| Kleine Erfolge aber auch Ängste • Kopfmenschen: Stolz & Hilfe annehmen - wie geht das? |
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Jacki neuer Teilnehmer
Geschlecht:  Anmeldungsdatum: 12.12.2006 Beiträge: 2
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Verfasst am: 12.12.2006, 15:57 Titel: Bin ich abhängig??? |
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Guten Tag erstmal,
ich habe nun mittlerweile schon einige von euren Threads durchgelesen und mich nun mal dazu entschlossen euch mein Problem mitzuteilen, in der Hoffnung dass mir der eine oder andere weiter helfen kann. Ich hoffe nur eure Antworten sind nicht zu hart für mich, denn ich habe schon jetzt Angst was ihr mir wohl schreiben werdet. Aber o.k. dann fang ich mal an zu erzählen.
Vor 5 Monaten habe ich mich von meinem Freund getrennt. Es war eine sehr schwierige Zeit gewesen. Da mein damaliger Freund während unserer Beziehung jeden Tag mal einen "Markennamen entfernt" getrunken hat, dachte ich mir, dass ich das jetzt doch auch mal tun könnte, so dass ich leichter mit der Trennung fertig werde. Dann habe ich mir meine 1. Flasche "Markennamen entfernt" gekauft. Und dann wurden es mehr und mehr und mehr. Zum Schluss schaffte ich sogar eine ganze Flasche am Tag und war so zu, dass ich gar nichts mehr wusste. Am nächsten Morgen habe ich mich dann über die Dinge gewundert, die ich in meiner Wohnung getan habe. Dort mal etwas verstellt, dies und das verändert. Zu dieser Zeit hatte ich noch Urlaub. Als ich dann wieder Arbeiten mußte, konnte ich mir das unter der Woche ja nicht erlauben. Deshalb konnte ich das Wochenende gar nicht mehr abwarten und fing gleich nach meinem Feierabend am Freitag an zu trinken. Ich freute mich sogar richtig darauf, da ich mich dann immer richtig gut fühlte. Mittlerweile ist es nicht mehr ganz so schlimm, da ich keine "Markennamen entfernt" mehr kaufe. Habe echt gemerkt, dass das Zeug die Hölle ist. Hatte regelrechte Gedächnislücken und das erschreckte mich immer mehr. Mittlerweile ist es so, dass ich Wein und Sekt trinke. Manchmal eine ganze Flasche ein anderes mal gar nichts. Trotzdem kreisen meine Gedanken um den Alkohol und am liebsten würde ich mich nach Feierabend immer zu Hause einschließen und mich betrinken. Aber durch mein Umfeld kann ich mir das nicht erlauben, da ich schon auf die eine oder andere Fahne angesprochen wurde. Am liebsten gehe ich auf Veranstaltungen wo ich nicht Auto fahren muß und dann fällt es ja nicht auf wenn ich mal ein bisschen mehr trinke. Meistens trinke ich aber dann zu Hause bisschen vor, dass es wirklich nicht auffällt und ich aber meinen Rausch habe.
Jetzt meine Frage....Findet ihr, dass ich abhängig bin??? Ich schätze mal ich bin zumindest auf dem besten Weg dort hin. Was würdet ihr mir raten was ich tun kann? Habe mir selbst schon gesagt, dass ich jetzt nichts mehr trinke, aber dann tue ich es doch wieder.
Hört sich alles sehr verwirrt an, ich hoffe ihr könnt trotzdem nachvollziehen was ich meine.
Danke dass ihr euch die Zeit genommen habt meinen Beitrag durchzulesen. Bin schon sehr auf eure Antworten gespannt.
Liebe Grüße
Jacki |
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| Jacki hat zum Thema: Bin ich abhängig??? geschrieben
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Wuezel neuer Teilnehmer
Geschlecht:  Anmeldungsdatum: 25.11.2006 Beiträge: 128 Wohnort: Luxemburg
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Verfasst am: 12.12.2006, 16:39 Titel: Hallo und Willkommen |
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Hallo
Ich bin 20 und seit 22 Tagen jetzt trocken und in einigen Sachen die du beschrieben hast konnte ich mich selber wiederfinden.
