| Nach Alkoholtherapie mit Kiffen angefangen. • Vorstellung! |
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Freund Gast
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Verfasst am: 10.01.2007, 10:01 Titel: Re: Das bin ich... |
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Hallo Andi, hallo Dannilein,
Dannilein spricht davon, keiner könne einen mitziehen, wenn man denn nicht wolle.
Das kommt natürlich immer auf den Entwicklungsstand drauf an, also Vorsicht ist geboten.
Nur kommen wir hiermit schon ins Eingemachte:
Ein trockenes Leben zu erlernen besteht nicht nur darin, nichts mehr zu trinken und über den Willen zu gehen.
Ich habe mich seinerzeit vom Alkohol und seinem Umfeld gänzlich getrennt, weil ich ansonsten kein wirkliches Entrinnen erkannte. Ich habe abgeschlossen.
Ich habe mein Leben und mein Umfeld neu geordnet, dass ich mit trinkenden Menschen und Plätzen/Orten, an denen Alkohol getrunken oder er mir assoziiert wird, nicht mehr berührt wurde. Er sollte mir in meinem Leben nicht mehr allgegenwärtig sein.
Hätte ich mich also weiter mit Menschen umgeben, die Alkohol trinken oder mich „mitziehen“ wollen, egal wie mein Wille war, wäre meine Entwicklungsarbeit, mein Trockensein, gehemmt oder geschädigt worden.
Also nochmals, Vorsicht sei geboten. Und das ist nicht zu unterschätzen.
Ich habe noch nicht einmal „Freunde“ besucht, bei denen Alkohol im Haus war, meinen Tee konnten diese auch bei mir zuhause trinken, wenn sie denn meine Nähe suchten.
Gruß, Freund. |
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| Freund hat zum Thema: Re: Das bin ich... geschrieben
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Teichlinchen neuer Teilnehmer
Geschlecht:  Anmeldungsdatum: 04.01.2007 Beiträge: 265 Alter: 54 Wohnort: Magdeburg
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Verfasst am: 10.01.2007, 12:15 Titel: Re: Das bin ich... |
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Halli,hallo,
ich mogel mich mal einfach so dazwischen, weil ich auch eine Frage habe, die mir Kopfzerbrechen macht. Ich habe mich ja nun auch entschlossen mit dem Trinken aufzuhören, war bei einem Arzt und warte nun auf Nachricht von der BfA.
Aber wie bei Andy habe ich einen Mann der auch regelmäßig trinkt, d.h. in der Regel jeden Abend, ca 1 Flasche Wein, auch mal einen Cognac, für ihn ist das selbstverständlich und gehört zur Lebensqualität dazu, und ich glaube er ist noch nicht so weit unten wie ich und hat Entzugserscheinungen, nun weiß er, dass ich aufhören will und wir wollen einen alkoholfreien Haushalt danach führen, aber er sagt auch, dass bei Feiern und beim Grillen, dass Bier einfach dazugehört. Vielleicht ist es alles zu früh jetzt zu fragen, aber das beschäftigt mich eben, Auf die Grösse zurück zu kommen, wunder ich mich überhaupt was an Alkohol bei meiner Grösse von 1,49 m alles reinpasst.
Kann mir jemand einen Rat geben, wie ich damit in Zukunft umgehen soll.
Liebe Grüsse Teichlinchen |
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Sensei aktiver Teilnehmer
Geschlecht:  Anmeldungsdatum: 05.01.2007 Beiträge: 623 Wohnort: Raum München
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Verfasst am: 10.01.2007, 12:43 Titel: Re: Das bin ich... |
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Hallo Teichlinchen,
auch wenn ich meinem Mann lange sein abends zum Essen Bierchen gegönnt hab, hab ich gemerkt, wie schwer es mir fällt, seine Flaschen stehen zu sehen und meine häufigen Rückfälle haben mit Sicherheit auch damit zu tun. Seit dem Jahreswechsel haben wir uns nun zu einem gänzlich Alkfreien Haushalt entschieden und mir gehts um Klassen besser. Ich hätte jetzt kein Problem wenn er mal zum Grillen oder wenn Gäste kommen was trinkt, unter der Voraussetzung dass nix übrig bleibt, dh er die Reste entsorgt und auch die Flaschen entsorgt.
Letzten Endes musst Du für Dich entscheiden wo Deine Grenzen liegen, aber diese Grenzen müssen stehen.
Liebe Grüße
Sensei |
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| Sensei hat zum Thema: Re: Das bin ich... geschrieben
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DetroidDiesel neuer Teilnehmer
Geschlecht:  Anmeldungsdatum: 02.01.2007 Beiträge: 6 Wohnort: Koblenz
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Verfasst am: 10.01.2007, 13:48 Titel: Re: Das bin ich... |
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Hallo Andi,
das was Du schreibst trifft im großen und Ganzen 100%ig auch auf mich zu.Vor allem die Geschichte mit den Depressionen am nächsten Tag oder Tage....
