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Nächste Phase.....!?

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Vater Alkoholkrank   •    @Skye  
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Skye
Gast






BeitragVerfasst am: 29.09.2006, 23:21    Titel: Nächste Phase.....!? Antworten mit Zitat Beitrag dem Moderator/Admin melden

Hallo zusammen,

ich bin gefrustet, verletzt, traurig und ärgerlich, alles auf einmal. Aber am besten fange ich von vorne an.

Am Montag rief mich meine Mutter an mit der Bitte im Laufe der Woche bei ihr vorbei zu schauen und ihr die Haare zu schneiden. Zur Zeit sieht es wohl so aus, dass sie am Wochenende, wenn mein Vater zu Hause ist, nichts trinkt. Manchmal schafft sie es auch noch bis Montag und sogar Dienstag. Montag war so ein nüchterner Tag, also habe ich für Freitag zugesagt, mit der Einschränkung mich Donnerstag zu melden und ihr die genaue Zeit zu sagen, weil ich noch nicht wusste, wie lange ich arbeiten muß. An einem anderen Tag konnte ich nicht, aber sie meinte es wäre in Ordnung.
An die Voraussetzung, daß sie nüchtern sein muß, wenn sie etwas von mir möchte habe ich nicht mehr extra erinnert. Ich wollte ihr nicht gleich unterstellen, dass sie es doch nicht schafft eine Woche nicht zu trinken, auch wenn meine Erfahrung nun leider eine andere ist. Außerdem habe ich ihr das mehr als deutlich gemacht und sie hat es wohl auch verstanden. Freitag war ja auch in Ordnung, also gut...

Nun, es kam wie ich trotzdem befürchtet hatte, sie hatte gestern Abend als ich anrief schon wieder reichlich getrunken. Also habe ich nur gesagt wann ich heute komme wollte und das ich direkt und unverrichteter Dinge wieder gehe, wenn sie nicht nüchtern ist. Ist o.k., ich hab’s notiert war ihr Antwort. Nun gut….
Danach habe ich mir von ihr noch meinen Vater geben lassen, um einfach mit ihm noch ein paar Worte zu wechseln und mich nach ihm zu erkundigen. Irgendwie kam das Gespräch dann auch auf meinen geplanten Besuch heute und die Voraussetzung dafür. Dann brach das Gewitter über mich herein. Wenn ich etwas abmachen würde, hätte ich mich auch daran zu halten. Was ich denn erwarten würde, wenn ich solche Bedingungen stelle. Ich wüsste doch ganz genau, dass ich sie damit unter Druck setzen würde, da könnte sie doch gar nicht anders als trinken. Damit müsste ich doch dann geradezu rechnen… Geschockt So ging es noch eine Weile weiter. Auf meine Frage ob ich jetzt Schuld wäre, dass sie trinkt, bekam ich nur als Antwort, so würde ich ihr nicht helfen, Druck würde gar nichts bringen. Ich habe meine Frage nochmals wiederholt und erhielt gar keine Antwort mehr darauf. Nun das ist in diesem Fall auch eine…… Geschockt
Unser Gespräch endete mit seinen Worte: „Was rede ich überhaupt, Du beharrst ja ohnehin stur auf Deiner Meinung…. „
Danke! Dito!

Ich weiß, dass ich nicht Schuld bin, dass sie trinkt. Und trotzdem….. wie schrieb Kaltblut so treffend…. und plötzlich werden wir wieder da aufgestellt, wo wir nicht mehr hinwollten. Nun dieses Schuldgefühl habe ich ganz gut in den Griff bekommen, nachdem ich mich etwas beruhigt und mich wieder nach vorne gerückt hatte. Nur ein kleiner Teufel sitzt immer noch in meinem Hinterkopf……

Ich hätte es ahnen, nein wissen müssen, dass es nicht auf Gegenliebe stößt wenn ich meine Funktion verweigere, die Truppen an der Front „Mutter“ verlasse. Und doch… hätte ich mir zumindest Akzeptanz meiner Position, wenn auch kein Verständnis gewünscht. Scheinbar wurde mir, ohne es zu ahnen, bisher nur ein kleiner Heimaturlaub von der Front gewährt, der jetzt wohl abgelaufen war.
Es hat mich verletzt so angegriffen zu werden von meinem eigenen Vater, mich macht diese Ignoranz meiner Gefühle, meiner Person so wütend, als wäre ich gar nicht wichtig, es macht mich traurig, ihn so hilflos zu sehen, sich selbst und ihr gegenüber.

