| Gelegentlicher Konsum - körperliche Schäden? • Genetisch bedingte Süchte |
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Peanuts neuer Teilnehmer
Geschlecht:  Anmeldungsdatum: 27.10.2006 Beiträge: 9 Wohnort: Gummersbach
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Verfasst am: 14.11.2006, 05:00 Titel: Re: Genetische Veranlagung? |
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Das ist auf jeden Fall richtig, dass man, wenn es in der Familie alkoholkranke Menschen gibt, seinen Kindern die Gefahr, süchtig zu werden, anders nahebringen muss, als wenn es was wäre, das man nur "vom hörensagen" oder nur von anderen Leuten kennt.
So habe auch ich mit der Erfahrung, einen alkoholsüchtigen (und seit 32 Jahren trockenen) Mann zu haben,die jugendlichen (üblichen) Saufeskapaden unserer drei Kinder - und dem Wissen, dass es eventuell erbliche Veranlagung und nicht so sehr durch Vorbilder geprägtes Verhaltensmuster ist, - mit viel wachsameren Augen beobachtet.
Mein Mann war zwar darüber nicht begeistert, aber ich fand es notwendig, den Kindern zu dem Zeitpunkt von der längst besiegten Sucht ihres Vaters zu erzählen, damit sie verstehen, dass es nicht nur einfach die Besorgnis von überbehütenden Eltern ist.
Vermutlich haben zumindest unsere Söhne auch andere Drogen mal ausprobiert, der Ältere ist - leider - mit 19 an Cannabis hängengeblieben und später dann auch an Pilzen und Speed und was weiß ich alles, ist jetzt mit 31 dabei, sein Leben wieder in die Spur zu bringen. Was da genetisch bedingt ist oder nicht, kann ich natürlich nicht sagen.
Der Jüngere, der zwischen 17 und 20 gelegentlich tüchtig über die Stränge geschlagen hat, was Alkohol betrifft, hat sich Anfang der 20er urplötzlich gefangen, ist richtig solide geworden und hat sogar aufgehört, zu rauchen, liegt genetisch rein optisch schon eher der mütterlichen Linie nahe.
Und unsere Tochter - damit hätte ich nie gerechnet, als sie noch kleiner war - war die Einzige, bei der es im Nachhinein notwendig und sinnvoll war, dass sie über die genetische Gefährdung nachdenken musste.
Sie ist jetzt knapp 26, hat zwischen 17 und 20 ganz eindeutig bewiesen, dass sie, was Alkohol betrifft, kein Maß kennt und dass sie zum Problemtrinken neigt.Und in dem Fall kann ich ganz sicher behaupten, dass es kein anglerntes Verhaltensmuster sein kann.
Sie ist nicht süchtig geworden, Gott sei's gedankt, aber das führe ich nicht zuletzt darauf zurück, dass ich ihr einmal Genaueres darüber erzählt habe, wie es mir in unseren ersten beiden Ehejahren mit ihrem Vater ergangen ist und wie schlimm es für uns alle beide war, bis er nach zwei Entgiftungen und viel, viel Leid und Elend endlich seine Sucht in den Griff bekommen hat.
Alkoholsucht in der Familie ist natürlich ein Tabuthema, mein Mann fand es garnicht gut, nach all den Jahren nochmal " seine längst vergangenen Jugendsünden" ans Tageslicht gezerrt zu sehen, aber ich glaube, es ist sehr wichtig, es seinen Kindern bewusst zu machen, wenn sie gefährdeter sind, als andere. Man kann dem Schicksal vielleicht nicht mit hundertprozentiger Zuverlässigkeit ins Handwerk pfuschen, - das hat mir unser Ältester beigebracht, aber einige unserer Kinder können durch Bewusstmachung vielleicht doch vor Schaden bewahrt werden. |
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| Peanuts hat zum Thema: Re: Genetische Veranlagung? geschrieben
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michiMAC neuer Teilnehmer
Anmeldungsdatum: 31.10.2006 Beiträge: 5
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Verfasst am: 25.11.2006, 19:51 Titel: Re: Genetische Veranlagung? |
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Hallo an alle Fragenden!
Vererbung ist das eine und abschauen was die Eltern/Vorbilder machen das andere. Wichtig ist zu akzeptieren das man Alkoholkrank ist und eine eigene Person ist, die für sich selbst verantwortlich ist. Hört sich hart an doch netteres weiß ich nicht zu sagen.
Die Wege in ein abstinentes Leben sind so verschieden wie die Menschen sind, da kann man nicht sagen das ist Richtig oder das...
Mein Weg ist z.B. die ambulante Therapie, stehe auch erst am Anfang doch der stimmt für mich. was die Zukunft bringt weiß ich auch nicht doch mit Menschen die das gleiche Problem haben in direktem Kontakt zu treten ist nicht aufzuwiegen mit einem Forum! Schon alleine das du seltenst einen sofortigen Ansprechpartner hast wenn du wieder mal so weit bist was trinken zu wollen. selbst wenn dir jemand schreibt, da ist er nicht. In einer Selbsthilfegruppe ist das echt etwas anderes, der persönliche Umgang ist da!
Der Schritt in eine Selbsthilfegruppe zu gehen ist nicht einfach aber der zweite, nach und plus Foren, um sich helfen zu lassen!
So wie wir Schritt für Schritt in die Abhänigkeit gelangt sind so müssen wir auch Schritt weise hinaus!
