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rueckblick 2006 ein langer weg

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Happy new Year 2007 wünscht euch allen Glorya   •    Keine Unterstützung durch Familie nach Therapie  
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afm
neuer Teilnehmer


Geschlecht: Geschlecht:Männlich
Anmeldungsdatum: 15.12.2006
Beiträge: 39
Wohnort: 91725 ehingen

BeitragVerfasst am: 30.12.2006, 22:43    Titel: rueckblick 2006 ein langer weg Antworten mit Zitat Beitrag dem Moderator/Admin melden

hallo
liebe betroffene liebe gaeste

ich hab lange ueberlegt ob ich das schreiben soll aber es ist mir ein beduerfnis
es war einmal....die geschichte beginnt
ein mann der nach 10 jahren alkoholmissbrauch aufwachte und wusste
ES IST VORBEI
ich bin spiegeltrinker und nicht auffaellig

1995-2000
der tag lief nach schema ab
aufstehen,zittern,1 bier.aufs klo alles raus 1 bier dann kaffee
nach der arbeit und am wochenende alkoholabstuerze
fuehrerscheinentzug
erster versuch durch den hausarzt zu entgiften o.e.
kontakte zu aa ebenfalls o.e

2000-22.12.2005
nur noch trinken im sinn immer versucht noch am leben teinehmen zu koennen, die familie resigniert.
am 22.12.2005 endlich urlaub, freu mich auf den alkohol nicht auf weihnachten. habe sofort uebertrieben und brachte weihnachten total besoffen ueber die buehne. ein harter schlag fuer die familie.

25.12-28-12.2005
kann nicht mehr schlafen nichts mehr essen, der entzug hoert nicht mehr auf, dauerdurchfall
lebe nur noch von schnaps und milch
der schnaps hilft nicht mehr und die milch ist nur dazu da damit der schnaps rauskommt.
ein lebeb zwischen alkohol und klo,will sterben kann nicht mehr

28.12-29.12.2005
nach 1 flasche schnaps ruf ich im kh an , bitte um hilfe, zusage fuer ein bett am 29.12.2005
mittags streite ich mich mit meiner frau ueber die notwendigkeit
abends fang ich an zu entgiften. der schlimmste tag meines lebens
herzrassen,kreislaufproblemme und die fuesse laufen weg
immer nur wenig getrunken um den entzug zu ueberleben selbst fuer klosterfrau melissengeist war ich mir nicht zu schade

29.12-30.12.2005
einzug ins kh,eingangsgespraech, medikamentioese behandlung mit distra
viel ertraeglicher
meine frau lenkt ein
1. tag seit langem nuechtern, freu mich wie ein kleines baby

jan.2006
entgiftung verlaeuft ohne komplikationen, das verhaeltnis zur familie ist bestens

jan.2006-sep.2006
eine super zeit, immer trocken mit hilfe meiner shg und vieler bekannten aus der krankenhauszeit
koerperlich geht es mir schlecht,der akku ist leer nach 3 wochen rueckfall
1flasche schnaps bis zur alkoholvergiftung
eine bekannte aus der gruppe bringt mich in kh, das war auzch so abgesprochen, um den rueckfall zu minimieren, entgiftung

sep.2006-22.12.2006
die motivation ist weg. bin zu enttaeuscht ueber den rueckfall, alle kontakte abgebrochen, sueffle immer dran rum, nicht viel aber immer,
komm wieder auf entzug

15.12.2006
entdeck das forum im internet. motivation kehrt langsam zurueck,les viel und meld mich an, aber immer noch nass

22.12.2006
fass den entschluss zum engiften, fuenf harte tage daheim, bin wieder trocken. ein schoenes zufriedenes weihnachten trotz entzug...

22.12.2006-.......
bau mich jeden tag mehr auf,daheim laueft alles bestens, wieder kontakt zum blauen kreuz, zukunftsgedanken ueber therapie, noch in arbeit


2007 kann kommen
2005-2006 war ein gutes jahr, wenn auch mit vielen stolpersteinen aber es hat mir denn weg fuer 2007 aufgezeigt.

in diesem sinne ein trockenes jahr 2007 fuer alle die sich das wueschen

lg
achim











2005-2006 war ein gutes jahr auch wenn es nicht
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afm hat zum Thema: rueckblick 2006 ein langer weg geschrieben
Vollmond62
Gast






BeitragVerfasst am: 31.12.2006, 00:20    Titel: Re: rueckblick 2006 ein langer weg Antworten mit Zitat Beitrag dem Moderator/Admin melden

Hallo achim...

achim hat Folgendes geschrieben:
22.12.2006
fass den entschluss zum engiften, fuenf harte tage daheim, bin wieder trocken. ein schoenes zufriedenes weihnachten trotz entzug...

