| wie kann ich es schaffen • Müdigkeit ohne Alkohol |
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T-O-S neuer Teilnehmer
Anmeldungsdatum: 05.07.2005 Beiträge: 2
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Verfasst am: 05.07.2005, 19:57 Titel: Ich steh vor einem Scherbenhaufen |
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Hallo ich bin Thorsten, 31 Jahre alt und eigentlich habe bis zum gestrigen Tage nicht begriffen dass ich auch sehr wohl Probleme mit dem Alkohol habe.
Seit gestern deswegen, da mir meine Frau gesagt hat das Sie Ihr Leben nicht mehr mit mir teilen möchte.
Ich bin seit 3 Jahren verheiratet und habe 2 Kinder.
Es hat schon öfters mal Ausschreitungen gegeben (keine körperlichen) in Folge von zu hohem Alkoholkonsum. Jedes Mal hab ich gesagt dass ich mich bessern werde – aber das war ein Trugschluss. Ich hab dann mal 2 Wochen durchgehalten, ohne was zu trinken – aber dann bei der nächst besten Gelegenheit hieß es dann: „Ach, was solls. Ein Bierchen kann man trinken“. Bei dem einen blieb es natürlich nicht. Und schon wieder hatte ich Sie enttäuscht und mit meinen Worten im Suff riesig gedemütigt.
Ich war auch knapp 4 Monate arbeitslos – da hab ich dann auch während der Woche Alkohol getrunken. Sonst gab es von Montags bis Mittwoch nichts. Donnerstags traf ich mich mit meinen Kameraden im Verein – da gabs dann wieder was für die Sucht.
Eigentlich stehe ich glaube ich vor einem riesengroßen Scherbenhaufen – und scheinbar erst jetzt muss ich mir eingestehen: Ich bin Alkoholkrank.
Was soll ich denn um Himmelswillen tun? |
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| T-O-S hat zum Thema: Ich steh vor einem Scherbenhaufen geschrieben
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henri sehr aktiver Teilnehmer
Geschlecht:  Anmeldungsdatum: 08.03.2005 Beiträge: 1618
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Verfasst am: 05.07.2005, 21:05 Titel: Re: Ich steh vor einem Scherbenhaufen |
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Hallo Thorsten
Willkommen hier im Forum
Wenn du schreibst, dass deine Frau ihr Leben mit dir teilen will, meinst du sicher damit, dass sie sich von dir trennen will. Ich gehe jedenfalls davon aus.
Vor einem Scherbenhaufen stehst du ganz bestimmt. Du kannst aber nur dich selbst dafür verantwortlich machen. Wenn du an Stelle deiner Frau wärst, würdest du sicher auch so handeln, wie sie es jetzt tut.
Du fragst, was du jetzt tun sollst. Das liegt doch auf der Hand. In Zukunft abstinent zu leben, ist die einzige Lösung. Alles andere, wie kontrolliertes trinken, was du ja schon probiert hast, führt auf Dauer gesehen, zu keinem Erfolg. Es gibt jetzt nur den einen Weg, sofort zu deinem Hausarzt, dem du dein Alkoholproblem schilderst. Es muss dort entschieden werden ob eine Entgiftung im KH notwendig ist, was ich vermute, oder ob es mit einer ambulanten Entziehung reicht. Von einem plötzlichen Absetzen des Alkohols, ohne vorher wenigstens mit einem Arzt gesprochen zu haben, kann ich dir aber nur abraten. Wenn du hier im Forum Beiträge dazu liest, wirst du sehen, dass ein kalter Entzug sehr gefährlich für dich sein kann. Das sind die ersten Schritte, die du jetzt tun kannst und auch tun musst.
Ob es auch besser für dich ist, eine Therapie mitzumachen, solltest du dir auch überlegen. So wird es sehr schwer für dich werden, trocken zu bleiben. Da ist eine Therapie nur von Vorteil.
Wünsche dir, dass du für dich die richtige Entscheidung triffst.
Henri |
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| henri hat zum Thema: Re: Ich steh vor einem Scherbenhaufen geschrieben
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chrissyta sehr aktiver Teilnehmer
Geschlecht:  Anmeldungsdatum: 23.03.2005 Beiträge: 1053 Wohnort: BW
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Verfasst am: 05.07.2005, 23:42 Titel: Re: Ich steh vor einem Scherbenhaufen |
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hallo thorsten,
auch von mir ein wilkommensgruss.
du schreibst du stehst vor einem scherbenhaufen, deine frau hat ganz bestimmt gewartet mit ihrer entscheidung bis sie nicht mehr anderst konnte. du musst wissen, ein partner leidet an der seite eines alkoholikers, aber ein alkoholiker sieht es nicht oder will es nicht sehen.