Das z.B mit dem "Nicht Auto fahren zu müssen".
Wobei ich aber über Jahre getrunken habe.
Ob du Abhängig bist oder nicht kannst nur du dir selber beantworten.
Da du dir aber Gedanken machst um deinen Konsum und selber gemerkt hast,dass etwas nicht stimmt zeigt,dass du dich damit beschäftigst.
Deine Gedanken kreien um den Alkohol...Das kommt mir bekannt vor.
Das ist auch jetzt bei mir im Moment sehr stark.
Ich selber habe für mich gemerkt,dass ich mit Alkohol nichtmehr leben kann.
Dass ich meine Wochenende geniessen will ohne am anderen Tag überlegen zu müssen WAS ich gestern gemacht habe.
Ausserdem will ich selber wieder entscheiden können WAS ich jetzt mache (Dazu gehört auch mit dem Auto fahren u.s.w)
Wenn dies auch dein Wunsch ist dann schäme dich nicht zu einem Arzt zu gehen!
Er (Oder Sie) kann dir sehr helfen!
Ich habe mich am Anfang auch nicht getraut aber nun merke ich wie es mir Tag für Tag besser geht.
Ich hatte Extreme Entzugserscheinungen und die will ich NIE wieder erleben.
Es werden sicher auch noch andere hier aus dem Forum dir antworten die länger Trocken sind oder Erfahrungen mit Enzugstherapien gemacht haben und ich glaube die können dir noch bessere Tips und Erfahrungen schreiben
Dies waren meine.
Vllt helfen sie dir ein klein wenig weiter |
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| Wuezel hat zum Thema: Hallo und Willkommen geschrieben
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pauly aktiver Teilnehmer
Geschlecht:  Anmeldungsdatum: 16.11.2006 Beiträge: 950 Alter: 50 Wohnort: BaWü, LB/HN
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Verfasst am: 12.12.2006, 16:43 Titel: Re: Bin ich abhängig??? |
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Hallo Jacki,
herzlich willkommen hier in unserem Forum und SHG.
Hmm, für mich scheinst Du noch kein hochgradiger Alkoholiker zu sein, zumindest scheint mir noch keine körperliche Abhängigkeit vorzuliegen. Aber Du scheinst gerade stramm dabei zu sein, diese Schwelle zu überschreiten!
Ich würde Dir raten, Deinen Hausarzt aufzusuchen, und alles ganz offen mit ihm zu besprechen. Er kann Dir dann sagen, was zu tun ist.
Ganz sicher kann ich Dir aber sagen, dass Du mit dem Trinken aufhören solltest. Du hast Dich hier ja schon eingelesen, weißt also, was alles auf Dich zukommen kann.
Vielleicht liege ich mit meiner Einschätzung aber auch falsch. Da werden sicherlich die 'alten Hasen' hier noch was dazu sagen.
Jacki, wenn Du vom Alkohol loskommen willst, dann ist, neben dem Besuch Deines Arztes, unsere SHG sicher eine gute Anlaufstelle für Dich.
Viele Grüße
pauly |
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| pauly hat zum Thema: Re: Bin ich abhängig??? geschrieben
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Wasted Days neuer Teilnehmer
Geschlecht:  Anmeldungsdatum: 11.12.2006 Beiträge: 38
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Verfasst am: 12.12.2006, 17:43 Titel: Re: Bin ich abhängig??? |
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Hallo Jacki,
was ich sofort wieder erkannt habe, ict diese tiefe innere Vorfreude auf den Freitag-Sauf-Abend. Das kann nicht gesund sein. Da ich diese Vorfreude nicht möchte, bleibt nur, gar nichts zu trinken.
