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Kontrolliert Trinken??????????????   •    Ich, als Angehöriger, soll 3 Tage mit zur Langzeittherapie??  
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Spedi
Gast






BeitragVerfasst am: 11.01.2007, 10:16    Titel: Re: Suche Erfahrungen mit Langzeittherapie Antworten mit Zitat Beitrag dem Moderator/Admin melden

Silberstreifen,

Zitat:
Ich selber kann mir eigentlich auch nicht vorstellen, was an den Fragen der Therapeuten so schlimm sein kann.


das kann nur der Betroffene selbst beurteilen - und das kannn ganz, ganz heftig sein. Schliesslich erkennen manche Betroffene, welch ein besch..., verkorkstes, abartiges und menschenunwürdiges "Leben" sie bislang hatten.
Ich kann es nachvollziehen, wenn mancher dabei "am Boden zerstört" ist. Aber: derjenige wird ja nicht "alleine gelassen" in dieser Situation, er wird ja von professionellen Helfern begleitet.

LG,
spedi
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Spedi hat zum Thema: Re: Suche Erfahrungen mit Langzeittherapie geschrieben
Kampflaus
neuer Teilnehmer


Geschlecht: Geschlecht:Männlich
Anmeldungsdatum: 12.01.2007
Beiträge: 3
Wohnort: Berlin

BeitragVerfasst am: 12.01.2007, 23:42    Titel: Re: Die Antworten sind ok Antworten mit Zitat Beitrag dem Moderator/Admin melden

Silberstreifen hat Folgendes geschrieben:
sondern möchte wirklich wissen, wie es ist oder ob mir mein Mann nur einen Bären aufbinden will... Ich selber kann mir eigentlich auch nicht vorstellen, was an den Fragen der Therapeuten so schlimm sein kann.


Sagen wir mal so: Es gehört irgendwo zum Krankheitsbild dazu und ist ein typ. Verhalten. Ich hab das früher auch so gemacht - Flucht ist einfacher wie sich der Wahrheit zu stellen.

Da kommt schon ganz schön viel "Müll" hoch, das ist nicht angenehm. Ich hab andere Leute belogen, betrogen, verletzt, mit ihnen gespielt, sie verarscht, hintergangen und beklaut - nur um meine Sucht befriedigen zu können. Sowas ist natürlich nicht schön - für einen nassen Alki aber normal... Diese Verhaltensweise wurde jahrelang praktiziert und es ist nicht einfach dieses Verhaltensmuster anzulegen, das geht nur schrittweise.

Der Therapeut muß da also aufräumen und ganz tief unten kramen - das tut weh, aber da muß er durch wenn die Langzeit was bringen soll. Die Flasche in die Ecke zu stellen reicht nicht - man muß da schon mehr tun.

Evtl. könnte Dein Mann mit dem Therapeuten erstmal im Einzelgespräch darüber reden vs. vor der ganzen Gruppe. Auch das "sich öffnen" ist ein Weg der nicht von Heute auf Morgen geht und schrittweise erfolgt. Manche Leute haben da weniger Probleme und können gleich vor versammelter Mannschaft reden, andere brauchen da mehr Zeit und da ist das Einzelgespräch evtl. erstmal sinnvoller.

Abbrechen sollte er natürlich nicht - das ist wieder Flucht und er wird dann eher nicht auf Dauer trocken bleiben. Auch ein Klinikwechsel halte ich für nicht so sinnvoll - erstmal ist dies schwierig wegen dem Kostenträger der da zustimmen muß - und was genau soll das bringen? Eine "Wattebällchen-Therapie" wo keine unangenehmen Fragen gestellt werden? Die ist zwar "leichter zu bewältigen" - bringt aber letztlich nicht viel.

