| über 1 Jahr trocken- Angstattacke- Hirn verlangt Alkohol • Bin ich krank??? oder auf dem besten Weg dorthin??? |
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evan neuer Teilnehmer
Anmeldungsdatum: 26.06.2005 Beiträge: 78
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Verfasst am: 26.06.2005, 11:47 Titel: brauche ich wirklich hilfe? |
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hallo erstmal, hab seit ein paar wochen in diesem forum gelesen und etwas herumgestöbert und mich heute entschlossen mich anzumelden und meine denkweise und meine probleme nieder zu schreiben um vielleicht antworten zu finden.
ich bin 24 jahre alt und trinke fast täglich seit ich 19 bin. es gab eine zeit wo ich vier bis fünf wochen wodka trank ansonsten war es eigentlich ständig bier.
ich arbeite ganz normal, in einem büro und der alkohol beeinflusst meine arbeitswelt eigentlich (noch) ziemlich wenig. meist trinke ich abends 5 - 8 bier und nebenbei kiffe ich noch (2 tüten) da sind es dann halt nur 3 - 4 bier. das nun aber schon seit etwa fünf jahren und ich frage mich ob ich nun wohl doch schon ein ernsthaftes problem mit dem alkohol frage. zittrig war ich schon immer und bei starkem trinken (wochenende) kann das auch schon ziemlich ausarten. da gibt es auch schon mal starke magenbeschwerden, aber übergeben muß ich mich wegen dem alkohol nicht. was mir immer mehr auffällt das ich immer stärker schwitze, weil das gift der alkohol wohl aus meinem körper raus möchte. eigentlich spüre ich tägliche eine art von entgiftung, wie mein körper wieder gereinigt wird und abends vergifte ich ihn wieder.
meine frage ist ob ich nun schon ein starker alkoholiker bin, bei der menge an alkohol? ich bin ein ziemlich negativ eingestellter mensch und das trinken macht mir nicht unbedingt immer spaß aber es beruhigt mich auf eine art und weise.
bis 19 habe ich auch viel sport betrieben, das ist jetzt nicht mehr der fall. ich frag mich einfach ob ich ein trinker bin wie der großteil der menschheit der abends bier oder wein trinkt oder ob ich wirklich ein großes problem hab wenn ich versuche mal eine woche nichts zu trinken.
gelegentlich hab ich mal 2-3 tage nichts getrunken und nachts kam es dann schon zu schweißausbrüchen, schwindelgefühl und ich konnte kaum schlafen. ich fühlte mich dann nachher auch relativ gut, aber der alltag kam schnell zurück und ich hab wieder meine bier abends getrunken.
vielleicht könnt ihr meine situation ja besser einschätzen als ich, weil ihr bestimmt schon einige erfahrungen gemacht habt.
ich würde mich freuen rat und hilfe zu finden.
evan |
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| evan hat zum Thema: brauche ich wirklich hilfe? geschrieben
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Karsten Administrator

Geschlecht:  Anmeldungsdatum: 04.11.2004 Beiträge: 32810 Alter: 49 Wohnort: Eberswalde
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Verfasst am: 26.06.2005, 12:12 Titel: Re: brauche ich wirklich hilfe? |
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Hallo Evan,
willkommen im Alkoholiker Forum.
Ob Du nun Alkoholiker bist oder zu den normalen "Trinkern" kannst nur Du entscheiden.
Was aber auffällt, Du trinkst regelmäßig Alkohol und hast körperliche Beschwerden, wenn Du mal nichts trinkst. Das sind die wichstigsten Anzeichen, das Du Probleme mit dem Alkohol hast.
Viele Menschen können oder wollen sich nicht selbst so sehen. Wenn Du aber schon selbst merkst, das was nicht stimmt, solltest Du einen Arzt konsultieren und eine Entgiftung machen.
Was die Menge des Alkohol betrifft, ist das zweitrangig. Auch mit zwei Bier am Tag und das jeden Tag, ist man auf dem Weg zum Alkoholiker oder ist es schon.
Frage Dich selbst, warum Du trinkst und andere Droen nimmst.
Möchtest Du damit irgendwas erreichen?
