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Die Geschichte meines Sohnes u mein Mann der Alkoholiker

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Elfe67
neuer Teilnehmer


Geschlecht: Geschlecht:Weiblich
Anmeldungsdatum: 17.10.2006
Beiträge: 310
Wohnort: Hannover

BeitragVerfasst am: 18.10.2006, 21:05    Titel: Die Geschichte meines Sohnes u mein Mann der Alkoholiker Antworten mit Zitat Beitrag dem Moderator/Admin melden

Hallo zusammen,
Ich habe den Beitrag " Kann man zweimal auf Alkoholiker reinfallen "
ja schon geschrieben, möchte aber auch noch die "Leidensgeschichte"
meines Sohnes in diesem Beitrag schildern.


Er ist im Grunde genommen sein ganzes Leben mit Alkoholikern aufgewachsen.

Von seinem Vater hatte ich mich damals getrennt, weil es nicht mehr ging.
Aber ich tischte ihm irgendwann den Stiefvater auf, was im normalen Fall
ja auch schon schwierig ist, er war zu dem Zeitpunkt 9 Jahre.


Am Anfang hatte ich das Gefühl, das sie sich relativ gut verstanden.
Es hielt aber nicht sehr lange an.
Mein Mann demütigte ihn, hier ne Ohrfeige, da ne Ohrfeige, trat ih ständig in den Hintern,aber mit voller Wucht, stellte ihn ,wenn er sauer auf ihn war mit nackten Füssen draußen in Schnee,
schrie so laut mit ihm rum, das es die ganze Straße hörte, warf ihn einfach raus mit den Worten, da bevor ich mich vergesse, verschwinde, geh zu deinem Opa.Der wohnt auch nur 240 KM weg.
Rief meine Eltern an, die sollen meine Blagen abholen.
Er war so ein Tyrann, wenn er betrunken war. Ich bekam leider nie was davon mit, weil er das immer nur tat, wenn ich nicht da war.

Und die ganzen Verbalen Verletztungen, da findet man keine Worte für.
Ihm wurde eingeprägt, mir nichts zu erzählen.

Und wenn mein Mann gut drauf war, hat er kein normales Gespräch geführt, sondern,mach die Tür zu, Mach das Licht aus, mach die Musik nicht so laut,mach dies nicht mach das nicht, kein Lob, keine Anerkennung, keine Achtung, keine Wärme gar nichts.

Soetwas habe ich natürlich mitgekriegt, habe ihm auch gesagt, er solle mal endlich vernünftig mit ihm umgehen, so geht das nicht weiter.

Ja aber der ist so bockig und macht immer was er will ,er hat immer eine Ausrede gefunden.

Ich habe mich ständig mit meinen Mann in der Wolle gehabt.
Mein Sohn hat natürlich alles Hautnah mitgekriegt, wie mein Mann auch seine eschwister und mich behandelt hat.

Er machte eine Achterbahn in der Schule, erst Gymnasium, dann Realschule,dann Hauptschule,der Abstieg war da.

Seit er ca. 10 Jahre war, habe ich kein Lachen mehr in seinem Gesicht gesehen, das habe ich dann immer auf die Trennung von meinem Exmann geschoben, und weil er sich nur Sche*** seinen Kindern gegenüber verhalten hatte.

Er rauchte,mit 12 trank auch schon mal Alkohol, war höchst agressiv, gereitzt.

Klar ich dachte, weil es alle dachten, der ist faul, hat die falschen Freunde,
ist vielleicht die Pupertät. Es waren tausend Gründe , nur habe ich nie gedacht, das es mein Mann ist, der der Grund war.

Mein Mann und mein Sohn lebten nicht miteinander, sondern nebeneinander her. Am besten gar nicht übern weg laufen, je größer u älter mein Sohn wurde, wurden die Angriffe, von meinen Mann "nur noch" verbal vollzogen. Das hört sich an, falsch er hat ihn jetzt nicht mehr Körperlich angegriffen, er hat ihn seelisch kaputt gemacht,

Mit Schlägen war da nicht mehr viel, das hat er sich nicht mehr getraut. er musste wohl langsam Angst vor ihm kriegen.
Das bekam ich wieder mit und habe zu meinem Mann gesagt, so meine Kinder machst Du nicht kaputt, endweder es passiert jetzt was oder es ist aus und vorbei und sie endlich zu, das Du mit meinem Sohn ein Vernünftiges liebevolles Verhältnis kriegst.

