| wie geht es nun weiter? • Endlich |
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jean aktiver Teilnehmer
Geschlecht:  Anmeldungsdatum: 26.12.2006 Beiträge: 658
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Verfasst am: 05.01.2007, 12:30 Titel: Wie weh das tut... Tränen... |
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Hallo!
Ich bin seit 8 Wochen trocken und ich habs allein geschafft - schaffen müssen - es war ja niemand für mich da und ich hatte das Gefühl, die Notbremse ziehen zu müssen - sonst hätte ich nicht mehr arbeiten gehen können.
Ich habs geschafft - zunächst ohne die Hausbar zu entsorgen (Die ist jetzt allerdings in den Müll gewandert).
Ohne meine Beziehungen zu Alkoholikern und Freizeit-Alkohol-Freunden abzubrechen.
Ohne auf Feiern zu verzichten (außer zum Jahreswechsel - da habe ich verweigert, das hätte ich wohl nicht geschafft.)
Ich war im Kampf und hab mir nicht erlaubt, zuzugeben, wie weh mir manches tut. Ich kann hart sein, will es aber nicht sein müssen.
Jetzt habe ich viele Tränen zu weinen.
Darüber, wie weh es mir tut, dass einer meiner besten Freunde mich zum Trinken animiert hat - obwohl er sich vorher Sorgen über mich gemacht hat und wollte, dass ich aufhöre. Warum versucht ein Freund, mich runterzuziehen?
Wie weh es mir tut, dass ich meinen Eltern nicht wirklich erzählen kann, wie schlimm es war. Ich möchte sie nicht verletzen.
Wie weh es tat, als ich vor Weihnachten ständig anstoßen sollte und der Spielverderber war, als ich es nicht tat. Einen Schluck Sekt mit Kollegen habe ich genommen, das Glas dann weggestellt - fast hätte ich zu Hause wieder angefangen zu trinken. Dann habe ich einsam die Hausbar entsorgt.
Wie weh es tat, dass ich Sylvester nicht im Kreis meiner Freunde feiern konnte. Das wäre mir zu viel geworden. Der ganze Spaß und die Lebenslust ist mir auch entgangen.
Ich geh jetzt mal heulen.
Und frage mich:
Was macht Euch traurig? Was tut Euch am meisten weh - beim Aufhören mit dem Trinken? Und wie werdet Ihr damit fertig?
Entschuldigung für das Selbstmitleid.
Grüße von
Jean |
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| jean hat zum Thema: Wie weh das tut... Tränen... geschrieben
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Luca.S neuer Teilnehmer
Anmeldungsdatum: 05.01.2007 Beiträge: 2
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Verfasst am: 05.01.2007, 12:46 Titel: Re: Wie weh das tut... Tränen... |
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Also mir tat níchts weh, als ich mit dem trinken aufhörte,und es tut auch noch immer nichts weh, und das seit zweieinhalb Jahren Abstinenz.Ich hatte nie ein besseres Leben,als dieses Nüchterne,trotz aller Schwierigkeiten, die das Leben noch immer so mit sich bringt. Seit ich aufgehört habe mich stückchenweise umzubringen, geht es mir gut. Und das wird bei dir auch passieren. Mit der Zeit wirst du stolz auf dein Leben ohne Alkohol sein. Denn Alkohol trinken kann jeder , aber keinen zu tzrinken, das schaffen die wenigstens, auch die, die nicht abhängig sind.
Luca |
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| Luca.S hat zum Thema: Re: Wie weh das tut... Tränen... geschrieben
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vermoon Gast
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Verfasst am: 05.01.2007, 13:07 Titel: Re: Wie weh das tut... Tränen... |
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Traurig? Keine Sekunde!!!
Erleichtert, dass ich endlich kapituliert habe und nicht mehr kämpfen muss. Erleichtert, weil ich endlich meiner Familie und meinen Freunden offenbaren konnte, wie mies es mir die ganze Zeit ging. Das ich lieber sterben wollte als so weiter machen.
Mittlerweile überwältigt von meinem neuen Leben, niemals hätte ich geahnt, dass es mir noch mal so gut gehen kann.
Traurig??? Ja, doch, manchmal, aber nur wegen der verlorenen Jahre!