... wie Du selber weißt, ist das "Selbst-Entgiften" höchst gefährlich - und wirklich völlig unverantwortlich DIR gegenüber. Wie kannst Du da ein zufriedenes Weihnachten gehabt haben, trotz des Entzuges? Ich stelle mir das gerade bildlich vor.

Ich glaube, DU machst DIR was vor. Ohne fremde Hilfe wirst Du es nicht schaffen - genauso, wie ich es damals nicht geschafft habe...

achim hat Folgendes geschrieben:
22.12.2006-.......
bau mich jeden tag mehr auf,daheim laueft alles bestens, wieder kontakt zum blauen kreuz, zukunftsgedanken ueber therapie, noch in arbeit

... läuft bei Dir wirklich ALLES Bestens? Deine Gedanken an Thera sind noch in Arbeit? Wenn ich das lese, lieber achim, dann wird mir Angst und Bange um DICH.

Ich habe früher auch immer alles "in Arbeit" gehabt. Immer irgendwann nehme ich das in Angriff. Aber vorher...

Nee, achim, so funktioniert das nicht.

Einer meiner Therapeuten hat zu mir gesagt: Ich musste erst auf die Schnauze fallen, bis ich soweit war... Und er hatte absolut Recht.

Ich habe den Eindruck, achim, Du bist noch nicht genug gestürzt, wirklich ganz unten gewesen - sonst würdest Du nicht so leichtfertig mit DIR umgehen...

Verzeih, wenn ich das so deutlich schreibe, ich kann Dir nur sagen, dass ich, als ich Deine Worte gelesen hatte, ziemlich aufgeregt war. Hatte feuchte Hände... Heute noch. Und weißt Du warum? Weil ich früher genauso gedacht hatte. Erst nach meiner 4. Entgiftung und meiner ambulanten Psychotherapie habe ich den "Ruck" bekommen... Vorher lag ich auf der Straße... (OFW)

So, bevor ich mich verzettel - ich wünsche Dir, dass Du etwas ernsthafter mit DIR umgehst. Und nicht so larifari - "... ist noch in Arbeit" oder sowas...

Alles wird gut
Cool Frank
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Vollmond62 hat zum Thema: Re: rueckblick 2006 ein langer weg geschrieben
Krümelmonster
neuer Teilnehmer


Geschlecht: Geschlecht:Weiblich
Anmeldungsdatum: 11.12.2006
Beiträge: 184
Wohnort: Hamburg-Süd

BeitragVerfasst am: 31.12.2006, 01:00    Titel: Re: rueckblick 2006 ein langer weg Antworten mit Zitat Beitrag dem Moderator/Admin melden

Hallo lieber Achim

...ich muss Vollmond zustimmen. Ich glaube, Du redest Dir selbst zu viel schön. Die harte Zeit die hinter Dir liegt... der gefährliche, kalte Entzug... Du machst Dir wirklich was vor.
Du versuchst Dir aus Trümmern ein neues Fundament zu bauen. Das ist kein guter Anfang, jedenfalls nicht auf diese Weise.
Und ich muss Vollmond wieder zustimmen: In Arbeit heisst, dass noch gar nichts angelaufen ist. Sondern dass Du Dich höchstens gedanklich damit auseinander gesetzt hast... Oder hast Du schon einen Therapieplatz in Aussicht? Das kommt nicht hundertprozentig rüber... Überlege Dir, was DU wirklich willst und wo DU Dir selbst was vormachst.
Deine Probleme runterzuspielen mit dem Gefühl alles im Griff zu haben... Kein guter Anfang. Genauso schnell dreht sich der Spieß wieder um.
Unternehme etwas KONKRETES, womit Dir wirklich geholfen wird. Nur alleine mit dem Wunsch etwas zu ändern änderst Du NICHTS. Du musst es auch TUN, so banal wie es sich auch anhört... Und dann musst DU die Hilfe auch noch zulassen Winken

