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Fine
neuer Teilnehmer


Geschlecht: Geschlecht:Weiblich
Anmeldungsdatum: 18.11.2006
Beiträge: 1

BeitragVerfasst am: 18.11.2006, 12:33    Titel: Bitte um Hilfe Antworten mit Zitat Beitrag dem Moderator/Admin melden

Hallo,
ich bin Neu hier .
Bin hier auf das Forum gestoßen und habe schon eine Menge gelesen,und
ich weiss ich bin nicht alleine mit meinen Problemen,nur fühle ich mich so Machtlos.Ich muss mir jetzt einfach mal Luft machen.

Der Alkohol war bei uns in der Familie immer der beste Freund meiner Eltern.
Ich kenne es garnicht eine Fest ohne Alkohol.
Wir (mein Bruder und ich) sind teilweise durch die Hölle gegangen,da waren wir noch klein.Schläge gehörten schon fast mit zum täglichem essen.Meine Eltern haben sich auch beschimpft und geschlagen wenn wir dabei waren.Ich kann es garnicht mehr zählen wie oft meine Mutter weg war, und wir Kinder nicht wussten wo sie war.Sie war aufeinmal wieder da und alles fing von vorne an.(Heute weiß ich,dass sie immer bei Tanten war und mein Vater sie immer zurück geholt hat)
Mit meinem vater hatte ich nie viel an der Brause,er war arbeiten oder voll.Meine Mutter hatte nicht so viel getrunken.Ich kann mich aber noch erinnern das sie immer in der Küche getorkelt ist ich wusste nie warum.Wenn sie so getorket ist mussten mein Bruder und ich uns in acht nehmen,die kleinste störung bedeutete Krieg.Einmal bin ich dazwischen,weil ich dachte sie bringt ihn um.Da war mein Bruder vielleicht
8 und ich 12 Jahre.Heute weiß ich das sie Tabletten genommen hat aber nur wenn mein Vater zur Mittagschicht war.Sie hat dann alles an uns ausgelassen was sie meinen Vater nicht antuen konnte.
Mein Bruder und ich haben gelernt uns unsichtbar zu machen wenn es mal wieder so weit war.
Natürlich gab es auch schöne Momente aber die wollen mir einfach nicht einfallen.
Als wir was älter waren wurde es auch nicht besser.
Wir taugen nichts,wir können nichts war immer der Standartspruch meines Vaters.
Und immer der Alkohol,streit ,schläge ,keine Liebe.Ich habe noch nie gesehen das sich meine Eltern mal geküsst haben.
Ob sie mal zu uns Zärtlich waren weiss ich nicht mehr.Ich kann nur sagen das es für mich heute ein Problen ist jemanden an mich heran zu lassen (mein Mann)
Für mich war alles ende als ich an meinem 18 Geburtstag ausgezogen bin.
Mein Bruder war noch zu Hause.
Heute ist mein Bruder Dorgenabhänig und ich weiss nicht wo er ist,habe ihn seit 8 Jahren nicht mehr gesehen.
Ich bin immer wieder nach Hause( zu Besuch)wenn mein Vater sein erstes
Bier holte bin ich dann abgehauen.
Meine Mutter texte mich am Tele. immer voll wie schlecht es ihr doch ging
und was der Papa doch alles wieder gemacht und gesagt hätte.
99 stand sie vor meiner Türe mit Koffer sie wollt sich jetzt wirklich trennen.
Mein Mann und ich haben ihr eine Wohnung besorgt in der sie genau 3 Wochen war.
Mein Vater hatte sie wie immer ,wieder nach Hause geholt .
Ich war natürlich schuld,weil ich sie so zu geredet hätte,und sie hätten jetzt die ganzen Kosten am Hals.
Ich sagte meiner Mutter sie solle mir nie ,nie wieder was von Papa und ihr erzählen.
Ich habe gesehn und gemerkt das es meiner Mutter immer schlechter ging(es waren Jahre dazwischen)
Natürlich spielte der Alkohol immer eine Rolle bei den beiden,manche sachen weiß ich auch nicht und möchte sie auch nicht mehr wissen.
Es war so das die Nachbarn meiner Eltern mich schon angerufen haben um mir zu erzählen was meine Eltern nicht alles gemacht hätten.