Da muß er halt durch - die Leute die da "fertig gemacht wurden" und "aus dem Gruppenraum gerannt" sind haben, wenn sie sich weiter auf die Therapie einlassen sicher eine größere Chance trocken zu bleiben als Leute die viel Spaß haben und grinsend aus einer Gruppenstunde gehen... Winken
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Kampflaus hat zum Thema: Re: Die Antworten sind ok geschrieben
dorothea
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Moderatorin


Geschlecht: Geschlecht:Weiblich
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BeitragVerfasst am: 12.01.2007, 23:57    Titel: Re: Suche Erfahrungen mit Langzeittherapie Antworten mit Zitat Beitrag dem Moderator/Admin melden

hallo silberstreifen

ich bin grade am anfang so manches mal heulend aus der therapie nach hause gegangen, hatte ne ambulante, teils aus wut über meine therapeuten, weil die meine maske gelüftet haben, da kommte ich nicht wie üblich die coole spielen die alles im griff hat, teils aus wut und verzweiflung über mich selbst, weil ich erkennen mußte wie erbärmlich ich doch teilweise war. mir half dort auch mein rumgejammer alla keiner hat mich lieb und ich habe es ja viel schwerer als andere hier nichts, die masche kennen die nämlich zur genüge. es viel mir unendlich schwer die regeln zu akzeptieren, zu begreifen das sich dort keiner manipulieren läßt. das ich dort nicht durchkomme mit all meine tricks und kniffen die ich ja jahrelang antrainiert hatte um meinen willen zu kriegen.
erst als ich das begriffen habe ging es mir dort gut und ich konnte vernünftig an meiner trockenheit arbeiten.

es ist sehr hart in den spiegel zu schauen aber unumgänglich wenn man trocken werden will.

gruß doro
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dorothea hat zum Thema: Re: Suche Erfahrungen mit Langzeittherapie geschrieben
Silberstreifen
neuer Teilnehmer


Geschlecht: Geschlecht:Weiblich
Anmeldungsdatum: 16.10.2006
Beiträge: 18

BeitragVerfasst am: 23.01.2007, 20:43    Titel: Nun sind schon 3 Wochen geschafft! Antworten mit Zitat Beitrag dem Moderator/Admin melden

Hallo,
vielen Dank nochmal für Eure Antworten. Habe am Sonntag meinen Mann besucht und ich glaube, dass er sich jetzt angepasst hat. Jetzt gefällt es ihm schon besser und er hat es mir auch so gesagt. Er hat soviele verschiedene Kurse, dass er voll ausgelastet ist. Viel Sport und auch viele phsychologische Kurse. Ich glaube, das würde sogar mir mal ganz gut tun. Ich hoffe, dass er die 16 Wochen jetzt durchhält. Er ist im Moment wie umgewandelt, wie ein neuer Mensch, wenn das nach der Kur auch anhalten würde, das wäre echt klasse. Vielleicht kann er nach 6 Wochen schon mal nach Hause fahren? Ich bin jetzt schon sehr zufrieden, wenn es so bleibt, abgesehen mal von den Anfangsschwierigkeiten.
Viele Grüsse
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Silberstreifen hat zum Thema: Nun sind schon 3 Wochen geschafft! geschrieben
Silberstreifen
neuer Teilnehmer


Geschlecht: Geschlecht:Weiblich
Anmeldungsdatum: 16.10.2006
Beiträge: 18

BeitragVerfasst am: 23.01.2007, 20:48    Titel: Noch eine Frage?? Antworten mit Zitat Beitrag dem Moderator/Admin melden

Jetzt habe ich trotzdem noch etwas vergessen. Er hat mir erzählt, dass ich demnächst nochmal zur Klinik soll, weil die Therapeutin mit mir sprechen will, aber was soll das bringen?? Was will Sie mir da sagen??
Wenn mein Mann sich etwas in den Kopf gesetzt hat, dann hört er sowieso nicht auf mich, egal, was mir diese Therapeutin rät. Angeblich müssten da von allen Patienten, die Bezugspersonen mal hin zum Gespräch. Bringt das was?
Viele Grüsse
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Silberstreifen hat zum Thema: Noch eine Frage?? geschrieben

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