Gruß Karsten
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Thema Entzugserscheinungen und Thema Entzugserscheinungen
Auswirkungen und
Gefühle |
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| Karsten hat zum Thema: Re: brauche ich wirklich hilfe? geschrieben
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evan neuer Teilnehmer
Anmeldungsdatum: 26.06.2005 Beiträge: 78
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Verfasst am: 26.06.2005, 12:25 Titel: Re: brauche ich wirklich hilfe? |
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erstmal danke karsten für die herzliche begrüßung und deine antwort!
meist trinke ich auch nach der arbeit und dann möglichst früh einschlafen zu können. ich bilde mir gelegentlich ein ich kann nüchtern nicht schlafen. ich möchte mit meiner trinkerei eigentlich nichts erreichen, vielleicht abstand zu allem gewinnen. ich weiß das sowas vermutlich große folgen mit sich bringen kann.
danke erstmal karsten für die begrüßung und die rasche antwort, sehr nett von dir!
ich denke meist oft, ich bin kein richtiger alkoholiker sonst hätte ich nicht 5 jahre über fast immer die gleiche menge getrunken. es wurde nie mehr oder auch weniger.
was mir auffällt ist aber, wenn ich ein bißchen zuviel getrunken hab, eine fahne habe das mich das sehr sehr nervt. (der ganze zustand)
ich halte allgemein vom trinken nichts, aber mache es trotzdem. zu einem arzt deshalb zu gehen fällt mir sehr schwer, weil ich mein leben sonst ja ziemlich unter kontrolle habe und ich nicht glaube das mir ein arzt weiterhelfen kann.
sollte ich einfach versuchen nicht mehr zu trinken um zu sehen welche auswirkungen das hat und wie ich damit umgehen kann? oder ist das unfug?
nochmals, mein hauptziel zu trinken oder mal einen zu rauchen ist möglichst früh einzuschlafen um die (arbeits)welt zu ertragen. vermutlich kann ich die schönen dinge im leben gar nicht mehr erkennen?
ich habe sehr viele fragen, aber wenige antworten darauf
aber ich würde gerne auf alkohol ganz verzichten |
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| evan hat zum Thema: Re: brauche ich wirklich hilfe? geschrieben
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Hubert neuer Teilnehmer
Anmeldungsdatum: 25.06.2005 Beiträge: 60 Wohnort: DON/Bayern
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Verfasst am: 26.06.2005, 12:30 Titel: Hallo evan |
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Hallo Evan,
na bis auf das Kiffen hört sich das fast wie bei mir an.
Außer dass ich nie auch nur versucht habe 2, 3 tage nicht,s zu trinken.
aber da hast du warscheinlich etwas mehr geraucht vermute ich.
Weißt du, eigentlich hast du dir die Antwort schon irgendwie selbst gegeben, du willst es nur noch nicht glauben, da es eine große Veränderung in deinem Leben verlangen würde und du nicht mehr die Kraft dazu hast irgend ein so Großes, ungewisses Vorhaben anzupacken.
Bei mir war das ganz genau so, in der Arbeit gab,s auch keine Probleme, meinem Bedürfnis bin ich auch erst nach dem Feierabend richtig nachgekommen.
Später, wenn du anfängst dich in der Kneipe zusammen -zu -reißen, und dir den letzten "Schuss" zuhause giebst, damit die "seelische Tür" endlich zu bleibt, wenn du körperliche anzeichen verspürst wie du es auch schon beschrieben hast (im übrigen hat mich das ganz stark an mich errinnert), wenn es dir nur noch schlecht geht, du keine wirkliche Freude mehr an irgendwas hast, was du eigentlich früher mit Begeisterung gemacht hast, dann glaube ich schon dass du ein Problem hast.
Ich kann das nicht entscheiden, das musst schon du selbst wissen und du bist auf dem besten Wege dahin es zu Verstehen.
Gruß Hubert. |
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| Hubert hat zum Thema: Hallo evan geschrieben
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evan neuer Teilnehmer
Anmeldungsdatum: 26.06.2005 Beiträge: 78
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Verfasst am: 26.06.2005, 12:42 Titel: Re: brauche ich wirklich hilfe? |
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vielen dank für deinen beitrag hubert und es gut zu wissen das es so manch anderen auch so ergeht oder ergangen ist!
was ich bestimmt nicht habe ist lebensmut. ich habe eigentlich freunde (dich ich die letzten monate) mehr und mehr vernachlässige. was ich möchte ist oft die tiefste innere ruhe. der alkohol betäubt mich, macht mich müde, auch wenn ich mich am nächsten morgen ärgere das ich so schlapp bin. oft suche ich auch die erfüllung in meiner trunkenheit oder wenn ich auch gekifft habe. ich versuche das leben und all die grenzen zu erforschen was ja an und für sich nicht so schlecht ist.
