| Ein Monat trocken aber... • hells bells |
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kiki sehr aktiver Teilnehmer
Geschlecht:  Anmeldungsdatum: 25.10.2006 Beiträge: 4172 Alter: 46 Wohnort: NRW
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Verfasst am: 16.12.2006, 12:40 Titel: Re: Fragen über Fragen am Anfang des neuen Lebens |
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Hallo Astrid,
auch mein Wortschatz ist eher so,daß ich schon meine Worte so auswähle,daß sie sich gepflegt anhören,
allerdings bei meinem Trinkverhalten konnte ich ja nur noch "saufen" sagen,weil es ja nur noch ein hinein schütten war und unter trinken verstehe ich ein "nippen" am Glas.
Und das Wort Saufdruck kenn ich auch nur aus dem Forum hier,manche sagen auch Suchtdruck,was sich wohl etwas erlesener anhört.
Aber wie gesagt,ich find auch,was nützt das verniedlichen,es ist wie es ist.
Liebe Grüsse
Kiki |
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| kiki hat zum Thema: Re: Fragen über Fragen am Anfang des neuen Lebens geschrieben
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Micha sehr aktiver Teilnehmer
Geschlecht:  Anmeldungsdatum: 18.07.2006 Beiträge: 4416
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Verfasst am: 16.12.2006, 12:52 Titel: Re: Fragen über Fragen am Anfang des neuen Lebens |
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Hallo Astrid,
ich kenne dieses Vorstellungsritual nur vom Hörensagen, weil ich real nie in einer SHG war. Ich finde es hat zwei Aspekte.
1) Zum einen das Benennen unserer Krankheit mit einem Namen. Das ist sehr wichtig finde ich. Wenn ich Fußpilz habe, sage ich das ja auch. Wem Fußpilz peinlich ist, der muss ihn nicht bennen, aber ein Alkoholiker sollte das zumindest mit seiner Krankheit können. Das gehört zwingend zu trockenen Denken und Handeln.
Ob nun aber "Alkoholiker" oder "alkoholkrank" finde ich Wortklauberei. Manchmal vereinfachen allerdings regide Sprachregelungen das Verständnis. Denkbar wäre ja beispielsweise auch, dass jemand dem das Wort "Alkoholiker" nicht gefällt erzählt, er habe ein "Problem mit Alkohol", und das ist schon wieder etwas ganz anderes, finde ich.
2)Dieses dressierte oder verhaltensritualisierte Procedere in solchen Gruppen, würde mir persönlich auch gegen den Strich gehen. Aber nicht weil ich noch Probleme habe, zu sagen ich bin Alkoholiker, sondern weil ich mich nicht als erstes darüber definieren möchte. Ich arbeite ja daran, meine Krankheit dem alles andere in meinem Leben überragenden Status zu entheben. Bin ich Micha, bin ich Mensch.
Ich bin unter anderem auch Alkoholiker, trockener.
Hier - in meiner SHG - ist es natürlich selbstverständlich, weil ich deswegen hier bin.
Mit dem Wort "saufen" habe ich keinerlei Probleme. Gerade das ordinäre daran beschreibt genau das, was ich statt zu trinken getan habe. Ich habe gesoffen, jawoll. Und das war sogar noch viel ekeliger als dieses Wort. Aber auch hier finde ich die Vokabel zweitrangig. Ich habe beispielsweise auch "jahrelangen exzessiven (das Maß überschreitend, ausschweifend) und krankhaften Alkoholmissbrauch" betrieben. Wie man will.
Sauf- oder Suchtdruck als Gefühl kenne ich übrigens nicht.
Grüße vom Micha |
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| Micha hat zum Thema: Re: Fragen über Fragen am Anfang des neuen Lebens geschrieben
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Freund Gast
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Verfasst am: 16.12.2006, 13:14 Titel: Re: Fragen über Fragen am Anfang des neuen Lebens |
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Lach, grins … .
Ordinär hört sich in unserem Sprachgebrauch und Verständnis immer so schmutzig an.
Ebenso exzessiv ist so haltlos und ungesteuert.
ICH habe zu meinen „besten“ Zeiten ordinär und exzessiv gesoffen … Grins. |
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| Freund hat zum Thema: Re: Fragen über Fragen am Anfang des neuen Lebens geschrieben
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Astrid 2 neuer Teilnehmer
Geschlecht:  Anmeldungsdatum: 26.11.2006 Beiträge: 337 Wohnort: Berlin
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Verfasst am: 16.12.2006, 13:20 Titel: Re: Fragen über Fragen am Anfang des neuen Lebens |
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Lieber Micha!