Grüße
W.D. |
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| Wasted Days hat zum Thema: Re: Bin ich abhängig??? geschrieben
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Whitewolf sehr aktiver Teilnehmer
Geschlecht:  Anmeldungsdatum: 03.09.2006 Beiträge: 1204 Alter: 44 Wohnort: Homburg/Saar
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Verfasst am: 12.12.2006, 18:42 Titel: Re: Bin ich abhängig??? |
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Hallo Jacki,
herzlich Willkommen bei uns im Forum.
Du hast ja, wie Du schreibst, schon ein paar Threads gelesen. Und Du bist nicht ohne Grund auf diese Seiten gekommen. Du hast wie wir alle hier gemerkt, das der Alkohol ein Problem darstellt und Du irgendwie nicht die Finger weglassen kannst.
Jetzt fragst Du uns, ob wir finden das Du abhängig bist .
Welchen Stellenwert hat eine konkrete Aussage ob ja oder nein für Dich??
Wenn 4 Leute schreiben "ja "und 6 Leute schreiben "hart an der Grenze", trinkst Du dann weiter??
Die Trinkmengen, das Trinkverhalten, die Alkoholarten ( Bier, Wein ,Schnaps, Whisky.....) sind bei jedem verschieden. So verschieden wie die Strukturen der Menschen und Ihre Beweggründe.
Wir haben hier im Portal einen Alkoholiker-Test mit dem Du Deine Gefährdung evtl. besser einschätzen kannst. Das wichtigste ist dabei die Ehrlichkeit, vor allem Dir gegenüber.
Wenn Du aufhören willst zu trinken, es aber nicht schaffst , das Verlangen stattdessen immer mehr wird ( freuen auf "Freitag", zuhause einschliessen und trinken....endlich Zeit und Ruhe dafür), solltest Du davon ausgehen das Du abhängig bist.
Der beste und sicherste Weg ist immer der zum Arzt. Mit Ihm kannst Du durchsprechen was und wie zu tun ist.
Angst davor ist absolut unbegründet da Ärzte unter Schweigepflicht stehen. Da aber die Entzugssymptome (Stichwort kalter Entzug, findest Du hier im Forum überall ) lebensbedrohlich werden können wird Dir da jeder Arzt helfen.
Das wichtigste: Du musst aufhören wollen.
Nur ein bißchen aufhören geht nicht, aber das wirst Du wohl selber schon gemerkt haben.
Viele Grüsse
White |
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| Whitewolf hat zum Thema: Re: Bin ich abhängig??? geschrieben
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Jacki neuer Teilnehmer
Geschlecht:  Anmeldungsdatum: 12.12.2006 Beiträge: 2
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Verfasst am: 13.12.2006, 00:12 Titel: Re: Bin ich abhängig??? |
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Hallo,
wow, vielen lieben Dank für eure Anteilnahme und eure Beiträge. Vielen, vielen Dank.
Als ich den ersten Beitrag gelesen habe bin ich erst mal ein bisschen erschrocken. Entzugserscheinungen Darüber habe ich bis jetzt noch gar nicht nachgedacht. Wie äußern sich denn diese? Wie lange dauern sie an? Wie kann mir mein Artz dabei helfen?
Ich möchte es mir nicht eingestehen, aber je mehr ich eure Beiträge die ihr mir geschrieben habt weiter gelesen habe, um so bewusster wurde es mir, dass ich ein Problem habe. Jetzt bekomme ich es auf einmal mit der Angst zu tun.
Ich glaube ich traue mich nicht zum Artz zu gehen. Ich schäme mich das zu erzählen. Vielleicht bekomme ich es ja auch so hin. Meint ihr ich bekomme Entzugserscheinungen? Bekommt man diese nicht erst wenn man richtig lange Alkoholmissbrauch betrieben hat?
O je, in meinem Kopf fängt sich gerade an alles zu drehen. Meine Gedanken spielen verrückt. Ich..abhängig...?!?  |
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| Jacki hat zum Thema: Re: Bin ich abhängig??? geschrieben
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