Gut, es gab ein Gespräch zwischen den beiden,es wurde etwas besser, haben sich beide bemüht. Es hielt aber nicht lange an. Bis heute nicht !!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!


In der zwischenzeit ging es weiter bergab, habe Ärzte, Psychologen, Lehrer alle zu Rate gezogen,es wurde zwischendurch noch ne Hochbegabung bei meinem Sohn festgestellt worden, weil wir alle nicht verstehen konnten,auch die Lehrer nicht, das er so schlecht in der Schule war, obwohl er so intelligent war.

Habe in dem Bereich versucht um ihn zu helfen, aber es half nichts, wurde schlimmer fing öfter zu trinken an mit freunden, oft blau, kiffte,

dann wurde es so schlimm, er verletzte sich selbst, er zerschnitt sich die Arme , haute seine Faust solange in den Türrahmen bis sie dick blau und blutig war.
Jedes mal wenn er sauer, wütend wahrscheinlich einfach verletzt war und sich unverstanden fühlte ging er hoch in sein Zimmer und machte sich selbst kaputt.
Wir gingen zum Therapeuten, ich wollte ihm so sehr helfen, jeden Dienstag hatten wir Therapie, aber er bockte, was soll ich mit son Kram, ich will das nicht, das ist völliger schwachsinn,.Jedesmal wenn der Dienstag kam hatten wir die Hölle auf Erden zu Hause, mir wurden teilweise die Augen geöffnet, im Bezug auf meinem Mann und sein Alk und meinem Sohn kam alles wieder hoch was er die ganzen Jahre erlebt hatten.
Er hat die Therapie abgebrochen, man sagte mir wenn er nicht freiwillig mitmacht können wir nichts für ihn tun
Es war schon soweit, das ich ihn Zwangseinweisen musste. Konnte mich aber nicht durchringen, weil er wollte sich umbringen, wenn ich das tun würde. Er packte sich Sachen und haute ab.

Er kam gott sei Dank schnell wieder , war foh das er zumindest von aussen heil war.

Wir beiden haben uns ausgesprochen und ich habe ihm versprochen nichts gegen seinen Willen zu tun.

Meinem Mann wurde bewußt, endlich!!!! das er meinem Sohn das alles angetan hat und dann wurde er depressiv, knapp 2 Monate, trank aber in dieser Zeit nichts.

Aber gelernt hat er wieder nichts, er fing wieder an zu saufen, mein Sohn ging jetzt auf die schiefe Bahn, klaute den Roller meines Mannes, baute einen Unfall,klaute einen 2. Roller um den anderen wieder fertig zu machen,fuhr ohne Führerschein und und und . Und dann stand die Polizei bei uns , das war ja wieder der richtige Grund, ein gefundenes Fressen für meinen Mann, er war nicht mehr depressiv, nein er war so fies ekelhaft wie sonst auch die Jahre.
Er soff jeden Tag wie ein Loch.
Mein Sohn hatte ihm auch mal weh tun wollen, er wollte ihm einfach mal einen mitgeben, weil er das alles nicht mehr ausgehalten hat.

Klar das war nicht der richtige weg, es war eine ganz schlimme Zeit, ich hielt aber zu meinem Sohn, und meinen Mann verachtete ich , weil er wieder dieser Kerl wurde.

