haut gegangen ist, dem ich alles anvertrauen darf. Er hat sogar meine Essstörungen (um die 30 Jahre) nahezu heile gemacht. Ich möchte ihn nicht eine Minute missen, weil ich das Gefühl habe, dass er der Richtige ist. Damit meine ich nicht, dass er der richtige Co ist! Er ist einfach der Richtige. Er ist klug, S**, hat eine "normale" Familie, er hat soziale Intelligenz³, er ist für mich interessant.
Uff, das mag jetzt in eine Art Liebeserklärung ausarten, daher speichere ich das jetzt mal fix ab.

LG, Meni
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Meni hat zum Thema: Die Entwöhnung "allein" gehen geschrieben
Sensei
aktiver Teilnehmer


Geschlecht: Geschlecht:Weiblich
Anmeldungsdatum: 05.01.2007
Beiträge: 623
Wohnort: Raum München

BeitragVerfasst am: 11.01.2007, 19:00    Titel: Re: Die Entwöhnung "allein" gehen Antworten mit Zitat Beitrag dem Moderator/Admin melden

Liebe Meni,

oh je, das ist verflixt knifflig. Er scheint Dir ja wahnsinnig gut zu tun, das ist eines der schönsten Dinge, die wir haben. Einen Mensch an unserer Seite, einen echten Partner.

Wie steht er dazu? Von wem kam der Vorschlag zum getrennten wohnen? Worum habt Ihr gekämpft? Wollt Ihr nach erfolgreicher Entwöhnung wieder zusammen leben? Denkst Du, Du kannst diese schwierige Phase so gut überstehen?

Ich finde es schön, dass Du Deinem Gefährten eine solche Liebeserklärung machst.

Um von meinen Erfahrungen zu berichten. Wir haben durch meine Krankheit sehr sehr viele schwere Zeiten durchmacht. Meine Ehe war früher aufgrund der Eigenheiten meines Mannes (und wahrscheinlich auch meiner) sehr schwierig. Niemals hätte ich gedacht, dass er mit mir so durch Dick und Dünn geht. Er hat sich in dieser Zeit zu einem echten Partner entwickelt und ich würde ihn nicht missen wollen. Ohne ihn würde ich jetzt nicht hier sitzen und schreiben, wäre wohl eher in der Gosse oder im Knast, keine Ahnung.

Liebe Grüße

Sensei
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Sensei hat zum Thema: Re: Die Entwöhnung "allein" gehen geschrieben
Spedi
Gast






BeitragVerfasst am: 11.01.2007, 19:09    Titel: Re: Die Entwöhnung "allein" gehen Antworten mit Zitat Beitrag dem Moderator/Admin melden

Servus Meni,

die Fragen sind doch eher: erstens, gibt es eine Alternative, und zweitens: traust Du Dir das zu (=fühlst Du Dich dabei gut)?

Wie sich Dein Partner dabei fühlt, sorry, muss jetzt erst mal zweitrangig sein. Du musst für Dich die "Arbeit" des Trockenwerdens "leisten", und zwar nur für Dich. Ich glaube, Du hast hier schon genügend Beispiele im Forum gesehen, in denen Alkoholiker sich nicht auf sich, sondern andere Dinge konzentriert haben. Die Rückfälle waren an der Tagesordnung!

Ich kann Dir nur aus meiner Erfahrung sagen, dass ich mich lieber in meinem gewohnten Umfeld aufgehalten habe, weil es für mich weniger Belastung bedeutete. Ich hatte aber auch den Vorteil (ich empfinde das für mich so), eine LZT von 16 Wochen "dazwischen" zu haben. Und auch aus Sicht meiner Frau war es von Vorteil, weil sie meine Veränderungen zeitnah und direkt miterlebte, und nicht aus der Distanz heraus: wir konnten (und haben es auch) sofort miteinander reden (und zwar nicht nur über's Telefon - da fehlt die Körpersprache, die Mimik etc.).
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Spedi hat zum Thema: Re: Die Entwöhnung "allein" gehen geschrieben
Meni
Gast






BeitragVerfasst am: 11.01.2007, 20:54    Titel: Re: Die Entwöhnung "allein" gehen Antworten mit Zitat Beitrag dem Moderator/Admin melden

Wohlfühlpartner? Er ist es für mich auch nicht immer. Er hat, genau wie ich, Fehler und Einstellungen dem Leben gegenüber, die ich überprüfen muss, genau wie er. Was ich ihm hoch anrechne ist, dass er auch mir Zeit gibt, trotz des Stresses in letzter Zeit.

Wir denken, wenn ich eine Weile lang in eine eigene kleine Wohnung schlüpfe, können wir beide vielleicht besser zu uns kommen. Wir wünschen uns das beide sehr, und wir brauchen das auch.

Schwierig ist das gefühsmäßig trotdem, daher die Frage, ob jemand von Euch solche Lösungswege schon einmal gesucht oder sogar beschritten hat..

