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Der Hass auf den Alkohol wächst....

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marla
Gast






BeitragVerfasst am: 01.12.2006, 17:08    Titel: Re: Der Hass auf den Alkohol wächst.... Antworten mit Zitat Beitrag dem Moderator/Admin melden

hi,

mir tut eine virtuelle umarmung auch sehr gut...

hatte ja heute den termin bei der suchtberatung...

ist gut gelaufen aber seitdem fühle ich mich ganz leeeeer.....und deprimiert. naja -ansonsten alles ok soweit.

lg
marla
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marla hat zum Thema: Re: Der Hass auf den Alkohol wächst.... geschrieben
Lilly12
Gast






BeitragVerfasst am: 01.12.2006, 17:57    Titel: Re: Der Hass auf den Alkohol wächst.... Antworten mit Zitat Beitrag dem Moderator/Admin melden

Hallo Robin,

mal 2 Zitate von Dir, was einiges über Dich aussagt (das ist nicht negativ gemeint, es spiegelt nur Deinen "Entwicklungsstand" bezüglich unserer Krankheit wieder).

Zitat:
Und das ist keine Überheblichkeit: ich möchte nicht dazu gezählt werden; ich möchte nicht, dass meine Mitmenschen tuscheln, mit dem Finger auf mich zeigen und sagen: "Da, ein Alkoholiker. Wie die, die am Busbahnhof sitzen und sich Alkohol von unserem Geld kaufen."


Bei mir ist das ganz anders. Mir ist es völlig gleichgültig, was andere über mich tuscheln. Es interessiert mich nicht. Ich möchte an dieser Stelle mal dorothea zitieren, sie sagt oft: "Ich bin nicht auf der Welt, um so zu sein, wie andere Menschen mich gern hätten..."
Wenn jemand über mich sagt: Du bist ja ne Alkoholikerin ! dann stimmt das ja. Bin ich auch, aber halt trocken. Also nicht, wie die da am Busbahnhof, die sich von unserem Geld Alkohol kaufen. Von unserem Geld ? Meinst Du damit, von Harz4 ? Unseren Steuern, die wir bezahlen? Ach herrje, da gibt es weitaus schlimmere Dinge, die mit unseren Steuergeldern angestellt werden, darüber regt sich allerdings kaum jemand auf, z.b. wenn die Herren Politiker sich bereichern auf übelste Art und Weise, zum 40.ten mal die Diäten erhöhen, kannst Du mir einen plausiblen Grund dafür nennen?

Es zeigt mir aber auch, das Du Angst davor hast, was andere Leute über Dich denken oder reden. Davon solltest Du Dich beizeiten lösen, über Alkies wird IMMER geredet, das werden wir wohl in unserer Gesellschaft nicht mehr ändern können. Ich denke, das liegt auch in Deiner Erziehung, Du schreibst ja, das Du lange unter dem Einfluss Deiner Eltern standest, und so wahrschienlich viele Entwicklungsschritte erst später machen wirst. Dazu gehört auch Toleranz anderen gegenüber. Wenn man zu lange von den Eltern vollgelabert wird, die oft ein merkwürdiges Obrigkeitsdenken und Angst davor haben, was die Nachbarn denken oder sagen könnten, wird man irgendwann auch so. Ist aber nur meine Meinung...

Zitat:
Für die sind wir einfach nur "Alkoholiker"... assozialer Abschaum; und das muss man dann ja nicht noch unterstützen, in dem man sich derart verhält....


Du solltest wirklich nicht soviel auf die Meinung anderer geben. Ob wir für die "asozialer Abschaum" sind, das interessiert mich genauso, als ob in China n Sack Reis umfällt. Was interessiert mich das Geschwätz dummer Menschen, GAR NIX. Lass sie doch reden...

Wir sind trotzdem alle Alkoholiker, es gibt halt nur viele verschiedene Facetten unserer Krankheit, je mach dem, wie tief man schon unten ist.

Robin, mal eine Frage: Hast Du Deine Krankheit für Dich akzeptiert ? Das Du sie für immer hast? Das Du SUCHTKRANK bist?

Abschliessend möchte ich noch sagen: Ich schrieb NICHT, das Du überheblich bist, ich schrieb lediglich : Hüte Dich davor, so zu sein oder zu werden, so war das gemeint. Das ist ein Unterschied.

Ich könnte jetzt noch weiter Deine Beiträge auseinander nehmen, aber ich lass das besser. Denn das bringt nix, lass uns lieber zusammen weiterhin an UNSERER Trockenheit arbeiten, und nicht um das dumme Geschwätz anderer Leute kümmern.