Ich wünsche Dir, dass Du die Kraft findest um Deine Ziele zu erreichen!
Lieben Gruß, KM
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Krümelmonster hat zum Thema: Re: rueckblick 2006 ein langer weg geschrieben
Astrid 2
neuer Teilnehmer


Geschlecht: Geschlecht:Weiblich
Anmeldungsdatum: 26.11.2006
Beiträge: 337
Wohnort: Berlin

BeitragVerfasst am: 31.12.2006, 02:13    Titel: Re: rueckblick 2006 ein langer weg Antworten mit Zitat Beitrag dem Moderator/Admin melden

Huhu,
ich schon wieder!
Ich weiß, ich müsste hier meine Klappe halten, aber ich kann nicht schlafen gehen, ohne DAS gesagt zu haben:

ERSTENS: Ich denke und hoffe, dass es nicht so sein muss, dass man erst den absoluten Tiefpunkt hatte.

Absolut ist eh relativ - siehe die Leute wie Einstein etc...#

Zweitens muss ich noch sagen, dass ich schon glaube, dass es einige Leute ohne Entgiftung schaffen!
Ich als Beispiel. Ich bin dolle abhängig vom Alkohol, wenn es mir schlecht geht. Und ich lache ihn aus, wenn ich ihn nicht brauche.

Leider kann ich nicht mehr anonym schreiben - aber hier mal kurz meine Alkolikerbitte:

ICH WEISS NICHT, OB ICH SCHON VON DIR ABHÄNGIG BIN!!!

ICH WEISS ABER, DASS ICH EIN FREIHATSLIEBENDER MENSCH BIN!

ALSO:

HAU AB!
DU TEUFEL!!!

Lebe wohl - Teufel Alk!!!!

Liebe Grüße an Dich Achim von Astrid
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Astrid 2 hat zum Thema: Re: rueckblick 2006 ein langer weg geschrieben
afm
neuer Teilnehmer


Geschlecht: Geschlecht:Männlich
Anmeldungsdatum: 15.12.2006
Beiträge: 39
Wohnort: 91725 ehingen

BeitragVerfasst am: 31.12.2006, 08:21    Titel: Re: rueckblick 2006 ein langer weg Antworten mit Zitat Beitrag dem Moderator/Admin melden

hallo zusammen,
vielen dank fuer eure kritik
mein beitrag sollte eigentlich kein anlass zu einer oeffentlichen diskussion gewesen sein
nichts desto trotz werde ich mich natuerlich mit euch gerne darueber austauschen
so wie das jahr 2006 fuer mich verlaufen ist kann nicht mehr geaendert werden
fuer mich war es eine gute zeit,da ich die problematik angegangen bin und mir hilfe gesucht habe,ein anderes umfeld, neue bekannte shg usw.
sicher habt ihr recht wenn ihr sagt,alleine schaffe ich es nicht. der sozialbereicht fuer eine therapie steht, antraege laufen. anfragen nach einem therapieplatz bzw.ambulanten therapie auch.
wegen weihnachten und dem entzug gibt es nur zu sagen,dass es sehr hart war und nicht RICHTIG, diese problematik wurde schon ausfuehrlich behandelt.
aber und dass war fuer mich wichtig es war ein zufriedenes weihnachten weil ich die spirale zum stehen gebracht habe und die motivation wieder zurueckkehrte.
seit ueber 1 woche bin ich nur an basisarbeit, denke mehr kann ich in so kurzer zeit kaum erreichen. habe sogar noch glueck dass es ueber das blaue kreuz so schnell geht, denn es gibt unzaehlige leidensgenossen
ein rueckfall ist hart,und ich mache vielleich vieles falsch,aber ich tue niemanden den gefallen eines tages in der gosse zu liegen ,sozial wie gesundheitlich, nur um der statistik ihr recht zu lassen.
ich kaempfe jetzt um nicht eines tages als geistiges und koerperliches wrack vor einem therapeuten sitzen zu muessen, der mein leben neu regelt.
ein rueckfall ist kein beinbruch . er gibt mir viellmehr die moeglichkeit
fehler zu finden und die methode zu verfeinern.die zeit wird zeigen ob es fuer mich das ideale ist,sonst gaebe es keine rueckfalle.
ein gutes neues jahr kann kommen ich bin sehr optimistisch,

auch fuer euch alle
achim
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afm hat zum Thema: Re: rueckblick 2006 ein langer weg geschrieben
Karsten
Administrator
Administrator


