| ich brauch hilfe, weiß nicht mehr weiter.. • Mein Mann trinkt "kontrolliert", sagt er!!! |
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callistra neuer Teilnehmer
Geschlecht:  Anmeldungsdatum: 16.11.2006 Beiträge: 50
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Verfasst am: 22.11.2006, 19:05 Titel: und die Hoffnung stirbt zuletzt... |
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Hallo Zusammen!
Nachdem ich jetzt einige Tage nur gelesen habe möchte ich mich auch zu Wort melden.
Ich bin in zweiter Ehe mit einem Alkoholiker verheiratet. Vor zwei Jahren war mein Mann in Reha, danach ging es einige Monate "gut" und dann folgten viele Rückfälle, mal mehr und mal weniger lang. im trockenen Zustand ist mein Mann absolut einsichtig, wenn er trinkt ist er, wie so viele andere, "ein komplett anderer Mensch".
Und ich bin eben sehr oft typisch Co! Verfluche ihn und liebe ihn denoch!
Möchte Trennung, möchte Nähe...
Zur Zeit sieht unsere Lage recht hoffnungsvoll aus. Heute ist mein Mann in die Niederlande gefahren, hat dort eine Arbeitsstelle bekommen, wir werden also vorerst eine Wochenend-Ehe führen. und ganz ehrlich, ich bin erstmal froh darüber!! Hoffe endlich mal wieder etwas zu mir und zu meinen Kindern zu finden. Und werde auch daran arbeiten... Was letztendlich aus unserer Ehe wird kann ich zum jetzigen Zeitpunkt noch nicht sagen, wird sich zeigen!
Ich habe mich hier im Forum oft wiedererkannt, in vielen von euren Berichten! Irgendwie läuft das Schema ja fast immer gleich ab, ob als Alkoholiker oder als Co-Abhängiger. Und bin einfach froh, das ich mit meinen ganzen Ängsten, Sorgen und Problemen ja doch nicht so alleine bin.
Viele Grüße
Callistra  |
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| callistra hat zum Thema: und die Hoffnung stirbt zuletzt... geschrieben
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Monika1 neuer Teilnehmer
Geschlecht:  Anmeldungsdatum: 09.11.2006 Beiträge: 41 Wohnort: Hamburg
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Verfasst am: 22.11.2006, 19:14 Titel: Re: und die Hoffnung stirbt zuletzt... |
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Hallo Callistra,
herzlich Willkommen hier im Forum.
Ich selbst bin eine Co und weiß das auch erst seit kurzem.
Es ist gut, dass Dein Mann erstmal auswärts arbeitet. Denke an Dich und die Kinder.
Was ich hier erfahren habe ist so vielfältig und doch so gleich, dass ich manchmal denke wir wären alle mit dem selben Mann zusammen.
LG
Moni |
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| Monika1 hat zum Thema: Re: und die Hoffnung stirbt zuletzt... geschrieben
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Meni Gast
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Verfasst am: 22.11.2006, 19:37 Titel: Re: und die Hoffnung stirbt zuletzt... |
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Hallo Callistra,
durch meine Alkoholabhängigkeit habe ich viele gute Gefühle, die meine Mitmenschen für mich hatten, vernichtet. Wach wurde ich erst, als ich begriff, dass all das, was für mich wirklich Bedeutung hatte, durch mein Verhalten gestört wurde. Als Alkoholkranker will man das nicht unbedingt einsehen - aber als ich merkte, dass ich damit das Vertrauen meiner liebsten Mitmenschen aufs Spiel setzte, gab es mir den Ruck. Da gab es für mich nur eines: Ganz oder gar nicht. Gut, dass mein Gefährte das entscheidende Gespräch zu einem Zeitpunkt führte, als ich nicht nur nüchtern war, sondern nahezu verzweifelt, als Säuferin enttarnt zu werden - ich bin so froh, dass er mir die Konsequenzen aufgezeigt hat. I c h musste entscheiden, was ich wähle.
LG, Meni |
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| Meni hat zum Thema: Re: und die Hoffnung stirbt zuletzt... geschrieben
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henri sehr aktiver Teilnehmer
Geschlecht:  Anmeldungsdatum: 08.03.2005 Beiträge: 1618
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Verfasst am: 22.11.2006, 20:21 Titel: Re: und die Hoffnung stirbt zuletzt... |
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Hallo Callistra und herzlich willkommen
Das Schema ist fast gleich, gebe ich dir Recht und doch, so verschieden die Menschen sind, so verschieden zeigt sich die Sucht und jedes Mal muss neu überlegt werden, was die beste Vorgehensweise sein könnte.
Da er jetzt nur am WE nachhause kommt, hast du in der Woche Gelegenheit, alles in Ruhe zu überdenken und dann deine weitere Vorgehensweise festzulegen. Wenn die Kinder alt genug sind, wirst du sie auch an deinen Gedanken teilhaben lassen, denn es geht auch um sie und ihr Wohl. Dabei wird es auch darauf ankommen, wie dein Mann sich entwickelt. In der Woche ist er mehr oder weniger auf sich allein gestellt und das spricht nicht dafür, dass er das trinken sein lässt, sondern im Gegenteil, da niemand da ist, der ihn davon abhalten könnte.
Aber die Hoffnung solltest du dennoch nicht aufgeben. Es spricht doch nichts dagegen, dass er noch einmal eine Therapie mitmacht. Manchmal reicht eine Therapie nicht aus und erst die zweite führt zum Erfolg. Warte also ab, wie sich alles entwickelt und wenn du dir schlüssig bist wie du vorgehen willst, sprichst du mit deinem Mann.