Lieben Gruß an Dich
Lilly
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Lilly12 hat zum Thema: Re: Der Hass auf den Alkohol wächst.... geschrieben
Jukka
neuer Teilnehmer


Geschlecht: Geschlecht:Männlich
Anmeldungsdatum: 02.11.2006
Beiträge: 208

BeitragVerfasst am: 01.12.2006, 18:28    Titel: re Antworten mit Zitat Beitrag dem Moderator/Admin melden

Hallo Lilly,

ok...ok... Lachen Ich ergebe mich !!!

Nee, schon ok. Wie gesagt, nicht immer kann ich mich so ausdrücken, wie ich es gerne möchte; aber ich weiß jetzt was Du meinst und damit lasse ich es gut sein.

Sicher magst Du recht haben; nicht immer geht es mir am A vorbei, was andere über mich denken oder sagen - schon gar nicht, wenn ich dabei in einem schlechten Licht stehe. Ist aber nicht nur mit meiner, bzw. unserer Krankheit so, sondern allgemein. Betrifft auch andere Dinge, z.B. die Meinung der Schwiegereltern etc., aber das möchte ich jetzt hier nicht näher erläutern. Winken

Du hast mich gefragt, ob ich es akzeptiert habe, dass ich "suchtkrank" bin. Sagen wir es mal so: ich bin auf dem Weg trocken zu werden, und ich habe diesbezüglich besonders viel zu lernen.

ABER DESHALB BIN ICH HIER, Lilly. Ich möchte damit umgehen können; ich will auch soweit kommen wie Ihr. Ich sehe Euch gewissermaßen als Vorbilder, will von Euch lernen und Eure Hilfe, die Ihr mir geboten habt auch annehmen. So auch die Akzeptanz, krank zu sein. Ich weiß es zwar, aber so richtig abfinden kann man sich damit nicht innerhalb weniger Tage. Ich möchte an dieser Stelle wieder einmal betonen, dass ich hier von MIR spreche.

In all den von Dir genannten Punkten muss (und will) ich dazu lernen; seien es die Meinungen anderer, oder irgendetwas anderes, was uns Alkoholiker betrifft und verbindet.

Noch einmal ganz kurz wegen "trinken auf unseren Kosten": Ja, ich möchte nicht, dass jemand so etwas über mich sagen kann. Zumal es schon ansatzweiße so war - in der eigenen Verwandtschaft. Aber auch darauf möchte ich hier nicht näher eingehen.

Gebt mir etwas mehr Zeit, mit allem besser umgehen zu können. Schließlich habt Ihr ja auch geschrieben, dass ICH mir selber mehr Zeit geben muss - das ist eine Bitte an Euch !!! Ich bin auch nur ein Mensch; und viele von Euch sind älter wie ich und bringen auch demsofolge mehr Lebenserfahrung mit, die ich eben nicht vorweisen kann.

Mehr wie lernen und diesen Weg weiter gehen kann ich im Moment nicht...
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Jukka hat zum Thema: re geschrieben
Lilly12
Gast






BeitragVerfasst am: 01.12.2006, 18:40    Titel: Re: Der Hass auf den Alkohol wächst.... Antworten mit Zitat Beitrag dem Moderator/Admin melden

Hallo Robin,

das hört sich schon VIEL BESSER an. Es ist nicht einfach, seine Krankheit zu akzeptieren, wenn man noch ganz am Anfang steht, das weiß hier jeder.
Und Du hast Zeit und brauchst die auch, um es lernen zu können. Jeder auf seine Art und Weise, ich brauchte auch dazu lange. Das ich krank bin, wußte ich allerdings von Anfang an, aber es anzunehmen, dauerte sehr viel länger.

Wenn Du länger trocken bist, wirst Du automatisch selbstbewußter, weil Du Dich nicht mehr ewig schuldig fühlen muß, wegen der ollen Sauferei. Da werden einige dran zu kanbbern haben, es wird ihnen nicht gefallen, datt sach ich Dir schonmal gleich. Aber wenn sie Dich lieben oder Dich sehr gern mögen, werden sie es so akzeptieren.
Und eines Tages ist es Dir egal, was andere darüber denken. Das kommt so, glaubs mir... Geschockt
Lieber Robin, wir hier geben Dir sicher alle Zeit der Welt, hauptsache ist doch, trocken zu sein. An seiner Trockenheit zu arbeiten, bedeutet auch, sich hinterfragen zu lassen, bzw. das auch selber ab und zu zu tun. Das nicht gleich als Kritik anzusehen, sondern sich zu fragen: Was stimmt davon, was kann ich daraus für mich lernen? Wenn die Kritik ungerechtfertigt ist, dann muss man sich allerdings auch wehren, iss ja wohl klar Lachen .

Lg an dich
Lilly

LG an Dich
Lilly
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Lilly12 hat zum Thema: Re: Der Hass auf den Alkohol wächst.... geschrieben

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