Geh zum Arzt.
Ich war da und habe -50 verschrieben bekommen.Das ist ein Antidepressivum und wird auch gegen Entzug eingesetzt.In erster Linie wirkt es allerding antidepressiv.
as ist natürlich nur der 1.Schritt,bzw.der 2.denn Du hast ja den 1.schon getan in dem Du Dich hier zu Deinem Problem bekennst.
Wichtig ist auch daß Du in Deiner Familie mit offenen Karten spielst.
Denn dann weiß man was mit Dir los ist.
Ich denke bei mir ist die direkte Abhängigkeit auch noch nicht körperlich gewesen,aber allemal psychisch.Und der Übergang ist denke ich fließend..Ich habe heute meinen 9.Tag ohne Alk und heute ist der 1.Tag wo ich mich richtig gut fühle(fast schon Frühlingsgefühle). Vor 2 Wochen hätte ich mir jetzt weil ich mich so gut fühle ein Bier aufgemacht
Aber solange es noch geht,ziehe jetzt die Notbremse...es lohnt sich
Gruß Thomas |
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lavendel sehr aktiver Teilnehmer
Geschlecht:  Anmeldungsdatum: 23.05.2006 Beiträge: 2869
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Verfasst am: 10.01.2007, 14:05 Titel: Re: Das bin ich... |
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hallo andi,
herzlich willkommen hier im forum, schön, dass du hergefunden hast. was du theoretisch tun musst, haben dir die anderen ja schon zum teil gesagt. ich wollte nochmal was zu deiner freundin sagen, gerade weil ich weiß, dass männer öfter mal nicht so deutlich sagen was sie fühlen, bzw. denken (jaja, einparken und zuhören ).
hast du deiner freundin deutlich gesagt, dass du befürchtest, ein alkoholproblem zu haben? dass du etwas dagegen unternehmen möchtest? dass du angst hast, weil du es nicht mehr im griff hast? dass du depressionen davon bekommst, dass du etwas änderns willst und musst.... uswusw.? ich frag nur mal so, weil sie vielleicht garnicht wirklich mitbekommen hat, WIE ernst dir das ist. HIER sind alle sensibilisiert, aber "draussen", und wenn man mit dem thema alkoholismus noch nie konfrontiert war, kann das verständnis schon mal schwer fallen.
wenn sie anschliessend allerdings immer noch meint, sie müsste dich mitziehen, ja, dann kann es für euch keine zukunft geben. hart, aber ich denke, so ist es. und ehrlich: ist es nicht viel besser nüchtern und (erstmal) single zu sein als liiert mit jemanden, der einen nicht ernst nimmt?
gruß
lavendel |
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| lavendel hat zum Thema: Re: Das bin ich... geschrieben
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Andi81 neuer Teilnehmer
Geschlecht:  Anmeldungsdatum: 09.01.2007 Beiträge: 5
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Verfasst am: 10.01.2007, 15:35 Titel: Re: Das bin ich... |
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Danke an alle die mir geschrieben haben.
Ich glaube das mir den Medikamenten lass ich mal lieber. Denn ich stufe mich als jemanden ein der ein hohes Suchtpotential hat. Nicht das zu meinem Alkoholproblem noch ein Problem mit Medikamenten hinzukommt.
Mit meiner Freundin habe ich eigentlich noch nicht richtig ernst gesprochen.
Sie ist sich allerdings bewusst das sie selber auch ein Problem mit dem trinken hat, ist allerdings der Meinung das sie noch zu jung sei mit dem trinken aufzuhöhren.(Das hab ich hier schon ein paar mal gelesen). Der Meinung sind anscheinend viele. Sie glaubt ihr würde irgendwas entgehen, wenn sie nicht mehr "weg gehen" würde und trinkt.
Über diesen Punkt bin ich glaub ich schon hinweg, ich weis das ich nichts verpasse.
Meine Depressionen nimmt sie auch nicht ernst. Da eine Freundin von uns ebenfalls an Depressionen leidet. Die drücken sich bei ihr allerdings anders aus. Sie bekommt richtige weinkrämpfe.
Ich bin da wirklich schon oft den Trännen nahe gewessen, aber es heißt ja das männer so was in sich hinein fressen, und so ist es anscheinend auch bei mir.
Wenn sie ausgeht, wil sie mich natürlich dabei haben. Wenn ich dan sage ich will nicht weg, ich will nichts trinken. Kommt der Spruch: "Du brauchst ja nichts trinken!" Wer denn schon mal gehört hat, der weis was man sich da denkt.
