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Entgiftung und dann?

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Autor Nachricht
shelly
neuer Teilnehmer


Geschlecht: Geschlecht:Weiblich
Anmeldungsdatum: 16.12.2006
Beiträge: 28

BeitragVerfasst am: 18.12.2006, 23:50    Titel: Entgiftung und dann? Antworten mit Zitat Beitrag dem Moderator/Admin melden

Hallo ihr...

Hab ja im Vorstellthread schon ein bißchen was geschrieben...sollte der Post hier falsch sein, bitte verschieben...

Ich geh nun ca. in ner Woche zur Entgiftung...und dann? Tagesklink will ich nicht, das heißt ich hab dort auch noch nicht angerufen...

Mir ist bewußt das ich es für mich brauche, aber mein Umfeld sehr schwierig ist! Mein Vater trinkt selbst und das wird toleriert...okay, sein Problem...
Großeltern Väterlicherseits ( beide schon tot) ebenfalls schwere Alkoholiker...will damit sagen das ich damit aufgewachsen bin...( Hm, hört sich an als such ich ne Entschuldigung) Tu ich nicht...es geht hier nur um mich!!

Aber ich finde es so schwierig...die Familie findet am Alk Konsum nichts schlimmes, weil sie es nicht anders kennt. Und nun komm ich daher und erzähle von Problemen und Suchtdruck..Entzugserscheinungen und Klink...

Ich rechne also nach der Entgiftung nicht unbedingt mit Positiven Gesprächen...es scheint eher so zu sein das ich den Teufel Alkohol hervorgeholt hab und Probleme mache, wo keine sind. Bzw. sein sollten.
Da der Dreck dazu gehört...

Hm, wie bitte soll ich mich nachher bloß verhalten?

lg

shelly
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shelly hat zum Thema: Entgiftung und dann? geschrieben
Karsten
Administrator
Administrator


Geschlecht: Geschlecht:Männlich
Anmeldungsdatum: 04.11.2004
Beiträge: 32810
Alter: 49
Wohnort: Eberswalde

BeitragVerfasst am: 19.12.2006, 10:00    Titel: Re: Entgiftung und dann? Antworten mit Zitat Beitrag dem Moderator/Admin melden

Hallo shelly,

zuerst einmal solltest Du die Entgiftung machen und dann mit klarem Kopf überlegen, was Du möchtest und wie dies zu realisieren ist.

Ein trockenes Umfeld ist ja Voraussetzung für eine zufriedene Trockenheit.
So hart es klinkt, aber wenn Deine Familie Deiner Nüchternheit schadet, ist dieser Kontakt halt auch nicht gut.

Die Frage ist eben, wie wichtig Dir Deine Nüchternheit ist?
Wenn Du dankbar bist, endlich nicht mehr trinken zu brauchen und Du mit Alkohol kein Leben mehr hast, wirst Du auch alles tun, was einen Rückfall hervorrufen könnte.
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Karsten hat zum Thema: Re: Entgiftung und dann? geschrieben
Whitewolf
sehr aktiver Teilnehmer


Geschlecht: Geschlecht:Männlich
Anmeldungsdatum: 03.09.2006
Beiträge: 1204
Alter: 44
Wohnort: Homburg/Saar

BeitragVerfasst am: 19.12.2006, 12:27    Titel: Re: Entgiftung und dann? Antworten mit Zitat Beitrag dem Moderator/Admin melden

Hallo Shelly,

mir hat da nur der Kontaktabbruch geholfen.
Die saufen heute noch wie die Löcher und freuen sich darüber.
Da es in unserer Familie schon zwei Todesfälle wegen Alkohol gegeben hat, dadurch aber keine Veränderung zu sehen ist oder war, brauch ich mir da keine Mühe geben.

Heute haben sie alle Angst vor mir und meiden den Kontakt ( würde natürlich nie jemand zugeben). Kann mir nur Recht sein.
Es gibt ein Leben ohne saufende Familie, kannst Du mir glauben.

Du brauchst diese Ratschläge nicht, die Meinungen auch nicht. Wenn Du in der Entgiftung mit dem Entzug kämpfst , interessiert die das auch einen Dreck.

Frag hier und da mal vorsichtig nach, wenn die Resonanz negativ ausfällt -Kontakt abbrechen.

Gruss

White
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Whitewolf hat zum Thema: Re: Entgiftung und dann? geschrieben
shelly
neuer Teilnehmer


Geschlecht: Geschlecht:Weiblich
Anmeldungsdatum: 16.12.2006
Beiträge: 28

BeitragVerfasst am: 04.01.2007, 01:21    Titel: Re: Entgiftung und dann? Antworten mit Zitat Beitrag dem Moderator/Admin melden

Möchte mal berichten wie es mir ergangen ist...

Durch ein sehr schlimmes Erlebnis fand die Entgiftung dann ziemlich schnell statt. Und ich bin nun seit genau 13 Tagen "trocken"!!

Zur Zeit kämpf ich jeden Tag mit Suchtdruck....( läßt sich aber ertragen)
Und hab nun einen Gesprächstermin in einer Tagesklinik...
Und hoffe das ich dort einen Platz bekomme.

Was mir dringend geraten wird ist der regelmäßige Besuch einer Gruppe..

Hm, ich bin da eher schwankend und hab mich bisher noch nicht aufraffen können.
Ist denn so eine Gruppe zwingend nötig? Was meint ihr?
Geht es nicht auch ohne? Vor allem wenn ich dann jeden Tag Tagesklinik habe?

