| Warum ich 3 Tage hetrunken habe • Der 18. Tag ohne.. was ist bloß los? |
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PeterKlein3255 neuer Teilnehmer
Geschlecht:  Anmeldungsdatum: 29.10.2006 Beiträge: 170 Wohnort: Seelze, Nds.
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Verfasst am: 03.12.2006, 01:18 Titel: Mein erster Entzug |
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Mein allererster Entzug.
Hallo, ihr alle. Jetzt, wo ich im Aufenthaltsraum sitze, fällt er mir wieder ein. Mein erster Entzug.
Mein erster stationärer Entzug war der Horror schlechthin. Nach exzessiven „Saufgelage“ über 2 Monate hinweg kam ich mit einer Blutalkoholkonzentration von 4,3 Promille mit dem Rettungswagen in die Entgiftungsklinik nach Bad Rehburg. Und zwar um 2 Uhr morgens direkt auf die geschlossene Station.
Nun gut, die Untersuchung durch den (leicht genervten) Arzt verlief unproblematisch. Anamnese wurde vollständig durchgeführt. Ich muss dazu sagen, dass ich geistig ziemlich gut mitkam, körperlich aber am Ende war.
Behandlungsvorschlag des Arztes: Distraneurin und edit - Medikamentennamen editiert - edit gegen die auftretenden Entzugserscheinungen, bei Bedarf Timonil gegen evtl. auftretende Krampfanfälle. Zusatzmedikation: Leichtes Einschlafmittel gegen Schlaflosigkeit.
Soweit die Verordnung des Arztes an das Pflegepersonal.
Wegen meines hohen Alkoholspiegels begannen die Entzugserscheinungen am dritten Tag. Extremer Tremor, Schwindelanfälle, Herzrasen etc.
Ich konnte das Bett nicht mehr verlassen, Wasser zu trinken aus der Flasche war kaum möglich, so sehr zitterten meine Hände. Als ein Pfleger vorbeikam (eine Klingel gab es dort nicht am Bett!!) bat ich ihn höflich, mir Medikamente zu geben. Der Arzt hätte sie doch verordnet.
Und bekam als Antwort: „Hier entscheidet nicht der Arzt, sondern wir. Und sie spielen den Tremor nur. Das kann ich erkennen, bin schon lang genug hier. Und jetzt stehen Sie auf und gehen zum Mittagessen. Sie sind hier nicht im Hotel und wir nicht der Zimmerservice.“.
Ich wies darauf hin, dass ich nicht in der Lage sei, zu laufen. Das wurde mir nicht geglaubt. Also stand ich auf und fiel prompt auf den Boden. Antwort: “Gut gespielt. Aber jetzt ist Schluss, stehen sie auf.“.
Ich habe mich dann abstützend an allen Dingen auf den Flur gehangelt und im Stationszimmer um ein Telefongespräch gebeten. Das musste man nämlich auch anmelden. Die Telfonnummer wurde notiert, ich hangelte mich zum Stuhl und wartete auf das Klingeln.
Dummerweise haben die Pfleger das Telefongespräch vermittelt. Natürlich !!! stand ein Pfleger zufällig!!! neben mir, als ich telefonierte. Das Gespräch war sehr kurz. Meine Worte waren: „Guten Tag. Herr …… Ich bin in ....... auf der Station … Bitte kommen Sie SOFORT hierher. Danke.“. Das war es dann auch schon.
Ich bin dann wieder in mein Bett gekrabbelt. Mein liebenswerter Pfleger fragte: „Was war denn das für ein komisches Gespräch?“. Ich lächelte nur süffisant und sagte zu ihm: „Das werden Sie schon erfahren.“. Seine Antwort: „Sie brauchen gar nicht so zu grinsen. Und Medikamente bekommen Sie nicht. Wer saufen kann, kann auch leiden.“.
Sehr dumm gelaufen. 30 Minuten später war mein Rechtsanwalt, den ich angerufen hatte, auf der Station. Er kam direkt an mein Bett, mein liebenswerter Pfleger ebenfalls. Und wurde ziemlich blass.
Denn meine Worte an meinen RA waren: „Herr …., ich möchte, dass Sie in meinem Namen Strafanzeige gegen den neben Ihnen stehenden Herrn wegen unterlassener Hilfeleistung und vorsätzlicher Körperverletzung stellen. Meine Generalvollmacht für alle juristischen Probleme liegt Ihnen ja vor.“. Und erzählte, was passiert war und was mir geantwortet wurde.