Es ist nicht einfach aus diesem Kreislauf auszubrechen und manchmal tut es so verdammt weh……

Meine Mutter hat den Termin heute im Übrigen selbst abgesagt und auf „irgendwann“ nächste Woche verschoben, sie hätte etwas vor. Was sie vorhat habe ich ihrer Stimme beim ersten Wort angehört, ein Rendevouz mit der Flasche.

Ich bin gefrustet, verletzt, traurig, ärgerlich und ich habe Angst um sie.

Vielen Dank fürs zulesen.

Skye
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Skye hat zum Thema: Nächste Phase.....!? geschrieben
Peter.Pan
Gast






BeitragVerfasst am: 30.09.2006, 18:43    Titel: Re: Nächste Phase.....!? Antworten mit Zitat Beitrag dem Moderator/Admin melden

Hallo Skype,kann mir gut vorstellen das du gefrustest bist.Als trockener kann ich dir sagen,ich hab auch viel versprochen,nichts zu trinken,ist sehr schwer auch nur für einenTag,habs meistens auch unter Druck nicht geschafft. Ich finde es bedauerlich,das dein Vater dich nicht unterstützt,ich glaube er ist mit der Situtation am meisten überfordert.
Sie benötigen professionelle HIlfe.
Ich wünsch dir alles Gute,nicht depremiert sein und gibt nicht auf.

LG P.P.
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Peter.Pan hat zum Thema: Re: Nächste Phase.....!? geschrieben
Skye
Gast






BeitragVerfasst am: 30.09.2006, 23:47    Titel: Re: Nächste Phase.....!? Antworten mit Zitat Beitrag dem Moderator/Admin melden

Hallo Peter Pan,

Dank Dir. Ich bin fest entschlossen nicht aufzugeben, schließlich habe ich nur dieses Leben.

Es sind weniger die nicht gehaltenen Versprechen meiner Mutter die mir zusetzen. Da habe ich inzwischen eingesehen, dass ich die nicht glauben kann. Auch wenn ich ihr abnehme, dass sie gerne nicht mehr trinken möchte, sehe ich doch auch, daß sie (noch) nicht bereit ist, das auch in mit allen Konsequenzen durch zu ziehen. Wenn sie das äußert, freue ich mich einfach über ein paar nüchterne Tage bei ihr, weil ihr Körper dann kurzzeitig Ruhe hat. Nicht mehr und nicht weniger. Das sie dauerhaft trocken wird muß ich sehen, Versprechungen glaube ich da schon lange nicht mehr. Es tut auch nicht mehr weh, weil ich es nicht mehr als persönlichen Wortbruch nehme, sondern einfach als Zeichen ihrer Krankheit. Sie kennt meinen Standpunkt „Ich oder Alkohol“ und gut. Da bleibt mir nur abwarten und hoffen, dass sie noch rechtzeitig den Absprung schafft. Was mir meine Angst, dass der Alkohol sie umbringt zwar nicht nimmt, mich aber allgemein etwas ruhiger macht.

Was mich viel mehr verletzt hat, war der persönliche Angriff meines Vaters. Damit hatte ich nicht im Entferntesten gerechnet. Ich weiß um seine Hilflosigkeit und er bekommt mit Sicherheit mehr mit und ab, als ich in der Entfernung. Bei allem Verständnis dafür, muß er trotzdem seinen Frust nicht an mir auslassen.

Was die professionelle Hilfe angeht. Nun sie bekommt sie zurzeit wieder und kann sie (noch) nicht umsetzen. Er will sie erst gar nicht. Ich habe ihm vor einiger Zeit vorgeschlagen sich eine SHG zu suchen, damit auch er zumindest ein wenig Hilfe bekommt. Er meinte nur er wäre da anders als ich und bräuchte das nicht. Ich habe ihm aus meiner Gruppe ein wenig zu lesen mitgebracht. Was er sich auch durchgelesen, aber nur das raus gezogen hat, was ihn bestätigt. Die für ihn unangenehmen Dinge wurden „überlesen“. Wenn er keine Hilfe will, man kann sie ihm nicht aufzwingen. Es hat mich nur sehr wütend gemacht, dass ich stattdessen herhalten sollte.