Mein sohn wird wahrscheinlich für ein Wochenende in Jugendarrest gehen müssen.
Bald ist die Gerichtsverhandlung.
Mein sohn hat mir geschworen, er will jetzt auf den rechten weg kommen, er ist inzwischen 17 Jahre, ist in der Berufsschule und macht auch mit, trinkt ab und an noch alk, kiffen tut er nicht mehr.
Mit meinem Mann will er nichts mehr zu tun haben, die gehen sich so gut es geht aus dem Weg, zwischendurch, wenn mein Mann wieder trinkt, gibt es tierischen Ärger, mein Sohn war schon drauf und dra ihn jetzt mal so zuverletzen ,wie er es mit ihm getan hat.
Er sagt mir Mama wenn Du dich von diesem Mistkerl nicht trennst, bin ich weg!!!!! Ich will so nicht mehr leben.
Er hasst meinen Mann und ich glaube da hat er ein gutes Recht zu. Aber eigentlich müsste er mich auch hassen, denn hätte ich besser hingeschaut, hätte ich es wahrhaben wollen, hätte ich ihm alles ersparen können.
Im Grunde genommen, obwohl ich es oft gehört habe , habe ich das erst so richtig in den letzten Tagen begriffen, das das leben meines Sohnes vom Alkoholiker kaputt gemacht wurde, und ich die liebende Mutter, da bleibt mir das Wort im Hals stecken,bin ich liebend, das ich soetwas zugelassen habe???? War ich eine gute Mutter ??? Habe ich meine Kinder beschützt???? Eigentlich müsste er mich hassen, ich habe ihn der schönen Kindheit beraubt,es tut mir sehr weh das ich das eingestehen muss.

Aber wie weh hat es meinen Sohn getan, er war ja völlig allein mit seinem Leid, immer wenn ich gefragt habe, sagte er nur immer du verstehst mich eh nicht, obwohl wir eigentlich immer ein gutes u freundschaftliches Verhältnis hatten, natürlich haben wir uns am besten Verstanden, wenn mein Mann und ich gestritten hatten. Wahrscheinlich hatte er da die hoffnung, das wir endlich auseinander gehen.###

Es tut mir alles sehr leid, ich denke es wird das Beste sein das ich mich wirklich von meinen Mann trenne, er ist alles kaputt, ich will versuchen mit meinen Kindern eine ruhige harmonische Zukunft aufzubauen.

Vielleicht ist es nicht zu spät,denn so gehts nicht mehr weiter......

Wie kann mein Sohn mit diesem Schaden weiterleben,und es verarbeiten???? Ich weiß, er würde nie wieder einen Therapeuten besuchen, aber ich denke er braucht genauso hilfe wie ich auch.

Vielleicht könnt ihr mir einen Rat geben.
mir zerreist das Herz, wenn ich an meine Kinder denke, wer ist jetzt wichtiger meine Kinder oder mein Mann, der das verursacht hat.

Zusammen hat das doch keinen Sinn mehr,oder ?????
Die Kinder können sich nicht selbst helfen, die stehen dem hilflos gegenüber,

Ich bin fix und fertig, ist echt komisch, erst tut es gut zu schreiben, dann denk ich drüber nach, dann wird alles viel bewusster und mir gehts einfach nur hundsmiserabel und die Gedanken kreisen wir tausend Karusells in meinem Kopf.

Ich hoffe ich nerv nicht mit dem vielen geschreibe.

Ich hoffe auf eure Hilfe
liebe Grüße Elfe Weinen Weinen
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Elfe67 hat zum Thema: Die Geschichte meines Sohnes u mein Mann der Alkoholiker geschrieben
Dil
neuer Teilnehmer


Geschlecht: Geschlecht:Weiblich
Anmeldungsdatum: 07.10.2006
Beiträge: 39

BeitragVerfasst am: 18.10.2006, 21:26    Titel: Re: Die Geschichte meines Sohnes u mein Mann der Alkoholiker Antworten mit Zitat Beitrag dem Moderator/Admin melden

Liebe Elfe67,

eine furchtbare Geschichte, und zwar fuer alle Beteiligten. Ich muss sagen, dass es auch mir das Herz zerreist, dies zu lesen.