Vor ca einem halben Jahr stand meine Mutter wieder vor meiner Tür und sagte mir das sie sich jetzt doch trennen wollten weil mein Vater eine andere hätte.(Voll natürlich)
Ich sagte dann zu ihr das sie doch bitte in ein Frauenhaus gehen sollte weil man ihr da besser helfen könnte.
Das machte sie auch.
Es war schlimm in dieser Zeit,mein Vater rief mich immer an und sagte mir wie schlecht doch meine Mutter sei.
Meine Mutter blieb tapfer( Mein Vater holte sie auch nicht)
Mein Mann und ich haben dann eine Wohnung für sie gesucht und gefunden.Mein Mann hat alle Behördengänge gemacht für sie, weil sie nichts alleine kann,alles hat immer mein Vater gemacht.
Dann fing das Drama an.Meine Mutter ist in ihre Wohnung gezogen und war das erstemal auf sich alleine gestellt(mein Vater holte sie immer noch nicht,er hat ja auch eine neue und braucht sie nicht mehr)
Der Alkohol war täglicher Gast bei meiner Mutter.
Bin dann mit ihr zum Arzt weil es doch so nicht mehr weiter gehen konnte,sie hat total abgebaut.
Ich hatte auch angst um sie,sie hatte im letzten Jahr schon ein Suizitversuch hinter sich.
Wir sind also zum Arzt der verschrieb ihr ein paar Tabletten.
Dann fing sie an sachen zu sehendie garnicht da waren,mein Vater sollte in ihrer Wohnung rum laufen,und Katzen im Baum 16 Stück.Ich dachte das sind die Tabletten die sie nehmen muss.
Als sie mich anrief um mich zu fragen wann ich meine Kinder bei ihr abholen würde,wurde mir die Sache zu bund.(meine Kinder waren bei mir)
Mein Mann und ich sind sofort zu ihr gefahren und haben ihr eine Geschichte erzählt die an den Haaren herbeigezogen war,nur um sie ins Krankenhaus zu bringen.
Sie ist auch darauf eingegangen und mitgekommen.
Der Arzt hat ihr gesagt das sie Lebensgefährlich bedroht sei und sie da bleiben müsse.Sie blieb.
Sie war dann auf der Geschlossene.
Nach 2 Tagen rief sie mich an das sie Entlassen sei.Bin fast umgefallen,konnte es garnicht glauben.
Mein Mann und ich sind dann zum Krankenhaus wo der Arzt uns die Türe öffnete und sagte dann zu uns, das meine Mutter nach Hause wolle und er nichts machen kann.
Wir hatten dann noch ein Gespräch mit Doc und meiner Mutter.
Ich konnte es nicht glauben was ich da hörte.
Meine Mutter stand kurz vor dem Exitus und das sie eine Alkoholikerin sei.
Ich habe ihr schon garnicht mehr angemerkt das sie was getrunken hat.
Für mich war sie so wie immer ich dachte sie ist so drauf wegen den Tabletten und dem Trennunsschmerz.( Habe es wohl nur gemerkt wenn sie zu viel hatte)
Wir haben dann ein Termin zu einem Gespräch gemacht zur Entgiftung.
Haben ihr gut zu geredet,und ich habe ihr gesagt das ich immer für sie da bin und den Weg mit ihr gehe.Der Arzt sagte noch er könnte keine Garantie übernehmen das es noch mal so gut enden würde.
Als wir zu HAuse waren sagte sie mir das sie da nicht hin geht.
Ich sagte dann das wir nicht mehr für sie machen würden und sie die Kinder nicht mehr bekommt wenn sie sich jetzt nicht helfen lässt.
Wir wollen ihr nichts Bösen wir wollen nur helfen,aber sie hat alles mit einer Handbewegung abgetan.
Ich weiss jetzt nich ob ich zu hart war?Ich möchte nur das es ihr gut geht.
Was sollen wir denn jetzt machen?
Mein Vater erzählt in der weltgeschichte rum ,ich hätte ihn seine Frau genommen und wie schlecht ich doch bin.
Mein Vater und meine Mutter sind nicht mehr zusammen( Gott sei dank)


Es ist zimlich lang geworden,aber es tat mir gut hier alles aufzuschreiben.


