| Alkoholiker, ist er oder ist er nicht?? • Neu hier und ich brauche dringend Euren Rat... |
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Kerstin1978 Gast
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Verfasst am: 17.11.2006, 23:05 Titel: Frage an erwachsene Kinder von Alkoholikern |
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Hallo zusammen,
ich habe ja nun schon berichtet, dass mein Vater das Problem ist/hat.
Wie schafft Ihr es, Euch wenigstens gedanklich von der Problematik zu distanzieren ? Oder habt Ihr die Flucht in eine andere Stadt ergriffen?
Mein letzter Freund meinte, ich solle mir ne andere Wohnung und nen anderen Job suchen, und Abstand gewinnen. a) in der heutigen Zeit nicht so leicht und b) sind da ja auch noch meine Mutter und meine Brüder, die ich nicht hinter mit lassen möchte.
Ich versuche momentan, mich gedanklich davon zu distanzieren. Allerdings wenn ich wiederum nachdenke, gerate ich unentwegt weiter ins GRübeln und finde doch kein Ergebnis.
Ich muss dazu sagen, dass ich vor 6 Jahren zuhause ausgezogen bin, wegen der Umstände. Allerdings nur etwa 10 Autominuten weiter entfernt. Mein älterer Bruder ist aufgrund seines Studium erst später von zuhause weg und hat die "Flucht" weiter ausgeweitet. D.h. mein Vater kann ihn nicht kontrollieren. Zumindest kann er nicht, wie bei mir, mal auf dem Weg zur Arbeit vorbeifahren, um zu schauen, ob mein Auto evtl nicht dasteht, denn ich könnte ja auswärts genächtigt haben. Mein jüngerer Bruder wohnt noch zuhause, sehnt aber seinen Auszug herbei. Soviel zur Situation.
Ich wünsche mir heute, ich wäre damals besser weiter weggezogen, zumindest in die nächste Stadt. Aber heute gestaltet sich das mit Wohnungssuche als Alleinerziehende und Kindergarten-Platz nicht wirklich mehr einfach  |
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| Kerstin1978 hat zum Thema: Frage an erwachsene Kinder von Alkoholikern geschrieben
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Aileen neuer Teilnehmer
Geschlecht:  Anmeldungsdatum: 12.10.2006 Beiträge: 87 Wohnort: NRW
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Verfasst am: 18.11.2006, 02:32 Titel: Re: Frage an erwachsene Kinder von Alkoholikern |
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Liebe Kerstin,
mit nunmehr 38 Jahren kann ich dir sagen, dass die Sorgen um deinen Vater nicht aufhören! Mal sorgt man sich mehr, mal weniger..... aber die Sorge bleibt.
Du kannst 3000 km in die Ferne ziehen... und trotzdem.... du wirst dir Sorgen machen. Anderer Job, andere Stadt, aber dieselben Probleme!!! Die kannst du nicht wie ein Möbelstück zurück lassen.
Hier wird einem oft geraten: Löse dich... trenne dich.... denk an dich... Richtig, aber leichter gesagt als getan. Man sorgt sich, ob man will oder nicht. Kein Mensch ist wie eine Herdplatte, die man nach Belieben an- oder ausschalten kann!
Bei meinem Vater spricht man, in der Bürokratie, inzwischen von Verelendung! Das ist nicht toll und man (frau ) kann hier auch nicht abschalten. Die Sorge ist da!!!
Aber letztendlich ist wichtig, dass persönliche Angriffe von ihm nicht persönlich gewertet werden dürfen. Hier einmal ein Beispiel: Mein Vater redet GRUNDSÄTZLICH im Befehlston mit mir! Bitte oder Danke kennt er nicht mehr!!! Mein Weg aus alledem: Ich spreche ebenfalls hart und mit klaren Worten! Anfangs schien es mir verkehrt, ich habe immer wieder Rücksicht genommen und ihn damit bestärkt bzw. geschützt!! (Er war ja derjenige der krank war/ist...!) - heute weiß ich, das war verkehrt.
Wenn mein Vater mich heute z. B. betrunken angeruft, mach ich ihm unmissverständlich klar: Du kannst mich immer anrufen und auch um Hilfe bitten...... aber nur wenn du nüchtern bist!!!!
Mir hat es geholfen klare Regeln zu setzen! Und ich habe mir immer wieder sagen müssen: Du änderst nichts..... solange er nicht etwas ändern will!
Ich muss ehrlich zugeben, dass mein "Durchbruch" erst Anfang 2005 kam, es hat also eine lange Zeit gedauert!
Meine Erfahrung: Weniger Rücksichtnahme und mehr klare Worte!!! Setze Dein Kind, dich selbst, deine Beziehung und deinen Job auf die Prioritäten-Liste. Alles andere im Leben sollte danach kommen. Dein Vater ist über 18 und weiß was er tut!
