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Mein erster Versuch

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Ich bin noch hier...   •    meine eltern trinken  
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Bambi
neuer Teilnehmer


Geschlecht: Geschlecht:Weiblich
Anmeldungsdatum: 03.10.2006
Beiträge: 17
Wohnort: Bergstrasse

BeitragVerfasst am: 08.10.2006, 09:36    Titel: Re: Antworten mit Zitat Beitrag dem Moderator/Admin melden

Hallo Erik, komme nun doch nicht daran vorbei mich zu deinen Aussagen zu äußern. Möchte ungern wiederholen worauf alle dich schon hingewiesen haben; ist auch nicht der Grund meines Beitrages. Da ich - bis auf die letzten Wochen vor meiner Therapie - nie regelmäßig getrunken habe, hatte ich auch keine Entzugserscheinungen, kann also da kaum mitreden.

Bei mir schrillen die Alarmglocken an ganz anderer Stelle: Medikamente! Ich habe meinen Einstieg in die Sucht hauptsächlich mit Medikamenten gemacht und da ging es mir oft mehr als dreckig wenn ich wieder langsam zu mir kam. Als meine Mutter mit mir deshalb zum Arzt ging bekam ich Medikamente verordnet - wenn ich heute drüber nachdenke.... Habe damals lange Zeit garnichts getrunken. War ja auch nicht nötig, ich hatte ja einen Ersatz. Die Gefahr des Umstieges von einem Suchtmittel zum anderen ist unheimlich groß und wer sie unterschätzt liegt schneller am Boden als er gucken kann.

Heute - nach 18 Jahren Abstinenz - habe ich vor Medikamenten immer noch einen fast größeren Respekt als vor Alkohol. Das rührt daher, dass ich auf Alkohol problemlos verzichten kann, den brauch ich nicht zum Leben. Bei Med. ist das anders; es gibt immer Situationen in denen ich wegen Krankheit Med. nehmen muß und damit hab ich von der Psyche her immer wieder große Schwierigkeiten. Es ist nicht die Angst rückfällig zu werden die mich dann umtreibt sondern die Angst, was mit mir passiert und das etwas passiert, auf das ich keinen Einfluß habe.

Was deine sonstige Einstellung angeht: Ich bin jahrelang in Ber.-Stelle, SHG usw. gewesen und war so distandziert wie du. Hab gedacht ich krieg das alleine hin, kann meiner Umwelt was vormachen usw... Die Erkenntnis das Sucht etwas ist, was nicht ich im Griff habe sondern was mich im Griff hat und das ich mit all meinem Willen und meinen guten Vorsätzen nicht bekämpfen kann, hat verd... weh getan. Sie hat mir aber auch die Möglichkeit eröffnet endlich ehrlich zu sein und nüchtern zu werden.

Mach die Augen auf und du wirst merken, dass du deiner Umwelt nix vormachen kannst - die wissen meist früher als wir was los ist. Wünsch dir trotzdem weiterhin eine nüchterne Zeit. Bambi
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Bambi hat zum Thema: Re: geschrieben
anni
neuer Teilnehmer


Geschlecht: Geschlecht:Weiblich
Anmeldungsdatum: 15.09.2006
Beiträge: 121
Wohnort: Hamburg

BeitragVerfasst am: 08.10.2006, 10:28    Titel: Re: Mein erster Versuch Antworten mit Zitat Beitrag dem Moderator/Admin melden

An Erik und Bunsi,

ich mach's kurz (seit 3 Wochen trocken): langsam 'runtertrinken' ging gar nicht, und der Entzug in der Klinik war genau das richtige. Habe es bis heute nicht einen Tag bereut. Und das ich meinem Partner gegenüber reinen Tisch gemacht habe, hilft mir jeden Tag!

Anni
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anni hat zum Thema: Re: Mein erster Versuch geschrieben
ErikL
neuer Teilnehmer


Geschlecht: Geschlecht:Männlich
Anmeldungsdatum: 04.10.2006
Beiträge: 98
Alter: 45

BeitragVerfasst am: 08.10.2006, 12:47    Titel: Re: Mein erster Versuch Antworten mit Zitat Beitrag dem Moderator/Admin melden

Vielen Dank für eure Antworten. Um es kurz zu machen: habe gesternabend nichts getrunken und heute Tag 5 nüchtern und ohne Kater angefangen.

