Hilfe bei Alkohol : Selbsthilfe-Alkoholiker-Forum : Das Alkoholikerforum

kalter Entzug - Alkohol: Herzlich Willkommen im Alkoholikerforum.
Du suchst einen Erfahrungsaustausch, der Dir bei Deiner Alkoholabhängigkeit hilft? Das Alkoholiker Forum bietet Dir Hilfe durch die Selbsthilfe in der Alkoholkrankheit, Alkoholismus und Alkoholsucht. Natürlich auch für Angehörige von Alkoholikern.




Alkoholiker

kalter Entzug

Gehe zu Seite 1, 2  Weiter  
   Selbsthilfe-Alkoholiker-Forum Foren-Übersicht -> Sonstiges zu Alkoholsucht und Selbsthilfe im Alkoholiker Forum -> Seite 29
das erste mal in dem Forum   •    Hallo, ich bin Thora...  
Autor Nachricht
ele
neuer Teilnehmer


Geschlecht: Geschlecht:Weiblich
Anmeldungsdatum: 21.11.2005
Beiträge: 44

BeitragVerfasst am: 08.11.2006, 17:18    Titel: kalter Entzug Antworten mit Zitat Beitrag dem Moderator/Admin melden

Hallo an alle,ich habe immer alles gelesen und was ihr über einen kalten Entzug schreibt,aber man kann doch nichts alles verallgemeinern und alle über einen Kamm scheren,ich war Quartalstrinkerin,da hatte ich mal einen Tag vielleicht auch mal zwei etwas getrunken und dann war aber wieder gut,dann ging es mir den nächsten Tag schlecht,vielleicht auch den übernächsten,ich finde es hängt doch davon ab,was man für ein Trinktyp ist,ich muß nicht 14 Tage in eine Entgiftung,wenn ich nicht jeden Tag trinke,da muß schon jeder für sich seinen Weg finden,was ihr hier schreibt und anderen regelrecht Angst macht,kann ich nicht beführworten,ich bin seit 3 Jahren trocken,ich weiß wovon ich rede.
Jeder ist anders gestrickt,jeder hat ein anderes Alkoholverhalten,jeder ist ein anderer Alkoholtyp,dass habe ich in meiner 2 Jährigen ambulanten Therapie gelernt,ihr könnt hier nicht alles verallgemeinern,der Tagtäglich trinkt,sehe ich es ein,aber bitte nicht verallgemeinern,tut mich bitte nicht angreifen,ich habe auch schon ein klein wenig Erfahrung.
Liebe Grüße an Alle Ele
Nach oben
ele hat zum Thema: kalter Entzug geschrieben
Karsten
Administrator
Administrator


Geschlecht: Geschlecht:Männlich
Anmeldungsdatum: 04.11.2004
Beiträge: 45913
Alter: 55

BeitragVerfasst am: 08.11.2006, 17:38    Titel: Re: kalter Entzug Antworten mit Zitat Beitrag dem Moderator/Admin melden

Hallo Ele,

hier geht es nicht um Verallgemeinerungen, sondern um Verantwortung.
Du wirst selbst noch aus Deiner aktiven Zeit wissen, wie sehr man sich überschätzt und sein Trinkverhalten falsch einschätzt.
Viele denken eben, weil sie mal aus Geldmangel oder anderen Gründen einen Entzug machen mußten, dass dies immer so abgeht und schon nichts passieren wird.
Jeder Entzug kann der letzte sein, weil auch bei einem Quartalstrinker Entzugserscheinungen auftreten.

Dir ging es ja auch schlecht, also haben sich erste Entzugssyptome bemerkbar gemacht.

Das was Du grad geschrieben hast, wird vielleicht einige Leser in ihrer Meinung bestätigen, dass sie doch zu Hause entziehen können.
Die Selbsteinschätzung sagt ihnen, ich habe ja auch ab und zu mal ein paar Tage nicht getrunken.
Als Alkoholiker macht man sich immer selbst was vor. Man braucht ja für sich eine Entschuldigung, dass man das eigentlich Falsche vor sich rechtfertigen kann.

Willst Du die moralische Verantwortung dafür übernehmen, dass nur einer, der sich selbst falsch einschätzt, einen klaten Entzug macht und daran stirbt?

Ich nicht und daher bitte ich Dich, solche Beiträge hier zu unterlassen.
Mit drei Jahren Nüchternheit sollte man mehr Verantwortungsgefühl erwarten können.

