| Über das Helfen • Silvester naht .... |
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Flatter Gast
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Verfasst am: 25.11.2005, 11:11 Titel: Re: Suchtverlagerung |
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Ich habe einige Erfahrungen mit der Suchtverlagerung gemacht, und ich weiß inzwischen, das ich sie zu Anfang einfach unterschätzt habe. Ich habe mir gedacht, ich bin ja nun schon süchtig, dann merke ich das ja sofort, wenn ich in eine derartige Situation komme; aber leider ist dem nicht so. Und daran arbeite ich zur Zeit.
Die erste SV, die mir begegnete, war der Chat. Das Chatten hat mir großen Spaß gemacht, ich habe viele Menschen kennengelernt, und ich habe viel Zeit im Netz verbracht. Damals war ich noch mit dem Modem im Internet, und mußte mich an bestimmte Zeiten halten, damit es bezahlbar blieb.
Dem Chat dichtauf folgte das Studium, bzw. das Lernen. Ich kam mir vor wie ein Schwamm; alles war so neu, und ich mußte alles lernen, was mir in die Finger kam. Ich war den anderen Studenten um Wochen voraus.
Anschließend ging es in die Arbeit. Neues Umfeld, gleiches Spiel.
Meinen (recht hohen) Kaffeekonsum, sowie das rauchen zähle ich nicht zu den SVs, denn sie unterscheiden sich grundlegend von den o.g.: Beim Chatten, dem Lernen und der Arbeit (also sozusagen während des 'Konsums') sind die (mehr oder weniger) typischen Suchterscheinungen aufgetreten. Vernachlässigung der Körperhygiene, Abmagerung, Nervosität, Übermüdung, keine Kosten scheuen (spez. auf das Chatten bezogen; die Telefonrechnung ging über 2000 DM hinaus), etc. Beim Kaffeetrinken, bzw. Rauchen habe ich das (bis auf die Kosten) nicht.
Wie ich im Thread weiter oben gelesen habe, gibt es Menschen, die solche Suchterscheinungen schon im Vorfeld erkennen. Ich gehöre leider nicht dazu; ich habe es immer erst sehr spät gemerkt. Ich - der 'geschulte' Süchtige - müßte es doch als erster Erkennen. Oder will ich das womöglich garnicht? Eine Sucht ist ja oft auch eine Flucht. Wenn ich vor etwas fliehe, dann will ich weg. Und es interessiert mich dabei nicht, ob die Richtung die 'Richtige' ist.
Und darin sehe ich die Gefahr bei einer SV. Späte Erkennung, mangelnde Ursachenforschung. Und damit die nächste - eigentlich schon vorprogrammierte - Suchtverlagerung.
Ich glaube, die beste Möglichkeit, einer SV vorzubeugen, ist es (in meinem Fall) mögliche Background-Geschehnisse gleich aufzuarbeiten, sie nicht aufzuschieben, und immer gleich 'reinen Tisch' zu machen - keine Probleme => keine Flucht  |
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| Flatter hat zum Thema: Re: Suchtverlagerung geschrieben
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Teufelchen Gast
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Verfasst am: 03.12.2005, 16:43 Titel: Re: Suchtverlagerung |
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Hallo,
ich denke mit Suchtverlagerung haben wir alle zu tun. Ziemlich schnell nach Beginn meiner Abstinenz ist mir das bei mir schon aufgefallen.
Viel mehr geraucht und mehr Kaffee. Essen und Süßigkeiten kamen hinzu, habe ich aber schnell bemerkt und stoppen können.
Prinzipiell ist alles besser als saufen, doch Vorsicht wenn man plötzlich an Cannabis oder Tabletten denkt. Von den harten Drogen ganz zu schweigen.
Wichtig ist für mich, ich mache alles was mir gut tut. Das erfordert aber unbedingt, ganz tief in sich hineinhören und ganz ehrlich zu sich zu sein.
Und das jeden Tag aufs Neue.
Tschüs und noch einen schönen trockenen Tag. |
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| Teufelchen hat zum Thema: Re: Suchtverlagerung geschrieben
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Delphine neuer Teilnehmer
Anmeldungsdatum: 12.11.2005 Beiträge: 236 Wohnort: NRW
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Verfasst am: 03.12.2005, 18:38 Titel: Interessantes Thema! |
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| Gerd hat Folgendes geschrieben: | | Ich bin nunmal ein durch und durch süchtiger Mensch und muß gut auf mich aufpassen... |
Hallo Gerd,
dem kann ich mich nur anschließen.
Ich hab eine ausgeprägte Suchtstruktur und werde wohl mein Leben lang, wie Du, acht geben müssen auf mich.
Ich war in meinen trockenen/cleanen Jahren (ersatz)süchtig nach: Fernsehen, Lesen, Kaffee, Essen.
Heute habe ich das Essen zwar im Griff, bin normal schlank (- wobei: dick war ich nie), hocke auch kaum noch vor dem Fernseher, lese nur noch vor dem Einschlafen (meist fallen mir sowieso die Augen rasch zu), versuche aber doch zur Zeit noch laufend, meinen Kaffeekonsum zu kontrollieren.
Keine dieser Ersatz-Drogen hat mich so in den Griff genommen wie der Alkohol und die Tabletten, aber alles diente doch in bestimmter Weise dazu, mich "wegzumachen".
Heute sehe ich eine gewisse Suchtgefahr im Internet für mich , aber noch ist das nicht ausgeufert; wenn es tatsächlich zu viel wird, kann ich mich in der Regel ganz gut ausklinken.
Es zeigt mir aber einmal mehr auf, wie sehr ich immer in Gefahr bin, in Suchtverhalten abzudriften.
Gruß - Delphine |
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| Delphine hat zum Thema: Interessantes Thema! geschrieben
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