Wir (meine Frau und ich) waren gestern sogar zum Kegeln eingeladen. Als ich ankündigte, daß ich nichts trinken werde, wollte meine Frau sogar auf mich einreden, ich könnte ja ein Gläschen trinken um die Stimmung nicht zu vermiesen.

Darauf antwortete ich: ICH HABE DIE LETZTEN 10 JAHRE JEDEN ABEND GESOFFEN UND MÖCHTE EINFACH NICHT MEHR!

Der Abend verlief wie immer, nur war ich der einzige nüchterne und es hat trotzdem spaß gemacht. Nur als die Kegelbrüder zu später Stunde ziemlich wirres Zeug redeten, wollte ich nur nach Hause. Nicht weil ich Lust auf Alk hatte sondern weil die Gespräche mich langweilten.

Nach den ganzen Antworten und Threads die ich gelesen habe, habe ich den Eindruk gewonnen, daß es verschiedene Stufen des Alkoholismus gibt.

Ich hatte zb. NIE Abstürze, konnte an jeden Abend aufhören zu trinken ohne alles leerzusaufen und habe morgens oder tagsüber nicht getrunken. Auch bin ich noch nie besoffen Auto gefahren.
Ich ging, zwar lustlos, meinen Job nach und habe eine noch intakte Ehe. Obwohl ich selbst finde, daß ich aufgrund meiner PC Zockerei abends die Familie vernachlässige.

Vielleicht würde ich viel mehr kaput machen, wenn ich von heute auf morgen alles beichte und die Firma in Gefahr bringe weil ich in Kur gehe.

Das es viele Menschen gibt die ohne Kur es nicht schaffen weil sie Ehe, Job, Führerschein unsw. verloren habe ist mir klar.

Doch vielleicht gibt es ja so eine Art "Grauzone" die man nicht sofort aus dem Verkehr ziehen muss...

Ich freue mich auf den 5. Tag ohne Alkohol und auf den Tripp mit meiner Familie morgen zum Freizeitpark.
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ErikL hat zum Thema: Re: Mein erster Versuch geschrieben
Karsten
Administrator
Administrator


Geschlecht: Geschlecht:Männlich
Anmeldungsdatum: 04.11.2004
Beiträge: 32810
Alter: 49
Wohnort: Eberswalde

BeitragVerfasst am: 08.10.2006, 12:53    Titel: Re: Mein erster Versuch Antworten mit Zitat Beitrag dem Moderator/Admin melden

Hallo ErikL

Du hast meiner Meinung nach nichts begriffen.
Der Thread hier ist nun schon mittlerweile 6 Seiten lang.
Du machst eh was Du willst. Die Frage nach der Grauzone ist genau der Gedanke, der Deine Hintertür sein wird.
Du willst heimlich trocken werden. Du gehst auf Veranstaltungen, die ein hohes Risiko darstellen und und und.

Ich denke, da Du unsere Erfahrungen nicht möchtest, brauchst Du auch nichts über Deinen Versuch zur Nüchternheit hier zu schreiben, der andere Leser nur auf falsche Gedanken bringt.
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Karsten hat zum Thema: Re: Mein erster Versuch geschrieben
Annika
sehr aktiver Teilnehmer


Geschlecht: Geschlecht:Weiblich
Anmeldungsdatum: 05.12.2005
Beiträge: 3847
Wohnort: NRW

BeitragVerfasst am: 08.10.2006, 17:22    Titel: re Antworten mit Zitat Beitrag dem Moderator/Admin melden

Hallo Eric,

dieser Satz wäre mir bei Saufdruck sehr gelegen gekommen, aber zum Glück habe ich einen Ehemann, mit dem ich nicht mehr verheiratet wäre, wenn ich ihm nicht mein ganzes Leben anvertrauen könnte.

Und dazu gehört auch, dass ich Alkoholikerin bin.

Zitat:
Als ich ankündigte, daß ich nichts trinken werde, wollte meine Frau sogar auf mich einreden, ich könnte ja ein Gläschen trinken um die Stimmung nicht zu vermiesen.