Ein Arztbesuch tut niemanden weh. Es können während der nassen Zeit andere organische Erkrankungen erfolgt sein. Sich vor einem fremden Menschen zu outen ( dem Arzt es sagen, dass man Hilfe brauch ), ist ein Schritt zum Eingeständnis seiner Krankheit.
Wenn dann der Arzt sagt, dass ein stationärer Entzug nicht erforderlich ist, liegt es in seiner Verantwortung, weil er auch den körperlichen Gesantzustand kennt.

Also, noch einmal. Lass solche Beiträge zur Beführwortung bzw. Verharmlosung eines Entzuges bitte sein.
Nach oben
Karsten hat zum Thema: Re: kalter Entzug geschrieben
ele
neuer Teilnehmer


Geschlecht: Geschlecht:Weiblich
Anmeldungsdatum: 21.11.2005
Beiträge: 44

BeitragVerfasst am: 08.11.2006, 18:06    Titel: hallo Antworten mit Zitat Beitrag dem Moderator/Admin melden

Ich war auch auch schon in einer Klinik und habe gesehen,wie ein Entzug aussieht,schrecklich,ich hatte mich eigentlich sebst zu einem Enzug eingewiesen,hatte einen Termin,kam dort hin,mußte pußten,0,0,hatte sofort auch Ausgang,mußte nicht in die Zelle,war dort so,war 14 Tage dort,war ein Horror für mich.
LGEle
Nach oben
ele hat zum Thema: hallo geschrieben
ele
neuer Teilnehmer


Geschlecht: Geschlecht:Weiblich
Anmeldungsdatum: 21.11.2005
Beiträge: 44

BeitragVerfasst am: 08.11.2006, 18:14    Titel: Re: kalter Entzug Antworten mit Zitat Beitrag dem Moderator/Admin melden

Entschuldigung,man muß ja mal seine Meinung sagen dürfen,darf ich totzdem noch im Forum bleiben oder verbannt ihr mich jetz?
Ich habe auch Probleme,mehr als genug,auch wenn ich trocken bin durch meine Ängste,aber ihr habt ja schon mal geschrieben,dass ihr damit nicht so umgehen könnt und das tut mir auch ein wenig weh und darum schreibe ich nicht mehr so viel.Warum grifst du mich so an,Karsten,dass tut mir auch weh.
LG Ele
Nach oben
ele hat zum Thema: Re: kalter Entzug geschrieben
Charles
neuer Teilnehmer



Anmeldungsdatum: 26.01.2006
Beiträge: 23

BeitragVerfasst am: 08.11.2006, 19:01    Titel: Re: kalter Entzug Antworten mit Zitat Beitrag dem Moderator/Admin melden

Hallo ele und vor allem Carsten,

Ich weiß aus eigener Erfahrung, dass ein kalter Entzug echt niemanden zu raten ist Ausrufezeichen Ich bin da medizinisch auch gut ausgebildet obwohl ich selbst wenig Probleme hatte.
Ich verstehe auch weshalb diese Diskussion hier unerwünscht ist.
Auf der anderen Seite sollte diese Diskussion auch hier stattfinden.
Man verunsichert die Leute wenn man ihnen sagt, dass ein Leben ohne Alkohol nur mit einem stationären Entzug möglich ist.
Viele Menschen zappen erst mal durchs Internet nach der Suche auf Hilfe und werden hier eben ausgegrenzt wenn sie nicht das komplette Programm mitmachen.
Ist mir klar, dass die Sache zu Ernst ist um Illusionen zu wecken.
Aber es gibt eben auch andere Möglichkeiten!!

Ich kenne einige Zeitgenossen die mir schon öfter "unter vier Augen" erklärt haben, dass sie ein Trinkproblem haben.
Die wollen nicht von mir hören, dass sie süchtig sind und nie wieder trinken dürfen sondern, dass sie ein echtes Problem haben und mal darüber nachdenken.
Den ein oder anderen habe ich damit auf den richtigen Pfad gebracht und das bestärkt mich in meiner Meinung, dass man da nicht schwarz-weiss malen sollte.

ich hoffe ich habe jetzt das gemacht auf was es mir ankommt Frage

ein Denkanstoß

nd natürlich wünsche ich allen eine weiterhin trockene Zeit.

Charles
Nach oben
Charles hat zum Thema: Re: kalter Entzug geschrieben
Karsten
Administrator
Administrator


Geschlecht: Geschlecht:Männlich
Anmeldungsdatum: 04.11.2004
Beiträge: 45913
Alter: 55

BeitragVerfasst am: 08.11.2006, 19:22    Titel: Re: kalter Entzug Antworten mit Zitat Beitrag dem Moderator/Admin melden

Hallo Charles

ich möchte noch mal an dieser Stelle betonen, dass dies hier kein Forum sit, wo man sich austauschen kann, ob man nun nüchtern werden will, muß. kann oder ob es noch andere Möglichkeiten gibt.
Wie auf dem Portal geschrieben, ist dieses Forum für Menschen gedacht, die ein abstinentes Leben durch die Selbsthilfe erlernen möchten.
Da steht nichts von "gibt es noch ein normalen Alkoholkonsum für mich?" oder Ähnliches.