Geschlecht: Geschlecht:Männlich
Anmeldungsdatum: 04.11.2004
Beiträge: 32811
Alter: 49
Wohnort: Eberswalde

BeitragVerfasst am: 31.12.2006, 10:03    Titel: Re: rueckblick 2006 ein langer weg Antworten mit Zitat Beitrag dem Moderator/Admin melden

Hallo Achim,

ich lese auch bei Dir, dass mit einem Rückfall sehr leichtfertig umgegangen wird.

Zitat:
ein rueckfall ist kein beinbruch . er gibt mir viellmehr die moeglichkeit
fehler zu finden und die methode zu verfeinern.


für viele Menschen, einschließlich mir, ist ein Rückfall mehr als ein Beinbruch. Es ist dann der Tod.
So wie Du an die Sache rangehst, heißt das ja, Du machst lieber Deine eigenen Erfahrungen, als aus den Erfahrungen anderer hier zu lernen.

Das Forum ist sicherlich nicht dafür da, sich hier zu profilieren, weil man von Anfang an, das gemacht hat, wovon alle abraten, den kalten Entzug. Ich sehe auch in Deinen anderen Beiträgen nicht den notwendigen Ernst.
Glaube mir, ich und viele andere waren genau wie Du.

Das Forum ist aber dafür da, dass man aus den Fehlern und Erfahrungen der anderen lernen kann und somit selbst keine Rückfälle brauch, um seine Methode zu verfeinern.

Wir haben hier einen Thread über Euphorie. Den solltest Du Dir mal genau durchlesen. Du bist so voller Euphorie, dass es aus jedem Beitrag zu lesen ist.
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Karsten hat zum Thema: Re: rueckblick 2006 ein langer weg geschrieben
swiss
Gast






BeitragVerfasst am: 31.12.2006, 10:36    Titel: Re: rueckblick 2006 ein langer weg Antworten mit Zitat Beitrag dem Moderator/Admin melden

Hallo Achim,

ich hab das Gefühl, du betrachtest das alles als eine Art sportlichen Wettbewerb: ...wer findet die schwierigste Route durch die Eiger-Nordwand
... und als nächstes kommt dann einer, der meint die Nummer ohne Seil(Arzt), Erfahrung(Forum) und bei schlechtem Wetter (völlig ohne Verstand) anzugehn ... "
Die allermeisten, die so ´ne Nummer probiert haben, haben sehr teuer dafür bezahlt. Und die wenigen, dies geschafft haben, haben auch nur Kopfschütteln geerntet.

Es ist aber kein sportlicher Wettbewerb. Es ist ne Sache, die man wenn irgendmöglich nur einmal macht (schon schlimm genug, dass es überhaupt sein muss), und dann so sicher, bzw. abgesichert, geplant, durchgetimet, mit den grössten nur möglichen Erfolgschancen wie nur irgend möglich.
Ist zumindest meine Meinung.

Nix für ungut für die direkten Worte,

natürlich wünsche ich dir nichts desto trotz den grössten nur möglichen Erfolg auf dem Weg zur dauerhaften Trockenheit und ein schönes und erfülltes 2007

swiss
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swiss hat zum Thema: Re: rueckblick 2006 ein langer weg geschrieben
swiss
Gast






BeitragVerfasst am: 31.12.2006, 11:03    Titel: Re: rueckblick 2006 ein langer weg Antworten mit Zitat Beitrag dem Moderator/Admin melden

Hallo Achim,

hab grade mein Post nochmal durchgelesen. Das "völlig ohne Verstand" ist leicht falsch zu verstehen und war daher völlig unpassend.
es muss heissen: ohne die absolut notwendige, fundierte Vorbereitung ... und um bei der Metaphorik des Bergsteigens zu bleiben:Kenntnis des Wetters, des Geländes, überprüfter Ausrüstung,....
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swiss hat zum Thema: Re: rueckblick 2006 ein langer weg geschrieben

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