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Alkohohlkrank, wie solls weiter gehen

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Thorsten250773
neuer Teilnehmer


Geschlecht: Geschlecht:Männlich
Anmeldungsdatum: 01.01.2007
Beiträge: 2
Wohnort: Weimar

BeitragVerfasst am: 01.01.2007, 09:29    Titel: Alkohohlkrank, wie solls weiter gehen Antworten mit Zitat Beitrag dem Moderator/Admin melden

Guten Morgen,

ich bin mit meinem Latein am Ende.
Ich habe mich am 27.12.06 zu einer Entgiftung im Krankenhaus in Weimar einweisen lassen. Jetzt bin ich aber wieder von alleine rausgegangen, weil ich der Meinung bin, dass das dort nur Geldschneiderei ist. Es waren zwar jetzt Feiertage, aber ich habe nicht einmal die Möglichkeit bekommen ein intensives Gespräch zu führen. Ende vom Lied war halt, dass ich mir ne Flasche Chantré und 6 Bier geholt habe, um mich zu Hause wieder mal zu betrinken. Ich möchte mir gerne helfen lassen, aber ich habe keine richtigen Anlaufstellen für den Raum Weimar oder Erfurt. Kann mir da vielleicht jemand wieterhelfen. Denn es brennt lichterloh, da ich mir auch am 27.12 das Leben nehmen wollte. Hatte gottsei Dank hatte ich nicht den Mut und bin halt daraufhin ins Krankenhaus gegangen. Ausserdem wie soll ich das bloß meiner Chefin klarmachen? Muss ich es Ihr sagen oder reicht der Betriebsrat? Ich bin über jede Hilfe dankbar.
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Thorsten250773 hat zum Thema: Alkohohlkrank, wie solls weiter gehen geschrieben
Whitewolf
sehr aktiver Teilnehmer


Geschlecht: Geschlecht:Männlich
Anmeldungsdatum: 03.09.2006
Beiträge: 1224
Alter: 50
Wohnort: Balingen

BeitragVerfasst am: 01.01.2007, 10:10    Titel: Re: Alkohohlkrank, wie solls weiter gehen Antworten mit Zitat Beitrag dem Moderator/Admin melden

Hallo Thorsten,

herzlich Willkommen bei uns und ein frohes neues Jahr.

Wenn Du mal in die Nachrichten schaust, kannst Du Dir eine Vorstellung davon machen was in den Krankenhäusern los ist.
Allerdings wird weitertrinken das Problem nicht lösen. Aber so schlau bist Du wohl selber schon.

Wenn Du suizidgefährdet bist musst Du schon ganz schön Druck gemacht haben das Du entlassen wirst.

Auf jeden Fall brauchst Du mehr Geduld.

Es ist normal , das Du in den ersten Tagen keine 'intensiven ' Gespräche führst. Das kann schon etwas länger dauern. Du bist während des Entzuges noch zu sehr verändert , bist unruhig, depressiv, lustlos, kämpfst noch mit dem Entzug.

Da haben Gespräche noch keinen Sinn.

Du musst wieder zum Arzt und wieder in die Entgiftung. Evtl. gehst Du in ein anderes KHS ??

Wie die Lage in Erfurt ist weiss ich allerdings nicht.
Aber Krankenhäuser gibts da sicherlich und das reicht vorerst für die Entgiftung.
Danach geht es mit den zuständigen Beratungsstellen weiter.

Eins nach dem anderen. Überleg wie lange Du getrunken hast, das lässt sich jetzt nicht innerhalb von 2Wochen mal eben fix wieder reparieren.

Für die Firma reicht eigentlich eine Krankmeldung, die musst Du Dir morgen wieder holen.

Viele Grüsse

White
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Whitewolf hat zum Thema: Re: Alkohohlkrank, wie solls weiter gehen geschrieben
Karsten
Administrator
Administrator


Geschlecht: Geschlecht:Männlich
Anmeldungsdatum: 04.11.2004
Beiträge: 45975
Alter: 55

BeitragVerfasst am: 01.01.2007, 10:25    Titel: Re: Alkohohlkrank, wie solls weiter gehen Antworten mit Zitat Beitrag dem Moderator/Admin melden

Hallo Thorsten,

auch wenn für Dich das Jahr nicht so gut begonnen hat, möchte ich Dir Glück und Kraft für das neue Jahr wünschen.