Da war dann auf der Geschlossenen Hektik angesagt. Irgendein anderer Arzt kam mit meiner Akte, der Leiter des Pflegepersonals auch und eine „wilde“ Diskussion entbrannte.
Mir war das alles egal. Ich bat um Ruhe und fragte den Arzt, welches andere Krankenhaus entgiften würde. Meine Worte waren: „In diesem Schweinestall bleibe ich kein weitere 5 Minuten. Und wenn Sie mir kein anderes Krakenhaus nennen, können Sie auf den Strafantrag Stellung nehmen!“.
Daraufhin wurde ich innerhalb von 30 Minuten nach Gehrden verlegt. Ein allgemeines Krankenhaus.
Und dort gab es überhaupt keine Probleme. Der Chefarzt der Station kam, las meine Akte und meinte: „Dann fangen wir mal vernünftig mit der Entgiftung an.“. Ich bekam Medikamente zur Unterstützung der Entgiftung und nach 10 Tagen wurde ich körperlich sauber entlassen.
Also Leute: Eine stationäre Entgiftung ist nicht schlimm. Wenn man euch und eure Krankheit nicht ernst nimmt, geht dagegen an. Dann wird euch geholfen. |
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pauly aktiver Teilnehmer
Geschlecht:  Anmeldungsdatum: 16.11.2006 Beiträge: 950 Alter: 50 Wohnort: BaWü, LB/HN
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Verfasst am: 03.12.2006, 01:33 Titel: Re: Mein erster Entzug |
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| PeterKlein3255 hat Folgendes geschrieben: | | „Hier entscheidet nicht der Arzt, sondern wir. Und sie spielen den Tremor nur. Das kann ich erkennen, bin schon lang genug hier. Und jetzt stehen Sie auf und gehen zum Mittagessen. Sie sind hier nicht im Hotel und wir nicht der Zimmerservice.“ |
Hallo Peter,
als ich das las, lief es mir eiskalt der Rücken hinunter. Gott sei Dank lief das bei mir ganz anders ab. Die Schwestern und Pfleger waren sehr zuvorkommend und hilfsbereit und zwar 24 Stunden am Tag!
Ich konnte mich überhaupt nicht beklagen und fühlte mich sehr gut aufgehoben dort.
Jetzt hoffe ich doch, dass sich niemand abschrecken lässt. Ich denke, was Du erleben musstest, dürfte eher die Ausnahme sein.
Gute Nacht Peter,
pauly |
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| pauly hat zum Thema: Re: Mein erster Entzug geschrieben
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marla Gast
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Verfasst am: 03.12.2006, 09:48 Titel: Re: Mein erster Entzug |
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hallo peter,
auch ich hoffe, dass sich durch deinen bericht (ich denke sowas ist wirklich kaum zu glauben) niemand hier zu einen erforderlichen schritt abschrecken lässt!!!!
ich war vor längerer zeit eine nacht zur entgiftung im krankenhaus und das personal war superklasse.
ich wurde sehr sehr gut behandelt und niemand gab mir irgendwie das gefühl, mich schämen zu müssen.
-ich weiss nicht, ob dieser bericht von dir irgendjemanden hier wiklich weiterhelfen kann.
wie schon pauly schrieb: auch ich fühlte mich damals im krankenhaus sehr gut aufgehoben!!
lg
marla |
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| marla hat zum Thema: Re: Mein erster Entzug geschrieben
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dorothea Moderatorin

Geschlecht:  Anmeldungsdatum: 26.08.2006 Beiträge: 7472 Alter: 48 Wohnort: Salzgitter
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Verfasst am: 03.12.2006, 15:28 Titel: Re: Mein erster Entzug |
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hallo peter
was ist los mit dir, habe heute nacht noch andere sachen von dir gelesen zu denen ich mir einen komentar gespart habe und auch jetzt spare.
du erzählst hier etwas, das so gewesen sein kann, oder auch nicht, woher sollen wir das wissen, was bezweckst du damit??
dir gehts offensichtlich beschi... gut, oder besser nicht gut. willst du das wir uns jetzt auch so fühlen oder was soll das?? statt mal zu schreiben was los ist und zu gucken ob wir das gemeinsam hinkriegen haust du hier um dich das man fast denken könnte du bist voll.