du hast jetzt eingesehen, dass du etwas ändern willst/musst. du fragst was du tun sollst, höre auf mit dem trinken und denk an deine familie.
wie henri dir schon mitteilte ist der erste weg zum arzt, um abzuklären wo eine entgiftung angebracht ist, denn zu dieser würde ich dir auch raten, wenn du diese gemacht hast geht es dir auch wieder besser und du kannst wieder besser denken. danach solltest du dir die weiteren schritte überlegen. ich denke wenn deine frau sieht du wirst aktiv und hälst durch, dass sie dich dabei unterstützen wird. versuche in jedem fall nochmal mit ihr zu reden.
ich wünsche dir viel kraft und erfolg.
gruss
chrissyta |
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| chrissyta hat zum Thema: Re: Ich steh vor einem Scherbenhaufen geschrieben
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honda-daddy Gast
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Verfasst am: 06.07.2005, 09:18 Titel: Re: Ich steh vor einem Scherbenhaufen |
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Hallo thorsten
Ich mußte auch erst die verlustangst spüren um mein leben zu ändern. Erst in der therapie habe ich kapiert das es um MEIN LEBEN geht. Hoffe du bekommst den "scherbenhaufen" wieder gekittet.
Ja, ansonsten haben Henry und Chrissyta schon alles geschrieben. |
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| honda-daddy hat zum Thema: Re: Ich steh vor einem Scherbenhaufen geschrieben
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T-O-S neuer Teilnehmer
Anmeldungsdatum: 05.07.2005 Beiträge: 2
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Verfasst am: 06.07.2005, 20:08 Titel: Re: Ich steh vor einem Scherbenhaufen |
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Vielen Dank für Eure helfenden Worte.
Ich habe mich auch fest dazu entschlossen, auch wenn es mir schwer fällt, Euren Rat zu befolgen und einen Arzt aufzusuchen.
Als ich heute von der Arbeit kam, habe ich meinen ganzen Mut zusammengfasst und mit meiner Frau draüber gesprochen.
Das war eine verdammt harte Sache. Aber ich bin froh das ich es gemacht habe - weil Sie möchte mich auf jeden Fall unterstützen!
Länger als 2 Wochen habe ich es noch nie ohne Alkohol ausgehalten und vor der Zeit nach den 2 Wochen ohne das "Gift" habe ich auch die meiste Angst.
Allein deswegen möchte ich einen Arzt an meiner Seite haben der mir dabei hilft.
Grüße Thorsten |
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| T-O-S hat zum Thema: Re: Ich steh vor einem Scherbenhaufen geschrieben
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chrissyta sehr aktiver Teilnehmer
Geschlecht:  Anmeldungsdatum: 23.03.2005 Beiträge: 1053 Wohnort: BW
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Verfasst am: 06.07.2005, 20:24 Titel: Re: Ich steh vor einem Scherbenhaufen |
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hallo thorsten,
das ist eine gute entscheidung zum arzt zu gehen, vor den 2 wochen danach brauchst du keine angst haben, du wirst sehen nach der entgiftung fühlst du dich gut und hast dann schon das gefühl, dass du keinen alkohol mehr brauchst. der körper braucht ihn jedenfalls nicht mehr. dann musst du nur noch an der psychischen abhängkigkeit arbeiten und da solltest du dir unterstützung in einer shg vor ort suchen. auch das schreiben hier wird dir helfen.
das deine frau dich unterstützt ist wunderbar, ein offenes gespräch kann immer wunder bewirken.
wünsche dir viel kraft, du schaffst das.
gruss
chrissyta |
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| chrissyta hat zum Thema: Re: Ich steh vor einem Scherbenhaufen geschrieben
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henri sehr aktiver Teilnehmer
Geschlecht:  Anmeldungsdatum: 08.03.2005 Beiträge: 1618
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Verfasst am: 06.07.2005, 22:27 Titel: Re: Ich steh vor einem Scherbenhaufen |
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Hallo Thorsten
Nun sieht doch schon alles viel besser aus als gestern. Du siehst was ein offenes und ehrliches Gespräch bewirken kann. Jetzt hast du die Unterstützung deiner Frau und das ist sehr wichtig für dich. Eines wirst du jetzt eingesehen haben, du kannst nur eines haben, entweder deine Frau oder den Alkohol, aber nicht beides zusammen. Als nächstes kommt der Gang zum Arzt. Das solltest du allerdings auch sofort tun, nicht mehr aufschieben. Danach kannst du dann entscheiden, wie das weitere Vorgehen sein wird.
Pack’s an, es ist leichter als du denkst
Henri |
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| henri hat zum Thema: Re: Ich steh vor einem Scherbenhaufen geschrieben
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