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fragen über fragen

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satanberlin
neuer Teilnehmer



Anmeldungsdatum: 03.07.2005
Beiträge: 5

BeitragVerfasst am: 03.07.2005, 08:06    Titel: fragen über fragen Antworten mit Zitat Beitrag dem Moderator/Admin melden

liebes forum,

über google hab ich euch gefunden u. hoffe ihr habt den an oder anderen ratschlag oder erklärung für mich u. mein problem.

ich bin 28 jahre u. trinke seit über 4 jahren regelmäßig -täglich- alkohol, anfangs ca. eine halbe flasche sekt u. zum schluss ca. 2 flaschen u. das jeden abend. eigentl. dachte ich in meiner arroganz, das alkoholiker nur der ist, der literweise wodka, gin & co. trinkt, denke mal ich wollte es verdrängen.

so. nun habe ich aber überhaupt keine lust mehr zu trinken, ich möchte mein leben nicht länger vom alk bestimmen lassen.

vergangenen mittwoch habe ich versucht den alk einfach wegzulassen u.welch wunder, es ging nicht! ich wurde supernervös, leute, ich hätte aus der haut fahren können, da trank ich einen ganz kleinen schluck sekt u. die nervosität hörte sofort auf.

donnerstags trank ich dann 1,5 gläser wein, freitags 1 glas u. gestern nur ein halbes glas. in meinem kopf dreht sich alles um alkohol, soll ich oder soll ich nicht, ach ich schaffs ja eh nicht, aber ich werde es schaffen!

ich bin vollkommen durch den wind, einerseits denke ich mir, es ist ja toll, das man von 2 flaschen auf ein halbes glas kommt, immerhin ein anfang, aber ich weiss nicht, ob das nicht mal wieder augenwischerei ist, wenn man trinkt um die symptome zu bekämpfen.

ich dachte ja, es würde mir super gehn, aber dem ist nicht so. mir tut der bauch weh, genauer gesagt, leber u. bauchspeicheldrüse, vermute ich jedenfalls, warum das ? der alk ist doch so reduziert, das diese belasteten organe doch eigentl. problemlos arbeiten müssten?

wie geht das denn nun weiter? wann hört die nervosität auf? wann kann man sagen, die kritische zeit ist vorbei?

da ich immer nur abends getrunken habe, ist meine kritische zeit immer zwischen 18 u. 22 uhr, vorher ist alles ok, d.h. bis auf heut, da bin ich innerlich superunruhig u. komisch drauf, habe aber kein bedürfnis zu trinken.

mhm, sorry, bin etwas durch den wind, vielleicht kann mir jemand ja was zu meinem beitrag erklären?

tausend dank u. schönen sonntag.

gruesse.

chris
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satanberlin hat zum Thema: fragen über fragen geschrieben
Karsten
Administrator
Administrator


Geschlecht: Geschlecht:Männlich
Anmeldungsdatum: 04.11.2004
Beiträge: 31596
Alter: 49
Wohnort: Eberswalde

BeitragVerfasst am: 03.07.2005, 08:28    Titel: Re: fragen über fragen Antworten mit Zitat Beitrag dem Moderator/Admin melden

Hallo Chris und sei auch Du herzlich willkommen im Forum,

Du gibst Dir durch Deine Zweifel schon einige Antworten selbst.
Wie so viele unterliegst oder unterlagst Du dem Glauben, "gute Getränke" sind ungefährlicher.
Auch, das Du nur Abends getrunken hast, ist dennoch eine Regelmäßigkeit. Das Du tagsüber dann ruhig warst, liegt sicher daran, dass Dein gewohnter Tagesablauf ja den Alkoholkonsum auf Abends verlagert hat. Jetzt wo sich Deine Gedanken darauf konzentrieren, dass Du ja Abends auch nichts trinken wirst, spielt Dein Körper verrückt. Du hast tagsüber schon Angst, dass Du es Abends nicht schaffen wirst, vom Alkohol zu lassen.
Das Du den Alkohol reduziert hast, wird Dir nicht helfen. Für einen Alkoholkranken gibt es nur einen Weg, den Nüchternen.
Dein Körper hat sich an den regelmäßigen Alkoholkonsum gewöhnt. Nun bekommt er weniger oder gar keinen. Das sich da körperliche Entzugserscheinungen bemerkbar machen, ist doch klar.
Da eine vollständige körperliche Entgiftung ca. 5-7 Tage dauert, wobei man gar keinen Alkohol trinkt, können sich die Entzugserscheinungen noch sehr verstärken und bis zum Krampfanfall oder Delier führen.
daher ist es wichtig, solch einen Entzug im Krankenhaus zu machen in Begleitung eines Arztes.

Zitat:
wie geht das denn nun weiter? wann hört die nervosität auf? wann kann man sagen, die kritische zeit ist vorbei?