Vielleicht die letzten Fragen zuerst: Wer wichtiger ist? DU UND DEIN SOHN bzw. DEINE KINDER und keiner weiter. Dein Mann will sich nicht helfen lassen, vielleicht irgendwann mal, aber zumindest nicht jetzt. Aber Du und Deine Kinder, Ihr habt die Chance, EUER Leben wieder in den Griff zu bekommen, das ist das Allerwichtigste, wie ich finde.
Nein, zusammen hat es wirklich keinen Sinn mehr, dazu ist viel zuviel passiert. Manchmal sind Dinge einfach nicht mehr gutzumachen.

Blick nach vorn und denk an Dich und die Kinder. Wenn Du mit Deinem Sohn alleine lebst, vielleicht kannst Du ihn ja doch wieder zu einer Therapie, einer SHG ueberreden. Vielleicht, wenn er merkt, dass jetzt Ruhe eingekehrt ist und sich auch sein Leben mit professioneller Hilfe verbessert, er muss wieder lernen, Dir vertrauen zu koennen (das, was Mama sagt stimmt und das ziehen wir auch durch).

Natuerlich warst/bist Du eine gute Mutter!!! Mach Dich nicht kaputt mit solchen Gedanken. Du wolltest Deinem Sohn wieder eine Familie geben, die gut ist und funktioniert. Dass es letztendlich nicht geklappt hat, dafuer kannst Du NICHTS!!! Dafuer ist einzig und allein Dein Mann verantwortlich, sonst keiner. Und dass man lange nicht wahrhaben kann (nicht will!!), dass der eigene Mann die Familie kaputt macht, das ist voellig normal. Schliesslich sind wir alles Menschen. Und als Mensch versucht man immer wieder und hofft und hofft......

Bei Dir habe ich aber das Gefuehl, dass Du eigentlich schon genau weisst, was Du jetzt tun musst. Dann tu es, Deine Seele und die Deines Sohnes werden es Dir danken, glaub mir, auch wenn es ein langer Weg wird. Aber Hauptsache, dieser ganze Horror hat so schnell wie moeglich ein Ende!!!

Denk nicht darueber nach, wie es Deinem Mann gehen wird. Es wird ihm natuerlich schlecht gehen und Deine Trennung wird ein weiterer Grund sein, jetzt erst recht weiterzusaufen. So wie schon immer eine endlose Latte von Gruenden an seiner Krankheit schuld sind, nur er nicht....Aber die Trennung waere nur ein vorgeschobener Grund, heute trockene Alkoholiker werden mir hoffentlich zustimmen. Du hast fuer ihn genug Verantwortung uebernommen, was hat er daraus gemacht??? Leider nichts....

Dein Sohn hat Dir ja schon ein sehr deutliches Zeichen gegeben, was er braucht ('wenn Du Dich nicht von diesem Mistkerl trennst....'). Sei froh, dass er Dir dies so offen sagt, so weisst Du wenigstens, was er wirklich braucht. Andere Kinder reden nicht, sie tun einfach.......vielleicht auch etwas Schreckliches.....

Ich druecke Dir die Daumen, dass Du die Kraft findest Ausrufezeichen

Liebe Gruesse Dil (auch mein Beitrag ist etwas laenger geworden, sorry)
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Dil hat zum Thema: Re: Die Geschichte meines Sohnes u mein Mann der Alkoholiker geschrieben
josu
neuer Teilnehmer


Geschlecht: Geschlecht:Weiblich
Anmeldungsdatum: 23.09.2006
Beiträge: 126

BeitragVerfasst am: 18.10.2006, 21:43    Titel: Re: Die Geschichte meines Sohnes u mein Mann der Alkoholiker Antworten mit Zitat Beitrag dem Moderator/Admin melden

Hallo Elfe67

ich habe deine anderen Beiträge gelesen, deshalb weiss ich nicht so genau, ob du mit diesem Mann noch zusammen bist.

Ich kann nicht glauben, was du da schreibst, dein Sohn hat die Hölle durchgemacht, und du hast die Konsequenz daraus noch nicht gezogen?