----------------------------------------

Gerade aktuell ist meine Mutter am Donnerstag wieder gestürzt, wie ich heute Abend erfahren habe. Allerdings ist sie erst heute ins Krankenhaus, mit einem stark schmerzenden, dicken und blauen Auge. Nach ihren Worten hat sie es für mich getan. Mir wäre es lieber sie hätte es für sich getan, aber in diesem Fall war mir nur das Ergebnis, das sie überhaupt geht, wichtig. Auch habe ich wieder das Versprechen bekommen, dass jetzt endgültig Schluß sei mit Alkohol. Dieser Sturz hätte ihr endgültig die Augen geöffnet. Nun, ich werde sehen, es würde mich unendlich freuen, aber es wird auch keine Welt mehr für mich einstürzen, falls doch (noch) nicht Schluß ist.

Sie soll am Montag unterhalb des Auges am Knochen operiert werden, weil da wohl etwas abgesplittert ist. Sie wurde bis dahin nach Hause entlassen, also ist es zwar schlimm aber nicht lebensgefährlich. Das muß mir vorläufig reichen. Vielleicht an anderer Stelle mehr dazu. Ich muß mich erstmal sammeln, es wird mir alles etwas zuviel im Moment. Gerade habe ich das Gefühl wieder genau da zu stehen, wo ich schon vor einem Jahr stand und wo ich so dringend weg wollte.

Skye
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Skye hat zum Thema: Re: Nächste Phase.....!? geschrieben
Peter.Pan
Gast






BeitragVerfasst am: 01.10.2006, 06:30    Titel: Re: Nächste Phase.....!? Antworten mit Zitat Beitrag dem Moderator/Admin melden

Hi Skype,danke für deine Zeilen,bin gerade auf dem Weg zur Arbeit,wünsche dir alles gute und vielleicht jetzt eine einsichtige Mutter
LG P.P
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Peter.Pan hat zum Thema: Re: Nächste Phase.....!? geschrieben
kaltblut
sehr aktiver Teilnehmer


Geschlecht: Geschlecht:Männlich
Anmeldungsdatum: 20.06.2006
Beiträge: 4741
Alter: 53
Wohnort: beiM

BeitragVerfasst am: 01.10.2006, 15:47    Titel: Re: Nächste Phase.....!? Antworten mit Zitat Beitrag dem Moderator/Admin melden

Hi Skye,

Du bist an allem Schuld, und? Wenn ich Dich richtig verstanden habe, dann ging es Dir richtig gut, als Du Dich losgeeist hast, von Schuldgefühlen, Abhängigkeit und und und, das war wie frische Luft einatmen. Lass Dir nichts einreden, Du hast die einzig richtige Entscheidung getroffen, für Dich, auch wenn andere damit nicht einverstanden sind, es nicht können, weil sie selbst auf dem Pulverfass sitzen, das jeden Tag durch die kleinste Veränderung hochgehen kann.

Dein Vater kann es vielleicht nicht mehr verstehen, aber Du, wenn Du Dich gut fühlst, spürst was wichtig für Dich ist.
Einen Eimer Regenwasser abzukommen heißt nicht abzusaufen, Du gehst Deinen Weg. Es tut sicher sehr weh, aber stell Dir vor Du gingst nach Australien, Kanada oder Brasilien und kämst nur noch 1x im Jahr zu Weihnachten nach Hause, dann hättest Du den nötigen Abstand. Ich weiß, das ist weit hergeholt, aber es ist Dein gewählter Weg, der Dich zufrieden macht, bleibe dabei und wenn Du es kannst, unterstreiche Deine Stellung indem Du den auf unbestimmt verlegten Termin noch weiter verlegst. Angst, musst Du die wirklich haben, ändert sich etwas dadurch, nur bei Dir, Du wirst nicht schlafen und rumhüpfen wie aufgedreht. Denk einfach daran, dass Du nicht mehr frisch geschlüpft bist, sondern jetzt auf Deinen Beinen stehst, mit Deiner Meinung.