Kluge Worte und keinem nützt es was? So habe ich auch gedacht, vor allem weil ich sehr ungeduldig bin und immer gleich wissen will was passiert.
Mir persönlich bringt es jetzt weiter, dass ich mich für eine ambulante Therapie entschlossen habe aber zusätzlich meine Selbsthilfegruppe besuchen möchte, weil die waren ja auch für mich da und ich für sie und so etwas werfe ich nicht weg!
Habe mich hier schon mal vorgestellt und möchte das nicht wiederholen!
Foren sind ein guter Weg um sich den Problemen zu stellen die man hat! Helfen kannst du dir nur selber!
Das glaube ich, und ich habe eine Vision.
Meine Vision: aus der heutigen Perspektive: ich möchte
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| michiMAC hat zum Thema: Re: Genetische Veranlagung? geschrieben
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Karsten Administrator

Geschlecht:  Anmeldungsdatum: 04.11.2004 Beiträge: 32810 Alter: 49 Wohnort: Eberswalde
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Verfasst am: 25.11.2006, 20:41 Titel: Re: Genetische Veranlagung? |
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Hallo michiMAC
dann wünsche ich Dir viel Glück auf Deinen Weg und viel Erfolg in der Therapie und mit Deiner realen SHG. |
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| Karsten hat zum Thema: Re: Genetische Veranlagung? geschrieben
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hanswester neuer Teilnehmer
Geschlecht:  Anmeldungsdatum: 27.11.2006 Beiträge: 7 Wohnort: Mülheim Ruhr
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Verfasst am: 01.12.2006, 13:43 Titel: Re: Genetische Veranlagung? |
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Die Fachwelt spricht von den multiplen Gründen für eine Suchterkrankung, also es sind immer mehrere Gründe die dazu führen wenn jemand abhängig wird. Genetisch gibt es ( beweisbar ) eine Disposition ( Empfänglichkeit, Anfälligkeit ). Da jeder sicher schon mal gehört hat das es eine körperliche Abhängigkeit und eine psychische Abhängigkeit gibt wird auch deutlich das die Gründe vielfältig sind. Sicher ist z.B. ( aus sozialer Sicht betrachtet )das es sich in einem sehr ausgeprägtem Masse um so etwas wie erlerntes Fehlverhalten handelt. Wenn also der Großvater trank "erlernte" der Vater und dann das Kind den mißbräuchlichen Gebrauch von Alkohol. Das muss aber nicht stattfinden da es auch Kinder gibt die dieses Verhalten von Eltern so anwiedert dass sie zeitlebens Alkohol meiden.
Ich entschuldige mich ausdrücklich falls der Versuch der Erklärung noch mehr Fragen aufwirft. Ich habe versucht sehr komplizierte Vorgänge verständlich auszudrücken was .  |
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| hanswester hat zum Thema: Re: Genetische Veranlagung? geschrieben
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pjal neuer Teilnehmer
Geschlecht:  Anmeldungsdatum: 30.12.2006 Beiträge: 30 Wohnort: Münster-Westfalen
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Verfasst am: 31.12.2006, 21:52 Titel: Re: Genetische Veranlagung? |
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nabbend!
soviel ich weiß kann eine veranlagung für suchtkrankheiten vererbt werden.aber wie auch bei anderen veranlagungen bräuchte es zum ausbruch der krankheit andere faktoren.und daher denke ich,das prägung in der kindheit sowie die weiteren umstände des lebenslaufes dazu beitragen welchen weg ein mensch geht!
da gibt es ja auch leuete,wo die ganze familie getrunken hat,die schlimmes durchmachen mußten und trotzdem völlig fit sind,keine alkoholiker werden!also ein sehr vielschichtiges thema.
Guten rutsch und frohes neues jahr
pjal |
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| pjal hat zum Thema: Re: Genetische Veranlagung? geschrieben
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sina63 neuer Teilnehmer
Geschlecht:  Anmeldungsdatum: 05.05.2007 Beiträge: 12 Wohnort: NRW
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Verfasst am: 05.05.2007, 13:05 Titel: Re: Genetische Veranlagung? |
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Hallo pjal,
wie in den vorherigen Beiträgen erwähnt, spiele mehere Faktoren immer zusammen. Wenn Streit z.B. nur geschlichtet werden kann, wenn ich mir einen kippe, um ruhiger zu weden, muss ich lernen, welche anderen Lösungen es dafür gibt. Klar kenne ich keine andere Lösung als die, die in meiner Herkunftsfamilie praktiziert werden / wurden. Wenn ich unangenehme Gefühle nicht zeigen oder zulassen will, muss ich diese auch betäubten.
Es geht aber auch anders!!!
Anfangs verdammt schwer auszuhalten, aber dann kann jeder stolz sein, es geschafft zu haben. Du lernst im Laufe der Zeit - (das dauert und brauch Geduld!!!!!) anderes mit bestimmten Situationen umzugehen, die du als belastend empfindest und betäuben musstest.
Für mich ist es heute noch wichtig abzugleichen, ob dass, was ich gerade empfinde, tatsächlich z.B. eine Kränkung ist, ob mein Gegenüber mich verletzen wollt oder . . . ob ich es mal wieder sehr eng sehe, es ganz anders gemeint war, die tatsächliche Aussage gar nicht meiner Interpredation entspricht, . . .
Kopf hoch, es ist zu schaffen, denn jeder trägt auch Stärken in sich, die über den Berg helfen!!! |
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| sina63 hat zum Thema: Re: Genetische Veranlagung? geschrieben
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