Die Nervosität wird sich langsamm verringern, aber sicher nicht in den nächsten Tagen oder Wochen. Die kritische Phase ist eigentlich nie vorbei.
Man muß , auch nach Jahren der Trockenheit ständig an sich arbeiten, auch wenn die Trockenheit mit der Zeit zu einer Gewohnheit wird, wie früher das Trinken. Die seelische Abhängigkeit bleibt immer bestehen.
Anzeichen sind nicht allgemeingültig

Gruß
Karsten
_______________
Spezielle Fragen
Gewohnheiten
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Karsten hat zum Thema: Re: fragen über fragen geschrieben
satanberlin
neuer Teilnehmer



Anmeldungsdatum: 03.07.2005
Beiträge: 5

BeitragVerfasst am: 03.07.2005, 12:08    Titel: Re: fragen über fragen Antworten mit Zitat Beitrag dem Moderator/Admin melden

hallo karsten,

danke für deine schnelle antwort, in vielem hast du natürlich recht, dennoch bezweifel ich, das man gleich ins delierium fällt oder krampfanfälle bekommt, es ist doch ein unterschied, ob man den ganzen tag trinkt oder nur abends, auch wenns die gleiche sucht ist.

was mich schon sehr stört ist die tatsache, das man immer wieder zum entzug geschickt wird, obwohl man dies auch mal alleine versuchen kann, zum arzt kann man immer noch.

ich denke schon, das ich auf dem richtigen weg bin um komplett aufzuhören, wenn man von 2 flaschen auf ein halbes glas, innerhalb von 3 tagen gekommen ist, dann schafft man den rest auch noch.

ich werds jedenfalls so versuchen.

gruesse.

chris
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satanberlin hat zum Thema: Re: fragen über fragen geschrieben
vanillivi
neuer Teilnehmer


Geschlecht: Geschlecht:Weiblich
Anmeldungsdatum: 10.02.2005
Beiträge: 188
Wohnort: Berlin

BeitragVerfasst am: 03.07.2005, 12:24    Titel: Re: fragen über fragen Antworten mit Zitat Beitrag dem Moderator/Admin melden

Hallo Chris! Smilie
Erstmal herzlich Willkommen!
Wenn Du Schmerzen hast, im welchem Teil des Bauches sind die denn?
Denn die Leber selbst tut nicht weh; auch nicht wenn sie überbeansprucht ist.
Was Deinen Selbstenzug betrifft; Du solltest dabei keinenfalls allein sein.
Es ist wichtig, daß für den Notfall jemand dabei ist!!
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vanillivi hat zum Thema: Re: fragen über fragen geschrieben
Karsten
Administrator
Administrator


Geschlecht: Geschlecht:Männlich
Anmeldungsdatum: 04.11.2004
Beiträge: 31596
Alter: 49
Wohnort: Eberswalde

BeitragVerfasst am: 03.07.2005, 14:08    Titel: Re: fragen über fragen Antworten mit Zitat Beitrag dem Moderator/Admin melden

Hallo Chris,

es ist nicht meine Überzeugung, dass man im KH entgiften muß. Ich selbst habe auch sehr oft zu Hause entgiftet. Mal habe ich einen Krampfanfall oder sogar ein Delier bekommen, wo ich dann in einer Welt lebte, die es nicht gibt.

Da Du aber nur wenig über Dich schreibst und selbst wenn es sehr, sehr viel wäre, kann man aus der Entfernung, ohne Dich zu kennen, nicht sagen bzw. schreiben "Bleibe zu Hause, es wird schon gut gehen".
In der Selbsthlfewohngemeinschaft, in der ich gelebt habe, wird grundsätzlich kalt entzogen. Frei nach dem Motto, Du zitterst ein wenig, übergibst Dich ab und zu und in ein paar Tagen ist alles vorbei.
Fnde ich vom Grund her auch in Ordnung. Der letzte Entzug soll weh tun.
Nur dass dort in der WG jemand 24 Stunden lang wach um dich rum saß und auch wußte, welche Anzeichen zu beachten sind. Im Notfall wird dann ein Arzt gerufen.
Wenn Du es alleine zu Hause versuchen möchtest, möchte ich Dir aber auch den Rat geben, nicht alleine zu sein, sondern einen Freund oder Bekannten um Hilfe zu bitten.