Nun zum ernst. Überlege mal was bei Deinen Gedanken raus kam und ob dies wirklich der Grund war, warum Du das Krankenhaus verlassen hast.
Ich glaube nicht, dass es bei der Vielzahl der Entgiftungswilligen dem Krankenhaus darauf ankam, dass Du bzw. Deine Krankenkasse dort das Geld eingebracht hast. Außerdem ist das auch völlig egal.

Das Resultat ist, dass Du Dir geschadet hast. Das Krankenhaus kommt auch ohne Dich klar, aber Du trinkst wieder und stehst an dem selben Punkt, wie vor dem Krankenhausaufenthalt, wenn nicht sogar noch schlimmer.

Auch wenn in einer Entgiftung die ersten Gespräche über die möglichen weiteren Behandlungen erfolgen, ist es so, wie White geschrieben hat.
Das macht erst Sinn, wenn der Patient klar im Kopf ist und keine körperlichen Entzugserscheinungen mehr hat.

In Erfurt gibt es auch den Sozial Psychatrischen Dienst, verschiedene Kranknehäuser und Notärzte.
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Karsten hat zum Thema: Re: Alkohohlkrank, wie solls weiter gehen geschrieben
Fritz.the.Cat
neuer Teilnehmer


Geschlecht: Geschlecht:Männlich
Anmeldungsdatum: 31.12.2006
Beiträge: 48
Wohnort: localhost

BeitragVerfasst am: 01.01.2007, 10:38    Titel: Re: Alkohohlkrank, wie solls weiter gehen Antworten mit Zitat Beitrag dem Moderator/Admin melden

Hi Thorsten250773,

ich werde Dir vielleicht nicht die Antwort geben, die Du hören möchtest, aber Du hast nach einer Antwort gefragt:

Du hast dich zur Entgiftung einweisen lassen, aber sie wieder verlassen, aus der Begründung, du hast "nicht einmal die Möglichkeit bekommen ein intensives Gespräch zu führen"
Da frage ich mich, was Du erwartet hast? Eine Entgiftung ist genau das, was der Name sagt, die Möglichkeit, in einer geschützten Umgebung die schlimmsten Entzugserscheinungen hinter sich zu bringen, aber es ist keine Therapie. Und wenn es lichterloh brennt, so wie du es geschrieben hast, dann höre erst einmal auf, Bedingungen zu stellen, wie denn die Hilfe, die du erwartest, auszusehen hat. Das Echo auf die Bedingungen, die Du stellt, hast Du dir selbst gegeben: "ne Flasche Chantré und 6 Bier".

Bei den "Alten" der Anonymen Alkoholiker gibt es einen schönen Spruch dazu: "Wenn Du noch Bedingungen stellst, wie man Dir helfen soll, statt die vorhandenen Möglichkeiten dankbar anzunehmen, dann geht es Dir noch nicht beschi***n genug, dann mußt Du noch weiter saufen!" Das mag ziemlich hart klingen, aber es ist die Erfahrung von vielen Generationen, die in diesem Satz zusammengefaßt ist und Du hast es ja auch selbst vorgeführt: "ne Flasche Chantré und 6 Bier".

Ich habe bei Google eingegeben:"Alkoholberatungsstelle Weimar" und schon der dritte Eintrag war ein Treffer. Also, wenn es lichterloh brennt, dann sprich morgen mit deinem Hausarzt, dann kümmere dich morgen um eine Beratungsstelle, dann such dir noch heute eine Selbsthilfegruppe in Weimar oder Erfurt. Du hast alle Möglichkeiten, Du mußt sie nur nutzen.

Der beste Weg wäre wahrscheinlich, dir bei einer Beratungsstelle einen Suchtberater zu suchen. Der kann Dir am besten helfen, einen Therapieplatz zu finden. Aber ein Suchtberater ist nicht unbedingt "eine Schulter zum ausheulen", dafür such dir noch heute eine SHG. Eine kurze Suche bei den Anonymen Alkoholikern ergab einige Meetings für den Raum Erfurt, es gibt aber auch noch andere Gruppen: Freundeskreis, Blaues Kreuz, Kreuzbund ....

