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Kriegt man die Sucht denn los?

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täglich eine flasche wein   •    Entzugserscheinungen????  
Autor Nachricht
bunsi
neuer Teilnehmer


Geschlecht: Geschlecht:Weiblich
Anmeldungsdatum: 07.10.2006
Beiträge: 3

BeitragVerfasst am: 07.10.2006, 13:47    Titel: Kriegt man die Sucht denn los? Antworten mit Zitat Beitrag dem Moderator/Admin melden

Hallo liebe Forumleser!

Ich bin neu hier, finde es aber gut, dass man hier offen "reden" kann.

Ich trinke seit ca. 6 Jahren. Angefangen hat alles harmlos, so 1 bis 2 Gläser Bier oder Wein pro Tag. Das ging so lange, bis ich zum schweren Alkoholiker wurde. Ich trinke zwar kein harten Getränke, bin aber momentan bei rund 8 Bier und 2 Gläser Wein täglich.

Oft brauche ich morgens schon eine Dose Bier, um in die Gänge zu kommen, und dass es mir besser geht.

Ich habe mir Gedanken über meine Sucht gemacht und festgestellt, dass ich früher ein anderes Trinkverhalten hatte. Ich trank nur in Gesellschaft und genoss ein gutes Glas Wein oder ein After-Office-Bier. Es blieb auch bei dieser geringen Menge. Wir feierten zum Beispiel am Wochenende eine ausgelassene Party mit viel Alk, alle anderen lagen Flach am nächsten Tag und ernüchterten sich, doch ich griff schon Vormittags zu "Reparatur-Bier" und bei einem blieb es nicht...

Naja, und so verliefen meine anderen Tage auch, meine Freunde waren nüchtern, ich jedoch konnte nicht vom Bier lassen.

Wie schon erwähnt, ich trinke hauptsächlich Bier, und abends vielleicht noch ein bie zwei Gläser Wein. Keinen Schnaps oder Likör. Trotzdem bin ich süchtig und weis das auch.

Eine Entziehungskur kommt nicht in Frage, ich will es selbst schaffen. Aber kann man das? Geht es jemandem ähnlich wie mir?

Ich freue mich auf Feedback!

Liebe Grüsse,
Bunsi
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bunsi hat zum Thema: Kriegt man die Sucht denn los? geschrieben
Yorkie
neuer Teilnehmer


Geschlecht: Geschlecht:Männlich
Anmeldungsdatum: 27.06.2006
Beiträge: 498

BeitragVerfasst am: 07.10.2006, 14:47    Titel: Arzt Antworten mit Zitat Beitrag dem Moderator/Admin melden

Hallo Bunsi,

herzlich Willkommen im Forum.

Das Du dich als süchtig bezeichnet, also alkoholkrank bist, ist ja schon mal ein gutes Zeichen.

Sicherlich auch daran zu erkennen, daß Du morgens Bier brauchst,
um in dei Gänge zu kommen.

Auch das Du nicht vom Bier lassen kannst, während Deine Freunde nüchtern sind, ist ein klares Zeichen.

So, nun zu Deinem Weg.

Auch wenn der Ratschlag Dir auch nicht paßt, geh zum Arzt.
Ein kalter Entzug kann gefährlich sein.

Auch die Sache mit dem runtertrinken, kann gefährlich sein.
Ich persönlich halte ihn für noch gefährlicher, aber das ist meine Meinung.

Hier mein Beispiel dafür:
http://www.forum-alkoholiker.de/viewtopic.php?p=33058&highlight=entzugsdelir#33058


Also bitte quäle Dich nicht, geh zum Arzt und laß Dich untersuchen und beraten. Damit legst Du den Grundstein für Dein trockenes Leben.