irgendwie werde ich das gefühl nicht los, du möchtest gern auf die mitleidsschiene und weil du das hier nicht bekommst wirst du ausfallend.
nu pass ma auf mein guter das finde ich eine ganz miese tour, du verunsicherst hier aus lauter frust die leute indem du hier so eine storry schreibst, wenns so war schlimm genug, aber mit sicherheit ein einzelfall, denn sowas habe ich noch nie gehört, ganz im gegenteil. schwestern und pfleger sind keine perversen monster die sich am leid anderer hochziehen, das ist kein beruf sondern berufung, ein psychisch wie physisch sehr belastender job mit sch.. arbeitszeiten und schlechter bezahlung. das nur mal am rande erwähnt. ich habe nur gute erfahrungen in der entgiftug gemacht, und habe mich im kh sehr gut aufgehoben und betreut gefühlt, nette schwestern, nette ärzte, eine richtige erholung nach dem ganzen saufstress, mir ging es saugut und ich war gut motiviert und informiert als ich da raus bin, und habe seit dem, über 5 jahre keinen alk mehr angefasst.
du solltest dir mal klar werden was du eigentlich willst und aufhören andere runterzuziehen wenns dir sche... geht. statt dessen wäre mal bischen vertrauen in die menschen hier angesagt. wir wissen eben aus eigener erfahrung wie das ist, nicht vom hören sagen deswegen kannst du uns hier auch nichts erzählen. mann mann mann komm ma klar in deiner kleinen kasperwelt, reiß dich zusammen und schreib ma was dir so schwer fällt, dann können wir dir auch helfen, mit selbstmitleid schadest du dir nur selbst.
doro |
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| dorothea hat zum Thema: Re: Mein erster Entzug geschrieben
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dorothea Moderatorin

Geschlecht:  Anmeldungsdatum: 26.08.2006 Beiträge: 7472 Alter: 48 Wohnort: Salzgitter
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Verfasst am: 03.12.2006, 18:17 Titel: Re: Mein erster Entzug |
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hallo jenny
du hast nicht gelesen was ich heute nacht lesen mußte, sonst wüßtest du was ich meine, wer solche ohrfeigen verteilt muß mit nem echo rechnen. aufregen tu ich mich im übrigen nicht, weiß ich doch sehr gut wovon ich rede, streicheleinheiten schläfern ein, hier muß aber jemand wach werden, da ist der eimer kaltes wasser nun mal besser geeignet. nimm das bitte nicht persöhnlich, aber ab und an ist härte das einzige was einen aus seinen falschen träumen weckt, schließlich möchte ich das ihr wie ich trocken und zufrieden leben lernt, und wenn ich sehe das ihr auf dem falschen dampfer seit dann sage ich das, und zwar so wie es ist, alles andere ist zeitverschwendung, zeit die ein säufer unter umständen nicht hat. von bauchpinselei hat keiner was, wir sind totkrank, wenn wir leben wollen müssen wir mit saufen aufhören, das ist der einzige punkt der zählt. wenn ich dazu jemanden in den a.... treten muß dann tu ich auch das.
ich wünsche euch einen ruhigen trockenen und vor allem zufriedenen advent.
doro |
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| dorothea hat zum Thema: Re: Mein erster Entzug geschrieben
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Annika sehr aktiver Teilnehmer
Geschlecht:  Anmeldungsdatum: 05.12.2005 Beiträge: 3847 Wohnort: NRW
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Verfasst am: 03.12.2006, 18:31 Titel: re |
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Hallo,
bevor das hier wieder ausartet. Doro hat recht. In den Morgenstunden hat Peter so ein wenig verbal um sich geschlagen.
Es lohnt keine Diskussion, wir sollen uns alle auf uns konzentrieren.
Geht bitte immer wieder davon aus, dass euch der Admin, alle Moderatoren und die länger trockenen hier nur unterstützen wollen.
Hilfe zur Selbsthilfe und keine Diskussionen um Nichtigkeiten.
Das leben kann nüchtern zu schön sein. Wir helfen dabei gerne, den richtigen Weg zu gehen.
Wer unsere Hilfe hier nicht annimmt, muß noch ein paar nasse Runden drehen.
Alles wird gut
LG Annika |
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| Annika hat zum Thema: re geschrieben
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