Du hast alle Möglichkeiten, Du mußt sie nur nutzen.

Grüße und viel Glück


det
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Fritz.the.Cat hat zum Thema: Re: Alkohohlkrank, wie solls weiter gehen geschrieben
Blues
neuer Teilnehmer



Anmeldungsdatum: 27.10.2006
Beiträge: 51

BeitragVerfasst am: 01.01.2007, 10:43    Titel: Re: Alkohohlkrank, wie solls weiter gehen Antworten mit Zitat Beitrag dem Moderator/Admin melden

Thorsten250773 hat Folgendes geschrieben:

...Jetzt bin ich aber wieder von alleine rausgegangen...mir ne Flasche Chantré und 6 Bier geholt habe...Ich möchte mir gerne helfen lassen, aber...................................................
...Muss ich es Ihr sagen oder reicht der Betriebsrat?...


Hallo, erst einmal ein gutes Neues Jahr, ich hoffe, daß es doch noch gut für Dich wird.
Ich habe Dein Posting mal etwas zerflückt, dann wird (mir jedenfalls) manches klarer (sofern ich Dich richtig interpretiere).
Was lese ich daraus? Du hast in einem Hilfeschrei das Krankenhaus aufgesucht, und dann bist Du doch wieder abgehauen und hast da weitergemacht, wo Du vorher warst. Die Entschuldigung ist natürlich ganz einfach: die helfen mir ja nicht...ja, ja, die anderen. Du möchtest Dir helfen lassen, ja, aber möchtest Du eigentlich Dir selbst helfen? Das kommt zuerst, die mögliche Hilfe anderer steht erst in zweiter Reihe, zusammen wird dann ein vernünftiges Paket daraus. Aber wenn Du selbst nicht (wirklich) willst, nützen die besten Hilfsangebote nichts. Bezeichnend für mich Dein großes "A B E R".
Zur zweiten Frage: Gehe zum Betriebsrat, im Zweifel hast Du da etwas mehr Schutz.
Wenn ich Dich falsch verstanden habe, dann...sorry....
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Blues hat zum Thema: Re: Alkohohlkrank, wie solls weiter gehen geschrieben
Thorsten250773
neuer Teilnehmer


Geschlecht: Geschlecht:Männlich
Anmeldungsdatum: 01.01.2007
Beiträge: 2
Wohnort: Weimar

BeitragVerfasst am: 01.01.2007, 11:38    Titel: danke für die Antworten Antworten mit Zitat Beitrag dem Moderator/Admin melden

Ja wie gesagt erst mal Danke für die Antworten. Ich werde morgen alles mit dem Betriebsrat abklären und dann ist es doch sinnvoll eine Entgiftung zu machen. Ich muss meine Erwartungshaltung einfach zurückschrauben. Es war halt ein Wunschgedanke, das alles immer schnell geht.
Ich will das doch auch schaffen, schließlich habe ich auch noch eine Frau und 3 Kinder.
Ich werde auf jeden Fall das Forum wieter besuchen, da hier ja wirklich Leute sind die auch wissen wie groß das Problem mit Alkohol ist.
Danke
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Thorsten250773 hat zum Thema: danke für die Antworten geschrieben
Lilly12
Gast






BeitragVerfasst am: 01.01.2007, 12:55    Titel: Re: Alkohohlkrank, wie solls weiter gehen Antworten mit Zitat Beitrag dem Moderator/Admin melden

Hallo Thorsten,

Herzlich Willkommen hier im Forum und unserer SHG.

Nun ja, das mir der Geldschneiderei im KH ist ja nun Unsinn gewesen, sagen wir mal besser, Du hast kalte Füße bekommen, richtig?
Sei mal lieber froh, das hier in Deutschland die Möglichkeit besteht, einen stationären Entzug zu machen, das ist leider nicht überall so.
Nutze dieses Hilfsangebot, so schnell Du kannst, alles andere iss nix.