Vielleicht hat dein Sohn nicht direkt mit dir geredet, aber Kinder senden eben meistens Signale aus: Ich kann mir nicht vorstellen, dass du nicht mitbekommen hast, dass dein Sohn leidet. Wenn dein Sohn mt zwölf anfängt zu trinken, ist das ein sehr großes Warnsignal, dass du leider nicht ernst genommen hast.

Wenn du wirklich willst, dass dein Sohn sein Leben wieder in den Griff bekommt, dann mach es ihm vor! Zeige Konsequenz für dein eigenes Leben!!! Dann kann er von dir lernen.
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josu hat zum Thema: Re: Die Geschichte meines Sohnes u mein Mann der Alkoholiker geschrieben
Elfe67
neuer Teilnehmer


Geschlecht: Geschlecht:Weiblich
Anmeldungsdatum: 17.10.2006
Beiträge: 310
Wohnort: Hannover

BeitragVerfasst am: 18.10.2006, 21:47    Titel: Re: Die Geschichte meines Sohnes u mein Mann der Alkoholiker Antworten mit Zitat Beitrag dem Moderator/Admin melden

Liebe Dil,
Ich bin froh, das du mir so eine lange Antwort gibst.
Deine Worte lassen mir die Tränen runterfliessen.
Ich bin eigentlich(vielleicht auch leider) immer eine starke Frau gewesen,zu stark um Gefühle zuzulassen,innerlich könnte ich schreien und heulen und und und ,aber jetzt heule ich ,es tut alles so weh. Das letzte mal habe ich mal vor Monaten geheult, ich habe immer nur alles unterdrückt.
Du hast vollkommen Recht mit dem was du schreibst,ich weiß es im Grunde auch selber,kann man so co-abhängig sein, das man den Absprung nicht schafft.Ich will es so. Ich komme mir selbst schon wie ein Alkoholiker vor, der was ändern will, aber nur verspricht.

Aber ich habe insgesamt 3 Kinder 7,13 und17, ich muss es tun, für meine Kinder ,ich muss weiter stark sein,

Es tut doch sowieso weh, wenn es so bleibt wie es ist oder wenn wir gehen.
Ich muss lernen, mit dem Schmerz umzugehen.

ich muss loslassen.

Heute morgen ist mir was passiert.Ich fahr zur Arbeit, auf der Kreuzung kommt mir ein Fahrzeug entgegen, er fährt über rot mindestens 80 drauf, ich konnte ihm in lezter Sekunde ausweichen,ich stand da, er guckt mich an und fährt. Ich habe nichts gefühlt, war nicht schockiert, ich hätte tot sein können. Ich hatte in dem Moment,den Gedanken, so schnell kanns kommen und du hast keine Probleme mehr, in einer Sekunde alles erledigt. Ich hatte eine richtige innere Ruhe.Das hat mich dann sehr schockiert.

Vielleicht hab ich doch keine Kraft mehr......

Liebe Dil danke fürs zuhören....

Elfe
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Elfe67 hat zum Thema: Re: Die Geschichte meines Sohnes u mein Mann der Alkoholiker geschrieben
Dil
neuer Teilnehmer


Geschlecht: Geschlecht:Weiblich
Anmeldungsdatum: 07.10.2006
Beiträge: 39

BeitragVerfasst am: 18.10.2006, 22:14    Titel: Re: Die Geschichte meines Sohnes u mein Mann der Alkoholiker Antworten mit Zitat Beitrag dem Moderator/Admin melden

Weisst Du, liebe Elfe, denk doch nicht mehr drueber nach, was Ihr (Deine Kinder und Du) alles verpasst habt. Was geschehen ist, ist geschehen.

Versuch doch, ein bisschen positiv zu denken: Du bist jetzt hier, unter Gleichgesinnten, die jeden einzelnen Gedanken, jeden Vorwurf Dir selbst gegenueber verstehen koennen und Dir nichts, aber auch nichts vorwerfen. Will sagen: DU hast doch schon den ersten Schritt getan, indem Du hier bist und mit uns sprichst und andere Beitraege liest. Dies gibt doch soooviel Kraft, dass Du jetzt Dein Herz in die Hand nehmen und den naechsten Schritt mchen kannst: Dich und Deine Kinder dort schleunigst rausholen, das sollte unbedingt im Vordergrund stehen.