Vielen lieben Dank fürs lesen
Grüsse Fine
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Fine hat zum Thema: Bitte um Hilfe geschrieben
Ayki79
Gast






BeitragVerfasst am: 18.11.2006, 12:46    Titel: Re: Bitte um Hilfe Antworten mit Zitat Beitrag dem Moderator/Admin melden

Hallo Fine,
deine Geschichte ist wirklich furchtbar!

Zitat:
Ich weiss jetzt nich ob ich zu hart war?Ich möchte nur das es ihr gut geht.

Eins kann ich dir sagen: Du warst nicht zu hart!

Deine Eltern müssen ihr eigenes Leben selbst in den Griff kriegen - jeder für sich! Du bist nicht für sie verantwortlich - eher sollte es andersherum sein...

Lass dir keine Vorwürfe einreden - für ihr Handeln sind sie selbst verantwortlich. Für ihre Sucht auch, und sie sind selbst die einzigen, die etwas dagegen unternehmen können!

Ich würde den Kontakt an deiner Stelle komplett abbrechen - es sei denn deine Mutter entschließt sich zu einer Therapie. Das würde ich ihr auch sagen, dass du dann für sie da wärst und auch versuchen würdest, ihr zu helfen. Aber nur noch OHNE ALKOHOL - ohne Wenn und Aber!

Nimm dein eigenes Leben selbst in die Hand. Vielleicht würde dir ein Gespräch bei einer Suchtberatungsstelle mal guttun? Es gibt dort auch Angebote für Angehörige von suchtkranken Menschen.

Du hast sehr viel durchgemacht in deinem Leben. Lass es hinter dir und beginne ein neues! Schau nach vorne, für dich, deine Kinder und deinen Mann...

Viel Kraft wünsche ich dir dafür!
Nach oben
Ayki79 hat zum Thema: Re: Bitte um Hilfe geschrieben
Peter.Pan
Gast






BeitragVerfasst am: 18.11.2006, 13:08    Titel: Re: Bitte um Hilfe Antworten mit Zitat Beitrag dem Moderator/Admin melden

Hallo Fine,

herzlich willkommen hier bei uns im Forum.
Du hast ja schon viel durchgemacht und unternommen um Deiner Mutter zu helfen.
Du kannst ihr aber nur helfen,wenn sie es will.
Sie zeigt,trotz ihres gefährlichen Zustandes diese Einsicht nicht.
Du bekommst sicherlich noch einige Postings von Angehörigen,die in einer ähnlichen Lage wie Du bist.

Liebe Grüsse Peter Pan
Nach oben
Peter.Pan hat zum Thema: Re: Bitte um Hilfe geschrieben
Whitewolf
sehr aktiver Teilnehmer


Geschlecht: Geschlecht:Männlich
Anmeldungsdatum: 03.09.2006
Beiträge: 1204
Alter: 44
Wohnort: Homburg/Saar

BeitragVerfasst am: 18.11.2006, 13:50    Titel: Re: Bitte um Hilfe Antworten mit Zitat Beitrag dem Moderator/Admin melden

Hallo Fine,

auch von mir ein herzliches Willkommen.

Ich finde es gut und wichtig, das Du das alles so aufgeschrieben hast. Es hilft bestimmt beim sortieren, und es ist endlich mal raus.

Ich denke auch, das Ihr/Du alles richtig gemacht habt. Mehr als Hilfe anbieten geht eben nicht. Was willst Du auch noch unternehmen, wenn bei diesem Gesammtzustand sogar der Psychatrie die Hände gebunden sind.
Deine Mutter ist volljährig, und wenn Sie nicht will, muss es eben seinen Gang gehen.
Du warst nicht zu hart, ich wünsche Dir auch für die Zukunft, das Du es schaffst eine gesunde Distanz aufzubauen.

Das interessiert uns glaube ich alle:

Zitat:
Mein Mann und ich sind sofort zu ihr gefahren und haben ihr eine Geschichte erzählt die an den Haaren herbeigezogen war,nur um sie ins Krankenhaus zu bringen.

Viele hier wären froh, wenn sie so eine Geschichte auf Lager hätten.

Viele Grüsse und bleib stark

White
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Whitewolf hat zum Thema: Re: Bitte um Hilfe geschrieben

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