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Kinder und der teure Alkohol

 
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Karsten
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BeitragVerfasst am: 18.11.2004, 16:55    Titel: Kinder und der teure Alkohol Antworten mit Zitat Beitrag dem Moderator/Admin melden

Ich war grad einkaufen und habe an der Kasse neben dem Alkoholregal gestanden.
Ich habe noch in den Ohren, wie die Politiker die kleinen Alkoholflaschen, die Jugendliche so gern trinken, teuer machen wollen, um so den Konsum einzuschränken.
Was sehe ich, die kleine Flasche kostet grad mal 0,79€.
Das wird unsere Kinder nicht davon abhalten, das Zeug zu konsumieren.

Karsten
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Karsten hat zum Thema: Kinder und der teure Alkohol geschrieben
Garfield
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BeitragVerfasst am: 18.11.2004, 17:46    Titel: Re: Kinder und der teure Alkohol Antworten mit Zitat Beitrag dem Moderator/Admin melden

Ist das noch nicht durch mit dieser Sondersteuer auf Alkopops ?

Ich dachte, das wäre schon länger so, und die Getränkekonzerne wollten deshalb darauf umsteigen, Wein bzw. Bier als Basis zu nehmen ?

Aber für 79 Cent - da kriegt man im Laden um die Ecke ja kaum ne Cola für das Geld.

Da besteht wirklich Handlungsbedarf... Ausrufezeichen
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Garfield hat zum Thema: Re: Kinder und der teure Alkohol geschrieben
Karsten
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BeitragVerfasst am: 18.11.2004, 17:50    Titel: Re: Kinder und der teure Alkohol Antworten mit Zitat Beitrag dem Moderator/Admin melden

hab ja auch gedacht, das diese Gesundheitsministerin das beschlossen hat, aber scheinbar wird es nicht umgesetzt.
Auch wenn jetzt ein anderer Basisstoff drin sein sollte, muß das auch wieder gesetzlich geändert werden.
Sonst werden die Kinder nie aufhören.

Gruß
Karsten
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Karsten hat zum Thema: Re: Kinder und der teure Alkohol geschrieben
Garfield
Technischer Administrator


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BeitragVerfasst am: 18.11.2004, 20:11    Titel: Re: Kinder und der teure Alkohol Antworten mit Zitat Beitrag dem Moderator/Admin melden

Ich finde, es kann nicht alleine durch die Besteuerung gemacht werden.

Vielmehr sollten die Ursachen angegangen werden :

Viele Jugendliche greifen doch heute zur Flasche, weil :

- es ihnen leicht gemacht wird, ranzukommen, daran wird auch eine Steuer nichts ändern, wie man sieht
- es ihnen zuhause schwer gemacht wird, weil Eltern keine Energie, aus welchem Grund auch immer, haben, ihrem Nachwuchs die notwendige Aufmerksamkeit zu widmen
- sie in der pubertären Phase nach Orientierung suchen, aber zuhause zu wenig Halt kriegen, und jugendtypisch Erwachsenen nachstreben, die allzu oft den Fehler übermäßigen Alkoholkonsums, und dann auch noch vor den Kindern, machen.

Es gibt sicher noch weitere Gründe, aber zu glauben, nur durch Besteuerung das Allheilmittel gefunden zu haben, halte ich für falsch. Wie man sieht, schafft es der Markt ohne Weiteres, schnell zu reagieren, indem die Basis der Getränke umgestellt wird und die Besteuerung umgangen.
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Garfield hat zum Thema: Re: Kinder und der teure Alkohol geschrieben
Susanne
Gast






BeitragVerfasst am: 19.11.2004, 11:25    Titel: Re: Kinder und der teure Alkohol Antworten mit Zitat Beitrag dem Moderator/Admin melden

Hallo,

das ist das Schlimme. Der Staat versucht immer, die Dinge mit Gesetzen zu regeln. Den Kindern muß einfach nur eine ordentliche Perspektive für ihr Leben gegeben werden, dann haben sie auch Spaß am Leben und müssen sich nicht in eine Scheinwelt flüchten.

Liebe Grüße
Susanne
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Susanne hat zum Thema: Re: Kinder und der teure Alkohol geschrieben
Garfield
Technischer Administrator


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Beiträge: 1569

BeitragVerfasst am: 19.11.2004, 11:52    Titel: Re: Kinder und der teure Alkohol Antworten mit Zitat Beitrag dem Moderator/Admin melden

Das sehe ich genauso.

Aber ich seh's ja selbst als Elternteil (naja, quasi, der Sohn meiner Freundin, wir wohnen zusammen, 10 J. alt, ist von meinem Vorgänger) :

Viele normale Arbeitnehmer in D sind heute echt nicht mehr in der Lage, für die Familie zu sorgen und ein ausreichendes Einkommen heranzuschaffen.