Eine Entgiftung ist nur ein erster, aber wichtiger Schritt in die Trockenheit. Wo ich entgiftete, gab es leider auch keine Gespräche mit Suchtberatern etc., die Ärzte gaben sich aber große Mühe mit mir. Hier fehlte es wohl auch leider an geschultem Personal.
Auch hatte ich keine anschliessende Therapie und ich konnte trotzdem trocken bleiben.

Es gibt mehrere Wege in die Trockeneheit. Jeder muss den richtigen für sich finden. Aber es gibt einige wichtige Grundregeln, an die man sich unbedingt halten sollte, davon wirst Du hier noch mehr erfahren und wirst sie auch durch lesen hier im Forum finden.

Ich hab lange allein für mich so vor mich hingewurschtelt, die ersten 3 Jahre meiner Trockenheit, aber das war auch nicht so toll, ich vermisste immer den Austausch mit anderen Betroffenen, den ich hier nun endlich gefunden habe.

Wenn Du es willst, kannst Du hier sehr viel lernen, aber dann auch bitte die Hilfe annehmen, und aktiv werden. Trocken werden solltest Du aber nur für Dich allein wollen, Deine Frau und Kinder dürfen hier erst an zweiter Stelle stehen.
Es wird Dir hier auch niemand sagen, das der Weg einfach und unbeschwerlich ist, das ist er nämlich nicht. Es wird viele Stolperfallen auf dem Weg in die Trockenheit geben, die es zu umgehen gilt. Wer sich unnötig Gefahren aussetzt, wird evtl. rückfällig werden, darum besser meiden.

Übrigens, hier sind auch einige, die nicht mehr so weiter leben wollten, auch ich kenne das Gefühl, lieber tot sein zu wollen, als weiter Saufen zu müssen. Denn ich war so abhängig, ich konnte nicht mehr anders. Ich habe mich für das Leben entschieden und das war die beste Entscheidung, alles andere ist Mist.

So, und nun los, packen wirs gemeinsam an !

Lieben Gruß an Dich
Lilly
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Lilly12 hat zum Thema: Re: Alkohohlkrank, wie solls weiter gehen geschrieben
star65
neuer Teilnehmer


Geschlecht: Geschlecht:Männlich
Anmeldungsdatum: 31.12.2006
Beiträge: 2
Wohnort: Essen

BeitragVerfasst am: 01.01.2007, 13:07    Titel: Re: Alkohohlkrank, wie solls weiter gehen Antworten mit Zitat Beitrag dem Moderator/Admin melden

Hallo Thorsten,
ich habe mich vor 4 Wochen zu einer Entgiftung entschieden. Was auf mich zukommen würde war mir damals nicht klar. Bei mir war es so, das ich bereits in den ersten Tagen viele Gespräche mit Ärzten und Therapeuten hatte. Am Anfang war gerade dies für mich schwer. Mir wäre etwas mehr Ruhe lieber gewesen. So kann es gehen. Mittlerweile weiß ich das wichtig war, anderen meine Ängste und Sorgen mitzuteilen und damit den Kopf etwas frei zu bekommen. Auch mir ist es nicht leicht gefallen und ich habe auch nicht immer gern gehört was man mir sagte. Eigene Fehler offen einzugestehen ist, denke ich, nicht jeder mans Stärke. Damit müssen wir aber leben, wenn wir den Weg zur Abstinenz beschreiten wollen. Es werden noch größere Hürden wie mangelnde Aufmerksamkeit im Krankenhaus auf dein Problem auftreten. Darüber solltest du dir klar sein. Um diese Hürden meistern zu können, wirst du eine Therapie und damit verbunden, viel Zeit brauchen. Die Veränderungen im Verhalten, die der Alkohol mit sich gebracht hat, müssen langsam, Schritt für Schritt und nachhaltig rückgängig gemacht bzw. in die richtigen Bahnen gebracht werden. Wenn der erste Schritt gemacht ist, sollte man auch den zweiten wagen.
Es gibt immer Hilfe, man muss sie nur suchen und auch annehmen.

Ein frohes, gesundes und "Trockenes" Jahr !!

star65 Geschockt
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star65 hat zum Thema: Re: Alkohohlkrank, wie solls weiter gehen geschrieben

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