aber die nebenwirkungen werden mit zunehmenden alter stärker und stärker, meist ist es unerträglich und ich frage mich warum es nicht zu dem punkt kommt wo ich sage es ist entgültig schluss.
das trinken hat mir früher viel mehr freude bereitet, ich hab nicht darüber nachgedacht sondern alles einfach ausgelebt.
mein freundeskreis trinkt relativ wenig im gegensatz zu mir, das glaube ich halt zumindest. aber am we sind sich auch hackedicht oder kiffen vermutlich viel mehr als ich es mache.
ich stöße sehr oft viel schneller an meine grenzen und das bewegt mich dazu noch mehr darüber nach zu denken und hier in das forum zu kommen um einsichtig zu werden. |
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| evan hat zum Thema: Re: brauche ich wirklich hilfe? geschrieben
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Karsten Administrator

Geschlecht:  Anmeldungsdatum: 04.11.2004 Beiträge: 32810 Alter: 49 Wohnort: Eberswalde
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Verfasst am: 26.06.2005, 12:46 Titel: Re: brauche ich wirklich hilfe? |
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Ob Du einfach den Alkohol weglassen kannst, kann man so wirklich nicht sagen. Es können Entzugserscheinungen eintreten, die man nicht vorausagen kann.
Auf keinen Fall solltest Du dabei alleine sein.
Allerdings schreibst Du ja, das Du schon mal zwei drei Tage nichts getrunken hast. Wenn Du dann auch auf die anderen Drogen verzichtest, könnten sich die Entzugserscheinungen verstärken.
Gruß
Karsten
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Alkohol aufhören und weg vom Alkohol und Gedanken zum Wunsch nach weniger trinken |
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| Karsten hat zum Thema: Re: brauche ich wirklich hilfe? geschrieben
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evan neuer Teilnehmer
Anmeldungsdatum: 26.06.2005 Beiträge: 78
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Verfasst am: 26.06.2005, 12:52 Titel: Re: brauche ich wirklich hilfe? |
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als ich 2-3 tage nichts getrunken habe, habe ich auch nicht geraucht. es kommt abends auch vor das ich zu schulungen muß (beruflich) und da kann ich dann auch nichts trinken und es genügen mir dann auch noch 2 bierchen zu hause um schlafen zu können.
nicht das man mich irgendwie falsch versteht. es gibt auch schlechte ärzte oder sehr viele menschen die dadurch schlechte erfahrungen gemacht haben. ich möchte das richtige machen, werde mich auch bemühen aber mich nicht sofort da "hinschicken" lassen.
zuvor gibt es noch einiges zu wissen und zu klären. ich bevorzuge leichte wege und nicht die steinigen die man ein leben lang mit sich trägt. vielleicht kann man ja mein denken ein klein wenig verstehen. |
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| evan hat zum Thema: Re: brauche ich wirklich hilfe? geschrieben
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Karsten Administrator

Geschlecht:  Anmeldungsdatum: 04.11.2004 Beiträge: 32810 Alter: 49 Wohnort: Eberswalde
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Verfasst am: 26.06.2005, 13:04 Titel: Re: brauche ich wirklich hilfe? |
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Hallo Evan,
ich kann Dich schon sehr gut verstehen. Man hat sehr schnell einen "Stempel" weg, den man sein Leben lang mit sich rumträgt.
Auf der anderen Seite verstehst Du hoffentlich auch, das ich NICHT schreiben kann "Bleib einfach zu Hause, lass den Alkohol weg, es wird schon nichts passieren"
Es ist bei einem Entzug immer mit Konsequenzen zu rechnen. Ich weiß ja auch nicht, wie stark sich der Alkohol schon auf Deinem Körper ausgewirkt hat.
Daher rate ich Dir, nicht alleine zu Hause zu entziehen, sondern zumindestens einen Freund dabei zu haben.
Weiterhin solltest Du Dir Gesprächspartner suchen, denen Du vertraust und mit denen Du über Probleme bei der Trockenheit reden kannst. Das kann natürlich auch dieses Forum hier sein.
Im Laufe der Zeit werden sich hier auch persönliche Kontakte entwickeln, die man dann auch zum Beispiel per Telefon nutzen kann.
Gruß
Karsten
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Konsequenzen - Entzug |
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| Karsten hat zum Thema: Re: brauche ich wirklich hilfe? geschrieben
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