LG, Su
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Meni hat zum Thema: Re: Die Entwöhnung "allein" gehen geschrieben
Timster
neuer Teilnehmer


Geschlecht: Geschlecht:Männlich
Anmeldungsdatum: 25.11.2006
Beiträge: 361

BeitragVerfasst am: 11.01.2007, 21:29    Titel: Re: Die Entwöhnung "allein" gehen Antworten mit Zitat Beitrag dem Moderator/Admin melden

Hallo Meni,

toll, dass ihr den Mut und die Klarheit habt, das so durch zu ziehen. Es ist eine Chance zu sich selbst zu finden und da kann man zwar Hilfe für gebrauchen, aber den Weg selbst, muss ich für mich allein gehen. Du schreibst häufig von deinem Gefährten, ich denke weil du ihn liebst und er ein wichtiger Mensch in deinem Leben ist und dir gut tut, klar. Er kann dir deinen Weg jedoch nicht abnehmen. Ich denke auch nicht, dass er deine Essstörung nahezu heile gemacht hat, sondern das er dir "nur" die Möglichkeit eröffnet hat, das DU sie langsam in den Griff bekommst. Genau so, wie er dich nicht "trocken" machen kann. Da gibts nur eine die das kann und zwar Meni. Die oft genannte Zufriedenheit hier, heißt für mich Zufriedenheit mit mir selbst, erst dann mit meiner Situation, dem Leben etc. Ich muss mich sehr viel mit mir selbst beschäftigen, um für mich Zufriedenheit zu erlangen (bin damit aber noch lange nicht fertig Winken ). Kein anderer Mensch kann das für mich tun. Damit ich mich in meiner Haut wohl fühle, muss ich mich fragen wie ich denke und fühle und warum das so ist und um ganz ehrlich zu sein, da lenken mich andere Menschen im Moment noch zu sehr ab. Auch mein Alltag "übernimmt mich" noch so manches mal. Ich weiß jedoch, dass das eines Tages besser wird und ich auch mit anderen Menschen zusammensein kann, ohne mich dabei selbst zu vergessen oder zu verleugnen. Ich wünsche euch beiden viel Kraft für euren Weg. Ich glaube ihr tut das richtige.

Viele liebe Grüße,

Timster
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Timster hat zum Thema: Re: Die Entwöhnung "allein" gehen geschrieben
Astrid 2
neuer Teilnehmer


Geschlecht: Geschlecht:Weiblich
Anmeldungsdatum: 26.11.2006
Beiträge: 337
Wohnort: Berlin

BeitragVerfasst am: 12.01.2007, 00:28    Titel: Re: Die Entwöhnung "allein" gehen Antworten mit Zitat Beitrag dem Moderator/Admin melden

Huhu liebe Meni,

dazu kann ich gar nix sagen. Wir - also Männe und ich, wollten uns schon so oft trennen. Alk spielte bei uns beiden dabei eine Rolle. Doch nun werden wir Großeltern und haben nächsten März Silberhochzeit.

Daher ist das eine ganz andere Situation als bei Euch.
Trennung an sich befürworte ich, weil ich weiß, dass man danach den Partner oft in anderem Licht sieht. Das habe ich zig Mal erprobt.

Für euch könnte das doch echt eine Chance sein. Ergreife sie!!! Ich kann nicht von Männe das alles sagen: "Er ist klug, S**, hat eine "normale" Familie, er hat soziale Intelligenz³, er ist für mich interessant."

Also behalt ihn, auch wenn Du Dich vorher trennen musst- nur mein kleiner Rat.

Ich gehe nun ins Bett zu meinem unsexy Männe, der eben gerade muffelte, wo ich bleibe...

Winken

Alles Gute und gute Nacht von Astrid
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Astrid 2 hat zum Thema: Re: Die Entwöhnung "allein" gehen geschrieben
Franki
aktiver Teilnehmer


Geschlecht: Geschlecht:Männlich
Anmeldungsdatum: 26.11.2006
Beiträge: 690

BeitragVerfasst am: 12.01.2007, 02:55    Titel: Re: Die Entwöhnung "allein" gehen Antworten mit Zitat Beitrag dem Moderator/Admin melden

Hallo Meni,


Ich war noch nie mit jemanden 30 Jahre zusammen.Aber ich denke wenn es für euch beide die richtige Entscheidung ist, dann ist das so.

L.G.Frank
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Franki hat zum Thema: Re: Die Entwöhnung "allein" gehen geschrieben
carsten10
neuer Teilnehmer



Anmeldungsdatum: 27.09.2006
Beiträge: 28

BeitragVerfasst am: 12.01.2007, 14:05    Titel: Re: Die Entwöhnung "allein" gehen Antworten mit Zitat Beitrag dem Moderator/Admin melden

Hallo Meni


Lese schon lange deine Postings und sehe wie deine Gefühle Achterbahn fahren Warum machst du keine LZT du bist dort unter Aufsicht kannst dich mit Gleichgesinnten austauschen dich auf dein Trocken werden konzentrieren ohne den sonstigen Familienstress. Für mich war/ist meine Psychologin sehr wichtig die mir sehr zusetzt während unserer Sitzungen.
Du solltest dir auch unbedingt eine Psychologin suchen die auf Sucht spezialisiert ist findest du bei Therapie.de. Ich glaube wenn du alleine in einer Wohnung vor dich hin grübelst gehst du vor die Hunde

viel Glück auf deinem Weg

Carsten
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carsten10 hat zum Thema: Re: Die Entwöhnung "allein" gehen geschrieben

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