Es mag altmodisch klingen, aber die Variante, daß die Frau (oder sagen wir mal, einer der Elternteile) zuhause die Kinder versorgt, sich um sie kümmert und was noch so dazugehört, ist für die Kinder einfach die beste.

Ich habe das selbst erlebt - mein Vater war selbständiger Handwerksmeister mit eigenem Betrieb, min. 16 Stunden Tagesarbeitszeit 5 - 6 Tage pro Woche, ich hatte nicht immer viel von ihm.

Aber meine Mutter konnte zuhause bleiben und sich um uns drei Kinder kümmern. Es gab ein geregeltes Familienleben.

Wo gibt es das heute noch ?

Ich habe selbst meinen Meisterbrief, aber ich wäre mit meinem Einkommen nicht in der Lage, eine Familie zu ernähren, obwohl ich relativ gesehen nicht schlecht bezahlt werde.

Würde ich in einer kleinen Bruchbude, wenn ichs so nennen darf, leben, die nur 300 € im Monat Miete kostet, würde das vielleicht gehen. Aber ich will diese Einschränkungen meiner Partnerin und dem Kind nicht zumuten.

Ich habe es noch zu gut in den Ohren, wie es war, bevor wir uns im Dezember 2003 endlich unser (freistehendes) altes Bauernhaus mit kleinem Garten leisten konnten :

"Junge, sei leise, es wohnt noch jemand im Haus."

"Trampel nicht so"

"Komm bitte her, brüll nicht durch das ganze Haus"

Und so weiter, in 1000 Variationen. Den ganzen Tag. Absolut nicht kindgerecht...

Unser Junge versteht es zum Glück, und er ist auch froh damit, daß wir jetzt ein Haus haben. Auch wenn er sich einschränken mußte, es gibt nicht mehr so viel Spielzeug wie vorher, aber dafür hat er endlich seinen Schäferhund bekommen und ein schönes Zimmer. Und seine ganzen Spielsachen kann er jetzt auf dem großen Speicher ausbreiten.

Aber ich schweife ab... eigentlich wollt ich ja was zu den Eltern und der fehlenden Zeit sagen.

Das Ganze können wir uns aber auch nur (knapp) leisten, weil meine Partnerin auch halbtags arbeiten geht. Bekämen wir noch ein Kind, wäre es der Horror. Wir würden es finanziell sicher nicht schaffen.

Und da liegt der Hase begraben :

Immer und immer wird von der Politik in diesem Staat von "Familienförderung", "kinderfreundlicher Gesellschaft" usw. gesprochen. Aber was tuen die Herren und Damen Politiker dafür ?

Ich bin nicht verheiratet. Es ist im Gespräch, daß "Kinderlose" demnächst höhere Rentenbeiträge zahlen sollen.

Ja, da werde ich dann wohl auch erfaßt werden. Wo bitte bin ich kinderlos ? Nur weil der "Vater" (das bin faktisch ich !) mal irgendwann die biologische Produktion ausgelöst hat, und nicht ich, soll ich mehr zahlen ?

Da wird doch der Kinderverdruß systematisch gefördert, und das muß doch gewollt sein vom Staat.

Daß es auch anders geht, zeigt Luxemburg :

Ein guter Freund arbeitet dort als Handwerker.

Ich krieg die Tränen in die Augen, wenn ich sehe, was der verdient und welche Abzüge er hat.

Ist Single, lebt in Deutschland.

Bruttoeinkommen Oktober 2004 : Ca. 2.000 €
Nettoeinkommen (als Single !!!) : ca. 1.850 €

Das ist doch Wahnsinn... und der ist nur Geselle. Und noch schlecht bezahlt für Luxemburger Verhältnisse.

Wenn man dort als Meister arbeitet, dann kann man sich eine Familie erlauben. Und einer der Partner hat Zeit für die Kinder.

Ein immenses Problem...

OT:
Jetzt bin ich aber ganz schön vom Thema abgekommen, man möge es mir nachsehen Winken
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Garfield hat zum Thema: Re: Kinder und der teure Alkohol geschrieben
stephan
Gast






BeitragVerfasst am: 23.12.2004, 16:09    Titel: Re: Kinder und der teure Alkohol Antworten mit Zitat Beitrag dem Moderator/Admin melden

Zitat:
Aber für 79 Cent - da kriegt man im Laden um die Ecke ja kaum ne Cola für das Geld.


Das ist wirklich ein Problem. In der Disco ist heutzutage ein Bier auch preiswerter als eine Cola.
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stephan hat zum Thema: Re: Kinder und der teure Alkohol geschrieben

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