Vielen Dank für Deine Gedankengänge. Ich finde es gut, dass Dir dieses dressierte Verhalten auch gegen den Strich geht. Fühle mich verstanden *freu*
Und ja sicher. Es WAR Saufen - ich habe oft eine ganze Flasche Sekt oder sogar einen 6er Pack Bier an einem Abend herunter geschüttet - bei Feiern sicher noch mehr.
Ich bin sogar Silvester einmal vom Hocker gekippt - im wahrsten Sinne des Wortes.
Naja, auf jeden Fall werde ich diese Worte in der nächsten Zeit noch nicht verwenden können. Ich nehme dann eben lieber alkoholkrank. Saufdruck muss ich zum Glück nicht benutzen, weil ich ihn auch nicht kenne (bis jetzt - ich hoffe, das bleibt so).
Liebe Kiki!
Ja Nippen wäre schön. Das war es bei mir mit Sicherheit nicht. Und falls ich diesen Jieper mal benennen werde, suche ich mir einfach ein anderes Wort aus. Suchtdruck finde ich schon viel besser
Ich denke, das ist auch alles Gewöhnungssache. Stehe ja noch ganz am Anfang. Vielleicht kommt mir derlei Vokabular ja auch bald leicht über die Lippen.
Wünsche Euch ein schönes, trockenes Wochenende und bedanke mich für Eure Denkanstöße.
Liebe Grüße von Astrid |
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| Astrid 2 hat zum Thema: Re: Fragen über Fragen am Anfang des neuen Lebens geschrieben
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Astrid 2 neuer Teilnehmer
Geschlecht:  Anmeldungsdatum: 26.11.2006 Beiträge: 337 Wohnort: Berlin
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Verfasst am: 16.12.2006, 13:25 Titel: Re: Fragen über Fragen am Anfang des neuen Lebens |
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Grins zurück an Freund - stimmt schon.
Na nun werde ich lieber in anderen Bereichen so sein.
Zur Zeit bin ich exessiv in diesem Forum, walke ungesteuert durch den Park, esse haltlos und ordinär? Na da findet sich sicher auch ein besseres Betätigungsfeld.
Wie schön, ich kann hier auch noch Spaß mit Euch haben.
LG nochmal Astrid |
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| Astrid 2 hat zum Thema: Re: Fragen über Fragen am Anfang des neuen Lebens geschrieben
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Freund Gast
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Verfasst am: 16.12.2006, 13:27 Titel: Re: Fragen über Fragen am Anfang des neuen Lebens |
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Habe gerade noch mal im Fremdwörterbuch geblättert:
Ordinär =: Alltäglich, gewöhnlich.
Lasst uns also unsere Trockenheit etwas ordinär angehen ... grins. |
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| Freund hat zum Thema: Re: Fragen über Fragen am Anfang des neuen Lebens geschrieben
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Astrid 2 neuer Teilnehmer
Geschlecht:  Anmeldungsdatum: 26.11.2006 Beiträge: 337 Wohnort: Berlin
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Verfasst am: 16.12.2006, 13:29 Titel: Re: Fragen über Fragen am Anfang des neuen Lebens |
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Kicher, OK lieber Freund, so machen wir das  |
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| Astrid 2 hat zum Thema: Re: Fragen über Fragen am Anfang des neuen Lebens geschrieben
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Wasted Days neuer Teilnehmer
Geschlecht:  Anmeldungsdatum: 11.12.2006 Beiträge: 38
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Verfasst am: 16.12.2006, 14:25 Titel: Re: Fragen über Fragen am Anfang des neuen Lebens |
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Hallo Astrid,
ich sage mehrmals am Tag zu mir selbst, dass ich "Alkoholiker" bin. Nicht unbedingt in Gegenwart von Arbeitskollegen. aber ich mache es. es soll nciht schön klingen, im Gegenteil. Aber es soll sich in mein Hirn einprogrammieren. Diese unschöne Vokabel. Ohne wenn und Aber. Nur dann ist die Vokabel für meinen Zustand präsent, wenn ich in Versuchung geraten sollte.
Und ja, ich nenne es Saufen. Wie ein Vorposter hier. Ich habe gesoffen, anders kann ich das nicht nennen. Trinken, das mache ich jetzt. Nämlich aus einem Glas, Wasser oder Saft. Aus einer Tasse Tee oder Kaffe. Vorher, das hatte nichts mit diesem schönen Ritual des Flüssigkeit-zu-mir-nehmens zu tun. Es war ein Abfüllen. Saufen.
Nur meine Meinung!
Grüße
W.D. |
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| Wasted Days hat zum Thema: Re: Fragen über Fragen am Anfang des neuen Lebens geschrieben
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