Hilfe bei Alkohol : Selbsthilfe-Alkoholiker-Forum : Das Alkoholikerforum

Ein Monat trocken aber... - Alkohol: Herzlich Willkommen im Alkoholikerforum.
Du suchst einen Erfahrungsaustausch, der Dir bei Deiner Alkoholabhängigkeit hilft? Das Alkoholiker Forum bietet Dir Hilfe durch die Selbsthilfe in der Alkoholkrankheit, Alkoholismus und Alkoholsucht. Natürlich auch für Angehörige von Alkoholikern.




Alkoholiker

Ein Monat trocken aber...

 
   Selbsthilfe-Alkoholiker-Forum Foren-Übersicht -> Alkoholsucht bzw. Alkoholabhängigkeit im Alkoholiker Forum -> Seite 35
Erschreckend   •    Fragen über Fragen am Anfang des neuen Lebens  
Autor Nachricht
Exocet
neuer Teilnehmer



Anmeldungsdatum: 24.03.2006
Beiträge: 18
Wohnort: Berlin

BeitragVerfasst am: 18.12.2006, 16:28    Titel: Ein Monat trocken aber... Antworten mit Zitat Beitrag dem Moderator/Admin melden

Hallo Leute,
ich war anfang des Jahres schon mal hier:
http://www.forum-alkoholiker.de/viewtopic.php?p=21628&highlight=#21628
Seitdem wechselten sich trockene Zeiten mit nassen ab. Wobei die nassen überwogen.(Ich habe einen Jahreskalender an der Wand, wo Kreuze die trockenen Tage und rote Punkte die Nassen Tage darstellen.)
Ich war dann bei verschiedenen Selbsthilfeorganisationen. Durch die Bank weg wurde mir eine Stationäre Entgiftung als Voraussetzung genannt, um überhaupt weiter behandelt zu werden. Ist an sich auch richtig. Entgiftung Entwöhnung und Nachsorge. Mein Einwand, daß ich auch Zuhause entgiften kann, wenn ich nur etwas zum Schlafen bekommen würde, wurde nicht akzeptiert. Zu groß sei das Risiko von Komplikationen, hieß es. Allerdings habe ich in diesem Jahr schon öfters alleine Zuhause Entzogen, und weiß daß ich keine schweren Komplikationen bekomme. Außerdem weiß ich das ich Angst-Probleme bekomme, wenn ich mich Gruppen aussetze.
Aber gut, dachte ich mir, wenn es anders nicht geht... Hausarzt gesucht, gesagt daß ich Alkoholiker bin, und der Arzt hat auch gleich alles arrangiert. Eine Woche Später war ich in der Klinik. Aber diese Sieben Tage war die Hölle für mich. Nicht auf Grund des Entzuges, nach einem Tag bekam ich schon keine Medikamente mehr, bin auch mit 0,0 Promille hingegangen, sondern wegen meiner Angst vor Menschen. Ich war täglich so angespannt daß ich kaum Denken konnte. Panik. Das habe ich auch den Ärzten mitgeteilt. (Ich brauchte danach eine Woche um wieder runter zu kommen.)
Zur Entlassung haben sie mich deshalb einer Tagesklinik überstellt, die auf Angstpatienten spezialisiert ist. (Ich müsse zuerst meine Angststörung loswerden, erkannten sie). Dort wurde ich allerdings abgewiesen, weil mein Fall nicht so "Akut" wäre, sie behandeln Patienten, die sich schon nicht mehr aus dem Haus trauen, wurde ich aufgeklärt. Außerdem sei die Warteliste sehr lang, und überhaupt, die Kasse...Ich bekam einige Adressen von Psychotherapeuten, und soll einen Termin vereinbaren.
Meine Hausärztin hat mir erstmal Antidepressiva mit Angstlösender Komponente verschrieben.
Ich bin jetzt seit einem Monat wieder trocken, hänge aber irgendwie in der Luft. Und ich habe jeden Tag Angst. Allerdings ist die Angst aushaltbar wenn ich alleine bin. Jeder Kontakt mit Menschen, besonders engerer, Stresst mich so daß ich total erschöpft bin, hinterher.
Ich will weiter trocken bleiben, aber noch ist es eher ein Aushalten als ein zufriedener Zustand.

lg Exocet
Nach oben
Exocet hat zum Thema: Ein Monat trocken aber... geschrieben
Whitewolf
sehr aktiver Teilnehmer


Geschlecht: Geschlecht:Männlich
Anmeldungsdatum: 03.09.2006
Beiträge: 1204
Alter: 44
Wohnort: Homburg/Saar

BeitragVerfasst am: 18.12.2006, 20:11    Titel: Re: Ein Monat trocken aber... Antworten mit Zitat Beitrag dem Moderator/Admin melden

Hallo Exocet,

das ist natürlich nicht ganz einfach. Du hängst da etwas zwischen den Stühlen. Eine Angststörung zu diagnostizieren ist so eine Sache , wenn derjenige Alkoholabhängig ist. Wenn das nicht besser wird, ohne Alkohol natürlich, muss Dein behandelnder Arzt, vorzugsweise ein Neurologe Druck machen.
Grundvorrausstzung ist die Abstinenz. Es muss ausgeschlossen sein, das es vom Alkohol oder vom Entzug kommt.
Wenn Du jetzt wieder anfängst zu trinken wird es richtig schwierig. Die Mischung aus Anti-Depressiva und Alkohol macht es dann völlig unmöglich eine Diagnose zu stellen. Von den Wechselwirkungen werden die Angstzustände sowiso noch schlimmer. Da hebt dann jeder Arzt die Hände.

Ich würde an Deiner Stelle folgendes machen: Lass Dir von Deinem Hausarzt eine Überweisung für einen Neurologen ausstellen und lass Dich untersuchen. Damit die Diagnose begründet wird und in trockene Tücher kommt.
Als zweites würde ich mich informieren ob Du irgendwo an einer Angstgruppe im Selbsthilferahmen teilnehmen kannst. Sowas gibt es nämlich auch.

Bevor Du wieder anfängst zu trinken, sieh zu das Du ins KHS kommst. Jeder Schluck wirft Deine Uhr wieder zurück. Leberwerte lügen nicht.
Du kannst Dich auch einweisen lassen BEVOR Du trinkst.

Viele Grüsse

White
Nach oben
Whitewolf hat zum Thema: Re: Ein Monat trocken aber... geschrieben

   Selbsthilfe-Alkoholiker-Forum Foren-Übersicht -> Alkoholsucht bzw. Alkoholabhängigkeit im Alkoholiker Forum Alle Zeiten sind GMT + 1 Stunde
Seite 1 von 1


Ähnliche Beiträge
Thema Forum

Informative Bücher für Alkoholiker und Angehörige bei amazon.de:
.
Endlich Schluss
Endlich Schluss
Alkoholkonsum - Jugend
Alkoholkonsum - Jugend
Zwangsstörungen
Zwangsstörungen
Essstörungen
Essstörungen
Alkoholabhängigkeit
Alkoholabhängigkeit


Werben im Alkoholikerforum - Spenden





Impressum : Sitemap
1 2 3 4 5 6 7 8 9 Weihnachtsgeschenke

Powered by phpBB © 2001, 2005 phpBB Group
Deutsche Übersetzung von phpBB.de