Ich wünsch Dir viel Kraft

Gruß
Yorkie
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Yorkie hat zum Thema: Arzt geschrieben
Whitewolf
sehr aktiver Teilnehmer


Geschlecht: Geschlecht:Männlich
Anmeldungsdatum: 03.09.2006
Beiträge: 1204
Alter: 44
Wohnort: Homburg/Saar

BeitragVerfasst am: 07.10.2006, 15:26    Titel: Re: Kriegt man die Sucht denn los? Antworten mit Zitat Beitrag dem Moderator/Admin melden

Hallo bunsi,

von mir ein herzliches Hallo,

ich kann mich dem von Yorkie nur anschliessen, diese langsame Runtertrinkerei ist wie ein Ritt auf der Kanonenkugel. Und wenn du ehrlich bist, dauert das mindesten so lange wie eine reguläre Entgiftung im Krankenhaus. Ausserdem hast Du Deine Vitalwerte nicht im Auge ( Blutdruck, Puls, Blutkontrolle) und fummelst irgendwie nach Gefühl. Das kann böse ins Auge gehen und im Krankenhaus hast Du Medikamente die Deinem Körper den Entzug erleichtern. Das hat mit Willen nichts zu tun. Du solltest dich zumindest mit Deinem Arzt über die Sache unterhalten, am Ende entscheidest Du was Du tust. Ich würde mir einen kalten Entzug nie wieder antun, er beeinträchtigt auch noch längere Zeit die Psyche nicht unerheblich. du mutest Deinem Körper Schwerstarbeit zu, und das hat nichts mit Willen zu tun(nochmal).

Viele Grüsse

White
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Whitewolf hat zum Thema: Re: Kriegt man die Sucht denn los? geschrieben
eveline
aktiver Teilnehmer



Anmeldungsdatum: 04.08.2006
Beiträge: 543

BeitragVerfasst am: 07.10.2006, 15:50    Titel: Re: Kriegt man die Sucht denn los? Antworten mit Zitat Beitrag dem Moderator/Admin melden

Hallo Bunsi,

ich kann mich dem bereits geschriebenen nur anschließen.

Auf jeden Fall zum Arzt, auf jeden Fall ein offenes Gespräch.
Entzug ohne Arzt kann lebensbedrohlich werden.
Runtertrinken?! Schwarz oder weiss! Trinken, oder nicht trinken!
Alles Andere ist meiner Meinung nach rumeiern.

Trotz Arzt und Beratung bist Du Derjenige der das erste Glas stehen lassen muss.

Liebe Grüsse
Eveline
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eveline hat zum Thema: Re: Kriegt man die Sucht denn los? geschrieben
Annika
sehr aktiver Teilnehmer


Geschlecht: Geschlecht:Weiblich
Anmeldungsdatum: 05.12.2005
Beiträge: 3847
Wohnort: NRW

BeitragVerfasst am: 07.10.2006, 16:00    Titel: Hallo Antworten mit Zitat Beitrag dem Moderator/Admin melden

Hallo bunsi,

ich begrüße dich bei uns im Forum.

Zu deiner Frage wurde schon alles gesagt.

Ich hätte eine Frage an dich. Kannst du mir erklären, was du damit meintest ?

Zitat:
Alles was abprupt ist könnte auch die Gesamt-Lebenssituation durcheinander bringen,


Gruß von Annika
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Annika hat zum Thema: Hallo geschrieben
Michael1969
neuer Teilnehmer



Anmeldungsdatum: 17.09.2006
Beiträge: 133

BeitragVerfasst am: 07.10.2006, 18:43    Titel: Re: Kriegt man die Sucht denn los? Antworten mit Zitat Beitrag dem Moderator/Admin melden

Hallo Bunsi,

es soll Menschen geben die es alleine schaffen. Aber warum willst du auf einen Höllentrip, wenn du es einfacher und vor allem sicherer haben kannst?

Und ob du "nur" Bier und/oder Wein trinkst und (noch) keinen Schnaps trinkst (brauchst) ist völlig egal. Es kommt nur auf die Menge reinen Alkohol an. Ob du dir die Menge mit Bier oder mit Schnaps antrinkst ist nebensächlich.

Wie schon geschrieben wurde. Entgiftung bitte unter ärztlicher/stationärer Kontrolle. Wenn du dich stark genug fühlst es ohne weitere Hilfe alleine zu schaffen, dann kannst du das natürlich versuchen. Ob es gelingt wird sich zeigen. Hilfe und Unterstützung findest du auch hier bei uns.