Sieh mal, nach dem Infarkt meiner Frau, stand bei mir alles still. Bis zu dem Tag, als ich akzeptierte, dass man auch mit Infarkt und Alk steinalt werden kann, muss nicht, kann aber. Sie wird sich freuen wenn Du kommst, geh nur wenn Du es zulassen kannst. Was Dir auch immer vorgehalten wird, es ist nicht mehr Dein Ding.

Viele Grüße und nach jedem Gewitter reißen die Wolken auch wieder auf kaltblut
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kaltblut hat zum Thema: Re: Nächste Phase.....!? geschrieben
Skye
Gast






BeitragVerfasst am: 01.10.2006, 18:08    Titel: Re: Nächste Phase.....!? Antworten mit Zitat Beitrag dem Moderator/Admin melden

Hallo Kaltblut!

Ich weiß, dass Du Recht hast mit allem was Du sagst. Ich sag’s mir ja selbst immer wieder. Es ist wie mit dem Teufelchen auf der einen und dem Engelchen auf der anderen Schulter. Ständig reden beide auf mich ein, meist ist das Engelchen lauter und hat immer die besseren Argumente, nur manchmal höre ich trotz besserem Wissen leider mehr auf das Teufelchen.

Danke, daß Du mir den Kopf wieder gerade gerückt hast. Es hat geholfen, er sitzt wieder da wo er hin gehört, noch nicht wieder vollkommen wackelfrei, aber nicht mehr so schief wie vorher. Ich blicke inzwischen schon wieder ein wenig zuversichtlicher nach vorn.

Eine guten Abend und ein schönen, erholsamen Urlaub wünscht

Skye
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Skye hat zum Thema: Re: Nächste Phase.....!? geschrieben
Skye
Gast






BeitragVerfasst am: 07.10.2006, 20:05    Titel: Re: Nächste Phase.....!? Antworten mit Zitat Beitrag dem Moderator/Admin melden

Hallo Forum,

ich frage mich wie schon so oft, wie tief ist tief.

Ich hatte ja bereits geschrieben, dass meine Mutter erneut gestürzt ist und operiert werden sollte. Nachdem die OP aufgrund von Aspirineinnahme und Terminschwierigkeiten ein paar Mal verschoben wurde, ist sie nun Donnerstag operiert worden. Die OP ist soweit gut und komplikationslos verlaufen. Die Blutergüsse im Gesicht sind auch schon erstaunlich gut abgeklungen. Sie wird bereits morgen entlassen, wie ich heute Morgen erfahren habe. Erst hatte es Montag oder Dienstag geheißen.

Die Ärzte haben ihr geraten weiter zu trinken, da die doppelte Belastung Entzug und Narkose zuviel für ihren Körper sein könnte. Wenn mein Vater, der bei der Vorbesprechung dabei war, mir das nicht bestätigt hätte, hätte ich es ihr nicht geglaubt, es als eine weitere Hintertür gesehen. Bis dahin hatte sie sich an ihre gemachte Aussage gehalten, danach gab’s allerdings kein Halten mehr. Bisher habe ich immer gedacht, es gäbe entsprechende Medikamente für solche Fälle. Nun ich denke es eigentlich immer noch, aber gut. Sie hat sich also einen Vorrat mit ins Krankenhaus genommen.

Trotzdem war sie gestern, als ich sie besucht habe, stocknüchtern. Ich hatte anderes erwartet und war schon darauf gefasst, auf der Schwelle um zu kehren. Es war ein richtig angenehmer Besuch, wir haben uns gut unterhalten, gelacht und sogar richtig Spaß gehabt. Es wäre schön so etwas für immer zu haben.
Für heute hatte ich mir gedacht wir könnten eine Runde ums Krankenhaus spazieren und das schöne Wetter bei einem Kaffee genießen. Aber es ist bei dem Gedanken geblieben, als ich kam sah ich das, was ich schon für gestern erwartet hatte. Sie hatte getrunken, reichlich. Mein Besuch hat keine 5 Minuten gedauert, ich habe ruhig mein Sprüchlein aufgesagt und bin gegangen ohne sie nennenswert zu begrüßen oder mich zu verabschieden. Etwas das mir immer noch sehr schwer fällt. Aber sie mit Fahne in den Arm nehmen kann ich nicht mehr.