Jeder kann sich hier anmelden, aber nur wenn er erkannt hat, dass es für ihn kein Leben mit Alkohol mehr gibt und er im Rahmen der Selbsthilfe ein nüchternes Leben anstrebt.

Hallo Ele,

als Angriff gegen Deine Person möchte ich meinen Beitrag nicht verstanden wissen. Wenn es so angekommen ist, entschuldige.

Ich wollte damit nur verdeutlichen, dass es hier keine Beführwortung bzw. Verharmlosung des kalten Entzuges gibt.
Entscheiden tut sowieso jeder selbst.
Ich möchte aber nicht die Verantwortung tragen, wenn einer stirbt oder dauerhafte Gesundheitsbeeinträchtigen erfährt, weil er hier gelesen hat, ist alles nicht so schlimm oder wenn man nicht regelmäßig trinkt, passiert schon nichts.
Ein kalter Entzug ist für jeden gefährlich, egal welche Trinkgewohnheiten er hat. Das muß jeden klar sein.
Man schämt sich ka auch nicht, wenn man ständig Alkohol kauft und die Leute über einen reden.
Auch wenn man sich einbildet, niemand bekommt es mit, dem ist auch nicht so. Also brauch man sich auch nicht zu schämen, wenn man zum Arzt geht, sich dort untersuchen läßt und dann die Entscheidung mit dem Arzt trifft, ob man ambulant oder stationär entzieht.
Nach oben
Karsten hat zum Thema: Re: kalter Entzug geschrieben
Skye
Gast






BeitragVerfasst am: 08.11.2006, 20:49    Titel: Re: kalter Entzug Antworten mit Zitat Beitrag dem Moderator/Admin melden

Guten Abend!

Auch wenn ich mich problemgegeben mehr im Co-Bereich aufhalte, lese ich doch des Öfteren auch bei den Betroffenen. So lese ich auch immer wieder die Diskussionen um den kalten Entzug. Ich bewundere Karsten mit welcher Ruhe er immer wieder diesen mit Verlaub gesagt, ausgemachten geistigen Dünn…….ß kommentiert und gebetsmühlartig seine absolut berechtigten Argumente dagegen vorbringt. An seiner Stelle würde ich diese Beiträge mittlerweile kommentarlos löschen und auf die freie Meinungsäußerung und Demokratie pfeifen. Die haben hier nichts zu suchen!!!!!

Für die Unverbesserlichen und Theoretiker:

Das sind die Fakten:

Meine Mutter ist seit Jahren schwer alkoholabhängig, sie hat keinerlei Kontrolle über ihren Konsum, schießt sich regelmäßig ins Nirwana. Sie trinkt regelmäßig fast jeden Tag. Manchmal schaft sie es von Samstagmorgen bis Montagmorgen mit Mühe und Not ohne, aber auch nur weil sie Freitagabend bis zur Besinnungslosigkeit getrunken hat. Dieses kleine Persönchen mit gerade mal 60 kg kann ganz locker 2 Promille stemmen und wirkt auf Außenstehende leicht angeschickert, bis mäßig betrunken. Es ist dank Medikamenten in allen ihren Entgiftung bisher ohne große Vorkommnisse gut gegangen. Ihre letzte stationäre hat sie gerade auch wieder problemlos hinter sich gebracht, dank Medikamenten und ärztlicher Überwachung! Soweit bis hier...


Ich, wie jeder andere ohne die jahrelange Gewöhnung antrainierte hohe Alkoholtoleranz, würde damit auf der Intensivstation landen bei diesen Werten. Jeder der das liest würde sagen, das geht nicht ohne Arzt, ohne Entgiftung. Bei diesem Konsum sind Krampfanfälle und Delire vorprogrammiert. Das ist natürlich was anderes, als jemand der nur alle paar Tage oder Wochen was trinkt. Keiner, auch die mit minimaler Erfahrung, würde bei diesen Angaben nur im Entferntesten daran denken ihr zu raten, es mit einem kalten Entzug zu versuchen.