Und dass Du jetzt weinen kannst, ist gut, loest es doch die schrecklichen Emotionen, die Du schon solange mit Dir rumtraegst, und zwar OHNE Hilfe. Jetzt hast Du zumindest schon emotionale Hilfe, sie soll Dir Kraft geben. Und nun brauchst Du praktische Hilfe. Hast Du jemandem im Freundes- oder Bekanntenkreis, der Dir zur Seite stehen koennte? Weil mit Sicherheit tausend praktische Fragen in Deinem Kopf rumschwirren, fuer die Du eine Antwort brauchst....

Kann man so co-abhängig sein, dass man den Absprung nicht schafft..?? Ja, kann man, weil wir MENSCHEN und keine Computer sind. Es waere doch auch nicht richtig, wenn man seinen Mann gleich bei den ersten Anzeichen von Alkoholismus verlaesst, oder? Ist es nicht normal und auch gut, dass man immer wieder hofft und alles versucht? Du bist doch ein Opfer und kein Taeter!! Und Opfer muessen erstmal erkennen, dass DIESES Leben sie und die Kinder kaputt macht. Nur dazulernen muessen wir Opfer und das tun wir ja schon, indem wir hier sind Sehr glücklich

Dass Du nach dem Vorfall mit dem Auto so eine Ruhe gespuert hast, zeigt, wie schlecht es Dir geht. Also ist es nicht nur fuer Deine Kinder wichtig, aus der Hoelle zu entkommen, sondern vor allem auch fuer Dich!!

Doch, doch, Du hast die Kraft. Wir Menschen hoffen nicht nur bis zum Allerlerletzten, wir koennen auch unbaendige Kraft in solchen Situationen entwickeln, glaub mir!! Sprich mit Deinem aeltesten Sohn und sage ihm, was Du vorhast. Du wirst sehen, sein glueckliches (vielleicht auch noch misstrauisches) Laecheln wird Dir die Kraft geben, die Du brauchst. Und hol Dir bitte Hilfe, Du brauchst sie dringend!!!

Bitte nicht bedanken fuers zuhoeren, deswegen sind wir ja hier. Um selber Kraft zu schoepfen und zu versuchen, anderen Kraft zu geben. Denk daran, wir sitzen alle imselben Boot (ich weiss, es gibt schoenere, aber gut...) Winken

Liebe Gruesse
Dil
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Dil hat zum Thema: Re: Die Geschichte meines Sohnes u mein Mann der Alkoholiker geschrieben
lotte00
neuer Teilnehmer



Anmeldungsdatum: 11.10.2006
Beiträge: 43

BeitragVerfasst am: 19.10.2006, 00:30    Titel: Re: Die Geschichte meines Sohnes u mein Mann der Alkoholiker Antworten mit Zitat Beitrag dem Moderator/Admin melden

Liebe Elfe,

Im Grunde ist dem was Dil sagt nichts mehr zuzufügen. Zerstöre Dich jetzt nicht noch mit Selbstvorwürfen denn Du brauchst Deine Kraft für einen Neuanfang. Ein neues Leben mit Deinen Kindern die es Dir danken werden. Es ist nie zu spät etwas zu ändern und Du solltest Dir vor allem keine Gedanken um Deinen Mann machen.
Du bist wichtig! Dein Sohn ist wichtig! Du bist ja nicht allein. Ihr könnt Euch gegenseitig Kraft geben und es wartet eine bessere Zeit auf Euch
Ich wünsch Dir Kraft und Mut für jede Sekunde in der Du denkst zu verzweifeln. Ein Lächeln für jede Träne die Du geweint hast.


