| Partner und Angehörige • meine mutter & die sucht |
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esgehtanders aktiver Teilnehmer
Geschlecht:  Anmeldungsdatum: 24.09.2006 Beiträge: 670
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Verfasst am: 18.10.2006, 20:54 Titel: Re: Vaters Leben in die Hand nehmen? |
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| Zitat: | | Seine Antwort darauf: "Setz mich mal an der Kneipe ab!" - Das war um 9:30 h heute morgen!!!! |
das kann wahrscheinlich nur ein Alkoholiker verstehen
du nimmst ihm nicht sein Leben, wenn du Betreuung beantragst, im Gegenteil du versuchst das Beste für Ihn; übrigens hast du Recht mit deiner Annahme, ein Entzug würde bei ihm höchstwahrscheinlich rein gar nichts bringen
alles liebe |
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| esgehtanders hat zum Thema: Re: Vaters Leben in die Hand nehmen? geschrieben
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Dil neuer Teilnehmer
Geschlecht:  Anmeldungsdatum: 07.10.2006 Beiträge: 39
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Verfasst am: 18.10.2006, 21:04 Titel: Re: Vaters Leben in die Hand nehmen? |
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Hi Aileen,
wenn ich alles richtig von Dir verstanden habe geht es um die Frage, ob Du ihn entmuendigen lassen sollst oder nicht, oder? DAS ist schon wirklich ein riesengrosser Schritt, aber leider manchmal die letzte Hoffnung, um den Menschen am Leben zu erhalten.
Der Mann meiner Mutter hat sie 5 Tage vor ihrem Tod (64) einliefern und entmuendigen lassen, sonst haette er sie nicht einliefern lassen koennen, da sie sich bis zur letzten Sekunde strikt geweigert hat. Die Konsequenz fuer ihn waere gewesen, dass er nach einem Entzug, einer Therapie usw. entschieden haette, wo sie hinkommt. Er haette sich damals fuer eine Betreuungsstaette entschieden, weil sie (genau wie Dein Vater) so sehr hirn- und organgeschaedigt war, dass man sie nicht haette allein lassen koennen.
Er macht sich zwar heute auch Vorwuerfe, ob es richtig war, sie entmuendigen zu lassen, aber was waere die Alternative gewesen? Dass sie zu Hause ihre letzten Tage unter Schmerzen dahinvegetiert? Dann lieber mit Morphium im Krankenhaus einschlafen......leider.....
Ich verstehe, dass Du Dich ein bisschen scheust, die komplette (auch emotional) Verantwortung fuer ihn zu uebernehmen. Vor allem, weil es der Vater und NICHT das Kind ist......, das verstehe ich sehr gut. Aber wenn es vielleicht die letzte Moeglichkeit ist, ihn aus dem Sumpf zu ziehen??? Ist es dann nicht vielleicht besser fuer beide (Dich und ihn)???? Du koenntest natuerlich auch vom Gericht einen Vormund bestimmen lassen, aber dann waere er in fremden Haenden. Und ich glaube, dieses Gefuehl ist noch schrecklicher
Raten kann ich Dir leider auch nicht. Nur ein bisschen erzaehlen, wie es bei meiner Mama war. Leider war der Zeitpunkt der Entmuendigung zu spaet, ich wuerde mir wuenschen, er haette frueher die Kraft gehabt. VIELLEICHT ware ja noch etwas zu retten gewesen, wer weiss das schon....Als Kind bin ich aber trotzdem dankbar, dass er ueberhaupt diese Kraft hatte, sonst waere sie vielleicht wirklich in irgendeinem Eck richtiggehend verreckt. So hatte sie wenigstens noch ein paar 'ruhige' Tage.
Liebe Gruesse
Dil |
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Aileen neuer Teilnehmer
Geschlecht:  Anmeldungsdatum: 12.10.2006 Beiträge: 87 Wohnort: NRW
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Verfasst am: 19.10.2006, 18:59 Titel: Re: Vaters Leben in die Hand nehmen? |
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Guten Abend zusammen,
dil, das ist ja echt eine traurige Geschichte (eine von leider sehr vielen hier im Forum, die einem sehr nahe gehen und zum Nachdenken bringen!!!).
Entmündigung als solches (ganzes) gibt es ja nicht mehr - jetzt heißt das "Betreuung" und man kann es für verschiedene Lebensbereiche abgrenzen.
Ich gehe jetzt in die Richtung, dass ich die Betreuung für seine Finanzen etc. übernehme (was ich ja eh schon lange mache) und die Betreuung (und somit auch die Verantwortung) für das Aufenthaltsbestimmungsrecht/Gesundheitsversorgung an einen Betreuer abgebe. Ich denke, die können viiiieeeel objektiver entscheiden als ein Familienangehöriger - und das ist ja meist besser. Zudem ist mein Vater in Sachen "Entzug" mal wieder sehr unkooperativ und ich denke ein Außenstehender kann die Situation besser handeln als ich.
Ich habe aber nächste Woche noch ein Gespräch, so dass ich erst dann entscheiden werde wer was wie macht!
@all: Vielen Dank für die tolle Unterstützung und die Anteilnahme.