Machs gut.
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Michael1969 hat zum Thema: Re: Kriegt man die Sucht denn los? geschrieben
esgehtanders
aktiver Teilnehmer


Geschlecht: Geschlecht:Männlich
Anmeldungsdatum: 24.09.2006
Beiträge: 670

BeitragVerfasst am: 07.10.2006, 21:41    Titel: Re: Kriegt man die Sucht denn los? Antworten mit Zitat Beitrag dem Moderator/Admin melden

hallo bunsi,
michael hat´s auf den Punkt gebracht: "Höllentrip"; ich hab das durchgemacht, nimm lieber die einfachere, sicherere Variante!
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esgehtanders hat zum Thema: Re: Kriegt man die Sucht denn los? geschrieben
bunsi
neuer Teilnehmer


Geschlecht: Geschlecht:Weiblich
Anmeldungsdatum: 07.10.2006
Beiträge: 3

BeitragVerfasst am: 11.10.2006, 17:47    Titel: Re: Kriegt man die Sucht denn los? Antworten mit Zitat Beitrag dem Moderator/Admin melden

Danke für eure Antworten!

Ich habe bereits einige Beiträge gelesen, und dabei festgestellt, dass viele ihre Abhängigkeit der Familie/ihren Angehörigen gegenüber nicht zugeben möchten.

Ich bin heute morgens aufgewacht und hatte einen gewaltigen Kater. Mein regelmässiger Ablauf ist dann der übrige: ein paar Dosen Bier, und es geht mir besser. Dann folgen weitere Bierdosen und Abends bin ich wieder voll. So richtig besoffen werde ich natürlich nicht mehr, da sich mein Körper bereits an den Alk gewöhnt hat, trotzdem fühle ich mich nicht mehr wohl. (Gewichtszunahme von 60 auf 87 kg).

Auchmir fällt das schwer. Keiner weis von meiner Alkoholkrankheit, wir haben aber regelmässig Anlässe, bei denen getrunken wird. Jeder fragt, ob man ein gutes Glas Wein oder sogar Chmpagner haebn möchte. Natürlich kann ich da nicht NEIN sagen. Im Gegenteil, ich schenke mir still und leise nach! Somit bemerkt ja niemand, dass ich die Flasche Wein oder Champagner allein konsumiert habe. Dadurch, dass meine Toleranzgrenze so hoch ist, fällt auch keinem auf, dass ich ziemlich dicht bin.

Wenn ich dann Abends heim komme trinke ich zu Hause weiter. Soweit, bis ich schlafen kann und "genug habe".

Ausserdem geht es mir teilweise auch so, dass ich gesellschaftliche Anlässe oft nicht wahrnehmen kann, weil ich ganz einfach zu betrunken bin und mir auch denke, daheim da kann ich iun Unmengen ALkohol in mich reinschütten, aber "dort" geht das ja nicht, also bleibe ich besser daheim.

Ich möchte mich nochmals für eure hilfreichen Antworten recht herzlich bedanken! Weiters habe ich erkannt, dass ich ein ernstenes Problem habe und auf jeden Fall in eine Entzugsanstalt gehen muss. Ich habe auch schon alles genau geplant: ich werde Urlaub nehmen, somit weis auch keiner, wo ich wirklich bin. Habe allerdings grosse Angst vor diesem Schritt. Ich meine, die Ärzte und Schwestern, die werden sich bestimmt denken... noch so ein Junkie... der sein Leben nicht auf die Reihe bekommt.

Wie ausch schon viele schrieben, ergeht es mir genauso. dass ich mir wünsche, wieder ein "normales" Leben führen zu können. Sport zu betreiben, Freunde zu treffen, Abends wegzugehen - ohne der Angst von der Polizei aufgehalten zu werden - usw.....

Hoffentlich habe ich den Mut dazu, diesen Schritt auch wirklich durchzuziehen.

Wie geht es einem Nach dem Entzug? Darf man dann wirklich keinen Tropfen mehr anrühren? Ich wäre hgerne so wie meine Freunde, die gesellschaftlichen Alkoholkonsum praktizieren und nach 2 Gläsern Sekt sagen: danke, ich habe genug, ich werde daheim gut schlafen.

Geht das?

Eure Bunsi
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bunsi hat zum Thema: Re: Kriegt man die Sucht denn los? geschrieben

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