Klaus |
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| vermoon hat zum Thema: Re: Wie weh das tut... Tränen... geschrieben
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Timster neuer Teilnehmer
Geschlecht:  Anmeldungsdatum: 25.11.2006 Beiträge: 361
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Verfasst am: 05.01.2007, 13:10 Titel: Re: Wie weh das tut... Tränen... |
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Hallo Jean,
ich denke das, was dir da so weh tut, ist, dass du dich noch nicht von deinem alten Leben verabschiedet hast. Ich schätze mal es ist den Leuten aufgefallen, das du nicht mehr trinkst, aber niemand weiß, das du Alkoholiker bist. Hast du dir das selbst schon eingestanden ? Würdest du ganz offen sagen, Leute ich kann mit Alkohol nicht umgehen und bei mir gibt es nur ein ganz oder gar nicht (und bei "ganz" würdest du alles verlieren), sieht in dir auch niemand mehr einen "Spielverderber", vor allem du selbst nicht. Allerdings erfordert das bei vielen mehr Mut und Kraft als der ständige Kampf gegen den Alkohol. Die Erleichterung hinterher, war bei mir sehr groß. Ich hoffe es steht dir da kein falscher Stolz im Weg.
Viele Grüße,
Timster |
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| Timster hat zum Thema: Re: Wie weh das tut... Tränen... geschrieben
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sophia Gast
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Verfasst am: 05.01.2007, 13:12 Titel: Re: Wie weh das tut... Tränen... |
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Hallo jean,
wie gut ich Dich verstehen kann...wie dünn ist der Boden unter uns und wie schnell bricht dieser ein. Ich selbst habe das etliche Male erlebt und möchte Dir sagen, weine ruhig, mach alles, was Dich erleichtert, doch dann steh auf und fange wieder an.
ich wünsche Dir die Kraft dazu und vergiß, daß irgendjemand dich runter-
gezogen hat.
Sophia |
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| sophia hat zum Thema: Re: Wie weh das tut... Tränen... geschrieben
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zhig neuer Teilnehmer
Anmeldungsdatum: 02.09.2006 Beiträge: 102
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Verfasst am: 05.01.2007, 13:20 Titel: Re: Wie weh das tut... Tränen... |
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hi jean!
das einsam sein ist wohl das schlimmste.
keine gespräche,keinen spass mehr...
aber ich denke,dass man da durch muss...
kann dir nicht so viel sagen,da ich auf dem weg bin...
hab sehr gut verstanden,was du schreibst...
l.g.
zhig |
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| zhig hat zum Thema: Re: Wie weh das tut... Tränen... geschrieben
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Karsten Administrator

Geschlecht:  Anmeldungsdatum: 04.11.2004 Beiträge: 32811 Alter: 49 Wohnort: Eberswalde
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Verfasst am: 05.01.2007, 13:29 Titel: Re: Wie weh das tut... Tränen... |
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Hallo,
wenn ich diesen Thread lese, erscheint vor meinem geistigen Auge das Wort "Verzicht"
Ich war an dem Tag, wo ich keinen Alkohol trank, einfach nur dankbar, dass ich diesen Tag erleben durfte.
Es war ein Gefühl, dass mir Mut gab, mein Leben zu ändern. |
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| Karsten hat zum Thema: Re: Wie weh das tut... Tränen... geschrieben
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Schwalbe Gast
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Verfasst am: 05.01.2007, 13:57 Titel: Re: Wie weh das tut... Tränen... |
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Hallo Jean, mir ging es am Anfang ähnlich. Aber nur weil ich den Fehler gemacht habe, es weiterhin zu verheimlichen. Erst im nassen Zustand und dann im trockenen Zustand. Glaube mir, das war kein giter Weg und ungeheuer anstrengend. Ich bin jetzt 14 Monate trocken und habe ertst die letzten 3 Monate mein Umfeld Umgestellt. Keine Feiern mehr mit Alkohol, " Freunde" aussortiert und sogar meinen Mann verlassen. Mein Mann hat mir die ganzen Jahre immer vermittelt, das Alkis schlechte und schwache Menschen sind. Irgendwann habe ich das geglaubt und mochte meine Krankheit ihm gegenüber nicht zugeben. Das war ein sehr sehr großer Fehler. Jean glaube mir, es ist besser offen darüber zu sprechen und Feierlichkeiten zu meiden. Ich dachte auch, ich bin so stark aber irgendwann kam der Zusammenbruch. Nach meiner Offenheit und den Veränderungen im Umfeld geht es mir viel viel viel besser und ich spüre eine große Erleichterung.
Ich wünsche Dir ganz viel Kraft auf deinem weiteren Weg
und bleib am Ball.
Es lohnt sich !!!!
Heike |
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| Schwalbe hat zum Thema: Re: Wie weh das tut... Tränen... geschrieben
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