Einen schönen Abend wünscht
Aileen |
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zeni neuer Teilnehmer
Geschlecht:  Anmeldungsdatum: 13.10.2006 Beiträge: 49
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Verfasst am: 20.10.2006, 23:41 Titel: Re: Vaters Leben in die Hand nehmen? |
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hallo aileen,
ich denke, dass das was du vorhast eine sehr gute idee ist.
es ist sicherlich nichtleicht das zu entscheiden ob man selber die verantwortung für seinen vaterübernehmen sollte. die entscheidung diese verantwortung an einen völlig fremden berater zu geben ist sicherlich auch nichtleicht.
aber ich denke du könntest recht haben, dass ein außenstehender in dieser situation mehr erreichen könnte. er sieht dinge mit mehr abstand und er istja auch emotioneal in keinster weise an deinen vater gebunden im gegesatz zu dir. was warscheinlich entscheidungen die dir eher schwer fallen würden, einem außenstehenden aber leichter (das ist ja oft so) deutlich erleichtert und warscheinlich auch beschleunigt.
alles alles liebe, ich denke, das ist richtig so!
liebe grüße, zeni |
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Dil neuer Teilnehmer
Geschlecht:  Anmeldungsdatum: 07.10.2006 Beiträge: 39
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Verfasst am: 23.10.2006, 17:10 Titel: Re: Vaters Leben in die Hand nehmen? |
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Hallo Aileen,
ich kann es sehr gut nachvollziehen, wenn Du einen Objektiven einschalten willst. Zeni hat ja bereits alles schon gesagt, ich schliesse mich dem vorbehaltlos an. Wir Anghoerige wissen zwar vom Kopf her, was richtig ist, aber unser Herz zieht da leider nicht ganz mit. Und jemand, der objektiv ist, sich dann auch noch medizinisch besser auskennt als wir, ist wahrscheinlich wirklich die bessere Wahl.
Dann berichte doch mal, wie Dein Gespraech verlaufen und wie weit alles gediehen ist.
Liebe Gruesse
Dil |
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Aileen neuer Teilnehmer
Geschlecht:  Anmeldungsdatum: 12.10.2006 Beiträge: 87 Wohnort: NRW
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Verfasst am: 24.10.2006, 16:07 Titel: Re: Vaters Leben in die Hand nehmen? |
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Guten Tag zusammen,
vielen Dank für die Nachfrage.
Ich habe nun mit dem Betreuungsverein gesprochen und dabei stellte sich heraus, dass denen eigentlich auch die Hände gebunden sind. Im Grunde können die nichts anderes machen, als das was ich bisher für meinen Vater mache - auch wenn sie vom Amtsgericht als Betreuuer eingesetzt würden - eine Zwangseinweisung wäre auch dann nicht möglich.
Stand der Dinge ist, dass mein Vater nun wöchentliche "Besuch" eines Sozialarbeiters bekommt, der ihm beim Duschen "hilft". Habe meinem Vater es als Hilfe "verkauft", denn hätte ich gesagt: "Du bist nicht in der Lage......", dann hätte er das wohl abgelehnt. So meint er jetzt, er hat eine Hilfe, weil er wackelig auf den Beinen ist und etwas vergesslich. Die Körperhygiene wäre somit auch geklärt. Außerdem bekommt er einen Notrufbutton - die Idee fand er auch ok. (und ich erst...... sollte er mal wieder fallen, habe ich die Gewisseheit, dass er sofort Hilfe erhält!!!)
Der Hausarzt hat meinem Vater zu einem quartalsmäßigen Arztbesuch geraten. Die Fahrt dorthin und zurück wird der Sozialdienst übernehmen. Meine Aufgabe wird nur sein, einen Termin beim Arzt zu vereinbaren.
Nächste Woche hat er einen Termin für ein CT. Möchte nun doch schon genau wissen, wie stark die Leber angegriffen ist!
Tja, mehr kann ich dann wohl auch nicht mehr für ihn tun. Neue Möbel, saubere Wohnung, Putzfrau, Körperhygiene gewährleistet, für den Notfall gerüstet und quartalsmäßige Untersuchungen. So hat er wenigstens eine menschenwürdige Umgebung - auch wenn sein Hauptproblem damit nicht gelöst ist!!! Aber das kann nur mein Vater selbst entscheiden!
Die Hoffnung, dass er zur Besinnung kommt habe ich eigentlich aufgegeben, da er ja letzte Woche beim Arzt wieder einmal eine Therapie abgelehnt hat. Traurig, aber wahr!!!
Einen schönen Tag wünscht euch
Aileen |
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zeni neuer Teilnehmer
Geschlecht:  Anmeldungsdatum: 13.10.2006 Beiträge: 49
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Verfasst am: 24.10.2006, 16:21 Titel: Re: Vaters Leben in die Hand nehmen? |
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hallo aileen,
es ist wirklich sehr schade, dass den ämtern da auch die hände gebunden sind!
es ist wirklich wahnsinn nwie du dich da um deinen vater kümmerst, neue wohnung, putzfrau etc. ich galube ich könnte das nicht. ich wäre warscheinlich so sauer und wütend, dass ich garnix tun würde.
das ist sehr bewundernswert!
nun bleibt zu hoffen, dass er sich vielleicht doch noch zu einer therapie bereiterklärt!
ich drücke die daumen!
lg zeni |
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| zeni hat zum Thema: Re: Vaters Leben in die Hand nehmen? geschrieben
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esgehtanders aktiver Teilnehmer
Geschlecht:  Anmeldungsdatum: 24.09.2006 Beiträge: 670
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Verfasst am: 24.10.2006, 16:57 Titel: Re: Vaters Leben in die Hand nehmen? |
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hätte jetzt nicht gedacht, daß das Amt da auch nix machen kann, aber gut, daß wenigstens ein paar Sachen geklärt sind, jetzt müsste dein Vater nur noch zur Besinnung kommen, alles Gute  |
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| esgehtanders hat zum Thema: Re: Vaters Leben in die Hand nehmen? geschrieben
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