Lieben Gruß
Henri |
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| henri hat zum Thema: Re: und die Hoffnung stirbt zuletzt... geschrieben
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callistra neuer Teilnehmer
Geschlecht:  Anmeldungsdatum: 16.11.2006 Beiträge: 50
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Verfasst am: 28.11.2006, 09:00 Titel: Re: und die Hoffnung stirbt zuletzt... |
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Guten Morgen Zusammen!
So die erste Woche alleine zuhause ist vorbei. Schreibe bewußt nicht geschafft, denn diese Woche hat mir gut getan! Ich genieße es nachhause zu kommen ohne den Hintergedanken wie die Lage wohl ist. Stecke den Schlüssel in die Tür und habe ein gutes Gefühl dabei!
Mit meinem Mann habe ich telefonisch recht viel Kontakt, es scheint ihm gut zu gehen, seine Stimme und seine Gedanken sind klar. (Man entwickelt ja ein Gespür für sämtliche Zwischentöne). Und er hat Sehnsucht nach uns, soll er ruhig haben, wieoft hatte ich Sehnsucht nach ihm und er saß zwar neben mir, war aber weiter entfernt als jetzt!!
Diese berufliche Trennung scheint mehr zu bringen als alles andere, wir haben beide die Chance unsere Gedanken und Gefühle zu ordnen, und auch ein bißchen Abstand zu gewinnen. Wie schon gesagt, alles andere wird sich zeigen!!
Ich habe mir feste vorgenommen diese Zeit als eine Chance für mich zu nutzen, an mir und meinem Selbstbewußtsein zu arbeiten und stelle alles andere erst einmal hinten an. Und ihm tut es gut wieder eine Aufgabe zu haben, viele Rückfälle kamen nämlich aus seinem Gefühl zu "Nichts Nutze zu sein" heraus. Mal sehen was daraus wird, zur Zeit bin ich recht optimistisch, allerdings nicht Blauäugig! Es liegt viel an ihm sich selbst und seiner Familie zu beweisen das es auch ohne Alk geht. Und sollte es nicht klappen werde ich die Zukunft mal wieder neu überdenken müssen.
Naja, hoffen wir mal das Beste...
Gruß *Callistra |
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| callistra hat zum Thema: Re: und die Hoffnung stirbt zuletzt... geschrieben
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Bernd G aktiver Teilnehmer
Geschlecht:  Anmeldungsdatum: 24.11.2006 Beiträge: 827 Alter: 51 Wohnort: Waldbronn
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Verfasst am: 28.11.2006, 11:02 Titel: Re: und die Hoffnung stirbt zuletzt... |
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guten morgen calistra !
habe deine beiträge gelesen und freue mich das es dir etwas besser geht. ich bin beides alkoholiker und co. es ist schon aufregend wenn man situationen die man selbst erlebt hat ,hier im forum wiedererleben darf. manchmal meinte ich soetwas kann nur mir passieren und seit ich dieses forum endeckt habe sehe ich ,da giebt es leute die haben genau das gleiche erlebt und sind sogar bereit mit mir darüber zu reden. es tut gut.
was du schreibst macht in meinen augen sinn. für deinen mann war es sicherlich schlimm keine arbeit zu haben und dieses gefühl ,niemand braucht mich , kenne ich auch. aber wie ich es verstehe macht er wärend der neuen arbeit einen kalten entzug, ist auch nicht ganz ohne. das ihr am telefon miteinander redet ist ein erster wichtiger schritt. meine partnerin kann am telefon auch leichter über ihre sucht reden , man braucht halt niemandem in die augen zu schauen . aber egal alles was hilf nicht zu trinken ist in meinen augen erst mal gut. ich wünsche dir das ihr wieder zusammen findet.
viele grüsse Bernd |
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| Bernd G hat zum Thema: Re: und die Hoffnung stirbt zuletzt... geschrieben
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speedy53 Gast
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Verfasst am: 28.11.2006, 11:30 Titel: Re: und die Hoffnung stirbt zuletzt... |
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Hallo und guten Morgen Callistra,
freue mich, von Dir zu lesen, dass es Dir gut geht und Du in dieser Woche Kraft für Dich sammeln konntest.
Ich kann gut nachvollziehen, wie es in Dir aussieht, kenne ich diese up and downs doch nur zu gut!!!
Wünsche Dir von ganzem Herzen, dass sich, wenigstens für Dich, doch noch alles zum Guten wendet!
Liebe Grüße und eine sehr schöne, ruhige Woche
Speedy53 |
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| speedy53 hat zum Thema: Re: und die Hoffnung stirbt zuletzt... geschrieben
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callistra neuer Teilnehmer
Geschlecht:  Anmeldungsdatum: 16.11.2006 Beiträge: 50
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Verfasst am: 28.11.2006, 11:30 Titel: Re: und die Hoffnung stirbt zuletzt... |
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Hallo Bernd,
vielen Dank für Deine Worte. Habe auch Deine Geschichte gelesen.
Nein, mein Mann macht keinen kalten Entzug während des neuen Jobs, er hatte vorher einen "kurzen" Rückfall von zwei Tagen und ist damit zum Glück ohne größere Probleme einige Tage vor Arbeitsbeginn zurechtgekommen.
Seine Stimmung scheint wirklich gut zu sein, er fühlt sich endlich mal wieder beruflich gebraucht und gefordert. Zur Zeit klammern wir in unseren Telefonaten das Thema Sucht zwar nicht komplett aber doch größtenteils aus. Wir haben bisher allerdings auch nie große Probleme gehabt wenn er Trocken ist darüber zu reden. Auch Auge in Auge! Und mit einem besoffenen Partner darüber zu reden bringt sehr wenig, das habe ich mittlerweile gelernt.
Viele Grüße und alles Gute für Dich und Deine Partnerin
*Callistra |
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| callistra hat zum Thema: Re: und die Hoffnung stirbt zuletzt... geschrieben
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