scoob neuer Teilnehmer
Anmeldungsdatum: 29.11.2006 Beiträge: 1
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Verfasst am: 29.11.2006, 21:55 Titel: Alkohol und MS |
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Hallo!
Auch ich habe zu Euch gefunden...
Meine Mutter hat MS ( Multiple Sklerose) und trinkt seit einigen Jahren regelmässig Rotwein. Das sei ihre "Medizin", ihr "Schmerzmittel". Der Konsum hat sich immer weiter gesteigert, sei selbst sagt, sie trinkt einen Liter Wein am Tag. Erstens behauptet sie das, ich kann das nicht so einfach kontrollieren, da ich nicht mehr zu Hause wohne, eien Freundin kauft für sie ein, also auch den Wein. Sie traut sich aber nicht, meiner Mutter direkt zu sagen, daß sie ihr "Schmerzmittel" nciht ehr besorgen will...
Zweitens isst meine Mutter praktisch nichts, so wirkt der ALkohol entsprechend. Sie stürzt oft, das liegt zum Teil mit ihrere Krankheit zusammen, aber da swird massiv durch den Alk verstärkt. Sie wird aggressiv und streitlustig, vergisst erschreckend schnell und wirkt verwirrt. Wenn ich sie am nächsten Tag darauf anspreche ( wir telefonieren täglich ) weiß sie meist angeblich nichts oder druckst etwas herum. In nüchternem Zustand, soweit das möglich ist, spreche ich sie regelmässig auf den Alkohol an, sie weist aber alles von sich, sie dürfe das, ist ärztlich abgesprochen, manchmal sagt sie es ginge mich nichts an, dann wieder hätte ich keine Ahnung... Es artet oft in Streit aus. Jedenfalls macht sie total dicht. Sie setzte mich neulich unter Druck, indem sie behauptete die anderen Leute würden über mich lachen ,weil ich die Einzige sei, die behaupte, sie trinkt zuviel Wein. Wenn die anderen sich das nicht trauen....
Sie lebt alleine, ist ein äußerst schwiergiger Mensch und hatte schon Einiges unter ihr zu leiden, darum versuche ich mich immer weiter von ihr zu distanzieren.Ihre Krankheit ist aber bei ihr lange nicht so schlimm wie sie immer behauptet, sie setzt sich gern in den Mittelpunkt und lebt absolut passiv, wirkt nicht aktiv mit, dass es ihr besser geht. Fremde Hilfe hat sie bisher immer abgewiesen, bis die Freundin über ihren Kopf hinweg entschieden hat, ihr einen Pflegedienst auf den Hals zu schicken. Dieser stellte fest, dass sie am Rand der Verwahrlosung lebt, fast untergewichtig ist und ein Alkoholproblem hat. Wenn sich das nicht ändert, muß sie in ein Heim. Das sieht sie aber nciht ein. Ich weiß jetzt schon, daß sie die Haushaltshilfe, die sie bekommt, demnächst vergrault haben wird. Am liebsten wäre es ihr, ich würde mich einzig um sie kümmern. Allerdings habe ich eine eigene Familie mit einem 10monatigen Sohn. Das Verhältnis zu ihr ist mehr als schwierig, sie lässt sich von mir kaum etwas sagen. DIe Schwester des Dienstes meinte, meine Mutter bräuchte eine strenge Führung, das schaffe ich aber nicht. Ich solle sie kontrollieren und sie unter Druck setzen. Leichter gesagt als getan... Ich weiß nicht, ob ich ihr sagen soll, sie sieht uns einschließlcih Enkel erst wieder , wenn sie keinen Alkohol mehr trinkt. Sie ist halt auch noch krank, ob ich mich da soweit zurückziehen kann? Sie war erst kürzlich in Kur, da ging es ihr in kürzester Zeit erheblich besser- ohne Alkohol. Kaum daheim, baut sie wieder total ab.
Tja die wohl 1Mio.ste Frage: was soll ich tun, was soll ich lassen. ALs ich daheim wohnte hatte ich Magenprobleme, allerdings spüre ich sie wiederkommen....Ich muß darauf achten, dass mein Sohn von dem ganzen Ärger nix mitkriegt, er ist noch so klein und versteht das noch falsch...Meine Gedanken kreisen immer wieder um meine Mutter. Da läuft echt was falsch, sie ist "mein Kind" statt umgekehrt. Sie hat kaum KOntakt nach "draußen", baute sich ihre eigene Welt auf entsprechend verkümmern ihre sozialen Kompetenzen. Mehr als verbal in den Hintern treten kann ich ihr doch nicht und glaubt mir, es sit so frustrierend wenn dabei nix rauskommt. |
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dorothea Moderatorin

Geschlecht:  Anmeldungsdatum: 26.08.2006 Beiträge: 7370 Alter: 48 Wohnort: Salzgitter
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Verfasst am: 30.11.2006, 15:04 Titel: Re: Alkohol und MS |
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hallo scoob
herzlich willkommen hier bei uns im forum.
deine mum ist ja ein richtig tolles exemplar. ich schreibe das mal so wie das bei mir ankommt.
wenn ihr euch nicht rund um die uhr um mich kümmert werde ich eben krank, wenn ich pfeife habt ihr zu springen.
inwieweit hier der alk schuld an diesem verhalten ist, und wo narzismuß mit rein spielt, den ich hier auch raushöre, kann ich dir nicht sagen, nur mußt du dich hier wirklich klar abgrenzen. du hast ein kleines kind das deine aufmerksamkeit braucht, deine mutter ist erwachsen und bekommt hilfe, sie scheint aber eher trotzig darauf zu warten das du immer da bist, denn wenn das schon ihrer krankenschwester auffällt muß da schon einiges vorgefallen sein.
ich weiß das das leichter gesagt als getan ist, nur kann man am egoismuß anderer kaputt gehen und das geht zu weit, jetzt braucht dich dein kind.
schreib deine fragen und gedanken hier rein es gibt hier viele die dir helfen.
gruß doro |
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