Liebe Grüße

Shelly
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shelly hat zum Thema: Re: Entgiftung und dann? geschrieben
Vollmond62
Gast






BeitragVerfasst am: 04.01.2007, 01:59    Titel: Re: Entgiftung und dann? Antworten mit Zitat Beitrag dem Moderator/Admin melden

shelly hat Folgendes geschrieben:
Ist denn so eine Gruppe zwingend nötig? Was meint ihr?
Geht es nicht auch ohne? Vor allem wenn ich dann jeden Tag Tagesklinik habe?


Hallo shelly...

... eine Gruppe ist schon sehr wichtig, finde ich. Ich besuche, seit ich meine Thera beendetet habe, meine Gruppe (Kreuzbund) - und es tut mir immer wieder gut, wenn ich da war.

In der Gruppe geht es ja auch nicht immer nur ausschließlich um Alk, es geht oft um Alltägliches aber auch Probs, die miteinander bequatscht werden. Natürlich besinnen wir uns unserer Krankheit - und das ist auch gut so.

Wenn Du in der Tagesklinik bist, ist es ratsam, die Gruppe zu "unterbrechen". Das wird meist so praktiziert. Denn Du wirst in der TK genug "gefordert"...

Ich drücke Dir ganz dolle die Daumen, dass Du jeden Tag die 24 Stunden trocken "überlebst" (hat meine Therapeutin immer gesagt) - und freue Dich auf den nächsten Tag, wo Du ohne Kopfweh und sehr bewußt aufwachst...

Alles wird gut
Cool Frank
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Vollmond62 hat zum Thema: Re: Entgiftung und dann? geschrieben
Andi
Gast






BeitragVerfasst am: 04.01.2007, 06:45    Titel: Re: Entgiftung und dann? Antworten mit Zitat Beitrag dem Moderator/Admin melden

Hallo shelly,
ich würde Dir auf jeden Fall raten eine SHG zu besuchen,denn auf Dauer wirst Du mit deinem Problemen nicht alleine klarkommen!Es ist schon wichtig,sich tagtäglich mit seiner Suchterkrankung auseinanderzusetzen,und wenn Du dieses nicht in einer Form von realen SHG's tun möchtest,dann vieleicht in Form dieses Forum's.Es gibt ja hier durchaus einige denen es in dieser Form gelingt,für sich trocken zu bleiben.Aber dies ist natürlich individuel,Du mußt es selbst für dich erarbeiten,wie es Dir am besten gelingt trocken zu bleiben.Denn nur nicht trinken zu wollen,reicht bei weitem nicht aus,und wird Dich,früher oder später wieder aus der Bahn bringen!Mache erst einmal Deine TK,vieleicht findest Du ja auch im Rahmen dieser,zu einer SHG,die Dir zusagt.Es ist gut zu hören,daß Du etwas unternimmst!

Liebe Grüße,Andi
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Andi hat zum Thema: Re: Entgiftung und dann? geschrieben
Whitewolf
sehr aktiver Teilnehmer


Geschlecht: Geschlecht:Männlich
Anmeldungsdatum: 03.09.2006
Beiträge: 1204
Alter: 44
Wohnort: Homburg/Saar

BeitragVerfasst am: 05.01.2007, 12:47    Titel: Re: Entgiftung und dann? Antworten mit Zitat Beitrag dem Moderator/Admin melden

Hallo Shelly,

ob eine Gruppe nötig ist weisst nur Du.

Ausprobieren würde ich aber an Deiner Stelle sehr empfehlen.

Tagesklinik alleine reicht nicht. Was machst Du abends und am Woe.?
Hat sich bei der Familienproblematik was ergeben?

Was brauchst Du um trocken zu bleiben ? Wo liegen die Gründe für den permanenten Suchtdruck?
Bekommst Du Medikamente?

Viele Grüsse

White
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Whitewolf hat zum Thema: Re: Entgiftung und dann? geschrieben
shelly
neuer Teilnehmer


Geschlecht: Geschlecht:Weiblich
Anmeldungsdatum: 16.12.2006
Beiträge: 28

BeitragVerfasst am: 18.01.2007, 10:56    Titel: Re: Entgiftung und dann? Antworten mit Zitat Beitrag dem Moderator/Admin melden

Hallo ihr

War nun länger nicht hier...werde mal versuchen eure Fragen zu beantworten.

Hm, nach 13 Tagen abstinenz wurde ich dann wieder rückfällig...
Die Tagesklinik hab ich mir angesehen, sagte mir aber überhaupt nicht zu, bzw. fühlte ich mich dafür auch nicht stabil genug.

Da ich mit dem Alkoholproblem alleine nicht fertig werde, warte ich nun auf einen Platz in einer Stationären Einrichtung. ( So schnell geb ich nicht auf!!)
Bin nun wieder seit ein paar Tagen ohne Alk, damit ich mir die erneute Entgiftung erspare...( Keine Lust auf Ausgangssperre etc.)

Ich hab Depressive Phasen, dadurch eventuell auch der Suchtdruck. Medikamente nehme ich keine mehr. Alk und Medikamente kann die Therapeutin nicht verantworten...

Vielen Dank für eure Antworten. Ich bin mir mittlerweile ziemlich sicher, das ich nach dem Klinikaufenthalt eine Gruppe besuchen sollte. Einfach um die Stabilität dann bei zu behalten.

Liebe Grüße

Shelly
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shelly hat zum Thema: Re: Entgiftung und dann? geschrieben

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