Ihre Darstellung der Dinge sieht folgendermaßen aus:

Ich trinke nicht viel, es gibt Tage da trinke ich gar nichts. Gut ab und an gibt es Tage da trinke ich doch zuviel und habe einen Filmriß, aber nicht oft. Ich habe noch nie einen Krampfanfall oder ein Delir gehabt. Ich kann ohne Probleme auch mal eine Woche nichts trinken. Ich gehe nur in die Entgiftung, weil ich es allein nicht schaffe. Wenn ich genug Willen aufbringen könnte und von meinem Mann und meiner Tochter die richtige Unterstützung bekommen würde, würde ich es auch zu Hause allein schaffen. Dann müsste ich nicht in diesen Käfig.



Mit dieser Einstellung und falschen Selbsteinschätzung würde sie hier ankommen, Beiträge darüber lesen, dass ein kalter Entzug zu Hause auch geht, wenn man nicht soviel oder regelmäßig trinkt. Sie würde es versuchen und wahrscheinlich nicht überleben.

Die die ihr hier über kalte Entzüge schreiben wollt, seid ihr Euch eigentlich im klaren darüber, dass ihr mit diesen Beiträgen Alkoholiker mit falscher Selbsteinschätzung dazu animieren könntet das doch auch mal zu versuchen. Woher wollt wissen, das der der es liest, sich nicht vollkommen falsch einschätzt wie meine Mutter? Wollt ihr Überschriften drüber setzen, nur lesen wenn Du nicht mehr als….. trinkst. Die Grenzen sind schwimmend und gehören in die Hände von Ärzten, die abschätzen können was sie tun, weil sie den Menschen vor sich haben und nicht nur Geschriebenes.

Alkoholiker aufgrund dessen zu beurteilen, was sie schreiben ist lebensgefährlich und zwar für den Alkoholiker. Unter Umständen würdet ihr Euch das Leben meiner Mutter auf’s Gewissen laden. Könntet ihr das verantworten?

T’schuldigung es ist ein wenig mit mir durchgegangen, aber das liegt mir schon lange auf der Seele.

Skye
Nach oben
Skye hat zum Thema: Re: kalter Entzug geschrieben
Charles
neuer Teilnehmer



Anmeldungsdatum: 26.01.2006
Beiträge: 23

BeitragVerfasst am: 08.11.2006, 21:22    Titel: Re: kalter Entzug Antworten mit Zitat Beitrag dem Moderator/Admin melden

Hallo Karsten und Skye

Ich merke schon, das ich mit meiner Meinung polarisiere Ausrufezeichen
Ich möchte niemandem zu nahe treten und wollte einfach hier nur eine andere Denkweise aufzeigen.
Meine Einstellung zu diesem Thema habe ich glaube ich klar gemacht.

Wenn ich allerdings in einer Orientierungs- oder Selbsthilfegruppe dem Betroffenen nur diesen Weg aufzeige dann habe ich ein Problem.
Denn dann gibts halt Fragen, nämlich "wie sag ichs meinem Arbeitgeber, meinem Mann oder auch meinen Kindern Frage
Ich kenne eben Leute die haben "einfach" verstanden, dass es so nicht weiter geht und sich geändert.
Diese Leute landen tagtäglich mit ihrem "Problem" auf dieser Seite und wollen "Hilfe".
Die sind dann halt recht abgeschreckt Ausrufezeichen
Man kann sich auf den Standpunkt stellen, dass hier nur Leute erwünscht sind die es verstanden haben aber dann würde das Forum keinen Sinn machen.
Ich glaube schon, dass der Sinn ist Menschen mit Alkoholproblemen zu helfen oder Ratschläge zu erteilen.
Deshalb sollte man auch niemand ausgrenzen.
tschau Charles
Nach oben
Charles hat zum Thema: Re: kalter Entzug geschrieben

   Selbsthilfe-Alkoholiker-Forum Foren-Übersicht -> Sonstiges zu Alkoholsucht und Selbsthilfe im Alkoholiker Forum Alle Zeiten sind GMT + 1 Stunde
Gehe zu Seite 1, 2  Weiter
Seite 1 von 2


Ähnliche Beiträge
Thema Forum
Keine neuen Beiträge "True Blood"-Star an "... aktuelle Nachrichten zu interessanten Themen
Keine neuen Beiträge panikattacke oder "entzug"? Co-Abhängige und Angehörige von Alkoholikern
Keine neuen Beiträge Die Zeit nach dem Entzug Alkoholsucht bzw. Alkoholabhängigkeit im Alkoholiker Forum

Informative Bücher für Alkoholiker und Angehörige bei amazon.de:
.
Suchtgeschichten
Suchtgeschichten
Rückfallprävention
Rückfallprävention
Alkoholismus
Alkoholismus
Alkohol
Alkohol
Frei von Angst
Frei von Angst


Werben im Alkoholikerforum - Spenden





Impressum : Datenschutz : Sitemap