Gruß
Karsten
____________________
Arzt bei Alkoholentzug stationäre Entgiftung ambulante Entgiftung
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Karsten hat zum Thema: Re: fragen über fragen geschrieben
chrissyta
sehr aktiver Teilnehmer


Geschlecht: Geschlecht:Weiblich
Anmeldungsdatum: 23.03.2005
Beiträge: 1053
Wohnort: BW

BeitragVerfasst am: 03.07.2005, 14:14    Titel: Re: fragen über fragen Antworten mit Zitat Beitrag dem Moderator/Admin melden

hallo chris,

willkommen hier im forum.

auch ich habe sekt getrunken, zum schluss nicht einmal zwei flaschen am tag, und habe es gemerkt, wenn ich ihn weglassen wollte. unruhe, zittern, alles was dazugehört. ich wusste ich war abhängig und schaffe es nicht allein, allerdings kamen damals bei mir noch private probleme dazu wodurch ich noch innerhalb von ca. vier monaten 14 – 15 kg abgenommen hatte, mein körper war also geschwächt.

im endeffekt kennt jeder seinen körper selbst am besten, keiner hier will dich gleich ins krankenhaus zur entgiftung schicken oder dir angst machen vor einem delier, es wird dir hier nur mitgeteilt was alles passieren kann, wenn man einen kalten entzug durchführt. wie ich lese bist du am reduzieren, versuchen kannst du es vielleicht klappt es ja bei dir sogar. allerdings bei den sympthomen die du beschreibst wirst du sehen, dass es nicht möglich ist und wenn, dann nur sehr, sehr schwer.

was die schmerzen in deinem bauch betreffen, da hat vanillivi recht, die leber schmerzt nicht, wenn dann könnte es die bauspeicheldrüse sein, um dieses abzuklären würde ich sowieso zum arzt gehen, denn damit ist nicht zu spassen.

wie du es versuchst musst du selbst entscheiden, merkst du es geht nicht allein, gehe zum arzt und scheu dich nicht, denn den ersten schritt hast du schon getan indem du dir bewusst gemacht hast was mit dir los ist und du die entscheidung getroffen hast aufzuhören.

alles gute...

gruss
chrissyta
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chrissyta hat zum Thema: Re: fragen über fragen geschrieben
honda-daddy
Gast






BeitragVerfasst am: 03.07.2005, 14:19    Titel: Re: fragen über fragen Antworten mit Zitat Beitrag dem Moderator/Admin melden

Hallo Chris

DU schreibst : was mich schon sehr stört ist die tatsache, das man immer wieder zum entzug geschickt wird, obwohl man dies auch mal alleine versuchen kann, zum arzt kann man immer noch.

Ich möchte dir nur eine frage stellen
Wenn du dir ein Bein brichst, behandelst du dich dann auch selber Frage

Ich bin nüchtern zum entzug, habe dort erst einmal sehen können was der alkohol dem menschen anrichten kann. Wenn du was von korsakow verstehst ( Verstand versoffen ) weist du was ich meine. Ich bekam eine angst, der alkohol machte mir angst, ICH WILL LEBEN - Ich will keinen alkohol mehr, - aber wie schaff ich das ?
Der entzug, entgiftung war erst der Anfang von meinem neuen trockenen leben.
Nur du allein kannst es schaffen, aber du schaffst es nicht allein -soll heißen nimm hilfe an , den anfang hast du ja bereits hier im forum getan, suche dir in deiner umgebung auch eine selbsthilfegruppe zur unterstützung.
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honda-daddy hat zum Thema: Re: fragen über fragen geschrieben
satanberlin
neuer Teilnehmer



Anmeldungsdatum: 03.07.2005
Beiträge: 5

BeitragVerfasst am: 03.07.2005, 14:47    Titel: Re: fragen über fragen Antworten mit Zitat Beitrag dem Moderator/Admin melden

hallo leute,

danke für eure antworten, das problem ist, ich habe gar kein bedürniss alk zu trinken wegen dem rausch, ich wollte versuchen ihn zu reduzieren um die körperlichen entziehungssymptome zu mildern, die doch schwerer sind als ich gedacht hatte, ich dachte, wenn ich einfach weniger trinke, wird sich der körper auch daran gewöhnen u. so kann ich dann bald wieder trocken sein.

mir macht es schon angst, das was passieren könnte wenn ich alleine bin, ich weiss nicht was ich machen soll, ich bin selbstständig, ich kann nicht einfach ein paar tage nicht arbeiten, das geht nicht, wegen meinen auftraggebern.

eine sehr gute freundin von mir ist krankenschwester, sie hat jedenfalls grosse erfahrungen mit drogenkranken, meint ihr es bringt was wenn ich sie bitte freitag bis montag bei mir zu bleiben? dann wäre ich nicht alleine u. die ersten 3-4 tage sollen doch die schlimmsten sein, oder irre ich da?

gruesse.

chris

p.s. von ärzten halte ich im allgemeinen rein gar nichts, habe viel zu schlechte erfahrungen gemacht, ich gehe zum zahnarzt, u. ja, wenn ich mir ein bein breche, dann auch ins krankenhaus, aber wenn ich sonst was habe, gehe ich zum homöopathen. Sehr glücklich
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satanberlin hat zum Thema: Re: fragen über fragen geschrieben

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