Stattdessen habe ich eine Freundin auf einen Kaffee besucht. Sie kennt das gesamte Drama schon über Jahre und ich brauche nicht mehr viel zu sagen. Was zwar eine Ablenkung war, meine Stimmung aber auch nicht mehr wirklich retten konnte. Die Angst, daß sie den Absprung nicht mehr rechtzeitig schafft, bleibt mein Begleiter. Nach Tagen wie diesen umso mehr.

Was muß noch passieren, dass sie aufhört zu trinken? Das sie es wagt, das sie sieht, dass der Alkohol die Probleme nicht löst, sondern schafft. Ich versuche schon lange nicht mehr, diesen Kreislauf wirklich verstehen zu wollen. Es bringt meinen Verstand nur an seine Grenzen, ohne das es mir etwas bringt.
Ich frage mich aber weiter wie tief für sie tief ist. Gibt es überhaupt etwas, dass sie weckt? Ich hoffe und wünsche es mir weiter, denn die Hoffung stirbt zuletzt.

Skye
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Skye hat zum Thema: Re: Nächste Phase.....!? geschrieben
Skye
Gast






BeitragVerfasst am: 25.10.2006, 21:45    Titel: Re: Nächste Phase.....!? Antworten mit Zitat Beitrag dem Moderator/Admin melden

Hallo Forum,

heute habe ich zur Abwechslung einmal gute Nachrichten. Meine Mutter hat mich heute angerufen und mir gesagt, dass sie am Montag nochmals in die Entgiftung geht, ihre vierte. Morgen will sie sich die Überweisung beim Arzt holen und mein Vater wird sie Montag fahren. Wenn sie das bisher gesagt und in Angriff genommen hat, hat sie das auch immer durchgezogen. Also heißt es auf ein Neues am Montag und hoffen, dass es diesmal klick macht.

Diesmal ist es eine Klinik etwas weiter weg, so dass sie auch relativ auf sich allein gestellt sein wird. Zumindest was die Familie angeht. Ich finde das sehr positiv, dass sie es selbst so gewollt hat. Sie hat sich doch die letzten drei Male sehr auf meinen Vater und zum Teil auch auf mich fixiert und nicht so sehr auf sich selbst besonnen. Zumal die Klinik hier am Ort unter trockenen Betroffenen, Ärzten und Angehörigen inzwischen leider gleichermaßen den Ruf hat, dass die Leute meist kranker rauskommen als sie rein sind. So ist es in vieler Beziehung eine neue Chance.

Auch in Sachen Langzeittherapie ist sie richtig aktiv geworden. Bisher war das mehr halbherzig, so dass es eher aus Versehen damit geklappt hätte, denn wirklich gewollt. Auch das lässt mich hoffen.

Jetzt sitze ich hier, vollkommen wirr in der Birne, abwechselnd am weinen und am dämlich grinsen. Natürlich freue ich mich wahnsinnig darüber. Zur gleichen Zeit traue ich mich aber nicht wirklich zu hoffen, habe ich es doch schon die letzten drei Male getan und es hat dann doch nicht geklappt.

Also pendele ich schon seit dem Anruf zwischen Hoffung, dass es klappt und Angst, dass sie anschließend doch wieder den Alkohol wählt statt des Lebens. Gerade kämpfe ich einen ziemlich vergeblichen Kampf wieder zu mir zu finden und die nötige Ruhe zu entwickeln, die ich brauche. Ich kann nichts tun, außer abwarten und doch drängt in mir im Moment wieder alles ihr dabei helfen, sie beschützen zu wollen, wohl wissend das ich es nicht kann. Sch…. es ist verdammt noch mal schwer. Das Leben kann so schön sein, ich wünsche ihr so sehr, dass es sieht und endlich wagt wieder zu leben.
Nun ich habe zugesagt Samstag zum Abschiedskaffee vorbei zu schauen, bis dahin werde ich es auch wieder geschafft habe, bei mir zu sein und zu bleiben und sie machen zu lassen.

Die meisten hier wissen wie sich fühlt, drückt ihr die Daumen das sie schafft. Danke!

Skye
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Skye hat zum Thema: Re: Nächste Phase.....!? geschrieben

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