Gruß Annika
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Annika hat zum Thema: re geschrieben
Bambi
neuer Teilnehmer


Geschlecht: Geschlecht:Weiblich
Anmeldungsdatum: 03.10.2006
Beiträge: 17
Wohnort: Bergstrasse

BeitragVerfasst am: 08.10.2006, 19:27    Titel: Re: Antworten mit Zitat Beitrag dem Moderator/Admin melden

Hallo Erik,

wünsche dir wirklich nur gutes, befürchte aber, dass dich das wirkliche Leben über kurz oder lang einholen wird. Es gibt keine Grauzonen o.ä. und aus dem Verkehr ziehen muß man auch niemanden. Finde solche Aussagen anmaßend und arrogant. Außerdem zeigen sie mir, dass du die Beiträge maximal überfliegst, keinesfalls aber darüber nachdenkst. Schade - so vertut man Chancen.

Wenn ich deine Mentalität hätte würde ich wahrscheinlich heute noch trinken. Wie bereits gesagt: Hatte meine Familie noch, meine Arbeit, meine Freunde, meine Wohnung - warum denn aufhören zu trinken? Hatte noch nicht mal Entzugserscheinungen.

Hast du auch nur eine blasse Ahnung, wie schnell sich so etwas ändern kann? Wie schnell dein Körper oder auch deine Psyche kaputt gehen kann? Wenn nicht - und davon gehe ich aus - dann solltest du dich mal umsehen/-hören und aufmerksam lesen. Das ist kein Prozess der über Jahre geht, das kann von einem auf den anderen Tag kippen und dann hast du ein echtes Problem. Im Moment hab ich den Eindruck dir ging es eigentlich noch ganz gut.

Auch wenn du es nicht hören magst; ich befürchte, wenn du nichts weiter tust außer nicht mehr trinken, wird dies nicht lange gut gehen. Trotzdem viel Glück auf deinem Weg.

Bambi
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Bambi hat zum Thema: Re: geschrieben
ErikL
neuer Teilnehmer


Geschlecht: Geschlecht:Männlich
Anmeldungsdatum: 04.10.2006
Beiträge: 98
Alter: 45

BeitragVerfasst am: 17.10.2006, 16:12    Titel: Re: Mein erster Versuch Antworten mit Zitat Beitrag dem Moderator/Admin melden

Tag zusammen,

ich wollte mich nur mal kurz melden um zu zeigen, daß es mich noch gibt. Es ist mitllerweile Tag 12 oder 13 (zählen mach ich inzwischen nicht mehr) und ich bin immer noch nüchtern.

Ich habe sogar einige Situationen, wo ich in der Vergangenheit garantiert zu Alk gegriffen hätte, überstanden ohne rückfällig zu werden.

Vom ersparten Geld habe ich mir heute eine Kleinigkeit gekauft. (ca. 10 Tage mal 6€ für Wein = 60€ für mich) Komisch, früher nie drüber nachgedacht wie teuer mein "Hobby" war...

Ich schlafe jede nach tief und fest (noch nie so häufig geträumt) und es ist schön jeden morgen festzustellen, wie schnell das Gehirn wieder arbeiten kann.

Ich würde gerne mal wissen, wieviel Alkohol (promille) ich früher am Abend im Blut hatte nach 1,5liter Weißwein (12,5%) Wie kann man sowas ausrechnen?
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ErikL hat zum Thema: Re: Mein erster Versuch geschrieben
dorothea
Moderatorin
Moderatorin


Geschlecht: Geschlecht:Weiblich
Anmeldungsdatum: 26.08.2006
Beiträge: 7472
Alter: 48
Wohnort: Salzgitter

BeitragVerfasst am: 17.10.2006, 17:25    Titel: Re: Mein erster Versuch Antworten mit Zitat Beitrag dem Moderator/Admin melden

hallo erik

schön das es dir gut geht, und schön das du dich wieder meldest, zu deiner frage da findest du was unter promillerechner.de.

gruß doro
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dorothea hat zum Thema: Re: Mein erster Versuch geschrieben

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