Dil neuer Teilnehmer
Geschlecht:  Anmeldungsdatum: 07.10.2006 Beiträge: 39
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Verfasst am: 14.10.2006, 17:34 Titel: Re: Was genau heisst Co-abhängig sein? |
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Hallo alle zusammen,
tja, anscheinend sind wir hier mehr oder weniger alle co-abhaengig. Das ist aber kein Wunder und erst recht keine Schande, dafuer braucht sich keiner zu schaemen, das ist anscheinend eine relativ natuerliche Konsequenz dessen ist, was wir alle erlebt haben. Ich meine, es ist nur wichtig, dies zu erkennen und entweder alleine (geht das? ich weiss es nicht) oder mit Hilfe dagegen vorzugehen. Und dazu gehoert, sich von alten Mustern freizumachen (z. B. immer alles unter Kontrolle haben zu wollen, anderen immer nur helfen zu wollen anstatt sich selber auch mal in den Mittelpunkt zu stellen usw.).
Und dazu gehoert mit Sicherheit auch, wenn es sein muss, sein altes Umfeld zu verlassen, um sich einfach selber zu finden. Ich glaube, erst wenn man sich selber wirklich annimmt und liebt, kann man auch andere Menschen annehmen/akzeptieren und wirklich lieben.
Und wenn es das ist, dass Fabienne lieber als Tauchlehrerin arbeiten will, dann mach es. Hauptsache, Du tust Dinge, die Dich wirklich gluecklich machen. Ob dieser Beruf auch in Richtung co-Abhängigkeit geht, kann ich nicht wirklich beurteilen. Vielleicht schon ein bisschen, weil man ja auch wieder alles Kontrolle haben will/muss (!!!). Aber wo ist der Anfang dieses Kontrollverhaltens und wo ist das Ende???
Was ich jedenfalls in Euren Beitraegen sehr interessant finde ist die Wahl Eurer Partner. Dies kommt aus meiner Sicht eindeutig aus der Co-Abhängigkeit heraus. Auch ich habe einen Freund, der nach meiner Meinung sehr unselbstaendig im Leben ist. Er ist nicht suechtig, sondern einfach nur sehr unerfahren, manchmal komme ich mir vor wie seine Mutter...
Aber was ich deutlich lesen kann ist, dass wir erkennen, welche Partner/Lebenssituationen wir gewaehlt haben. Und das ist doch schon mal ein guter Schritt, oder? Der naechste muesste (wenn das so einfach waere...) dann eigentlich sein, dass WIR uns in der Partnerschaft/Lebenssituation veraendern. Und wenn es nur kleine Schritte sind, dann sind es eben nur kleine Schritte, aber immerhin ein Anfang.
Und dem Parnter keinen Alkohol mehr zu kaufen heisst auch nicht, ihn zu vernachlaessigen, sondern genau das Gegenteil. Es geht auch nicht darum, dem Alkoholiker ein gutes Leben zu gestalten, sondern wir muessen UNS ein gutes Leben gestalten. Und wenn dazu gehoert, dass wir unsere nassen Partner verlassen, weil wir es nicht mehr aushalten, mit dieser Situation umzugehen, dann ist es halt so. Wir muessen lernen, uns gegenueber einen gesunden Egoismus an den Tag zu legen. Dass dies der kranke Partner in aller Regel anders sieht, ist wohl leider Teil seiner Krankheit.
Schoenen Samstag noch Euch allen
Liebe Gruesse
Dil |
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Fabienne neuer Teilnehmer
Geschlecht:  Anmeldungsdatum: 26.09.2006 Beiträge: 43 Alter: 33 Wohnort: Ägypten
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Verfasst am: 14.10.2006, 23:58 Titel: Re: Was genau heisst Co-abhängig sein? |
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Danke euch beiden, dass ihr mir Mut zu sprecht den Schritt zu tun. Ich glaube es ist das Richtige. Ich glaube auch nicht, dass mein neuer Beruf mich co-abhängig macht. Zu viele Faktoren spielen da mit, die ich eben nicht kontrollieren kann. Da heisst es dann einfach kühlen Kopf bewahren und sein bestes geben.
Ich denke auch, dass man einen gesunden Egoismus entwickeln muss. Co-abhängigkeit hilft dem Abhängigen wohl nur wenig, also kann gesunder Egoismus doch nur helfen...
Ich wünsche euch allen, dass ihr die Kraft dazu kriegt dies zu tun.
Peter.Pan warum solltest du nerven? Wir sind doch hier um Erfahrungen mit beiden Parteien zu machen. Ich finde es sehr aufschlussreich zu erfahren, was im Innern eines Abhängigen vorgeht. So fange ich an meinen Vater etwas zu verstehen. Seine Taten, sein Gerede, sein Verhalten. Und kann lernen richtig damit umzugehen, damit am schluss allen geholfen wird *hoff*! |
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