Liebe Grüße
Lotte
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lotte00 hat zum Thema: Re: Die Geschichte meines Sohnes u mein Mann der Alkoholiker geschrieben
Elfe67
neuer Teilnehmer


Geschlecht: Geschlecht:Weiblich
Anmeldungsdatum: 17.10.2006
Beiträge: 310
Wohnort: Hannover

BeitragVerfasst am: 19.10.2006, 18:53    Titel: Re: Die Geschichte meines Sohnes u mein Mann der Alkoholiker Antworten mit Zitat Beitrag dem Moderator/Admin melden

Hallo Josu,
Noch bin ich mit diesem Mann zusammen,
aber mein weiterer Weg wird wohl nur noch mit meinen Kindern sein, wenn ich es schaffe es umzusetzten.
Ich will es umsetzen, es ist immer noch ein innerer Kampf in mir und ich hoffe ich erliege dem nicht.


Natürlich habe ich viel mitbekommen, wie mein Sohn gelitten hat, das war auf die körperlichen
Angriffe bezogen, das habe ich erst vor kurzem, von meinem Sohn erfahren.

Das mein mittlerer Sohn auch zwischendurch die Faust ins Gesicht bekam, da war er zwischen 6 und 7, habe ich erst letzten Freitag erfahren. Jetzt ist er 13.Ich war so geschockt, weil niemand hat mir etwas erzählt.
Ich habe beide gefragt, warum habt ihr mir das nicht sofort erzählt, als es passiert ist.

Mein Mann hätte beide so geimpft, das sie lieber schwiegen.
Mein großer Sohn hatte sich innerlich immer gedacht, wenn ich groß und stark genug bin, dann wird er alles zurück kriegen.

Ich mache mir sehr große Vorwürfe, hätte ich besser hingeschaut, wäre vieles nicht passiert.

Seit dem ich in diesem Forum bin, leider viel zu kurz, hätte schon viel früher passieren müssen, wird mir alles viel klarer.

Ich hatte ja sonst keine Vergleiche, ich habe immer die Schuld bei mir oder vielleivcht sogar bei meiner Umwelt gesucht.

Mein Mann hat mir ja förmlich eingetrichtert,das ich Schuld für sein saufen bin, oder die Kinder, oder die lieben Verwandten. Er hatte immer n Grund parat und anscheinend hatte ich ihm das abekauft...

Ich werde hier weiter die liebe Hilfe annehmen ,es sacken lassen, dadurch werden mir immer mehr die Augen geöffnet und mich auf einen neuen Weg begeben.HOFFE ICH !!!!!!!

aAlles liebe
Elfe
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Elfe67 hat zum Thema: Re: Die Geschichte meines Sohnes u mein Mann der Alkoholiker geschrieben
Aileen
neuer Teilnehmer


Geschlecht: Geschlecht:Weiblich
Anmeldungsdatum: 12.10.2006
Beiträge: 87
Wohnort: NRW

BeitragVerfasst am: 19.10.2006, 19:15    Titel: Re: Die Geschichte meines Sohnes u mein Mann der Alkoholiker Antworten mit Zitat Beitrag dem Moderator/Admin melden

Liebe Elfe,

[color=red]ich denke du schaffst das!![/color]

a) du hast es schon einmal geschafft dich zu lösen
b) du hast gesagt: "ich muss es tun - für meine Kinder"
c) du sagst: "NOCH bin ich mit meinem Mann zusammen"

Wie bei allem im Leben: Einsicht ist der beste Weg......! Du hast hier einen einen Anfang gemacht dich zu öffnen; Du hast in der letzten Zeit nicht mehr die Augen verschlossen, sondern mit deinen Kindern geredet und genau zugehört. Du hast Dinge erfahren, die sehr schmerzhaft sind und auf die bereits vorhandenen Wunden Salz streuen! Aber: du setzt dich damit auseinander, du denkst darüber nach und du weißt, dass du etwas ändern musst. Das sind Schritte in die richtige Richtung.

Tue es nicht nur für deine Kinder, sondern auch für dich!!!

Ich wünsche dir ganz viel Glück und Tatkraft! Und nochmals, nach dem, was ich von dir hier gelesen habe bin ich zuversichtlich, dass du es schaffst!!!

Liebe Grüße

Aileen
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Aileen hat zum Thema: Re: Die Geschichte meines Sohnes u mein Mann der Alkoholiker geschrieben

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