Ich wünsche dir bei deiner Suche nach dem richtigen Weg alles Gute
Lieben Gruß
Aileen |
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| Aileen hat zum Thema: Re: Frage an erwachsene Kinder von Alkoholikern geschrieben
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Skye Gast
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Verfasst am: 19.11.2006, 19:17 Titel: Re: Frage an erwachsene Kinder von Alkoholikern |
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Hallo Kerstin,
ich denke die Sorge um die Eltern wenn sie krank sind, hört niemals auf. Egal wie weit ich weg wohnen würde, würde ich mir auch weiter Gedanken machen. Doch es ist eine Sache sich Gedanken oder auch Sorgen zu machen, eine ganz andere ist es zu versuchen Lösungen für die Probleme meiner Mutter oder meines Vaters zu finden. Ebenso wenn man die Sorge um die Mutter in den Mittelpunkt des eigenen Lebens rückt. Die hat dort nichts zu suchen, da gehöre immer noch ich hin.
Natürlich ist es für mich schwer zuzusehen, wie meine Mutter sich zu Grunde richtet und wie sehr auch mein Vater darunter leidet. Es tut mir sehr weh zu sehen, was der Alkohol anrichtet. Ich mache mir Gedanken um meine Mutter und auch um meinen Vater, aber ich versuche keine Lösungen mehr zu finden für ihre Probleme.
Wenn meine Mutter nüchtern ist, ist sie ein vernunftbegabter Mensch, absolut in der Lage für sich selbst Sorge zu tragen. Es ist auch an ihr dafür Sorge zu tragen, trocken zu werden. Mein Vater kann ebenfalls ohne Probleme für sich und sein Wohl selbst sorgen. Also Solange das so ist, besteht für mich kein Handlungsbedarf. Sie können ihre Probleme sehr gut ohne mich lösen. Wenn sie denn wollen......
Wenn ich Probleme habe, löse ich sie schließlich auch selbst oder bitte jemanden um Hilfe, von dem ich meine er ist in der Lage sie mir geben, sofern er möchte. Ich erwarte nicht, dass andere es für mich übernehmen, schon gar nicht ungefragt. Im Gegenteil wenn mir jemand die Lösung eines Problems ungefragt aufdrängen oder mir die Entscheidung einfach abnehmen würde, wäre ich mehr als ungehalten. Solange meine Eltern für sich sorgen können und nicht um Hilfe bitten, muß ich auch nicht mehr über eine Lösung oder Antwort nachdenken. Als ich das erkannt habe, hatte ich ein Gefühl, als hätte man mir meine Freiheit nach langer Gefangenschaft wieder gegeben.
Mit dieser Einstellung „Es ist nicht meine Aufgabe Lösungen für die Probleme anderer zu finden“ geht es mir wesentlich besser als vorher. Bevor ich anfing mich mit mir und meinem Problem auseinander zu setzen habe ich nämlich genau das getan. Ich habe versucht Lösungen für die Probleme meiner Mutter, meines Vaters und noch einiger anderer in meiner Umgebung zu finden. Ohne das ich gefragt wurde. Solange ich das tat hatte ich gar keine Zeit und keine Energie mehr über mich um mich zu kümmern.
Dein Vater, Deine Mutter, Dein Bruder sie alle sind in der Lage sich selbst um ihre Probleme zu kümmern, Du hast Deine eigenen.
Skye |
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| Skye hat zum Thema: Re: Frage an erwachsene Kinder von Alkoholikern geschrieben
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Samara neuer Teilnehmer
Geschlecht:  Anmeldungsdatum: 07.11.2006 Beiträge: 10 Wohnort: Kerpen
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Verfasst am: 20.11.2006, 21:26 Titel: frage an erwachsene kinder von alkoholikern |
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Hallo,
ich habe in meinen 26 jahren lernen müssen,das ich wirklich nur an mich denken muß!den kein anderer tut es,natürlich gelingt es nicht immer.bin mit 15 raus.habe aber immer kontakt gehalten den es gab ja auch schöne momente.nach den letzten schweren situationen,in die unsere mutter uns/sich selber, brachte,habe ich gesagt das ich den kontakt abbreche.
keine einfache endscheidung aber es geht mir besser.
natürlich läßt es sich nicht verdrängen,das man eine mutter hat.zumal eine kranke!an feiertagen und geburtstagen ist es besonders schlimm.aber was sind schon ein paar tage gegen den rest des jahres.
ich weiß es kommen noch viele traurige momente bei denen ich an meine mutter zurück denke
aber das ist alles leichter zu ertragen,als die eskapaden meiner mutter
liebe grüße samara |
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| Samara hat zum Thema: frage an erwachsene kinder von alkoholikern geschrieben
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