Nochmals an alle die meinen ersten post nicht gelesen haben:
"Ich gebe ihr keine Schuld an meinem Problem mit dem Alkohol!"
Aber wenn zwei gleichgesinnt sich treffen kommt bekanntlich nichts gutes dabei raus.
Ich werde morgen mit ihr ernsthaft über dieses Thema sprechen.
Wie die Sache dann weitergehen soll muss sich in diesem Gespräch zeigen. Sie zu verlassen würde mir aber sicher schwer fallen.
Nun was anderes. Wenn ich zur Charitas gehe enstehen da kosten. Wie läuft das ab, gibt es die möglichkeit einzel Gespräche zu führen oder komme ich da direkt in eine Gruppe. Muss ich zuerst zum Hausarzt?
Wie werde ich eingestuft mit meiner Sucht? (Meine so eine art Skala 1-10).
Gaube das wars ich sagen wollt, es gibt sicher noch mehr aber für jetzt reichts erst mal.
Danke an alle
Andreas |
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| Andi81 hat zum Thema: Re: Das bin ich... geschrieben
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dorothea Moderatorin

Geschlecht:  Anmeldungsdatum: 26.08.2006 Beiträge: 7472 Alter: 48 Wohnort: Salzgitter
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Verfasst am: 10.01.2007, 15:38 Titel: Re: Das bin ich... |
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hallo ihr lieben
ich möchte euch an dieser stelle mal was von mir erzählen.
ich habe mich am 17.10 am nachmittag entschlossen was gegen meine sucht zu tun und war am 18.10 im kh zur entgiftung.
da mein mann auch alkoholiker ist begann danach für mich ein unsäglicher spießrutenlauf, ich bin von meinen therapiegesprächen gekommen und über berge von flaschen gestolpert, ich hatte ne ambulante, weil meine kinder noch recht klein waren hätte aber jeder zeit wechseln können in ne stationäre.
wie oft habe ich die kinder gebeten den alk zu verstecken das ich nicht dran komme. es war einfach die hölle.
bei mir kam ja noch die co-abhängigkeit dazu, ich dachte damals meinen mann da auch rausholen zu können sobald ich trocken bin. wenn ich mir heute anschaue was ich mir da angetan habe kann ich nur mit dem kopf schütteln.
meine therapeuten haben eigentlich täglich mit nem rückfall gerechnet, weil es eigentlich nicht geht, das ich es trotzdem geschaft habe ist wirklich ein wunder. ich hatte mehr glück als verstand.
tut euch das um himmels willen nicht an, es kann nur schief gehen.
schleift doch im zweifelsfall eure partner vor den pc das sie hier mal lesen. jemand der mit alkohol umgehen kann versteht oft nicht unter welchem druck und zwang wir stehen. es ist sehr wichtig das grade in der ersten zeit kein alkohol im haus ist.
ob später wenn man stabiel ist für gäste mal was gekauft wird muß jeder für sich entscheiden ob man das aushält, da muß man sehr auf seine innere stimme hören und auch konsequent sein, wenns mir nicht gut geht gibt es nichts und fertig.
ich habe mich übrigens von meinem mann nach fast 20 jahren ehe getrennt denn eines ist sicher ich wäre heute nicht hier wenn ich mit ihm zusammengeblieben wäre, ich hatte die entscheidung zwischen meinem leben und meinem mann, und ich will leben.
gruß doro |
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| dorothea hat zum Thema: Re: Das bin ich... geschrieben
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Sensei aktiver Teilnehmer
Geschlecht:  Anmeldungsdatum: 05.01.2007 Beiträge: 623 Wohnort: Raum München
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Verfasst am: 10.01.2007, 16:25 Titel: Re: Das bin ich... |
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Hallo Andi,
zum Thema Caritas kann ich Dir nur meine Erfahrung sagen.
Ich bin hier in der Region auch zur Caritas zur Suchtberatung gegangen. Zahlen musste ich nie was, weil meine Krankenkasse bisher meine Kosten übernommen hat. Meine Suchtberaterin hat mir einen Platz zur stationären Entwöhnungsbehandlung (3 Monate bei mir) vermittelt, deren Kosten ebenfalls meine Krankenkasse übernommen hat. Ich musste nur die gesetzliche Zuzahlung leisten, wie hoch die ist, musst Du Dich bei Deiner Krankenkasse informieren. Inzwischen habe ich eine ambulante Nachbehandlung beantragt, ebenfalls durch die Suchtberatung, und eine gewisse Anzahl an Sitzungen übernimmt wieder die Kasse, ohne Zuzahlung.
Liebe Grüße
Sensei |
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| Sensei hat zum Thema: Re: Das bin ich... geschrieben
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